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Links zu Interpretationen des Serienfinales von Lost

Update 25.5., 21:30: Zwei Links der Liste hinzugefügt (DarkUFO x 2).
Update 27.5., 12:00: Link zu Hitfix hinzugefügt.

Fand ich auf Twitter noch eloquentere Worte, möchte ich das Serienfinale von Lost an dieser Stelle mit einem einzelnen Wort zusammenfassen: WTF!?.

Das Finale war all das, was wir uns gewünscht haben und zugleich das Gegenteil. Es beantwortete Haufen von Fragen und Mythologien – und gibt der gesamten Serie im allabschließende Finale-Finale ein völlig neues, altes, wtf-iges Thema.

Es ist so verwirrend, dass ich mich selbst außer Stande sehe, eine schlüssige Interpretation abzugeben. Das ist schade. Aber für sowas gibt’s das Internet, in dem sich schließlich eine Reihe Nerds herumtummeln, die neben Zeit zum Schauen der Lost-Folgen und zum Auswendiglernen der Lostpedia auch noch über genug Kreativität verfügen, schlüssige Zusammenhänge zwischen Pilot: Part 1 und The End zu finden.

Hier möchte ich sie sammeln.

Achtung. Folgende Liste kann Hochgradigkeit von Spoilern enthalten.

Und jetzt ihr: Habt ihr Links zu Interpretationen? Oder gar selbst welche? Ab damit in die Kommentare!

  1. Ja, fast die besten bisher. []
  2. Uff. Das ist mir zu lang. Hab’s noch nicht ganz gelesen. Kommt noch. Vielleicht. []

US-Serien Herbst 2009: Preview

Bevor man nach vorne blickt, fordert das chronologisch-neurotische Hirn eigentlich, zuerst zurück zu blicken. So war das hier auch geplant: eigentlich wollte ich erst über die Serien der letzten paar Monate berichten, bevor ich dann stilvoll1 auf die frisch in der Herbstsaison angelaufenen Serien hinweise und messerscharfe Empfehlungen ausspreche.
Pustekuchen.
Der Peer-Pressure über Twitter verlangt Empfehlungen von mir, noch bevor es überhaupt so richtig losgegangen ist, mit der neuen Serien-Saison. Natürlich gebe ich ihm nach. Twitter is King.

Vorher aber ein Disclaimer: Die meisten der folgenden Serien haben einen ansprechenden Teaser-Text undoder Trailer. Das kann sich in der Serie fortsetzen, muss es aber bei weitem nicht. Wie oft haben wir nicht schon pointiert geschnittene, atemraubende Trailer gesehen, die sich dann in ihrer Filmserienvollversion als lahmes Ding entpuppt haben? Eben.
Natürlich starten nicht nur neue Serien, sondern auch alte, großartige Serien werden in diesen Wochen fortgesetzt. Auf die mag ich an anderer Stelle hinweisen, hier soll’s schlichtweg um brand-new Stuff gehen.
Fertig? Los!

FlashForward
FlashForwardWahrscheinlich der heiß-erwarteste Neustart dieser Saison. Manch einer spricht bereits von einer Lost-Nachfolgeserie2. Die Erwartungen sind also hoch.
Warum es geht: Fast alle Menschen sehen gleichzeitig für 2 Minuten und 17 Sekunden einen Moment 6 Monate in der Zukunft ihres Lebens. Wodurch? Wird es wirklich so kommen? Sind die teils unerfreulichen Dinge noch zu ändern? War alles nur ein riesiger Hoax? Und was ist mit denen, die nichts sahen? Sind die tot?
Die Serie beruht auf einer Romanvorlage, allerdings versichert der Show-Runner, das Ende verändert zu haben, so dass Romankenner noch etwas von der Spannung abbekommen. Man habe genug Stoff und Ideen für mindestens vier Staffeln, aber durchaus auch noch mehr.
Die ersten 18 Minuten kann man sich mit amerikanischer IP bereits bei ABC anschauen.
Startdatum: 24. September | Trailer; Wikipedia.

Bored To Death
Bored To DeathEbenfalls erwartungsvoll blicke ich auf diese neue Serie mit Jason Schwartzman und Zach Galifianakis3. Schwartzman spielt einen Krimibuchautor, der irgendwann meint, doch ganz gutes Wissen über Krimi und so zu haben und beschließt, sich als Privatdetektiv etwas dazu zu verdienen.
Was ich sah, sieht nach einer lustigen und abgedrehten, aber durchaus intelligenten Dramedy aus.
Startdatum: 20. September | Trailer; Wikipedia.

Glee
GleeDie wohl seltsamste neue TV-Show in dieser Saison, in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel inhaltlich: Es geht um den Glee-Club einer Schule, eine Art Musical-AG. Der Glee-Leiter möchte den Glee-Club zu alten Höhen verhelfen. Der Club startet mit ein paar Talenten, wird aber vom Rest der Schule nur böse verlacht. Etwas für Halbstarke, Schwule und naive Mädchen. Entsprechend seines Inhalts wird bei Glee einiges Gesungen und viel mit A-Capella-Hintergrundmusik begleitet. Das Ganze ist aber nur manchmal etwas »cheesy«, sondern hat meist kritische, intelligente und lustige Momenten – mit einem Grundspaß an Gesang durchaus sehr toll. Aber nicht nur vom Inhalt her seltsam: Die Serie ist von Ryan Murphy, der auch hinter Nip/Tuck steckt und dort alles andere als ein glattes, politisch korrektes Drama gemacht hat. Außerdem hat der Sender die Pilotepisode bereits vor ein paar Monaten ausgestrahlt – seltsames Konzept!
Glee läuft bereits seit drei Wochen und gefällt mir immer noch. Mal schauen, ob’s so bleibt.
Trailer, Wikipedia.

Community
CommunityAuch diese Serie ist bereits angelaufen und portraitiert das Leben einer Gruppe auf einem Community-College, einer Art weiterführenden Schule zwischen High-School und Universität. Wir starten mit Jeff, der eigentlich Anwalt war, bis man merkte, dass er sein Diplom nur gefälscht hatte. Auf dem College kommt er mit seiner großspurigen Klappe nicht ganz so gut an, wie er sich gewünscht hätte (besonders bei den Frauen).
Erscheint mir als ganz ok-e Comedy, nicht mit viel Tiefe undoder Wortwitz, aber durchaus solide.
Trailer, Wikipedia.

Eastwick
EastwickDrei Frauen entdecken auf einmal ihre übernatürlichen, hexenhaften Kräfte. Serienversion eines ähnlichbetiteltem TV-Films der 80er. Erinnert leicht an an »Charmed« in etwas höherer Qualität. Könnte entweder gut und nett werden, oder aber sehr vorhersehbar und platt.
Lassen wir uns überraschen.
Startdatum: 23. September | Trailer, Wikipedia.

Stargate Universe
Stargate UniverseVor zwei Jahren ging »Stargate: SG-1« zu Ende, letztes Saison dann auch der Spin-Off »Stargate: Atlantis«. Gut so, denn die Folgen wurden derart langweilig, ich, der ich durchaus mal sowas wie ein Fan des Franchise war, habe die letzte Staffel Atlantis gar nicht mehr zu Ende geschaut. Viel zu lahm.
Stargate Universe ist also das zweite Spin-Off, das im Stargate-Universum spielt aber bis auf eben jenes Stargate nicht viel mit den vorherigen Show zu tun haben soll. Eine Gruppe Astronauten findet ein verlassenes Schiff, besteigt es, um sogleich festzustellen, dass es sich aufmacht und das Weite sucht. Mit ihnen an Board.
Könnte schnell zu weiteren, in den Sand gesetzten Stargate-Version werden4 , oder aber, in einem Sci-Fi-Bezugssystem, ganz nett. Wir werden sehen.
Startdatum: 2. Oktober | Trailer, Wikipedia.

The Forgotten
The ForgottenEine Krimiserie mit etwas anderer Ausgangssituation. Es ermitteln keine FBI-CBI-CSI-Beamten sondern freiwillige Amateure, die gerne Verbrechen lösen (um jeweils aus anderen Motiven etwas in ihrer Vergangenheit auszugleichen…). Erzählt wird jede Episode aus der Sicht des jeweils aktuellen Mordfalls.
Klingt ganz nett.
Startdatum: 22. September | Trailer, Wikipedia.

The Good Wife
The Good WifeEin Juristendrama, das sich um Alicia dreht. Eigentlich friedliche Ehefrau eines Politikers, kehrt sie nach einem Sex-Skandal mit anschließender Haftzeit von eben jenem Ehemann in ihren alten Job als Anwältin zurück. Produziert wird von Tony und Ridley Scott.
Wiedermal: Wird entweder eine hübsche, frische Juristenshow oder eine Haben-Wir-Sowieso-Schon-Alles-Gesehen-Version.
Startdatum: 22. September | Trailer, Wikipedia.

Es dauert noch etwas, bis in der Midsaeson folgende Serien starten, aber damit ich sie schon mal erwähnt habe…

V
Außerirdische landen auf der Erde und sind super nett zu allen. Eine kleine Gruppe glaubt dem altruistischen Gedanken der Fremden nicht und scheint recht zu behalten. Ein Remake eines 1983er TV-Films.
Klingt eigentlich alles sehr gut und ist endlich mal wieder ein Sci-Fi-Alien-Drama von einem großen Kanal. Aber ich befürchte, es könnte ganz schön alben werden und floppen. Ich hoffe natürlich das Gegenteil. Trailer.

Human Target
Das menschliche Ziel ist in dem Fall Christopher, ein persönlicher Bodyguard für die ganz harten und gefährlichen Fälle. Auf einem DC-Comic beruhend gibt’s immer neue, kritische Situationen, in der er seine Leistung vor Bankmanagern et cetera beweisen muss. Trailer.

Past Life
Ein paar Detektive recherchieren über das vorherige Leben ihrer reinkarnierten Klienten. Entweder riesiger Humbug oder ganz nett. Trailer.

Day One
Eine fastapokalyptische »Sache« zerstört das moderne Leben. Day One geht in 13 Teilen um eine Gruppe Überlebender aus einem Apartementkomplex. Trailer.

Bei dem Girly-Sender5 The CW hat man die Sasion bereits ein paar Wochen früher starten und floppen lassen. Deswegen kann ich eine Nicht-Empfehlung für deren drei neue Serien aussprechen.
The Beautiful Life: TBF, eine Serie über Models in New York, Melrose Place, das Remake des Spin-Offs von 90210: Beverly Hills und Vampire Diaries sind allesamt arg oberflächlich, dumm und auf stylisch gemacht – teils tut’s weh. Am ehesten kann man sich noch Vampire Diaries anschauen, obwohl es YAVS6 ist, die mit ihrem jugendlichen Cast und der Story ganz tief und ganz klar in die Twilight-Kerbe sticht.

  1. Sicherlich! Weil: immer! []
  2. Wie wir alle wissen, wird die im Januar startende Lost-Staffel die letzte und unser Leben ab Mai lostlos sein. []
  3. Dessen Namen ich immer nur durch Copy-and-Paste richtig schreiben kann… []
  4. Zumal das Produktionsteam gleich geblieben ist… []
  5. Neu, seit 2009. []
  6. Yet Another Vampire Series™. []

Serien zur Sommerpause

Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, aber ja, es ist Sommer1. Wie sich die Älteren unter euch vielleicht noch erinnern können gab es eine Zeit vor der Klimaerwärmung, in der sich Mensch, Tier und Pflanze im Freien tummelten und gemeinsam auf einer Picknickdecke beim Duft von grillendem Maiskolben Schach spielten. Das war die Zeit, in der die großen amerikanischen TV-Sender ihre großen Serien pausieren ließen und die TV-Landschaft aussah, wie der Mars, nachdem ihn seine Bewohner verlassen hatten.
Aber wir haben die Klimaerwärmung. Und wir haben große TV-Serien im Sommer.2

Hier meine bescheidene Meinung, etwas ausführlicher als es meine Kurzbewertungen bei Twitter ([#]) zulassen.

Swingtown
SwingtownEs geht um Susan und Bruce Miller, die in einen neuen Stadtteil ziehen und sich dort mit ihren neuen Nachbarn, Trina und Tom Decker anfreunden. Die Letztgenannten leben ihre Ehe nach dem Prinzip der „Open Marriage“, feiern wilde Parties und genießen ihr Leben. Bruce und Susan lassen sich von dieser neuen Welt anstecken, verfallen aber immer wieder in Zweifel, ob das denn alles so ok ist.
Inhaltlich geht Swingtown weit über den Open-Marriage-Stoff hinaus, bildet die Serie doch die Aufbruch-, die Veränderungsstimmung der 70er ab und diskutiert sie währenddessen in ihren Vorzügen und Nachteilen (Nebenbei: Amüsant wie sich das projizierte Bild samt der Rollenmodellzuordnung der Deckers und Thompsons während der Staffel ändert…). Da geht es um wirtschaftlichen Aufschwung, um Emanzipation, um das Brechen mit alten Werten, aber auch um den Erhalt alter Werte. Sehr Vielschichtig.
Stilistisch ist die Serie darüber hinaus ein absoluter Augenschmaus. Der Soundtrack besteht aus tollen 70er Songs (die man sich bei last.fm anhören kann). Die Kostüme und die Kulisse sind authentisch, die Serie ist mit leichtem Weichzeichner und überstrahlten weißen Farben aufgenommen. Die Krone setzen diese schmalzigen Überblendungen auf, bei denen zum Beispiel eine alte Szene in der Flamme einer Kerze verschwindet.
Absolute Anschauempfehlung. [#, #]
7,6 von 10 Hippiesongs.

Flashpoint
FlashpointEtwas mehr von den Quoten gesegnet ist diese Serie über ein Spezialeinsatzkommando. Während des Streiks von CBS in Kanada zum Dreh aufgetragen geht es um ein Team von Polizisten der SRU (Special Response Unit), das sich mit den etwas heikleren Polizeisituationen auseinander setzen muss, den Situationen, die starke Nerven und fetzige Technik benötigen.
Mit ein paar bekannten Schauspielern besetzt (allen voran Enrico Colantoni, den man sonst z.B. als den Vater von Veronica Mars kennt…) geht es bei Flashpoint viel um Psychologie und den heiklen Einsatz der Spezialtruppe. Ist in gewisser weise just-another-crime-series, aber in gewisser weise auch nicht. Die Charaktere stehen im Vordergrund und alles wirkt etwas tiefgründiger. [#]
7,1 von 10 Geiselbefreiungen

The Cleaner
The CleanerEs geht um William Banks. Einst war er ein ziemlicher Junkie. Doch während der Geburt seiner Tochter machte er einen Deal mit Gott: Wenn er ihm eine zweite Chance geben und die Sache überstehen lassen würde, dann würde er seine Drogenkarriere beenden und anderen helfen, das ebenfalls zu tun. Natürlich ging alles gut und wir sehen Banks als geläuterten Familienvater. Und als Teamchef. Denn er hat sich eine Truppe aus Ex-Abhängigen zusammengestellt, mit denen er durch die Straßen zieht und anderen hilft, vom Drogenkonsum (et cetera) runterzukommen.
Die Serie ist, ganz entsprechend des behandelnden Themas sehr düster angelegt. Viel spielt in der Nacht, im Schatten oder in schlecht beleuchteten Einrichtungen.
Dreh- und Angelpunkt ist William Banks (gespielt von Benjamin Brett, den man aus einer anderen, ganz guten A&E-Produktion Namens „The Andromeda Strain“ kennen könnte…), dem man bei seinem stressigen und bösen, aber hilfsbereiten und verantwortungsvollen Alltag sehr gerne zu sieht. [#]
7,1 von 10 Abhängigkeiten

The Middleman
The MiddlemanDer Middleman ist ein freier Geheimagent, der sich für außergewöhnliche Probleme zuständig sieht. Hochintelligente Mafia-Affen gehören zum Beispiel dazu. Unsere Protagonistin Wendy Watson begegnet dem Middleman zufällig, als bei einem ihrer Aushilfsjobs ein Monster die Belegschaft tötet. Eins führt zum Anderen und Wendy wird die rechte Hand des Middlemans.
Die Serie basiert auf einem Comic. Und das merkt man: Alles ist wunderbar übertrieben und wunderbar übertrieben bunt. Alles glänzt und hat diesen falschen Touch. Abgedrehte Personen mit abgedrehten Handlungen in abgedrehten Geschichten. Dazu noch eine sehr große Zahl an popkulturellen Anspielungen.
Die Quoten sind wohl nicht so toll, wie es sich im Blog der Serie liest. Mehr als eine Staffel wird es also nicht vom mittleren Mann geben. [#]
6,9 von 10 Comicmonster

In Plain Sight
In Plain SightMary ist eine Polizistin, genauer ein Marshal des Zeugenschutzprogramms. Ihre Aufgabe ist es, ehemalige Kriminelle und andere Menschen im Programm zu beschützen und sie zu betreuen. Dass das kein einfacher Job sein muss, zeigt In Plain Sight.
Mary wird als verzweifelter und fast schon misanthropischer Charakter gezeichnet (allerdings gibt es da auch diese hoffnungsvollen Momente, ganz im Gegensatz zu Saving Grace, was ich quasi deswegen nicht weiterverfolgt habe…), der sich so durch sein Berufs- und Privatleben schlägt und versucht, ein wenig Ordnung hinein zu bringen. [#]
6,5 von 10 Zweitelebenimzeugenschutz

Es gibt auch zwei neue Serien, die mir ganz und gar nicht gefallen. Hier also zwei kleine Warnungen:

Bonekickers
Eigentlich hat diese Serie Potenzial: Besetzt durch Adrien Lester, den ich seit Hustle sehr gerne sehe, geht es um Archäologen und das Aufdecken von Fehlern in der Geschichtsschreibung. Aber leider ist das alles so billig, schlecht und uninteressant umgesetzt. Jede Folge ist eine Qual. Es zieht sich und wird nie richtig spannend. Schade eigentlich. [#]

Generation Kill
Wir sind Teil einer Militärtruppe, die in ihren Zelten in der Wüste darauf wartet, endlich den Irak im Jahr 2003 angreifen zu dürfen. Und das war’s. Hier passiert mal etwas, da tritt dieser lustige General auf, hier wird jemand verprügelt. Aber die ganze Story dümpelt so vor sich hin. Klar, das ist aus dokumentarischer Sicht sicherlich hochgradig relevant, die Realität will schließlich abgebildet werden. Nur interessant macht es Generation Kill dadurch noch lange nicht.
Und wenn man sich an den schönen Aufnahmen von Militärfahrzeugen im Wüstensand3 satt gesehen hat, dann gibt es irgendwie gar nichts interessantes mehr in der Serie. [#]

Noch kurz vor dem Ende:
Doctor Who: Die vierte Staffel des Doctors endete geradezu phänomenal. Das Finale vom noch-Showrunner Russell T Davies beendet die zu Anfang recht schwache vierte Staffel mit einem großen Familientreffen-Feuerwerk. Ich weiß jetzt wieder, was mich am Doctor so fesselt. [#]
Burn Notice: Davon hat gerade die zweite Staffel begonnen. Es geht so furios weiter, wie es aufgehört hat. Aber mit neuem, großem Soundtrack, wie mir scheint.

  1. Gut, wenn die meisten von euch das jetzt lesen, ist es sicherlich wieder völlig schön, die Sonne scheint durch die Jalousien und die Luft flimmert nur so vor Hitze. Aber egal. Blog for the moment. []
  2. Ob da ein Zusammenhang besteht möge sich der geneigte Leser selbst erschließen. Aber es passte gerade ganz gut für die Einleitung. []
  3. Das meine ich tatsächlich nicht so ironisch, wie es sich anhört. Die Qualität und die Shots sind schön anzusehen. []

TV-Serien: Britische Serien

Manchmal denke ich, dass ich gerne in England leben würde1. Immerhin haben die dort die BBC. Eine staatliche Sendeanstalt, für die ich sogar gerne Geld bezahlen würde. Schließlich ist ungefähr alles, was die macht, sau cool. Hat ein grandioses Radioprogramm (mit legendären Essential-Mixen), weiß das Internet modern zu nutzen und war allein in diesem Aspekt schon vor vielen Jahren dort, wo die ARD jetzt langsam hinkommt. Aber das Wichtigste: Sie produziert tolle Serien.

Ich schaue gerne britische Serien. Viele sind von der BBC, aber auch die anderen, teils privaten TV-Anstalten aus UK produzieren ähnlich gute, und auf jeden Fall ansehnliche TV-Serien.

Warum gerade britische Serien?
Da gibt es diesen tollen Akzent, der viel schöner ist als seine kolonialisierte Variante. Da gibt es diesen Mut: Kleine Serienprojekte mit abgedrehten Themen, die es in den USA gerade mal in einen Spartenkanal schaffen würden, laufen dort zur Primetime. Aber auch bei von vornherein auf „groß“ angelegten Serienprojekten fehlt nie der Witz, nie Das Gewisse Etwas, was man bei Hollywoodproduktionen manchmal vergeblich hinter illuminanten Explosionen und glattgeschminkten Gesichtern sucht. Und da gibt es diese Liebe zum Detail, die man nur entdeckt, wenn man genau (ein zweites Mal?) hinsieht.

Viele Gründe also, meine viel zu lange vor mich hingeschobene Serie über sehenswerte TV-Serien2 mit britischen Serien starten zu lassen.

Teil 1: Skins
Teil 2: Robin Hood
Teil 3: Primeval
Teil 4: Doctor Who
Teil 5: Secret Diary of a Call Girl
Teil 6: The Fixer
Teil 7: Oliver Twist, Hustle und Jekyll

  1. Dann denke ich allerdings an’s Essen und komme wieder zu mir. []
  2. In gewisserweise also eine Meta-Serie! 😉 []

Der offizielle andisblog Jahresrückblick 2007, A.D.

An End has a Start. Sinnverändert umgeschrieben: Vor einem Anfang steht ein Ende.
Der ein oder andere wird mitbekommen haben, dass so ein Ende hinter uns liegt. Nicht ganz so pseudotiefgründig nennt man das allgemein Jahreswechsel, in Fachkreisen sogar Silvester. (Silvester Stallone hat seinen Namen übrigens von einer rotnäsigen Comickatze, die er am Jahreswechsel in Yorkshire kennenlernte. Wirklich.)

Für allerlei Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen, ist das traditionell Gelegenheit, auf die abgelaufenen 31.557.600 (in Worten: Einundreißigmillionenfünfhundertsiebenundfünfzigtausend600sechshundert) Sekunden zurückzublicken. Da ich auch Blogger bin (irgendwie zumindest, also, ich habe ja wenigstens mal ein Blog) ziehe ich da natürlich mit.

Hier also die zehn wichtigsten politischen Ereignisse dieses Jahres.
Pff. Nee.
Mein Jahresrückblick beschränkt sich nur auf das, von dem ich auch etwas verstehe; wenigstens ein kleines bisschen etwas verstehe. Ich meine, von dem ich glaube, ich verstünde etwas davon. Ihr wisst schon.
Das ist natürlich Polipkultur. Dieser wunderbare Begriff, der das Alles und das Nichts beschreibt, in dem unsere moderne kulturelle Wellenfunktion so Tag für Tag schwingt.

Meine Listen sind natürlich völlig subjektiv. Ich habe versucht, das komplette Jahr abzudecken und mich nicht von einer frischen Euphoriewelle eines Songs (im positiven Sinne) oder einem tothörbedingten Missfallen beeinflussen lassen. Ich weiß jetzt schon, dass mir das nicht gelingt. Aber versuchen ist doch das Gelingen in rosa.
Außerdem habe ich auf eine Nummerierung verzichtet. Ich kann mich nicht mit meinen diversen multiplen Persönlichkeiten einigen, was wo hin gehört. Trotzdem könnte die Reihenfolge als ehestes als „Toplist“ aufgefasst werden.
(Meine Liste ist zwar nicht so hübsch, wie die drüben bei eayz.net, dafür überzeuge ich durch Inhalt! Ha.)

Kategorie #1: Beste Alben 2007.
Kategorie #2: Beste Songs 2007.
Kategorie #3: Beste TV-Serien 2007.
Kategorie #4: Beste Hintergrundmusik 2007.
Kategorie #5: Maschinelle Songcharts 2007.
Kategorie #6: Beste Bücher 2007.
Kategorie #7: Beste Filme 2007.
Kategorie #8: Toplists der anderen.