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MGMT: Konzert und Mix

MGMT @ Live Music Hall CologneAm Dienstag war ich in Köln.
In der Live Music Hall.
Und ich habe mir das Konzert von MGMT angesehen1.

Bilder davon habe ich bei flickr hochgeladen.

Die Plattenfirma von MGMT hat einen Mix gemacht mit den Tracks des „Oracular Spectacular“-Albums und noch ein paar mehr. Nicht sooo toll, aber immernoch gut anhörbar. Zumal es gute MGMT-Songs für umme gibt. Also. [via Rivva]

  1. Das Konzert war alles andere als gut. Die Vorband „A Place to bury Strangers“ sollte sich lieber in „A Place to bury your Musical Taste“ umbenennen. 40-minütiges asketisches Herumschrabbeln auf Gitarren und Schlagzeug. Langweilig, schief, sinnlos und bescheuert. Highlight war die zerstörte Gitarre, die leider direkt danach wieder durch ein funktionstüchtiges Modell ersetzt wurde.
    Um 21:06 kamen dann die fünf Jungs von MGMT auf die Bühne. Und es wurd nur halb besser. Alle Songs wurden zu langsam abgespielt, mit Gitarrensoli in die länge gestreckt und allgemein irgendwie verschremmelt. Dabei war der Gesang schlecht abgemischt. Sie schafften es selbst, das so tolle „Time to Pretend“ in der Liveversion dermaßen untanzbar zu spielen, dass mitgehen nach den ersten paar Minuten des Songs keinen Spaß mehr machte. Zur Zugabe kamen die Herren MGMT dann mit „Kids“ wieder auf die Bühne — der einzige Lichtblick des Konzerts. Irgendein Remix wurde dageboten, von Platte wohlgemerkt. Letzteres ist so ironisch wie bezeichnend, für das Konzert — der einzige Track, bei dem das ganze Publikum extatisch herumspringt kommt vom Band, alle livegespielten Songs luden mehr zum Einschlafen und Tennis-auf-dem-Handy-spielen ein, denn zum mitgehen…
    Ja, ich glaube, das war mein schlechtestes Konzert bisher. Schade um MGMT. []

I would have been ready for the floor … — Hot Chip im Gloria

Ich würde ja gerne über meinen Besuch des Konzerts von Hot Chip im Kölner Gloria erzählen.

Ich könnte dann anfangen, wie bei Regen und Sturm eine Kuh auf den Bahngleisen meine Fahrt von Aachen nach Köln immer noch ein Stückchen mehr verspätete, wie ein Zug nach dem Anderen zum Ausfall gebracht wurde und die Ansagen darüber im Regen untergingen. Wie ich dann mit dem ICE doch noch nur 30 Minuten verspätet in Köln ankam und schließlich das Gloria noch garnicht-so-voll erreichte.

Ich könnte erzählen, wie dann um 21:10 The Letter G ein Live-Sample-Mix auf die Bühne legte und dabei mit den Bassboxen zeitweise kleines Augenflimmern erzeugte (ca. 80% des nach ISO-DAFTPUNK Maximalaugenflimmerns). Wie er hinter seinem MacBook stand und an seinen Reglern drehte, dabei Musik produzierte, die ich mir zu Hause ob ihrer Monotonie niemals anhören würde, die im Gloria an dem Abend zu dem Zeitpunkt allerdings einfach nur rockte. Wie ich dann in geschickten Nebensätzen erwähnt hätte, dass der Buchstabe G seinen Namen wohl daher hätte, weil er zeitweise in eben jener Haltung, die im Profil wie ein „G“ aussieht, rhythmisch hin- und herwaberte.

Ich könnte dann erzählen, wie die Roadies eine satte halbe Stunde immer und immer wieder sämtliche Gitarren, Mikrofone, Keyboards und Wasweißichgeräte getestet haben. Bei den Gitarren jede Seite einzeln liebevoll mit unsichtbaren südvietnamesischem Rosenöl (oder Vergleichbaren) eingerieben haben müssen.

Könnte dann endlich dazu kommen, wie um 22:00 Hot Chip auf die Bühne gekommen wären. Begleitet von grellem Gegenlicht ihr Set mit lauten Trommeln begannen hätten. Um dann kaum verständlich, weil sprachlich viel zu schlecht abgemischt irgendwann zu „Boy from School“ zu kommen. Wie sich dann Stück für Stück der Klang doch noch verbessert hätte, während sie sehr tanzbare Versionen ihrer Lieder pausenlos spielten. Wie lustig nerdig der Mensch am Zentral-Synthie ganz hinten aussah. Und wie gefährlich weit sich der tanzende große Mensch im Publikum von seiner Herde entfernte!

Und wie ich dann nach unterhaltsamen 30 Minuten wieder aus dem Gloria gegangen wäre, weil mein Zug würde fahren müssen.

Ich würde also gerne über meinen Besuch des Konzerts von Hot Chip im Kölner Gloria erzählen.
Tue ich aber nicht. Ich hab schließlich nur 30 Minuten mitbekommen.
Und für meine nächsten Konzertbesuche (Fettes Brot und Digitalism in Köln) werde ich mir frei nehmen. Und mit dem Auto Hubschrauber fliegen. Und die Zeit anhalten. Und einen Notfallfluxkompensator in der Tasche bereit halten. Jawohl.

Es könnte alles so toll sein. Isses auch. — Die Fantastischen Vier in der Kölnarena

Concert Die Fantastischen Vier #13: Hands up!

Concert Die Fantastischen Vier #12: 3/4 at the centre

Concert Die Fantastischen Vier #11: Video-screens

Concert Die Fantastischen Vier #10: Gorillas on the screens

Concert Die Fantastischen Vier #9: Singing

Concert Die Fantastischen Vier #8: Video-screen

Concert Die Fantastischen Vier #7: Orange singing

Concert Die Fantastischen Vier #6: Green backgrounded

Concert Die Fantastischen Vier #5: Kölnarena

Concert Die Fantastischen Vier #4: Blue dusty

Concert Die Fantastischen Vier #3: Feet in red

Concert Die Fantastischen Vier #2: Fantame

Concert Die Fantastischen Vier #1: Red and Stage from Above

Zwei Tage nach dem wilden und vollen Konzert der Beatsteaks, einen Tag nach unserer grandiosen physikBlog-Geburtstagsparty stand dann am Sonntagabend das Konzert der Fantastischen Vier an.

Die Karten für die Veranstaltung entzogen sich leider unserer Bestellfähigkeit. „Bestellen wir morgen, ok?“ „Ja, ok“. Morgen: „Mist, ausverkauft. Wo kriegen wir denn jetzt welche her?“ „Ich such mal im Netz.“ „Hab was. Aber jetzt ist mir zu spät. Mach ich morgen, ok?“. Morgen²: „Mist, ausverkauft.“ Dann haben wir sie uns bei eBay erkauft. Schlappe fünf Euro über Normalpreis. Sitzplätze wären zu dem Zeitpunkt noch frei gewesen, aber, hey, SO alt bin ich dann doch noch nicht. Außerdem: viel zu weit weg.

Aus unseren schlechten Erfahrungen vom Beatsteakskonzert lernten wir, nahmen einen frühen Zug und fanden uns schlappe 1,5 Stunden vor Beginn im fast leeren Innenraum der Kölnarena. Die Wartezeit überbrückten wir souverän mit dem Genuss von Fanta (!), dem Schießen und Sichten von Fotos.
Um 19:45 machte sich dann die Befürchtung wahr, die ich hatte, als wir in die Halle kamen: Miss Platnum ist Vorbandactbespaßung. Mochte ich ja vorher nicht so wirklich. Mag ich, seitdem ich dort noch mehr von ihr hören musste, noch weniger. Obwohl ich zugeben muss, dass ihr ponybedingt stirnloses Gesicht, umgeben von putzfraubekleideten Tänzerinnen, die immerzu Tücher rhyhtmisch in die Luft warfen durchaus unterhaltsam war.

Unser frühes Vor-Ort-sein machte sich bezahlt: Wir standen ca. 10 bis 12 m vor der Bühne (Fühlmeter), ungedrängelt, ohne Ellbogen im Rücken!, als dann das Licht ausging und unter grünem, nebelartigem (so stelle ich mir Biohazard im Allgemeinen vor…) Licht das Fornika Intro ertönte. Leider viel zu lang und leider war der Übergang zur Show danach nicht ganz perfekt. Aber ich glaube, das war dann auch alles, was ich am Konzert aussetzen kann.
Die Fantastischen Vier spielten eine routinierte, aber nicht weniger tolle Show runter. Auch sie garnierten ihre Schlager vom aktuellen Album mit einer Reihe älterer Stücke und sogar einem Medley von Songs ihrer ersten Platte (von der ich keinen einzigen kannte) mit Michi Beck hinter dem MacgeBookten Turntable rockend.
Spätestens, wenn man den Blick von der Aura der Fanastischen Vier erweiterte, herauszoomte, und einmal Technik, also Bühnenaufbau und Licht betrachtete, da wäre sicherlich auch dem letzten Punkrockemokid bewusst geworden, dass die Herren Vier in einer anderen Liga spielen als die Jungs der Beatsteaks.
Gekonnt wurde immer ein anderes Bandmitglied bei seinem Lied gefeatured, bis dann bald wieder ein ‚gemeinsames‘ Lied an die Reihe kam.
Und spätestens als dann bei „Krieger“ eine der Grünlichtquellen vom Anfang heruntergefahren kam, sich um 90 Grad nach vorne hin zum Publikum beugte, auf diese Art eine runde LCD-Fläche preisgab und sich im dampfdifussiertem Blitzlichtgewitter ein monochromer Thomas D. flackernd darin gefangen fand, da wure aus der „wow“-Show eine „woooohow!“-Show. Für den Rest des Abends sollten die sieben LCD-Screens hängen bleiben und den Gesang durch Bilder unter-, nein, übermalen. Darunter so tolle Animationen wie ein rhythmisch bananenessender Gorilla. Zusätzlich gab’s im Hintergrund dazu noch einen riesigen LED-Teppich, der ebenfalls ins Videogeprolle eingebunden war. Von den restlichen Moving-Heads, deren Anzahl gefühlt in die hundert gegangen ist, und den riesigen Flutern muss ich nicht erzählen, ja?

Natürlich gab’s auch von den Fantastischen Vieren das Rockstargesülze (Selbstzitat, yeah): „Wir dachten ja, gestern, in Leipzig, das sei fett gewesen. Aber, Köln, wir sind gerade erst bei der Hälfte der Show, und bereits jetzt ist es schon dermaßen geil!“, aber irgendwie schafften sie die nötige Authentizität zu wahren und mir doch noch so etwas wie Einzigartigkeit zu vermitteln. Spätestens dann, als Herr Smudo wiederholt zur Heliumpartygasflasche griff und mit erhöhter, Comic-Stimme „Viva Colonia“ ansang und, natürlich, stimmten alle Menschen in der Arena ein. Albern. Klischee. Egal.

Überhaupt, die Menschen: Schon lange kam ich mir mit meinen illuminatischen Jahren nicht mehr so jung vor! Ich war ganz klar im unteren Zehntel der Alterspyramidegaußkurve. Aber das war angenehm. Zum Einen war es, wiedermal, durchaus spaßig, Menschen, die ohne weiteres meine Eltern sein könnten, wie Teenies bei Rockkonzerten rumhüpfen und armemitrhythmieren™ zu sehen, und zum Anderen hat das den tollen Nebeneffekt, dass auch im ersten Viertel vor der Bühne kein Gedränge stattfindet. Keine Umkippenden Menschenmassen, die einen mitziehen. Immer Platz um sich herum. Und trotzdem grandiose Stimmung. Toll!

Zur Zugabe passierte dann etwas, das wirklich ein gekonntes Finale des Abends darstellte und die bisherige Steigerung fast exponentiell erhöhte. Vom Großteil (Ok, wenn man bedenkt, dass der Großteil wohl hinter und neben uns stand, dann wohl: von uns) unbemerkt, gleitete in der Mitte der Halle von der Decke eine Traversenkonstruktion an Stahlseilen hinab. Direkt über den Abmischstand. Als die Konstruktion unten war, wurde eine Leiter angelehnt, das Licht darauf gelenkt und von drei Fantastischen Vier gestürmt. Da haben sie einfach mal so eine Bühne in der Mitte der Kölnarena gebaut. Auf der sie dann Troy und andere Reißer hinsangen. Das war schon toll, sich einfach mal um 180 Grad drehen zu müssen. Und dabei zu sehen, wie groß diese Halle ist; wieviele Leute in dieser Halle sind, wieviele Leute da gerade in dieser Halle sich mit einem mitreißen lassen (und wie weit vorne vor der Bühne man selbst steht, hihi).

Ein in allen Punkten tolles Konzert. Tolle Musik, tolle Show; tolle Unterhaltung.
Geil. (Um das einfach mal bei Christian zu klauen).

Wer sich für die Setlist des Abends interessiert, das müsste ca. diese hier sein (ganz unten).

Und, natürlich, die adäquate mediale Nachbereitung: Fotos bei flickr (rechts), bzw. alle im Album bei Picasa; Impressionsvideo folgend.

Link: sevenload-Direktvier

Eng und weit — Beatsteaks im Palladium

Bevor sich das Konzert noch verjährt…

Concert Beatsteaks #8: b-Background

Concert Beatsteaks #7: Girl on shoulders

Concert Beatsteaks #6: Armin with guitars

Concert Beatsteaks #5: Ceilling.

Concert Beatsteaks #4: Beatme

Concert Beatsteaks #3: The Stage

Concert Beatsteaks #2: Hall filling

Concert Beatsteaks #1: The Entrance

Das Palladium war mal eine alte Maschinenhalle. Oder so etwas in die Richtung; jedenfalls eine hohe und lange Halle.
Die Beatsteaks sind eine Punkrockpop-Band. Oder so etwas in die Richtung; jedenfalls eine laute und meist wilde Band.

Zum Konzert ankommen am Palladium hieß in der 150 m langen Schlange zu stehen. Die wurde zwar relativ schnell kürzer, im Inneren war es aber nicht weniger voll. Der Vorraum quoll über, der Zugang zur Garderobe und zur Toilette mit eine großen Menschentraube bevölkert.
Bei meinem vergeblichen Versuch, die mit 2000 Haken versehene und bereits übervoll besetzte Garderobe durch meine Jacke zu verschönern, verpasste ich die Vorband Turbostaat. Machte aber nichts, mag ich sowieso nicht.
Erst dachten wir, wir könnten uns noch in die ersten 20-30 m vor die Bühne implementieren. Fremde, schweißnasse Arme an seinen eigenen; fremde, schweißnasse T-Shirts an seinem, den Zustand ebenfalls langsam erreichenden eigenen; ein Haufen blauer Flecken und Beleidigungen später verwarf ich den Plan aber. Kennt ihr das, wenn ihr Teil einer homogenen Masse (geteilt in „oben“ und „unten“ durch die breitesten Stellen des Körper, Hüfte – oder meistens: Bauch) seid und diese Masse auf einmal umkippt? Initiiert von irgendeinem spaßigen Menschen vorne? Die Unfähigkeit, irgend etwas zu tun außer mitzukippen und hoffen, dass weiter hinten irgend jemand die Bewegung umkehrt? Ganz unangehmens Gefühl.
Da habe ich mir lieber weiter hinten einen etwas ruhigeren Platz gesucht. Punkrock schön und gut, aber entweder bin ich zu friedlebig, zu unwild oder doch schon zu alt für Konzerte solcher Musik. Jedenfalls: „Weiter hinten“ heißt auch genau das im Palladium. Die Halle ist eher schmal und deswegen wesentlich länger als breit. Etwas doof, handelt es sich bei Licht und Schall doch um eine Welle die sich gleichmäßig in alle Richtungen ausbreitet. Und erfahrungsgemäß heißt das besonders für Licht: Weiter hinten sieht alles tendenziell kleiner aus.

Gut, das ist ärgerlich, aber damit kann man klarkommen. Und auch so kann man das Konzert der Beatsteaks genießen.
Denn natürlich lieferte die beste Liveband der Welt, wie man sie manchmal bezeichnet, ein hervorragendes Konzert ab. Sie spielten die besten Songs ihres aktuellen Albums und, zu meinem Leidwesen, die besten Songs ihrer alten Alben. Da bin ich nämlich überhaupt nicht so fit. Mehr überhaupt gar nicht. Trotzdem: Genug Songs zum mitspringen und (ganz wichtig) zum mitsingen. Genug Songs zum Armemitrhythmieren™.
Dabei natürlich das übliche Rockstargesülze „Köln, ihr seid die Besten! Yeah!“ und „Als wir damals im Underground angefangen haben …“. Die Bühnenshow war, konnte man erwarten, eher zurückhaltend: Ein paar wechselnde Hintergrunde und buntes Licht (und bei „She was great“ sogar Seifenblasen!). Bei den Beatsteaks kommt es halt ganz auf die Jungs rund um Sänger Arnim an. Wäre die positive Interpretation.

Ganz entgegen des irgendwie unterschwellig vorhandenen Tons dieses Beitrags fand ich das Konzert toll! Die Beatsteaks sind wirklich eine hervorragende Liveband, sehr publikumsnah („Hey Security, lasst doch endlich mal die Leute hier in den Vorraum! Verdammte <schimpfwort>, wir sind ein Punkband!“) und auch das drumherum stimmte. Wäre es nur nicht so verdammt voll gewesen…

Traditionell habe ich folgend wieder meine Impressionen in einem kleinen Video zusammengeschnitten. Die besten von-sehr-weit-weg Fotos gibt’s in meinem flickr-Account, alle in meinem Picasa-Account.

Sevenload-Direktentfernung

We. Are. Your Friends. Nicht ganz. — Justice im Prime Club

Justice #4: The Hands

Justice #5: The Cross

Justice #3: Reduce to the Max

Justice #2: Crowd in the light

Justice #1: Mixing Console

Wenn ich jemandem den Musikstil von Justice erklären soll, dann benutze ich gerne „Knarzelektro“. Keine andere Band schafft es, so viele Unsounds zu einem melodischem Brei zu schlagen, der vollständig rockbar ist. Das hört man schon auf dem Album wunderbar.

Aber das hörte man gestern beim Konzert von Justice im Prime Club NOCH besser. Die beiden Franzosen spielten in ihrem knapp einstündigen Set die meisten Tracks ihres Albums. D.h. sie spielten sie nicht nur: sie webten sie regelrecht ineinander. Den Anfang machte, ganz wie im Album „Genesis“ — wenn auch eine halbe Stunde später als angekündigt. Das Stück konnte man noch ganz gut erkennen. Aber dann ging’s los. Dann wurden mehrere Samples der verschiedensten Stücke von Justice miteinander Verknüpft, die Tonspuren ineinander geschoben, eine Portion Extrabass drunter gemischt. Und ab geht’s. Ganz schön wow.

Ganz im Recordlabelnamen konnte man grandios ‚Ed Bangen (jetzt kann man so einen offensichtlichen Wortwitz noch machen — aber auch nur, damit ich dann später sagen kann „Alt, hab ich schon Nullsieben gebracht“), der Bass wummerte konstant nackennickend. Man konnte, wenn man denn genug Platz hatte.
Denn der Prime Club ist nicht groß. Genau genommen ist er ist alles andere als das. Aber wer konnte ahnen, dass „ausverkauft“ synonym zu „überfüllt“ ist? Gleichmäßig wie das pulsierende Leuchten des Kreuzes auf der Bühne kamen neue Leute von hinten und füllten jeden Nanometer der feuchten Restluft, drängelten nach vorne und rieben ihre nassen Körper wild durch die Gegend.
Dabei trugen 110% der Männer von ihnen idealer weise zwei Röhrenjeans (anders kann ich mir die hohe Röhrenjeansdichte nicht erklären), hatten emoige Haarprachten im Gesicht hängen und ließen sich etwas später mit Händen vom Publikum durch die Gegend und gegen die Scheinwerfer tragen, dabei den eh schon beschränkten Blick auf die Bühne verdeckend.

Die Musik war toll. Die Stücke ihres Albums zusammengewebt ohne Fehler — und ohne Langeweile. Und dann kurz vor Ende das Immernochfavourite „We Are Your Friends„. Arme hoch und mitgröhlen. Aber der Ort? Viel zu voll. VIEL zu voll. Und dazu Gedränge, Geschweißtropfe von der Decke. Und ganz schön viele ganz schön seltsame Leute.
Justice? Gerne. Prime Club? Nein. Nicht freiwillig.

Zur Nachbearbeitung in Bild und Video:

Rechts seht ihr die Besten der (wenig guten) Bilder über flickr.

Ein kleines Video vom D.A.N.C.E.-Intro (Leider musste ich zwischendrin einem der ewigen Stagediver einen Arm geben. Dafür lohnen sich die letzten 20 Sekunden, da kriegt man trotz der grandiosen Tonqualität einen Eindruck vom Rock.):

Direktgerechtigkeit

Alle ansatzweise nicht verwackelten Bilder gibt’s in meinem Picasa-Account.
Und wäre das nicht genug der medialen Nachbearbeitung, hat Martin mich sogar auf einem Bild bei Einslive gefunden. Ich bin Walter.
Aaaaußerdem haben die Damen von Les Mads vor dem Konzert ein kleines Videointerview mit den Herren von Justice gemacht. Anschauen!

Und, verdammt, ich brauche so ein tolles Justice-/Ed-Banger-T-Shirt