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Die Sache mit den Rosinen: Dr. Psycho und Doctor’s Diary

Der Deutsche TV-Weltraum, unendliche Weiten. Und überall nichts als langweiliger, unkreativer Einheitsbrei, der durch mehr oder minder witze Betrüger durchbrochen wird.

Vor ca. einem Jahr begann ein Beitrag ganz ähnlich, in dem ich zwei deutsche Serien ans Herz legte.

Zum einen war das „Türkisch für Anfänger„, in der es um das Leben in einer Multikulti-Patchwork-Familie geht. Es geht um Kulturunterschiede und -gemeinsamkeiten und um das Suchen seiner (ersten) großen Liebe, oder so. Gepackt in kurzweilige 20 Minuten Comedy, deren tolle Hauptdarsteller ganz hervorragende Dialoge in den Mund gelegt bekamen.
Der Macher von Türkisch für Anfänger, Bora Dagtekin, hat sich jetzt eine neue Serie ausgedacht. Ich habe mir die ersten zwei Folgen angeschaut und muss, als alter Serienhase sagen: Doctor’s Diary ist toll!
Fangen wir mit dem Schlechten an: Der Name. Eine deutsche Serie, die einen englischen Namen trägt. Gut. Kann man machen. Aber dann auch noch so einen schnulzigen? Das hört sich doch nach Rosamunde Pilcherkonsalik an. Wenn man sich dann die Beschreibung durchliest, dann denkt man: Kenn ich doch. Scrubs, Grey’s Anatomy, Bridget Jones, ER und noch viele mehr (um von klassischen Soaps gar nicht anzufangen).
Aber, und an dieser Stelle kommen wir fließend zum Guten: Doctor’s Diary mag sich zwar bei vielen anderen Serien bedienen, doch mischt Herr Dagtekin die einzelnen Ingredienzen so gut, gibt ein Stückchen Witz und ganz viel unerwarteten Storytwist hinzu — es kommt eine frische und tolle Ärzte-Soap. Klar, einen kleinen Faible für Kitsch und Soap muss man haben, aber ich habe ihn anscheinend und mir macht das Sehen ganz klar Spaß.
6,9 / 10 internationale Ärztepunkte (=8,3 / 10 deutsche Serienpunkte)
Die ersten beiden Folgen, die am letzten Montag bei RTL liefen, kann man sich im Online-Videoportal RTL NOW (noch?) anschauen. Umsonst. Die URL des (eingebetteten) Videos lässt sich übrigens wunderbar kopieren und in VLC einfügen1

Zum anderen hatte ich damals Dr. Psycho empfohlen. Eine Serie um Christian Ulmen, der einen Psychologen bei der Polizei spielt, selbst aber eine ganze Reihe von Problemen hat. Zu denen gehören unter anderem seine Kollegen, die ihn nicht akzeptieren wollen, dabei aber ihren Polizeidienst vermurksen, wo es nur geht.
Dienstag startete die zweite Staffel der Serie und … sie ist immernoch hervorragend. Es fehlen zwar Darsteller aus der alten Staffel (in der ersten Folge zumindest), aber die wichtigen Drehpunkte sind immer noch da. Ganz in der Mitte Christian Ulmen, der alle in den Schatten spielt.
7,1 / 10 internationale Polizeipsychologenpunkte (8,7 / 10 deutsche Serienpunkte)

Anguckbefehl für beide Serien. Quote und so. Ihr wisst schon.

  1. Z.B. die URL für das erste Video: mms://217.118.170.10/vod/95/E74167_doctorsdiary_700k.wmv []

Rückblick des Jahres 2007: TV-Serien

Rückblick? Jawohl! Hier geht’s zur Übersicht zu meiner kleinen Rückblickreihe inkl. aller Links zu den bisherigen Epsioden.

Es gibt noch mehr auf dieser bunten Welt als Musik. Neben Betonmischmaschinen und Engelvisionen, z.B. TV-Serien. Und da Letztere (der Rest natürlich auch!) einen großen, zeitfressenden Bestandteil meines Freizeitlebens darstellen, hier die passende Liste dazu.

Chuck
Diese Serie ist in der momentanen TV-Saison in den USA gestartet und leidet gerade, wie alle anderen auch, unter dem Autorennstreik. Chuck Bartowski ist ein zwanzigdreißigjähriger Supermarktberater. Er arbeitet am „Nerd Herd“ (wegen dieses Namens allein könnte die Serie ganz oben auf der Liste stehen), einem Beratungspanel für sämtliche elektrischen Geräte und trägt dabei immer weißes Hemd mit schwarzer Krawatte (Stil, yes!). Eines Tages bekommt er eine E-Mail von einem alten Studienkollegen, worauf hin er sämtliche Top-Secret-Informationen des FBI, CIA und NSA in seinem Kopf hat. Wird er durch etwas Bekanntes getriggert, so sieht er einen Flash von den Daten, die die Datenbanken dazu zu liefern hatten.
Er ist der einzige, der noch über die Informationen verfügt und muss deswegen beschützt werden. Von zwei Geheimagenten, mit denen er von Folge zu Folge Fälle lösen muss. Und natürlich verliebt er sich in eine Agentin.
Hat man sich erst einmal mit der völlig hirnrissigen Ausgangssituation abgefunden: Eine absolut tolle Serie. Zachary Levi spielt seinen Chuck so dermaßen melancholisch, dabei aber intelligent und zynisch, dass man ihn mögen muss. Immer ist eine gewisse Ironie im Agentenraum, die auf subtile weise den ganzen Geheimkram auf die Schippe nimmt. Aber nie so, dass es zu einem slapstickigen Agent 00 oder Ähnlichem wird. Auch die Nebendarsteller: groß. Sarah hin und her gerissen von ihrem Job und ihren Gefühlen, Morgan, der vertrottelte, aber liebenswürdige Versagerfreund von Chuck und Adam Baldwin als Casey, immer grimmig dreinschauend und den harten Part mimend, so sehr, dass man nur auf den Moment wartet, wann er endlich auch mal ein bisschen weich wird.
Und dann sind da noch diese ganzen Anspielungen, diese nerdigen Einwerfer auf Videospiele, auf Handies und wasweißichnoch. Sympathisch.
Ganz klar ganz vorne.

Übersicht zur Serie bei der iMDB und bei tv.com. Offizielle Seite von NBC, bei der man alle Episoden sehen kann, wenn man aus US and A kommt (Pfeifproxypfeif). Ein Promoclip bei YouTube.

Californication
Eine 12-episodige Kabel-TV-Serie, die den Buchautor Hank Moody bei seiner Selbstwiederfindung begleitet.
Fesselt die Serie am Anfang noch durch ihre groteske, mundoffenstehenlassende Krassheit (Ein schmutziger, arschlochiger Moody, der sich um nichts und gar nichts zu kümmern scheint; 7 unterschiedliche Paare Frauenbrüste in den ersten zwei Folgen!), wird dieses fesselnde Element im weiteren verlauf geschickt weitergetragen und die Tiefe der Geschichte gezeigt. Mann fängt fast an, Moody zu verstehen, wie er zu dem Antiheld wurde, der er irgendwie ist. Man fängt ihn sogar fast an zu mögen und leidet mit ihm.
David Duchovny ist nicht länger Mulder, er ist Hank Moody. Sie passt ihm einfach wie auf den Leib zu geschnitten.

Dexter
Seine Rolle ebenfalls auf den Leib geschneidert bekommen hat Michael C. Hall als Serienkiller Dexter Morgan. Ja, richtig, die Hauptperson dieser Showtime-Serie ist ein Serienkiller. Er kümmert sich um die Leute, die sich irgendwie aus dem amerikanischen Rechtssystem herausgeschlichen haben, aber trotzdem schuldig sind. Wenn Dexter gerade nicht killt, dann ist er Blutmusteranalyst bei der Polizei. Passt, irgendwie, denn Dexter bringt seine Opfer nicht irgendwie um, er macht es stiril und trotzdem brutal, ganz wie es ihm sein Vater gelehrt hat.
Diese Serie ist nicht erst dieses Jahr gestartet. Sie ging dieses Jahr allerdings in ihre zweite Staffel und die war so gut, dass Dexter auf jeden Fall noch eine neue Erwähnung finden muss. Eine zweite Staffel ist immer eine kritische Sache, besonders bei Serials, also Serien mit episodenübergreifenden Handlungssträngen. Aber was die Damen und Herren Autoren hier aus der Geschichte gezaubert haben? Wow! Hut ab. Für mich sogar spannender als die erste Staffel. Klar, es geht der „Boa, wir schauen gerade wirklich einem kranken Serienkiller bei seiner Arbeit zu“-Effekt verloren, aber dafür kommt der „Hey, den Dexter mag ich doch jetzt, du kannst den doch nicht einfach so auffliegen lassen“-Effekt. Kinnladenrunterklapp mit Symapthieteil wird durch Sympathie mit Kinnladenrunterklappteil vertauscht.
Natürlich liefert Michael C. Hall wieder eine lehrbuchhafte Darstellung des gefühlslosen, ausdruckslosen und kopforientierten Dexter ab. Und auch die neue eingeführten Charaktere passen einfach perfekt in die Story.
In allen Teilen die beste zweite Staffel, die ich jemals gesehen habe. Die beste zweite Staffel einer der damit jemals besten Serien. Jawohl. Es lebe der Superlativ.

Passende iMDB-Seite. Dexter’s Greatest Hits (!) bei YouTube (offizielles Promovideo). Promo für die zweite Staffel bei YouTube. Die erste Staffel, reduziert auf 5 Minuten. Heises Telepolis zum kommenden Deutschlandstart über Dexter. Man beachte besonders den Verweis auf die Anspielungen und Verweise.

The Big Bang Theory
Stell dir vor, du bist ein Freak. Ein Physikfreak. Du wohnst mit deinem besten Freund zusammen, auch Dr. der Physik und noch mehr Freak als du. Deine beiden Freunde, mit denen du dir die Tage und Nächte geekig beim Videospielen und Durchführen anderer dem Geektum zugeordneten Tätigkeiten verbringst: auch zwei Physikfreaks. Und jetzt stell dir vor, in die Wohnung neben dir zieht eine heiße Blondine, die mitten in ihrem mindestens ebenso klischeebehafteten Leben steht. Und dann verliebst du dich auch noch, irgendwie zumindest, in sie.
Herzlichen Glückwunsch, du bist Leonard und spielst die / eine der Hauptrollen in der Big Bang Theory.
Diese 20-minütige Sitcom beobachtet den Zusammenprall der beiden Welten und scheut nicht davor, einen Haufen nerd-physikalischer Witze und Anspielungen zu machen. Könnte es etwas schöneres für einen Physikstudenten geben? Comedy und Comedy über Physik, toll gespielt, grandios übertrieben. The IT-Crowd für Physiker. Und jedes Mal ein noch größeres Lächeln auf meinem Gesicht, wenn ich eine der Physikanspielungen verstanden habe.

TBBT bei der iMDB. Trailer im passenden Channel bei YouTube. Im Channel sind ein paar Ausschnitte, z.B. dieser hier.

Burn Notice
Diese vermeintlich kleine Serie lief im Sommer auf einem Kabel-TV-Sender. Sie ist in großen Teilen dafür verantwortlich, dass dieser Sommer in den USA als der Sommer der kleinen Networks galt. Denn dann, wenn die Großen (wie FOX, NBC etc.) mit ihren teuer produzierten Serien pausieren, dann bleibt Platz für (meist) Kabelsender, ihre Produktionen zu versenden. Dieses Jahr kam da u.a. Burn Notice dabei heraus.
Michael Westen ist mitten in einer Geheimmission, er ist Geheimagent, als ihn seine Burn Notice erreicht: Er ist raus. Aus irgend einem Grund lässt ihn die CIA fallen und will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Er schafft es sich nach Miami zu retten, zu seiner alten Freundin Fiona (die eine Paraderolle macht, wie man ganz hübsch sein, sich aber noch zehn mal hübscher spielen kann (oder anders: wie man völlig übertrieben mit sämtlichen billigen erotische Reizen des Rezipienten herumspielen kann)) und seinem alten Kumpanen Sam (ein glorreicher Bruce Campbell, der toll den pensionierten Geheimagenten mimt). Dort versucht er, dem Grund für seine Burn Notice auf die Schliche zu kommen (der Serialpart der Story) und sich währenddessen mit dem Lösen kleiner, privater Probleme über Wasser zu halten (der Episocialpart der Story).
Die Serie lief auf dem USA-Network unter dem Titel „Characters Welcome“ und Burn Notice macht diesem Titel alle Ehre: Jeffrey Donovan spielt den Michael Westen mit einer Ruhe, einer Tiefgründigkeit, einer Verschmitztheit und mit einer Intelligenz, dass es einfach nur Spaß macht ihm zuzuschauen. Auch der Rest der Story unterhält und macht Spaß.

Greek
Ich schaue gerne Serie (und auch Filme), die den Anschein haben, Teenieserien zu sein. The O.C. gehörte da z.B. zu. Wenn man die Serie nicht kennt, könnte man meinen, es handele sich um eine billige Serie wie GZSZ oder ähnliches. Klar gibt es bei The O.C. soapige Elemente (reichlich), aber wenn man mehr als zwei Folgen gesehen hat, dann wird man feststellen, dass es dort wesentlich mehr zu sehen gibt, als eine Aneinanderreihung von Beziehungskisten und intrigöse Probleme, die an Haaren von vom Aussterben bedrohten Tieren aus Guatemala herbeigezogen sind. Da gibt es humoristische und tiefgründige Dialoge, Projektionen von Gesellschaftsproblemen und noch viel mehr.
Und zu dieser Kategorie „Sieht von außen aus wie eine Teenieserie, ist aber eigentlich viel mehr“ gehört auch Greek. Es geht um Rusty, einen Außenseiter, wie er im Buche steht, der zum Studieren auf den Campus zieht und somit unfreiwillig in den Lebens- und Handlungsbereich der Studentenverbindungen (die sich bekanntlich in Amerika immer mit griechischen Buchstaben betiteln…) eindringt. Seine Schwester ist ausgerechnet an der Spitze der tussigsten aller Frauenverbindungen.
In den paar bisher gesendeten Episoden folgt eine kurzweilige Kritik des oberflächlichen Verbindungsleben, das dann doch irgendwann, irgendwie nicht mehr so oberflächlich scheint. Natürlich gibt es die typischen Teenieprobleme: Eifersucht, erste Liebe, zweite Liebe, Anerkennung und all so etwas, aber das Ganze ist mit einem derartigen Charme erzählt, dass es Spaß macht zuzuschauen.
Etwas oberflächlicher erzählt ist da das ebenfalls neugestartete Gossip Girl. Aus der Sicht einer elitären Bloggerin wird das Leben der schönen und reichen Teens der New Yorker Upper Eastside erzählt. Wie ein Unterschicht-Außenseiter Seth Dan endlich die Liebe seines Lebens kennenlernt und die volle Faust des intrigen Lebens der Reichen zu spüren bekommt. Bei weitem nicht so toll wie Greek, aber immer noch leicht-erholsam genug, um es nicht ganz unerwähnt zu lassen.

Greek: Übersichtsseite bei der iMBD und Trailer bei DeinTube.
Gossip Girl: iMDB, Trailer bei YouTube.

Skins
Wenn wir schon bei Teenieserien sind, dann darf eine Serie nicht fehlen: Skins. Aus pro Episode änderndem Blickwinkel einer Person wird das Leben einer britischen Jugendclique betrachtet. Und das Leben hat es in sich. Sex, Drogen, Intrigen, Drogen, Selbstverwirklichung, Drogen und Anerkennung. Und Drogen. The O.C. auf Crack. Böse und verstörend, aber trotzdem sehenswert. Von der Story abgesehen, die toll ist und bei der der Zuschauer Stück für Stück immer Tiefe hinter die Kulisse der kranken Jugendlichen schaut, allein die Technik mit den verändernden Sichtweisen lohnt ein Anschauen. Und so wenig wie das kitschige Lip-sync-Ende zum Rest der Serie passt, so toll ist es und so sehr bildet es einen versöhnlichen Abschluss. Außerdem stehe ich auf Musicalelemente in Filmen / Serien.

Übersicht in der iMBD. Trailer zur ersten Staffel bei YouTube. Brandneuer Trailer zur zweiten Staffel bei YouTube. Artikel zu Skins im Sablog.

Jekyll
Englische Serien mag ich sehr gern. Nicht nur wegen des tollen Akzents, die Regisseure trauen sich dort etwas. Sie können nicht auf die riesengroßen Budgets ihrer Teichnachbarn zurückgreifen, sie müssen das Publikum durch ihre Ideen und ihre Technik überzeugen.
So tut es Jekyll, eine moderne Adaption des zweigesichtigen Klassikers „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“.
James Nesbitt spielt dabei die Hauptrolle des Tom Jackmann, der auf einmal anfängt, sich zeitweise in eine andere Persönlichkeit zu verwandeln.
Wenn man alles andere ausblenden würde und nur Nesbitts Gesicht zeigte: Das wäre alleine schon Grund genug zuzuschauen. Ich habe noch nie eine gespaltene Persönlichkeit so perfekt gespielt gesehen. Wiedermal: Wow.

Seite bei der iMDB. Trailer bei YouTube. Seite bei der BBC. Der Anfang der ersten Folge bei YouTube (Ja, richtig, die Dame hat später im Jahre die Bionic Women vergespielt).

Hustle
Diese englische Serie läuft eigentlich schon etwas länger, aber ich habe sie erst im letzten Jahr entdeckt. Und direkt alle vier Staffel (zu á 6 einstündigen Folgen) im Eiltempo konsumiert. Es geht um eine Gaunertruppe mit Ehre, die durch Betrügereien schlechten Menschen das Geld wegnimmt. Der Zuschauer ist immer Teil vom Spiel und man freut sich eine drei-viertel-Stunde lang auf die Auflösung am Ende. Alle Charaktere sind toll getroffen, besonders der Hauptcharakter Mickey Stone, der hoffentlich in der fünften Staffel zurückkommt…

Seite bei der iMDB und bei der BBC. Trailer bei YouTube.

Die restlichen Serien möchte ich nur kurz erwähnen (die Links hinter den Namen gehen jeweils zur iMDB-Seite der Serie):

October Road – Soapiges Drama über einen Schriftsteller, der in seine alte Stadt zurückkehrt. Kleinstadtwelt vs. Großstadtwelt. Auch toller Hauptdarsteller.

Whistler – Kanadische Serie über einen Wintersportort und die Einwohner. Viel Snowboard und auch viel Soap. Macht trotzdem Spaß.

How I Met Your Mother – Taucht nur so weit unten auf, weil die Serie eigentlich schon vor drei Jahren anlief. Aber sie ist immernoch … legendary. DER Maßstab für alle andere Comedy.

30 Rock – Intelligente Comedy aus dem 30. Stock des Rockefeller-Gebäudes über eine Comedy auf NBC. Selbstironisch wie es nur geht und mit Alec Baldwin in der Hauptnebenrolle grandios besetzt. In NBCs grüner Woche war sogar Al Gore zu Gast, dessen „Quiet. A Whale is in trouble. I have to go.“ allein schon großartig war. Läuft ebenfalls schon in der zweiten Staffel und ist ebenfalls nur deswegen hier unten.

Switch Reloaded – Auch, und eigentlich: gerade in der zweiten Staffel einer von zwei (bzw. drei) Hoffnungsschimmern im deutschen Fernsehen. Switch kennt keine Tabus und macht einfach Witze über alles. Allein die Stromberg-Persiflage „Obersalzberg„. Perfekt getroffen, sie, wie alles.

Dr. Psycho – Das ist der andere Schimmer. Christian Ulmen spielt wunderbar den Polizeipsychologen. Mehr dazu hatte ich schon mal geschrieben.

Doctor Who (2005) – Neuauflage der legendären englischen Sci-Fi-Serie über den Zeitreisenden Doctor. Erst dieses Jahr für mich entdeckt, aber für äußert gut befunden.

Puuuh, was ein langes Post.

Der offizielle andisblog Jahresrückblick 2007, A.D.

An End has a Start. Sinnverändert umgeschrieben: Vor einem Anfang steht ein Ende.
Der ein oder andere wird mitbekommen haben, dass so ein Ende hinter uns liegt. Nicht ganz so pseudotiefgründig nennt man das allgemein Jahreswechsel, in Fachkreisen sogar Silvester. (Silvester Stallone hat seinen Namen übrigens von einer rotnäsigen Comickatze, die er am Jahreswechsel in Yorkshire kennenlernte. Wirklich.)

Für allerlei Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen, ist das traditionell Gelegenheit, auf die abgelaufenen 31.557.600 (in Worten: Einundreißigmillionenfünfhundertsiebenundfünfzigtausend600sechshundert) Sekunden zurückzublicken. Da ich auch Blogger bin (irgendwie zumindest, also, ich habe ja wenigstens mal ein Blog) ziehe ich da natürlich mit.

Hier also die zehn wichtigsten politischen Ereignisse dieses Jahres.
Pff. Nee.
Mein Jahresrückblick beschränkt sich nur auf das, von dem ich auch etwas verstehe; wenigstens ein kleines bisschen etwas verstehe. Ich meine, von dem ich glaube, ich verstünde etwas davon. Ihr wisst schon.
Das ist natürlich Polipkultur. Dieser wunderbare Begriff, der das Alles und das Nichts beschreibt, in dem unsere moderne kulturelle Wellenfunktion so Tag für Tag schwingt.

Meine Listen sind natürlich völlig subjektiv. Ich habe versucht, das komplette Jahr abzudecken und mich nicht von einer frischen Euphoriewelle eines Songs (im positiven Sinne) oder einem tothörbedingten Missfallen beeinflussen lassen. Ich weiß jetzt schon, dass mir das nicht gelingt. Aber versuchen ist doch das Gelingen in rosa.
Außerdem habe ich auf eine Nummerierung verzichtet. Ich kann mich nicht mit meinen diversen multiplen Persönlichkeiten einigen, was wo hin gehört. Trotzdem könnte die Reihenfolge als ehestes als „Toplist“ aufgefasst werden.
(Meine Liste ist zwar nicht so hübsch, wie die drüben bei eayz.net, dafür überzeuge ich durch Inhalt! Ha.)

Kategorie #1: Beste Alben 2007.
Kategorie #2: Beste Songs 2007.
Kategorie #3: Beste TV-Serien 2007.
Kategorie #4: Beste Hintergrundmusik 2007.
Kategorie #5: Maschinelle Songcharts 2007.
Kategorie #6: Beste Bücher 2007.
Kategorie #7: Beste Filme 2007.
Kategorie #8: Toplists der anderen.