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Rezension: Robert C. Wilson – Spin

Der zehnjährige Tyler Dupree sitzt mit seinen beiden besten Freunden und Nachbarn Diane und Jason auf der Wiese im Garten und beobachtet mit einem Fernrohr den Himmel. Die Party der Eltern im Großen Haus kracht ordentlich, Jason schwärmt über die Welt und Gott, Diane über Gott und die Welt und Tyler für Diane. Alles scheint in üblicher (Un-)Ordnung. Als plötzlich die Sterne verschwinden. Direkt merkt das irgendwie so recht niemand. Erst am nächsten Tag wird gerätselt, was das für ein seltsames Phänomen ist. Woher kommt es? Ist es schlimm? Wie lange wird es bleiben? Diese Fragen verbreiten sich allerdings nur sehr langsam. Denn sämtliche Satelliten sind ausgefallen. Eigentlich ein Totalschaden für E. D. Lawton, Jason und Dianas Vater. Er ist nämlich ein ziemlich globaler Spieler in der Raumfahrtindustrie. Aber er ist auch ein verdammt gerissener Kopf, und deswegen hat er schon schnell eine neue Idee parat: Kommunikationsballons, sogenannte Aerostaten. Als auch nach mehreren Monaten keine Sterne wieder auftauen, wird E. D.s Patent ein richtiger Kassenschlager und er gewinnt immer mehr Geld. Und Einfluss. Vor allen Dingen Einfluss.
Das Trio, Tyler, Jason und Diane wächst also in einer Welt ohne Sterne auf. Nungut. Könnte Schlimmeres geben. Wäre da nicht das dieses seltsame Vater-Sohn-Verhältnis von E. D. zu Jason. Letzterer ist äußerst intelligent und wird deswegen so gut es nur geht von E. D. gefördert – um später einmal in seine Fussstapfen zu treten. So kommt es, dass Jason mehr und mehr über das Verschwinden der Sterne herausfindet und seinen besten Freunden weiter gibt: Die Sterne sind verschwunden, weil sich eine seltsame Membran, der sogenannte Spin, um die Erde gelegt hat. Auch die eigentliche Sonne ist verschwunden, eine perfekte, aber künstliche Nachbildung erhellt jetzt den Tag.
Später erfährt E. D.s zur Erforschung des Spin eingerichtete Insitution „Perihelion“, und damit dann auch Jason, dass das noch lange nicht alle Eigenschaften des Spins sind. Außerhalb der sterneverschlingenden Membran geht die Zeit anders. Für jede auf der Erde vergangene Sekunde, vergehen außerhalb der Spinmembran 3,7 Tage. Continue reading