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Staffel 3 von IT Crowd

Wo wir gerade bei Serien wären.
Nur kurz.
Ich zitier einfach mal René:

Ich habe grade gelesen, dass die dritte Staffel der IT-Crowd bereits übermorgen startet. Und da fällt mir nicht mehr dazu ein, als ein großgeschriebenes WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!111!ELF!!!!

Da das gestern war und heute Donnerstag ist: Die dritte Staffel der fabulösen IT Crowd startet morgen! Jawohl: Wha!

Have you tried to turn it on and not off again?

Oliver Twist, Hustle und Jekyll

Als Abschluss des Britischen Teils der Serienserie seien noch drei Serien erwähnt:

Oliver Twist
Oliver TwistZu Weihnachten brachte die BBC diese abgeschlossene Miniserie mit fünf Folgen (Gesamtdauer drei Stunden).
Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Waisenjunge wird von Diebesbande aus bösem Waisenhaus geholt. Und. So. Weiter.
Die Version der BBC gefällt mir außerordentlich gut. Das Setting ist gelungen und detailgetreu nachgebaut. Die Schauspieler verstehen auch etwas von ihrem Handwerk. Allen voran der Darsteller Olivers, der für seine 11 Jahre ganz schön was drauf hat.
Zum Auffrischen seiner Oliver-Twist-Credibility und zur melancholisch-dramatischen Unterhaltung bestens geeignet.
6,5 von 10 listige Schlawiner.

Hustle
HustleÜber Hustle hatte ich schon einmal früher berichtet. Tolle Bankraubserie, mit moralischen Räubern und Adrian Lester1. Mit spitzfindigen, intelligenten, verwirrenden, klugen, aber auch lustigen, unterhaltsamen, insgesamt also tollen Geschichten und Wendungen. Und in Staffel 1 bis 3 mit einem überragendem Mickey Stone, gespielt von Adrian Lester (natürlich sind die anderen Charaktere auch allesamt einmalig und hervorragend gespielt, allerdings ist Stone einfach des Zentrum der Räubertruppe — und wenn man sich drei Staffeln lang an ihn gewöhnt hat, dann fehlt ohne einfach etwas essentielles).
Leider wurden die Ankündigungen einer fünften Staffel2 wieder zurückgezogen, bzw. auf einen amerikanischen prequelligen Film transformiert. Muss man im Auge behalten, aber hoffentlich passiert da noch etwas. Jedenfalls:
9 von 10 moralische Abzocken.

Jekyll
JekyllEbenfalls habe ich bereits über Jekyll geschrieben. Eine weitere BBC-Miniserie, die von Tom Jackman handelt. Tom stellt auf einmal fest, dass er sich an bestimmte Stunden der Nacht nicht erinnern kann. Dort übernimmt eine andere Person, Mr. Hyde, das Ruder.
Herausragender Hauptdarsteller, der spielt, als habe er die Mimik persönlich erfunden. Schöner Plot, der neben außerordentlich dramatischen Situationen sogar Actionelemente besitzt. Für jeden was dabei, auch wenn’s manchmal unerwartet heftig wird (was es aber nur besser macht).
Eine zweite Staffel liegt in der Schublade des Schreibers, man wartet auf die Produktionsanforderung der BBC. Einer zweiten Staffel blicke ich allerdings etwas spektisch gegenüber, denn das, was die Serie so spannend gemacht hat, das kann man nicht auf eine zweite Staffel übertragen. Allerdings bin ich mir bei so einem ausgefeilten Plot sicher, dass auch der Autor das weiß und sich etwas unerwartetes überlegt hat.
8,2 von 10 alternative Persönlichkeiten.

Das war’s mit den Britischen Serien. Die Serienserie wird bald (sobald ausreichen Zeit vorhanden) fortgesetzt. Dann mit Serien aus USA, die man nicht verpasst haben sollte.

  1. Neben einer Nebenrolle im pilotierten (und mir sehr gut gefallen habenden) Being Human wird man ihn künftig (=Spring 2008…) als einer der Hauptdarsteller in Bonekickers sehen können. Bonekickers wird ein „Bones“ auf Englisch und in cooler – ich freue mich jedenfalls sehr darauf []
  2. alle vorherigen Staffeln hatten übrigens jeweils sechs einstündige Folgen, lassen sich also prima ’schnell‘ durchschauen []

The Fixer

Logo von ITVs The FixerJohn Mercer ist durch einen dummen Zufall im Gefängnis gelandet: Er hat seine Eltern umgebracht. Gut, passiert. Aber immerhin hat er nachher auch selbst die Polizei gerufen. Und die Ausbildung in den Special Forces hatte er immerhin auch schon absolviert. Passiert.
Eines Tages bekommt er das Angebot, eine Komme-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte einzulösen. Das Einzige was er dazu tun muss, ist nachher Mitglied einer semigeheimen, semiexistenten Organisation beizutreten, die unverurteilte Verbrecher jagt und sie tötet. Pretty easy. Natürlich leugnet die Regierung jegliche Existenz dieser Organisation. Natürlich ist ein zwielichtiger Boss an der Spitze der Entscheidungsträger. Und natürlich gibt es die heiße Blondine, die Mercer in Episode 1 „überredet“ mitzumachen und nachher als seine Kumpaninloverin auftritt.

The Fixer ist eine Mischung aus Mission Impossible, aus Dexter, aus Charlie’s Angels und aus Weitereklassischeverbrecherserie. Sollte man eigentlich also zu genüge kennen und satt haben, meine Beschreibung lässt das jedenfalls vermuten.
Aber falsch.

Mercer (und Rose) in The FixerKlar, man erkennt vieles wieder und denkt manchmal „Das hab ich da und da aber schon mal besser gemacht gesehen!“. Aber dann sind da wiedermal die typischen Attribute, warum ich britische Serien so gerne sehe. Die Geschichten, die John Mercer hier in Ordnung bringen muss, sind alle male gut ausgedacht und alles andere als platt. John Mercer himself ist ein trauriger, ein reuiger Charakter. Fast schon misanthropisch, im nächsten Augenblick dann aber wieder herzensgut.

Und obwohl die Serie noch viel mehr zu bieten hat (die restlichen Schicksale, der übergreifende Plot): das reicht eigentlich schon, um diese sechsfolgige Mini-Serie in Augenschein zu nehmen. Man kann seine Zeit wesentlich schlechter verschwenden.

6,9 von 10 Großkriminelle.

Secret Diary of a Call Girl

Showtime-Banner für Secret Diary of a Call GirlEin seltsamer Trend der letzten TV-Saison war es, krasser zu werden. Tabubrüchiger. Bekanntestes Beispiel ist da Californication1 mit David Duchovny (in den ersten zwei Episoden 7 unterschiedliche paar Frauenbrüste!). Aber auch darüber hinaus, weg vom amerikanischen Mainstream wandte man sich den nicht so glattgebürsteten Themen zu. In Australien lief „Satisfaction„, eine Serie über das Leben von ein paar Edelprostituierten. In England lief „A Secret Dairy of a Call Girl„, eine Serie über das Leben einer (Edel-)Prostitutierten.

Billie Pieper als Belle in Secret Diary of a Call GirlEs geht um Belle, gespielt von Billie Piper (des Doctor Who’s erste Begleiterin „Rose“ in den ersten zwei Staffeln der Neuauflage!). Tagsüber lebt sie ihr normales Leben, mit Freund und Familie und cetera.
Nachts verwandelt sie sich in einen Werwolf wird sie zur Prostituierten. Zu keiner schlechten, ihre Vermittlungsagentur lässt sie sich ihre Kunden immerhin aussuchen. Sie erzählt tagebuchartig aus ihrem Alltag: szenenweise spricht sie offensiv zur Kamera während ein Klient auf der Couch sitzt und in der Zeit still sitzen bleibt, manchmal blickt sie auch nur heimlich in die Kamera. Wir nehmen teil an ihrem Leben und ihren strengen Regeln.

Die ganze Geschichte basiert irgendwie auf den Blogeinträgen eines Londoner Call Girls. Ob alles so stimmt, oder nicht, ist aber irrelevant. Die Serie ist auch so schön produziert und zeigt kontrovers das gespaltene Leben der Dame. Außerdem sensibilisiert sie für den Job.
Lustig sind die Überbelichtung und dieser Weichzeichnereffekt, der manchmal über dem Bild liegt. Eine Hommage, wie ich vermute.

Wenn man sich nicht vor „expliziteren“ Darstellungen und Themen scheut, dem sei diese acht episodige (zu á 20 Minuten) Mini-Serie an Herz gelegt.

6,8 von 10 Doppelleben.
Staffel zwei der Serie gibt es in diesem Jahr.

  1. Kein Wunder, dass in USA SDoaCG bei Showtime läuft, dem Broadcaster, der auch für Californication verantwortlich ist. []

Doctor Who

Doctor Who 2005 Logo„Der Doktor“ ist ein darüber hinaus namenloser Außerirdischer der Gattung „Time Lord„. Er sieht relativ menschlich aus, kann aber mit seiner TARDIS, einer von außen wie eine handelsübliche britische Telefonzelle aussehender Zeitmaschine durch die Zeit reisen1. Dabei muss er das ein oder andere Problem lösen, muss gegen die ein oder anderen, meistens allerdings ebenfalls außerirdischen Feinde kämpfen, hat dabei zwischenzeitlich das ein oder andere überaus profane Problem.
2005 ist die neue Version von Doctor Who on Air gegangen. Von 1963 bis 1989 lief bereits die Urserie Doctor Who, die besonders in UK Kultstatus erlangt hatte.

Zeitmaschine? Zeitreisen? Außerirdische? Kämpfe? Weltall? Da denkt man doch gleich an riesige Special Effects. An außerirdische Raumschiffe, die sich durch die Wolken schieben. An perfekt animierte Sternenkampfträger, die glattpoliert das Licht eines fernen Planeten reflektieren. Eigentlich sollte man so etwas also auch von Doctor Who erwarten. Diese Kategorie Filmunterhaltung wäre es zumindest.

Wiedermal: Falsch. Völlig.

Doctor Who hat zwar durchaus ein paar nett anzusehende und gut gemachte Special Effects, aber der Reiz der Serie besteht darin, dass sie es meistens eben nicht sind. Dalek! Dalek!Die weltbekannten Daleks, die Superbösewichter im Doctor-Who-Universum, z.B. sind Staubsauger mit kitschigen Plastikapplikationen (zumindest in ihrer Ursprungsvariante). Doctor Who braucht keine moderne Rechnerleistung um seine Zukunftsvisionen vorgekaut auf den Schirm zu projizieren. Die Arbeit findet im eigenen Kopf statt2.
An guten Ideen mangelt es Doctor Who indes nicht. Da werden ganze Krankenhäuser auf den Mond gebeamt. Da werden dystopische Welten gezeigt, für die es in Buchform sicherlich Preise gegeben hätte3. Und da sind auch Folgen dabei, die mit dem Doctor-Who-Universum im Offensichtlichen gar nichts zu tun haben, aber dann doch ganz großartig sind.

David Tennant als DoktorAllem Voran ist da David Tennant. Selbst ein großer und akribischer Fan der Originalserie spielt er aktuell den Doktor. Und das ganz großartig. Diese Mimik, diese subtile Komik, diese Dauerbeschäftigtheit. Wenn nötig dann aber auch diese Einsamkeit, diese Unentschlossenheit. Hach. Insgesamt, einfach nur super.
Klar gibt es auch Nebendarsteller. Dem Doktor steht immer eine Dame zur Seite. Zur Unterstützung und zum nötigen Knistern. Über die Nebendarstellerinnen könnte man seitenlange Abhandlungen schreiben. Könnte. Nur kurz: Manche sind besser, manche sind schlechter. An die Aktuelle muss ich mich z.B. noch sehr stark gewöhnen. Sehr.

Wer einmal weg will, von den durchgestylten Science Fiction Hollywoods und zurück zu den Science Fiction, die mehr im Kopf statt finden; die durch Ideen und eigenartigen Zukunftsvorstellungen beeindrucken, der sollte Doctor Who schauen. Sollte er. Jawohl.

7,2 von 10 Daleks.
Und ich bin völlig überwältigt davon, was es in der Wikipedia alles zu Doctor Who gibt. Das ist Fan-ismus pur! Toll.

  1. und hat er hat den wohl coolsten aller Kugelschreiber der Welt des Universums aller Zeiten, überall []
  2. Negativer könnte man auch von Trash-Sci-Fi sprechen, aber da stelle mich etwas anderes drunter vor und es würde dem Doktor nicht gerecht werden. Doctor Who ist alles andere als trashig… []
  3. Gut, natürlich hätten sie dafür etwas ausführlicher sein müssen. Aber es könnte ja auch der Unausführlichkeits-Gedächtnispreis sein. Oder so. []

Primeval

Primeval LogoIrgendwo in England tauchen auf einmal Wesen auf, die es eigentlich schon längst nicht mehr geben dürfte. Dinosaurier und viele andere Urzeitviecher. Es stellt sich heraus, dass die Tiere durch glitzernde Portale kommen, sogenannte Anomalien. Diese poppen scheinbar ohne System für einen gewissen Zeitraum auf, bilden ein Fenster in die Vergangenheit und verschwinden dann wieder.
Nick Cutter stellt sich im Auftrag der Regierung ein Team zusammen, was zukünftig für die Untersuchung der Tiere und der Sache an sich verantwortlich ist. Später tritt seine vor einigen Jahren mysteriös verschwundene Frau auf den Plan und verwirrt die Situation noch ein Stück mehr.
Um das in der zweiten Staffel noch zu toppen, hat man eine große Verschwörung eingebaut, die jetzt im Hintergrund als episodenübergreifende Handlung steht und aufgeklärt werden will.

Der Cast von PrimevalDas, was Jonas Armstrong in „Robin Hood“ ist, ist Douglas Henshall als Nick Cutter bei Primeval … nicht. Bei weitem nicht. Denn Nick Cutter besitzt insgesamt gerade mal einen Gesichtsausdruck. Und wird auch sonst sehr bescheiden gespielt: ausdruckslos und emotionslos. Wenn dann doch mit Emotion, dann völlig übertrieben und einfach nur fremdschämend schlecht. Nicks rechte Hand Steven ist da nur ein wenig besser, allerdings sieht er wenigstens besser aus. Aus schauspielerischer Sicht könnte man also denken, die Serie sei ein Reinfall; nur schlecht und blöd und sowieso.

Abby und ConnerFalsch. Denn zum Einen gibt es da die beiden „Quereinsteiger“ Conner und Abby. Tollpatschig, nerdig, sympathisch und ganz gut gespielt.
Und zum Anderen gibt es da den Rest.
So beispielsweise die ansehnlichen (auf keinen Fall hollywoodeske, aber eben ansehnliche) Special-Effects, nette Ideen und immer viel Action. Die slapstick-artigen Einlagen Conners sorgen für reichlich Mitfühlung und machen die manchmal durchgestylte Story dann doch um einiges persönlicher. Diese ist meistens unterhaltsam, wandelt allerdings manchmal etwas haarscharf am ‚bescheuert‘ vorbei…

Wer ein wenig auf Science-Fiction, auf special-effectig eingerahmte ’nette‘ Story mit ein wenig britischem Humor steht, der sollte Primeval mal einen Blick hinüberwerfen. Es erwartet keine großartige Serie, die die Welt verändern wird, aber eine unterhaltsame, leichte Kost.

Wenn er sich beeilt, dann kann er das sogar im deutschen TV tun. Seit letzten Montag, den 7. April, läuft die kürzlich in England zu Ende gegangene zweite Staffel auf ProSieben. Wenn irgendwie möglich, möge er aber auf die Originalvariante zurückgreifen. Wegen des tollen britischen Akzents.

6,5 von 10 Dinosaurierknochen.

Skins

Skins LogoBereits Anfang des Jahres hatte ich diese vermeintliche Teenie-Serie vorgestellt.
O.C. auf Crack LSD.

Wir begleiten eine Handvoll Jugendliche bei ihrem Werdegang und ihrem täglichen Leben. Leben mit Drogen, mit Parties, mit Schuleschwänzen. Aber auch Leben mit Identitätssuche, mit Finden von Freundschaften, von Liebe und dem richtigen Umgang mit zum Teil sehr kaputten Eltern. Eine tolle Serie, die am laufenden Band überzeugt, dass es eben DOCH noch etwas krasser geht, die Kinnlade NOCH etwas weiter herunterklappt, wenn sie bereits ganz unten hängt.

SkinsDie zweite Staffel fängt dort an, wo die erste aufhört. Unser Hauptdarsteller Tony1 ist seltsam geworden. Er benimmt sich anders als vorher (ich möchte ja an dieser Stelle nicht zu viel verraten). Aber er ist auf dem Weg der Besserung und wird langsam wieder der Alte.

SkinsOb es etwas mit seiner Genesung zu tun hat? Ich weiß es nicht, aber der Anfang der zweiten Staffel ist schleppend. Klar, die erste Folge ist wieder in jeder Hinsicht krass, aber danach? Es dümpelt so langsam. Man ist einfach (zu?) viel gewohnt von dem Betkreis bei Skins. Das ist vielleicht ein Dämon der Serie, aber wer seine Story mit immer außergewöhnlicheren, immer krasseren Wendungen forttreibt, der desensibilisiert sein Publikum auch, das zombiegleich vor der Kiste hängt und zähnefletschend nach mehr und mehr und mehr verlangt.
Nach dem Anfang kriegt es aber das dann auch: Die Story gewinnt wieder an Tiefe. An Charakter. An toll.

Also definitiv weiterhin eine Empfehlung, und selbst die ersten paar Folgen sind immer noch so toll, dass ich selbst diese uneingeschränkt empfehlen würde. Es geht hier um ein Abfallen von 220 % toll auf 190 % toll. Oder so.

8,5 von 10 Sternen.

Wer sich als Skins-Fan weiterbilden will, dem sei die offizielle Seite von E4 empfohlen. Da gibts haufenweise Zusatzinfos, Blogartikel, Onlineepisoden. Alles, was das Fanboyherz begehrt.

  1. Wieso habe ich eigentlich immer noch das Gefühl, Tony sei eine Art Hauptdarsteller? Seine Geschichte wird mehr oder minder gleich beleuchtet, wie die der anderen Kids. Sid steht sogar von der Hierarchie fast über Tony. Und trotzdem bleibt dieses Gefühl, Tony wäre der Zentralkörper unseres Planetenlustspiels. Zumindest Anfang der 2. Staffel []

TV-Serien: Britische Serien

Manchmal denke ich, dass ich gerne in England leben würde1. Immerhin haben die dort die BBC. Eine staatliche Sendeanstalt, für die ich sogar gerne Geld bezahlen würde. Schließlich ist ungefähr alles, was die macht, sau cool. Hat ein grandioses Radioprogramm (mit legendären Essential-Mixen), weiß das Internet modern zu nutzen und war allein in diesem Aspekt schon vor vielen Jahren dort, wo die ARD jetzt langsam hinkommt. Aber das Wichtigste: Sie produziert tolle Serien.

Ich schaue gerne britische Serien. Viele sind von der BBC, aber auch die anderen, teils privaten TV-Anstalten aus UK produzieren ähnlich gute, und auf jeden Fall ansehnliche TV-Serien.

Warum gerade britische Serien?
Da gibt es diesen tollen Akzent, der viel schöner ist als seine kolonialisierte Variante. Da gibt es diesen Mut: Kleine Serienprojekte mit abgedrehten Themen, die es in den USA gerade mal in einen Spartenkanal schaffen würden, laufen dort zur Primetime. Aber auch bei von vornherein auf „groß“ angelegten Serienprojekten fehlt nie der Witz, nie Das Gewisse Etwas, was man bei Hollywoodproduktionen manchmal vergeblich hinter illuminanten Explosionen und glattgeschminkten Gesichtern sucht. Und da gibt es diese Liebe zum Detail, die man nur entdeckt, wenn man genau (ein zweites Mal?) hinsieht.

Viele Gründe also, meine viel zu lange vor mich hingeschobene Serie über sehenswerte TV-Serien2 mit britischen Serien starten zu lassen.

Teil 1: Skins
Teil 2: Robin Hood
Teil 3: Primeval
Teil 4: Doctor Who
Teil 5: Secret Diary of a Call Girl
Teil 6: The Fixer
Teil 7: Oliver Twist, Hustle und Jekyll

  1. Dann denke ich allerdings an’s Essen und komme wieder zu mir. []
  2. In gewisserweise also eine Meta-Serie! 😉 []