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Coruum 3 im Oktober

CoruumEnde 2007 habe ich hier ein Buch über alle Himmeln gelobt, weil es mir so unglaublich gut gefallen hat.
„Coruum“ wurde von Michael R. Baier geschrieben und verstrickt ganz wunderbar Science-Fiction mit mystischer Mayakultur und dem Jetzt. Wer von Coruum noch nichts gehört hat: Nehmt euch die 10 Minuten und lestkurz mein Review von damals!

Der erste und zweite Teil der Coruum-Trilogie sind bereits vor einiger Zeit erschienen. Der dritte Teil ließ allerdings auf sich warten.
Eigentlich war »Ende 2008« das Ziel zur Fertigstellung…
Nun, das liegt hinter uns.
Jetzt hat Baier auf der Coruum-Webseite einen neuen Erscheinungstermin für das Buch bekannt gegeben:

Volume 3 erscheint zur Frankfurter Buchmesse 2009!

Die Frankfurter Buchmesse findet vom 14. bis zum 18. Oktober statt.
Mitte Oktober sollte ich also endlich den heißersehnten dritten Teil vom Buch in den Händen halten. Juchu!
Und ich bin völlig optimistisch, dass das klappt!

Rückblick des Jahres 2007: Bücher

Zur Übersicht der Jahresrückblicke bitte dem weißen Hasen folgen.

Über gute und nicht ganz so gute von ihnen blogge ich hier zwar relativ regelmäßig, trotzdem möchte ich sie in meine Endzeitbetrachtung anschließen. Bücher. Dieses analoge Medium meines Vertrauens hat nämlich immer noch, trotz aller digitaler Fiktion ein paar Tollitäten zu bieten.

Die Erklärungen fallen hier etwas kürzer aus (wen höre ich da aufatmen?!), aber immerhin habe ich schon mal über die Bücher geschrieben. Details gibt’s also in den verlinkten Posts.

Die Links zu Amazon sind erstmalig in der Jahrhunderte alten Geschichte andisblogs Partnerlinks. Wenn ihr euch also zu spontanen Käufen entscheidet, macht das am besten über die Links. Für euch entsteht kein Nachteil. Im Gegenteil: Endlich das beruhigte Gewissen, euer Lieblingsblog unterstützt zu haben. Toll, oder?

Michael R. Baier – Coruum
Auf die ersten zwei Teile dieser fast schon epischen (aber rein im positiven Sinne) Sci-Fi-Trilogie bin ich durch Michael aufmerksam geworden. Zum Glück. Denn Michael Baier bringt das Buch in Eigeninitiative heraus, man wird es in keiner großen Buchhandlung finden.
Milliarden deutscher Science-Fiction-Fans wissen also nicht, was sie verpassen.
Das Buch hat alles, was ein Sci-Fi-Buch für mich haben muss. Intelligente Dialoge und Verstrickungen, wilde Kämpfe quer durch Galaxien, einen Haufen neuer und spritziger Zukunftsideen, sympathische Hauptdarsteller und noch vieles mehr.
Wenn ihr Sci-Fi-Fan seid: Lest dieses Buch unbedingt! Wenn ihr noch kein Fan seid, ich behaupte einfach mal, das Buch gefällt euch auch dann, denn es geht viel tiefer als „normaler“ Sci-Fi.
Bei soviel Werbung, Herr Baier, wann geht’s endlich weiter?

Mehr dazu: Meine Buchkritik. Amazon-Partnerlink für Coruum 1 und Coruum 2. Offizielle Seite des Autors über die Trilogie, mit viel Lesestoff.

Christopher Moore – Die Bibel nach Biff
Dieses Jahr bin ich zum absoluten Christopher-Moore-Anbeter geworden. Alles, was dieser Mann schreibt, strotzt nur so vor Kreativität, vor Humor und tiefgründigen Ideen. Die Spitze des Eisbergs war (das schon etwas ältere) Die Bibel nach Biff. Allein für die Grundidee, sollte man ihm einen Grammy Oscar Bambi Preis verleihen: Er lässt die jungen Jahre von Jesus, die ja bekanntlich in der Bibel so gut wie inexistent sind, von seinem (erfundenen) besten Freund Biff erzählen. Was dann folgt ist ein Roadmoviebuch, bei dem wir Biff und Joshua durch die halbe Welt auf der Suche nach dem Heiligen Geist begleiten.
Dabei hat Moore derart viele, tiefgründige und viel zu oft viel zu absurde Ideen, erstellt groteske Situationen und kreiert diese wunderbaren Hauptdarsteller, dass man einfach nur Lachen muss — besonders, wenn man Freizeitreligionsinteressierter ist. Ich sage immer wieder: Bei Büchern von Moore kann man irgendeine Seite aufschlagen und man findet mit Sicherheit eine Stelle, die man vorlesen kann und die die restlichen Anwesenden herausprusten lässt.

Robert C. Wilson – Spin
In diesem Soft-Science-Fiction lässt Robert Charles Wilson die Sterne verschwinden. Und die Zeit sich stauchen. Hat man sich mit dieser etwas abstrusen, aber im Sci-Fi-Bereich ja durchaus irgendwie zulässigen Ausgangssituation abgefunden, befindet man sich im einer schönen, erschreckend möglichen und immer intelligenten Zukunftsvision.
Hier kämpfen keine Raumschiffe gegen einander, werden keine intergalaktischen Wurmlochautobahnpotenziale explodiert, hier wird sich viel mehr mit den Konsequenzen der Personen beschäftigt und damit gespielt.
Ich freue mich, wenn im April dieses Jahres mit „Axis“ (Amazon-Partnerlink) die Fortsetzung von Spin herauskommt.

Christopher Moore – Ein todsicherer Job
Das ist das Buch, was alles ausgelöst hat: mein erstes Moore-Buch („Kinder, damals, als Herr Moore nicht Bundeskanzler war, da hab ich ihn schon gelesen…“). Es geht um eines der Lieblingsthemen Moores. Um den Tod. Spezieller geht es um Charlie, der vom Universum oder vom Tod oder von … ist ja auch egal, jedenfalls wird er beauftragt, die Seelen von dahinscheidenden Menschen aufzusammeln und sie neuen zukommen zu lassen. Nebenbei muss er noch die Welt vor dem Untergang retten.
Auch hier: Ein hervorragend gezeichneter Hauptcharakter, der von einer seltsamen Situation in die nächste stolpert. Erwähnte ich eigentlich schon die tolle Detailiertheit von Moore? Und sein Gespür für abstrakten Humor? Und …

Natürlich gab es darüber hinaus noch eine Vielzahl Bücher im letzten Jahr, die mir sehr gut gefallen haben. Über schlechte Bücher schreibe ich erst gar nicht hier im Blog. Für mehr Bücher schaut einmal in die entsprechende Kategorie.

Buch: Michael R. Baier – Coruum

Donavon McAllon ist Analyst alter Sprachen. Hieroglyphen und so was. Gerade ist er aber mit seiner Familie auf den Schottischen Highland-Games, als ihn ein Anruf seiner Studienkollegin Karen Whitewood erreicht. Diese befindet sich gerade in Guatemala, ganz in der Nähe der alten Mayastadt Tikal. Dort wurde ein unterirdischer Raum gefunden – ein Raum inklusive seltsamer Stele. Letztere besteht aus außergewöhnlich glattem Gestein, das zu dem noch warm ist. Eingeritzt sind Symbole, die keiner der bisher bekannten Kulturen entstammen. Und deswegen will Karen Donavon vor Ort haben, er besitzt einfach das beste Gespür, wenn es um die Entschlüsselung neuer Inschriften geht.
In Südamerika angekommen beginnt Donavon zusammen mit Karen und ihrer Kollegin Sinistra so gleich mit der Untersuchung der mittlerweile von schwerem Gerät freigelegten Stele. Donavon findet eine geheimnisvolle Scheibe, die er einsteckt und später zusammen mit seinem in England gebliebenen Institutsleiter Fergus untersucht. Es scheint sich um einen spacigen Kalender zu handeln. Sehr spacig, denn aus einem unbekanntem Material und total hipp beleuchtet. Etwas später, in einer nächtlichen Aktion, erforschen Donavon und Karens Team eine neu gefundene Stätte in der Nähe der Stele, das allerdings hinter dem Rücken der sich immer restriktiver verhaltenden offiziellen Seite vor Ort an der Ausgrabungsstelle.
Was sie dort unten finden, ändert alles.

Die Scheibe passt in eine Vertiefung in der Wand und gestattet den Forschern das Eindringen durch ein rotes Kraftfeld in einen kleinen, mit Schriftzeichen übersäten Raum, ein Archivraum. Als die Schriftzeichen berührt werden erscheint in der Mitte des Raumes ein drei-dimensionale Hologramm, die genau das, was auch in den Schriftzeichen zu stehen scheint, hautnah darstellt: Aus dem Himmel landet ein Raumschiff, ein menschlich aussehender Besucher steigt aus, wird von den Bewohnern der Stadt empfangen und verschwindet mit dem König wieder. Was das Team schon vermutet hatte: Die Ruinen, die sie dort gerade ausgraben, sind nicht von Menschenhand.

Was das Team allerdings nicht vermutet, ist, dass ihr Eintritt in den Archivraum quer durch die halbe Galaxis übertragen wird. Bis hin zum großen Saal der Winterresidenz von Torkrage Treerose, seines Zeichens einer der Herrscher über die Sieben Königreiche, einem der drei großen Bünde im Universum. Torkrage erkennt die Bedeutung der Übermittlung, immerhin scheint in den Aufzeichnungen, die die Fremden da abrufen, Harkcrow Treerose zu sehen zu sein. Torkrage schickt so gleich seinen besten Mann, Merkanteer Kaleeze zum Planeten Ruthpark, von dem das Signal kommt.
Aber auch eine andere Ecke des Universums kriegt den Archivraumbetritt mit, zwar nicht wie Torkrage mit Bild, dafür mit ähnlicher Gespanntheit. Ashia, ihres Zeichens Mitglied einer äußerst geheimen Einheit des Geheimdiensts Z-Zemonthy des Zentrums (welches mit den religiösen Nebelwelten die drei Bünde komplettiert) wird sofort nach Ruthpark geschickt.
Als in der Ausgrabungsstelle wenige Tage später der Schlüssel in die Stele gesteckt wird und sich der Eingang zu einem riesigen, unterirdischen Lager öffnet, wissen die Erdbewohner noch nicht, dass sie schon bald mitten ins Kreuzfeuer beim Kampf zweier außerirdischer Kulturen kommen werden.

Michael schrieb bei sich im Blog über Coruum, das Buch von Michael R. Baier (ja, genau, mit richtig tollem, literarischen Zwischenbuchstaben!), für das er keinen großen Verlag fand und es dann „einfach“ im Eigenverlag herausbrachte (und deswegen nur via Amazon Marketplace bezogen werden kann). Die Geschichte interessierte mich: Maya meets Außerirdische. Indiana Jones and the visit from above. Verborgene Schätze, rätselhafte Artefakte, mysteriöse Enthüllung, rasante Verfolgungsjagden – und dann noch eine unheimliche Begegnung der dritten Art? Könnte gut werden! Und? Es wurde sogar noch besser, noch viel, viel besser. Continue reading