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TubeYou – Videos 2.1, oder so

YouTube kennst Du?
Das ist dieses Onlinevideodings, wo sich 4,523 Milliarden Videos in Flashform befinden. 4,501 davon sind Mist. Aber ein paar sind interessant. Ob unterhaltsam, lehrsam, unterhaltsam, bestaunsam oder aufregsam. Irgendwie interessant.

Twitter kennst Du?
Das ist ein Microblogdienst und der letzte Schrei im Web 2. (Dies mal ohne Null dahinter; reimt sich sonst nicht. Und Reimen wird ja immer wichtiger heutzutage. Keine Frage.) Blitzschnelles Anmelden, die 140-Zeichen-fassende Textbox mit „What are you doing?“ oder etwas völlig Anderem zuhämmern und seine Freunde (im Slang „Followers“ oder „Twitterees“) verfolgen. Dann erhält man seine persönliche Seite, auf der nicht nur die eigenen Twittereinträge stehen, sondern auch die der Freunde. Natürlich gibt’s auch einen passenden RSS-Feed.

Um immer auf dem neuesten, bestgefiltersten Videostand zu sein, haben wir DIE Lösung.
In einem hochkomplexen Destilattionsprozess, der extra in einem Bad-Godesberger-Ex-Atombunker entwickelt wurde, haben wir das Beste aus Beidem genommen und es mit Hilfe eines simplen Flux-Kompensators wiedervereint

Heraus kam: TubeYou, dessen Name natürlich in keinester Weise irgendeine Verbindung zu schwedischen Automarken suggeriert.
TubeYou ist ein Twitter-User, der von uns mit irgendwie interessanten (s.o.) Videolinks (und restlichem Must-See) befüllt wird. Einfach verfolgen undoder RSS-Feed abonnieren und nie mehr in Videorückstand geraten. Ist das nicht klasse?

Du willst mitmachen? So 2.0, wie Web nur sein ist TubeYou ein Multiuser-Account. Kontaktiere mich einfach auf einem der mannigfaltigen, modernen Wegen und das Passwort1 ist Dein!

Mehr Information und noch eine Beschreibung gibt es auf der passenden TubeYou-Seite meines Blogs.

  1. Sie alle zu knechten []

Die Demystifizierung der Uri-naissance

Man kennt das ja. Man kommt nach einem langen Tag auf der Turbinenteststrecke zurück, ist völlig geschafft und möchte nicht mehr viel machen. Man macht sich eine leckere frische Tütentomatensuppe warm und möchte sie bei der tollen Unterhaltung des deutschen Fernsehprogramms genießen. Man geht von der Küche ins Wohnzimmer, stellt die Suppentassen kurz auf dem Fernseher ab, macht den Fernseher an und, zack, da fällt die Suppentasse runter.
Natürlich genau auf die Marmeladenseite.
Man hat den Löffel in der Suppentasse stecken lassen. Und gerade lief Uri Geller im TV.
Anfängerfehler.

Aber dieses „Uri Geller“, wie funktioniert das eigentlich?

Nein: Wie funktioniert dieses Uri Geller eigentlich immernoch? Uri Geller geistert (!) ja nicht erst seit gestern durch die diversen anfälligen Medien des Diesseits. Vor vierzig Jahren, da beeindruckte der geistigerhaft Schmächtige das Weltpublikum von seiner TV- und Zeitungsbühne aus. Mit Löffelverbiegen. Mit Bildernachmalen. Mit Uhrenzumlaufenbringen. Glauben taten ihm das damals nur Wenige, ließen sich aber doch Einige von ihm unterhalten.
Und jetzt gibt es eine Urinaissance. Immerhin ist es mit Menschen so, wie mit Bambus: Wächst schnell nach. Eine ganze Reihe neuer, vermeintlich aufgeklärt-technisierter Generationen wabert im Äther, um von Gellers Schwingungen getroffen zu werden. Mit Löffelverbiegen. Mit Bildernachmalen. Mit Uhrenzumlaufenbringen. Und, 2.0: mit bunten Lichtern, gewichtigen Hintergrundmusiken und fetzigen Kamerafahrten.

In „The Next Uri Geller“ sucht man, wie das seit ein paar Jahren so in ist, in Form einer Casting-Show nach einem „Nachfolger“ Gellers. Wer meint, froh sein zu können, dass damit Mastermind Gellers Ära zu Ende sei, der hat sich getäuscht. Einem König der Täuscher gleich thront Geller am Rand der Bühne, kommentiert die Nachwuchsmagier mit lächerlich ernster und ernsthafter Mine und stellt immer auch sein eigenes Können unter Beweis. Durch Löffelverbiegen, durch Bildernachmalen, durch Uhrenzumlaufenbringen.

Und, tatsächlich sind genug Sprosslinge ins Land gegangen: Wieder vertrauen Menschen dem, was sie dort im TV zu Gesicht bekommen. Oder lehnen es zumindest nicht direkt und kategorisch ab. Für mich unbegreiflich.
Aber da dieses wunderschön anzusehenste Blog auch einen Bildungsauftrag, einen Aufklärungsauftrag hat1: Hier, alles, was man über Uri Geller und seine Fahrtwassershow wissen muss:

Alles Schwachsinn.

Ok, jetzt ernsthaft. Ich habe mal ein paar Videos und Texte herausgesucht, die Geller ein wenig entmystifizieren — eine kleine Sammlung von dem Gros, den man glücklicherweise im Netz findet:
(Die Videos gibt’s nach einander auch in einer YouTube-Playlist, eingebunden nach dem Klick.)

  • Wikipedia-Artikel zu Uri Geller himself und zur Next-Uri-Geller-Show
  • Uri Geller im Skeptic’s Dictionary, u.a. mit einem tollen Zitat des coolsten Physikers direkt nach Einstein: Richard Feynman
  • DAS Enthüllungsvideo schlechthin, irgendwann aus den 80er/90er von DEM Enthüller schlechthin, James Randi: „James Randi exposes Uri Geller and Peter Popoff„. Hier erzählt Randi von seinem ‚Kampf‘ gegen Geller und probiert sich an der Erklärung ein paar Tricks.
  • Oben genannter James Randi hat eine „James Randi Educational Foundation„, da kann man sich den Herrn Geller auch anschauen.
  • Im Israelischen TV hat Geller einen Kompass-beweg-dich-Trick gemacht. Dumm nur: Die Kamera hat ihn dabei eingefangen, wie er sich einen Magneten auf einen Finger der linken Hand gesteckt hat. Das Video wurde von Geller wiederholt probiert offline zu nehmen, aber der Uploader postet es immer wieder. The Video Geller Does Not Want YOU to seeyou.
  • Bei getrue.com hat man sich außerhalb des YouTube-Imperiums darauf verschrieben, Tricks von Magiern zu entlarven. Hier versucht man sich z.B. an einer Erklärung des Löffelverbiegens.
  • Wer etwas mehr Zeit hat, sollte sich diesen Mitschnitt eines Vortrags von James Randi auf der Skeptic’s Society Convention ’98 bei der Caltech Universität anschauen. In vier YouTube-Teilen grast Randi mit Videos einmal das ganze Illusionsfeld ab. Teile 1, 2, 3 und 4.

Besonders zum aktuellen Thema, der „The Next Uri Geller“-Show findet man viele Lösungen bzw. Lösungsansätze der Tricks.

Ja, der Bindestrich im Titel dieses Beitrags ist extra.
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  1. An dieser Stelle bitte wer-wird-millionär-eske Dramamusik einbinden. []

Drei mal Daft Punk

Auch wenn es langsam viel zu viel musikalische Popkultur für dieses Blog wird. Das muss sein.

Vor ein paar Monaten durfte ich Zeuge eines Auftritts einer kleinen, unscheinbaren und unbekannten Band aus Frankreich werden. Zeuge von Daft Punk. Das Konzert in Düsseldorf war ja leicht atemberaubend. Wirklich nur ein wenig!

Damit man aber noch mehr Liveexperience von Daft Punk haben kann, bringen die Damen und Herren eine Live-CD ihrer Tour heraus. Aufgenommen auf einem Konzert in Paris (wo sonst?) gibt es eine CD voller Alive 2007. Das Album kommt am 19. November heraus. Vorher gibt’s eine Singleauskopplung vom „Harder, Better, Faster, Stronger“, ebenfalls die passende Liveversion. Das Video dazu wurde von 250 Konzertbesuchern in New York gedreht, die alle eine Kamera in die Hand gedrückt bekamen. Klingt sehr interessant.
Bei jeder anderen Band hätte ich gesagt: Unnötiges Geldmachen. Liveversion. Pff. Gerade bei elektronischer Musik. Die spielen doch sowieso nur ihre Stücke hintereinander ab.
Aber nach dem Konzert? Das war ein riesiges Mashup. Tracks gestreckt, gestaucht, Tracks gemixt, bis zur nahezu Unerkennbarkeit mit anderen Stücken verstrickt.
Und wie sich das anhören wird kann man auf der MySpace-Seite von Daft Punk feststellen. Vielleicht ist an der Stelle auch dieser Link irgendwie hilfreich. Oder gar der hier. [via Oh, what a world.]

Auf YouTube gibt es auch einen Account zur Alive-Tour, bei dem es im Gegensatz zu den sonst so allgegenwärtigen user-generated Videos (done my part…) professionelle Mitschnitte mit ohne übersteuertem Sound zu sehen gibt. Für die afterconcert-experience, quasi. (Mein Blog braucht mehr Buzzwords, jawohl!.)

Bei Google-Video wiederum gibt es „Daft Punk’s Electroma„, der einstündige Film aus 2006 von und mit Daft Punk, der bei uns nur auf Festivals lief und den zu sehen ich eigentlich schon abgeschrieben hatte. Aber zum Glück gibt’s ja dieses Internet hier. Hach. [irgendwie via Nerdcore, glaub ich]