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Rückblick des Jahres 2007: Filme

Eine Kategorie fehlt noch in meinem Jahregerückblicke (hier geht’s zum Übersichtsbeitrag!). Nämlich die Kategorie „Film„.
Aber es gibt keine Kategorie, die mir unwichtiger scheint.

Mit dem Siegeszug immer besserer und ideenreicherer TV-Serien wurden zumindest aus meiner medialen Rezeption auch gleichzeitig (Kino-)Filme verdrängt. Es gibt seitenlange Ausführungen darüber, was den Reiz von Serien gegenüber Filmen ausmacht, um es auf einen Hauptpunkt herunterzubrechen: Die Ausführlichkeit. Ein Film hat 90plus Minuten Zeit nicht nur die Charaktere, sondern auch das Problem einzuführen. Dann erst kann es gelöst werden (ja, Filmwissenschaftler, steinigt mich ruhig). Bei Serien reicht die Zeit nicht nur, wesentlich detailreichere Persönlichkeiten zu zeichnen, sondern auch mehrere Probleme, oder größere Probleme zu erstellen und lösen zu lassen. Gut, auf der anderen Seite kann das natürlich anstrengend werden und Special Effects sieht man bei Serien auch eher selten.
Trotzdem: Ich persönlich ziehe Serien Filmen vor.

Das heißt trotzdem nicht, dass Filme für mich inexistent wären. Ich überlege nur sehr scharf, welchen ich mir anschauen mag. Und leider vergesse ich sie auch relativ schnell wieder, in Vergleich zu Serien zumindest.

Ich mag mich hier also nur sehr begrenzt zu angeschauten Filmen äußern. Das machen pseuointellektuelle Professionelle … Filmkritiker diverser Medien zur Genüge (und darüber hinaus).
Außerdem habe ich mit Sicherheit einen Haufen (wahrscheinlich sogar guter) Filme vergessen.
Also, „sehr begrenzt äußern“? Ja: Ich bin meine iMDB-Votehistory, die ich zumindest versuche zu pflegen, durchgegangen und habe mir letztjährige Filme, die ich irgendwie als ‚gut‘ in Erinnerung habe, herausgepickt. Und sie hier hin geschrieben. Mehr nicht.
Passt ja irgendwie zu meiner subjektiven Filmkonsumwahrnehmung.
Für Fragen, wieso ich diesen und jenen Film gut fand, stehe ich natürlich jeder Zeit in den Kommentaren zur Verfügung.

Trommelwirbel, für die reduzierteste, aller Rückblick-2007-Listen:

The Prestige (2006)
Ratatouille (2007)
Knocked Up (2007)
Superbad (2007)
Shoot ‚Em Up (2007)
Hairspray (2007)
Transformers (2007)
Shoppen (2006)
Sunshine (2007)

Rückblick des Jahres 2007: Maschinelle Songcharts

Hier geht’s lang zum Rückblick-2007-Übersichtsbeitrag!

Das Gerät, vor dem ihr gerade sitzt, gemeinläufig Computer genannt, ist, wenn man alle Nostalgie und Sentimentalität mal außen vor lässt, auch nur eine Maschine. Eine Maschine, selbst ohne Geschmack und Präferenz (außerhalb von dem energetisch günstigsten Zustand und der kleinsten Entropie und 0en und 1en aber nie 2en und sowieso).
Wenn so eine Maschine mitprotokolliert, dann also ohne subjektive Geschmacksempfindungen, wie wir sie so gerne bei Blogs haben. Deswegen schreiben Computer auch keine Blogs, klingt logisch, oder?

Und meine Maschine protokolliert mit, außerhalb von den Lauscheinrichtungen diverser Regierungen. Nein, ganz freiwillig lasse ich ein kleines Programm im Hintergrund automatisch die Musik, die ich mit iTunes und Winamp höre, an das soziale Musiknetzwerk last.fm senden.
Bei last.fm gibt es die Möglichkeit „fortlaufende Jahrescharts“ für Künstler, Alben und Songs anzuzeigen; was auch immer sich genau hinter „fortlaufend“ verbirgt. Für Songs und Alben folgen jetzt die jeweiligen Listen.
Außerdem habe ich meine 2007-er Songs bei iTunes nach Hörhäufigkeit geordnet, unten auch diese Liste (besonders hier fällt auf, dass iTunes nicht der alleinige Musikspieler meines Vertrauens ist).

In Klammern dahinter die jeweilige mitprotokollierte Abspielanzahl, die in Wahrheit wahrscheinlich teils wesentlich höher liegt, da nicht alle Abspielmedien von dem last.fm-Programm erfasst werden.

last.fm: fortlaufende Jahrescharts Songs:
1. Maxïmo Park – Books From Boxes (48)
2. The Fray – How to Save a Life (30)
3. Mika – Any Other World (24)
4. Mika – Happy Ending (21)
5. Damien Rice – 9 Crimes (20)
5. Snow Patrol – Shut Your Eyes (20)
7. Fall Out Boy – Thriller (18)
8. Foo Fighters – The Pretender (17)
9. Snow Patrol – You Could Be Happy (16)
9. 30 Seconds to Mars – The Kill (16)
11. Fall Out Boy – „The Take Over, The Breaks Over“ (15)
11. Snow Patrol – It’s Beginning To Get To Me (15)
11. Mika – Billy Brown (15)
14. Snow Patrol – Open Your Eyes (14)
14. Snow Patrol – Chasing Cars (14)
14. Justice – D.A.N.C.E. (14)
14. The Chemical Brothers – Saturate (14)
14. Fall Out Boy – This Aint A Scene, It’s An Arms Race (14)

last.fm: fortlaufende Jahrescharts Alben:
1. Massive Attack – Collected (150)
2. Snow Patrol – Eyes Open (136)
3. Justice – Justice (90)
4. Fall Out Boy – Infinity On High (88)
5. Polarkreis 18 – Polarkreis 18 (75)
6. Coldplay – X&Y (74)
6. Cassius – 15 Again (74)
8. Panic! At the Disco – A Fever You Can’t Sweat Out (73)
9. 30 Seconds to Mars – A Beautiful Lie (69)
10. Athlete – Tourist (67)
11. Mika – Life In Cartoon Motion (66)
12. Billy Talent – Billy Talent II (60)
13. Digitalism – Idealism (58)
13. Travis – The Boy With No Name (58)
15. The Kooks – Inside in Inside Out (56)

iTunes: nach Häufigkeit des Hörens geordnete 2007er Songs
1. Sportfreunde Stiller – (Tu nur das) was dein Herz dir sagt (13)
2. Die Fantastischen Vier – Nikki war nie weg (12)
2. Die Fantastischen Vier – Du mich auch (12)
2. polarkreis 18 – Chiropody (12)
5. Beatsteaks – Cut Off the Top (11)
5. Die Fantastischen Vier – Yeah Yeah Yeah (11)
5. polarkreis 18 – Dreamdancer (11)
5. polarkreis 18 – Somedays Sundays (11)
5. polarkreis 18 – Crystal Lake (11)
10. Die Fantastischen Vier – Einfach sein (10)
11. Beatsteaks – Jane Became Insane (9)
11. Beatsteaks – Sharp, Cool & Collected (9)
11. Beatsteaks – Meantime (9)
11. Die Fantastischen Vier – Mehr nehmen (9)
11. Die Fantastischen Vier – Fornika (9)

Was die Aussage dieser Listen ist – naja, da bin ich mir nicht ganz sicher. Aber sie zeigt doch, wie das subjektive Empfinden vom quantitativen Hören abweicht. Oder so.

Liebe mit-last.fm-User. Wie sehen eure beiden Toplists aus? Ab damit in die Kommentare, auch gern als Pingback!

Rückblick des Jahres 2007: Songs

Einleitung zum Jahresrückblick gibt’s ein Post älter, die besten Alben 2007 gibt’s auch ganz in der Nähe.

Im Gegensatz zu Alben, die entweder durch eine Vielzahl einzelner toller Stücke, oder aber als Gesamtzusammenstellung (um „Gesamtwerk“ zu vermeiden — fieses Wort) überzeugen, fällt es mir schwerer für einzelne Songs eine Liste zu erstellen. Denn viel mehr als bei Alben spielt die „Ultimate Listening Experience“ (das Wort habe ich bei einem fremden Blog geklaut, ha) eine viel größere Rolle. Also das, was man mit dem Song verbindet. Wann hat man ihn das erste Mal gehört, was war die Stimmung zu dem Zeitpunkt. Hat man sich dann in ihn hineingestürzt oder langsam warm gehört (bis zur Überhitzung?)? Und dann gibt es Songs, die man einzeln eher selten hört, sich aber freut, wenn sie im Album als nächstes an der Reihe sind.

Trotzdem natürlich ein Wagnis, was ich für dich, lieben Leser, gerne auf mich nehmen will. Das Risiko und ich, wir sind ja so Gesteeinfügen.

Die Liste gibts nach dem Klick als YouTube-Playlist anzuschauen/-hören. Am Besten beim Lesen starten.

Maxïmo Park – Books from Boxes
Ich singe gerne bei Liedern mit. In sozialer Umgebung versuche ich das weitesgehenst zu unterdrücken. Klappt aber nicht immer. Leider kann ich in vielen Fällen den Text gar nicht. Und das klingt dann ziemlich peinlich. Books from Boxes gehört aber zu den wenigen Songs, von denen ich behaupte, den Großteil des Texts zu kennen (Da fällt mir sonst gerade nur Wonderwall ein…). Liegt daran, dass ich es so häufig gehört habe, dass es in einem Zug auf Platz Eins meiner last.fm-Liederhörtopliste hochgewandert ist.
Toller englischer Akzent, toll eingängliche Melodie und natürlich großartiger Liedtext. Wird auch irgendwie nicht langweilig.

Hören & Sehen: Song im FoxyTunes Planet. Song bei YouTube.

Justice – D.A.N.C.E.
Wohl DER Song vom Album. Etwas lieber und netter als der Rest (ihr wisst, Knarzmusik und so), aber dadurch um so tanzbarer. Musikvideoschauer bin ich nicht, aber dieses Video ist ebenso legendär und stilprägend wie es Justice an sich schon sind.
Außerdem bin ich stolz, dass ich weiß, was PYT ist. Nein, keine Krankheit in der Lendenregion.

Hören & Sehen: Der Song bei YouTube und in der Hype Machine (unbedingt den MSTRKRFT-Remix beachten.

Foo Fighters – The Pretender
Kein Song kann so gut die Energetik (Energie klingt so abgedroschen; Mehr erfundene Synonyme!) der verwendeten Musikstücke rüberbringen, als eben dieser. Text ist in Ordnung, erinnert mich aber an Schulhofpunk. Wie die Gitarren samt Gesang immer aufdiefresse-ig einsetzen, wow. Mit dem Song habe ich meine Lernzeit überstanden und mich motiviert und aufgeweckt.
Und außerdem hat es kein anderer Song geschafft, durch André auf der Autobahn einen Lautsprecher meines Autos zu defektieren.

Hören & Sehen: Song bei YouTube und in der Hype Machine.

Kate Nash – Mariella
Klar, der Frau Nashs Foundations ist groß. Aber beim Hören des Albums habe ich mich in Mariella verliebt. Wie (beim ersten Hinhören) grausam dieser Song mit Pauken anfängt. Das klingt schief, irgendwie. Aber dann ist das Ganze nur ein viel, viel zu langes Intro für eine herzzerreißende Geschichte über eine Standardschulfreundin von damals. Und am Ende kommt dann dieses „never ever“-ge-zungengebreche. Muss man nicht mögen. Tu ich aber. Sehr sogar.

Hören & Sehen: Song bei YouTube und in der Hype Machine.

Band of Horses – Is there a Ghost
Erst in den letzten Wochen heraufgaloppiert (Hat eigentlich mal jemand die Pferdemetaphern gezählt, die im Zusammenhang mit dieser Band genannt werden?) aber direkt für sehr gut befunden. Die Männer haben zwar lange Bärte, aber die sieht man, wiedermal, zum Glück nicht (selbst im tollen Video so gut wie nicht).
Und sag noch einer, elektronische Musik hätte ja immer so wenig Text und sei deswegen blöd. Er möge sich bitte dieses repititive Meisterwerk anschauen.

Hören & Sehen: Der Song im FoxyTunes Planet. Das Video dazu bei YouTube und auch hörbar bei der Hype Machine.

Mika – Happy Ending
Auch hier, das Kate-Nash-Schrägstrich-Newcomer-Phänomen: Grace Kelly war anfangs großartig. Diese verspielten Rhythmen, der leicht-lockere Gutelaunepop. Aber auf dem Album dann habe ich mich an Happy Ending nicht satt hören können. Wie sich das Lied Stück für Stück steigert und immer kräftiger wird. Toll. Und dann noch zum Gipfel am Ende dieser kitschige Chor im Hintergrund? Wow!

Hören & Sehen: Der Track im FoxyTunes Planet, bei YouTube und in der Hype Machine.

Sportfreunde Stiller – (Tu nur das) Was dein Herz dir sagt
Die Sportfreunde Stiller sind ja so eine Sache. Auf der einen Seite sind sie eine der wenigen deutschen Bands, die irgendwie ihren eigenen Stil haben, dabei relativ sympathisch sind und auch ganz nette Lieder machen. Auf der anderen Seite sind sie eine Teenieband, spielen diese pseudotiefgründigen Songs und sind für „’54, ’74, ’90, 2006“ verantwortlich. Und Burli konnte mich auch nicht so recht überzeugen.
Aber dieses baladeske (kann man das schreiben?) Stück ist einfach nur schön und schön langsam. Mehr braucht man dazu nicht sagen. (Ok: Wiedermal Pseudotiefgrund, aber noch im erträglichem Maße. Vielleicht auch überproduziert, aber auch noch im erträglichem Maße.)

Hören & Sehen: Das Stück beim FoxyTunes Planeten und bei YouTube.

Daft Punk – Harder, Better, Faster, Stronger 2007
Eigentlich ist es für einen Künstler peinlich, wenn er sich selbst covert. Das klingt immer so nach Erfolgslosigkeit, nach Verzweifelung, nach Dorfdiscotour. Aber bei Daft Punk ist das etwas anderes. Denn die 2007er Version ihres Songs ist nicht einfach ein Cover des alten Klassikers. Es ist ein riesiges Mashup, ein Verwurschtelung von Songs. Härter als das Original und irgendwie im (nicht-?)Trend. Besser als das Original, wie ich finde. Und es fasst perfekt die Alive-2007-Tour zusammen, in einem einzigen Song.
Und dem blöden Herrn West nehme ich es übel, dass er für seine erste Singleauskopplung unbedingt den Song mit dem legendären Daft-Punk-Sample benutzt hat. Der Blöde. Den lad ich nicht mehr zum Kaffeetrinken ein.

Hören & Sehen: Das Video bei YouTube, der Song in der Hype Machine.

Die Fantastischen Vier – Du mich auch
Ernten was wir säen, Einfach sein. Beides tolle Lieder und wohl am Ehesten die, die man im Kopf hat, wenn man an Die Fantastischen Vier denkt undoder das Fornika-Album identifizieren sollen. Für mich ist aber Du mich auch ein Track, den ich auf meine Topliste setzen möchte. Auch der ist eher etwas härter, aber noch im grünen Bereich. Und, muss ich das sagen?, hat einen tiefgehenden Text. Lässt mitwippen.
Gut, es könnte auch Nikki war nie weg sein. Auf das passt die Beschreibung auch. Und die beiden spiegeln, neben den erstgenannten Singles die Viel-falt wieder, die man auf dem Album findet. Aber, nee, ich bleib bei Du mich auch.

Hören & Sehen: Song im FuchsigTunes Planet (leider weder Video noch MP3…).

Das war die Speerspitze meiner Jahresliste, unerwähnt lassen möchte ich aber nicht:

Shout Out Louds – Tonight I Have To Leave It
Lief laut durch meine Wohnung, am Stück, sehr lange. Unheimlich eingänglicher Refrain. Toll.

Hören & Sehen: … in der Hype Machine.

The Chemical Brothers – Saturate
Das Album der Altmeister der Elektrochemie hat mich nicht so ganz überzeugt, aber dieser instrumentale Track mit seinem tiefen Bass und den verzogenen Strings (nennt man das so?, egal!), einfach toll. Besonders wenn der Bass am Anfang zum ersten Mal einsetzt. Wow.

Hören & Sehen: Song beim FoxyTunes Planet.

Róisín Murphy – Let me Know
Irgendwann im Herbst kamen Roisin Murphy, die Frontdame von dem großartigen Moloko, und Robyn, die … Frau mit Ypsilon, irgendwie gleichzeitig auf mein Radar. Und erst da wurde mir bewusst, dass Let me Know von Roisin Murphy ist und wie toll ich das finde.

Hören & Sehen: FoxyTunes-Planet.

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Der offizielle andisblog Jahresrückblick 2007, A.D.

An End has a Start. Sinnverändert umgeschrieben: Vor einem Anfang steht ein Ende.
Der ein oder andere wird mitbekommen haben, dass so ein Ende hinter uns liegt. Nicht ganz so pseudotiefgründig nennt man das allgemein Jahreswechsel, in Fachkreisen sogar Silvester. (Silvester Stallone hat seinen Namen übrigens von einer rotnäsigen Comickatze, die er am Jahreswechsel in Yorkshire kennenlernte. Wirklich.)

Für allerlei Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen, ist das traditionell Gelegenheit, auf die abgelaufenen 31.557.600 (in Worten: Einundreißigmillionenfünfhundertsiebenundfünfzigtausend600sechshundert) Sekunden zurückzublicken. Da ich auch Blogger bin (irgendwie zumindest, also, ich habe ja wenigstens mal ein Blog) ziehe ich da natürlich mit.

Hier also die zehn wichtigsten politischen Ereignisse dieses Jahres.
Pff. Nee.
Mein Jahresrückblick beschränkt sich nur auf das, von dem ich auch etwas verstehe; wenigstens ein kleines bisschen etwas verstehe. Ich meine, von dem ich glaube, ich verstünde etwas davon. Ihr wisst schon.
Das ist natürlich Polipkultur. Dieser wunderbare Begriff, der das Alles und das Nichts beschreibt, in dem unsere moderne kulturelle Wellenfunktion so Tag für Tag schwingt.

Meine Listen sind natürlich völlig subjektiv. Ich habe versucht, das komplette Jahr abzudecken und mich nicht von einer frischen Euphoriewelle eines Songs (im positiven Sinne) oder einem tothörbedingten Missfallen beeinflussen lassen. Ich weiß jetzt schon, dass mir das nicht gelingt. Aber versuchen ist doch das Gelingen in rosa.
Außerdem habe ich auf eine Nummerierung verzichtet. Ich kann mich nicht mit meinen diversen multiplen Persönlichkeiten einigen, was wo hin gehört. Trotzdem könnte die Reihenfolge als ehestes als „Toplist“ aufgefasst werden.
(Meine Liste ist zwar nicht so hübsch, wie die drüben bei eayz.net, dafür überzeuge ich durch Inhalt! Ha.)

Kategorie #1: Beste Alben 2007.
Kategorie #2: Beste Songs 2007.
Kategorie #3: Beste TV-Serien 2007.
Kategorie #4: Beste Hintergrundmusik 2007.
Kategorie #5: Maschinelle Songcharts 2007.
Kategorie #6: Beste Bücher 2007.
Kategorie #7: Beste Filme 2007.
Kategorie #8: Toplists der anderen.

Rückblick des Jahres 2007: Alben

Die Einleitung zu meinem sehr kleinen und völlig übergewichtig über mehrere Beiträge ausgedehnten Popkulturrückblick gibt’s einen Post weiter.

Justice – †
Die Damen und Herren dieser französischen Tanzkapelle haben mit ihrem Debutalbum nicht nur elektronische Tanzmusik weiter gedacht und dabei härter gemacht (ohne aber zu Techno oder Minimal zu werden), sondern sie auch wieder in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gerückt. Ob es die Erfindung eines Trends ist, wie man so gerne behauptet, das weiß ich nicht und ist vielleicht zu viel gesagt, aber ihr Knarzsound™ hat auf jeden Fall für Trouble gesorgt und die totgesagte Dancemusic zum Vampir werden lassen (Metapher auch ™, jawohl).
Im Fuhrwasser von Justice und ihrem Ed-Banger-Label gibt es dann auch noch so tolle Bands samt Alben, wie: Digitalism – Idealism oder der Berliner Boys Noize mit seinem „Oi Oi Oi„-Album.

Kate Nash – Made of Bricks
Das Album, was sich genremäßig irgendwo zwischen Indie, Pop, Experimental, Folk und Wasweißich einordnen lässt, wartet nicht nur mit schönen und schrillen Rhythmen auf, sondern auch mit ironischen, tiefgründigen, platten und unterhaltsamen Texten auf. Der wunderbare Englische Akzent von Kate Nash macht auch ihren sonderbaren Kleidungsgeschmack wett (zumal man sie ja hört, und nicht sieht).

Die Fantastischen Vier – Fornika
Die Fantastischsten Vier waren auf meinem Radar irgendwie verschwunden. Einfach rausgelöscht aus dem Kopf. Vielleicht war es also Freude, die ihr neues Album so weit ‚vorne‘ in meine Liste gebracht hat, aber vielleicht war es auch einfach die Abwechslung, die sich innerhalb des durchweg tollen Albums finden lässt. Da gibt es sanfte Beats, repititive Hip-Hop-Beats, knallharte Beats und natürlich immer tolle Reime und Texte.

Mika – Life in Cartoon Motion
Entdeckt, bevor er in Deutschland schwerrotiert wurde (ja, glaubt mir) und damals schon für sehr gut befunden. Besonders die etwas balladigeren Stücke des Albums, Happy Ending und Any Other World haben es mir angetan. Aber auch die oberflächlich lustig, eigentlich aber sehr tiefgründigen (und deswegen passt dieser Titel einfach so perfekt) Titel wie Billy Brown (ich möchte mein Gesicht nochmal sehen, als ich zum ersten mal die Zeile „…then Billy Brown fell in love with another man“ hörte) sind toll. Leider ist die Anzahl der Songs ein bisschen knapp bemessen.

Maxïmo Park – Our Earthly Pleasures
Erst gefiel mir das Album ja nicht. Wirklich sehr nicht. Velocity allerdings schon gut. Und als dann Books from Boxes ausgekoppelt wurde. Hui. Mittlerweile hat mich der impulsive Maximo-Park-Stil gepackt und ich find das Album herausragend. Besonders die ersten Songs.

Daft Punk – Alive 2007
Vor diesem Sommer war Daft Punk eine, zwar eine alte und für die komplette Kultur prägende, aber eben nur eine DJ-Combo, die coole elektronische Musik spielt. Dann war ich auf ihrem Konzert in der Philipshalle in Düsseldorf. Und wenn ich beim Schreiben dieser Zeilen daran zurückdenke. Leckofanni. Dieses Licht. Dieses Licht mit tausenden Scheinwerfern und verschiedenen Ebenen von Displays. Dieser Sound. Sound mit wummerden Bässen und mit Songs, die es vorher nicht gab. Perfekt wurden Daft-Punk-Lieder ineinander gemixt. Zusammengewurschtelt. Als wären sie von Anfang an dafür bestimmt gewesen; als gäbe es sie gar nicht anders.
Und dann bringen die Robothelme das auch noch als Live-CD raus? Mein Gott! Harder, faster, better!
Leider kann ich die CD nicht häufig hören, weil ich sonst in Erinnerungen schwelge und wie paralisiert dem Raunen der Menge im Hintergrund lausche. Und dann kommt man ja einfach zu nichts…

Die Ärzte – Jazz ist anders
Ähnlich wie bei Den Fantastischen Vier haben auch Die Ärzte auf einmal ein neues Album rausgebracht. Bisher waren Die Ärzte immer eine nette Band, von der ich mal hier und mal dort einen guten Song mitbekommen habe. Aber an diesem Album kann ich mich nicht satt hören. Gnaz klar hört man den altbewährten Ärztesound durch, aber trotzdem sind dann so vielseitige Stücke wie Nur einen Kuss drauf, die mit allem Üblichen brechen und mir gefallen.

Beatsteaks – Limbo Messiah
Als letztes möchte ich das neue Album der Punkpopband aus Berlin erwähnen. Hier gibt es auch das komplette Spektrum der Musik, das die Herrschaften aus ihren Gitarren rauszaubern können. Abwechslungsreich und fesselnd. Gehört auch irgendwie auf diese Liste, obwohl ich es schon lange nicht mehr ganz durchgehört habe. Der Sättigungszustand ist sozusagen erreicht.

Außerhalb dieser Liste möchte ich noch drei Alben nicht unerwähnt lassen:

Polarkreis 18 – Polarkreis 18
Bei diesem Newcomer-Album mag ich, wiedermal, besonders die Abwechslung. Elektrische Beats mit Rock sehr gut gemischt. Mag ich gerne hören.

Hören & Sehen: Webseite von Polarkreis 18 mit ganz viel aktueller Info. Und die passende MySpace-Seite.

Underworld – Oblivion with Bells
Die Altmeister des Techno lassen es im neuen Album etwas gediegener und sanfter angehen. Allerdings keineswegs ruhig. Für die zur Motivation eingelegte Hintergrundmusik perfekt geeignet.

Hören & Sehen: Underworld bei der Wikipedia und bei MySpace.

Mark Ronson – Version
Coverversionen sind eine heimliche Leidenschaft von mir. Da führt im Moment kein Weg an Mark Ronson vorbei, der auf der Platte große Künstler (die er häufig auch schon produziert hat) große Stücke anderer großen Künstler covern lässt. Was dabei raus kommt ist sehr interessant.

Hören & Sehen: Mark Ronson bei MySpace.