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Sam Sparro: Album im Netz hören

Seit Tagen habe ich einen Ohrwurm – und meine Nachbarn sicherlich auch.

Cover des selbstbetitelten Albums von Sam SparroSam Sparro geht mit seinem „Black and Gold“ (Hype Machine) nicht mehr aus meinem Kopf heraus. Diese minimalistischen, pumpenden Beats, die mich manchmal an eine futuristische Autowerkstatt erinnern1, untermalt von der souligen, kräftigen Stimme – und dann dieser eingängliche Text. Ganz groß2.

Am Montag erscheint drüben in dem Land, das noch guten Musikgeschmack hat, das Album von Sam Sparro. Sam Sparro. Also das heißt so. Wie er.

Auf NME.com, der Webseite zum Musikmagazin kann das Album (fast?) vollständig angehört werden (etwas weiter unten im „Media Player“). Zwar als .wma, aber die Qualität ist relativ gut.

Für Menschen, bei denen der Player der Webseite nicht funktioniert (wie bei mir), und natürlich für alle restlichen, habe ich eine Playlist-Datei im .m3u-Format3 erstellt, die direkt auf die Streams der Webseite zugreift. Die kann man ganz wunderbar auch aus andren Programmen öffnen und so auch z.B. mit Winamp das Album des Herrn Sparro genießen.
Das ist nämlich wirklich toll.

Wo wir schon mal dabei sind, nur kurz: Auf 3voor12s luisterpaal gibt’s das neue Portishead-Album „Third“ auch für zum anzuhören — darüber hinaus natürlich noch vieles mehr.

  1. dieses Klacken / Seufzen hört sich an wie Hydraulikzylinder auf einer Maschinenstraße []
  2. Und diese Verbindung von soulesken, textintensiven Vocals mit elektronischen Beats wird das nächste große Ding, ich sach’s euch! []
  3. evtl. rechte Maustaste -> „Ziel speichern unter…“ []

Noch mehr Alben für’s Frühjahr: M, GB und BS

Nach langer Durchrinungsphase habe ich es doch getan: ich habe meinen Frühjahrsmusikposting editiert.
Denn über die schon erwähnten Alben hinaus, bringen Moby, Gnarls Barkley und Booka Shade auch neue Platten heraus. Und das muss ich schließlich auch noch mitteilen. Wäre ja unfair, wenn nicht, ne?

Mehr dazu, im aktualisierten „Neue Alben für’s Frühjahr„-Beitrag.

Neue Alben für’s Frühjahr: FB, PATD, TK uvvvvm.

In den kommenden Wochen erscheinen ein paar neue Alben, von, zuvor zumindest, delikat hörbaren Bands.
Damit ich zu gegebener Zeit nicht vergesse, mir die Musik zuzulegen — hier meine Erwerbsliste für die nächste Zeit. Vorläufig.
(Toll ist, dass ich zwei der Bands beim Southside Festival und die dritte bei einem Konzert sehen werde. Jawohl. Ich freue mich.)

Cover: Fettes Brot - Strom und Drang.Fettes Brot – Strom und Drang | 14. März
Mit „Bettina“ haben sich die Hamburger anfang des Jahres zurückgemeldet. Und dabei sehr viel aufgewirbelt. Sehr elektrisch (klar! Mit Modeselektor!), und sehr … seltsam. Ich war mir (und bin mir immernoch) nicht sicher, wie ich den Song finden sollte. Oszillierend zwischen „Wow, geht ganz gut ab“, „Joa, ganz nett“ und „Grausam! Was machen die da?!“ habe ich mich, glaube ich, irgendwo am Anfang eingependelt. Mir gefällt’s jedenfalls (noch!).
Dieser Single folgt also ein Album. „Strom und Drang„. Der tiefere Sinn dieses Wortspiels hat sich mir noch nicht aufgelöst, aber das kann ja noch kommen. Mal schauen, ob das Album stilistisch ähnlich elektrisch wird. Oder doch eher sprachakrobatisch.
So oder so: Wird sicherlich gut. Da hab ich vertrauen.

Cover: Panic at the Disco - Pretty. Odd.Panic at the Disco – Pretty. Odd. | 25. März
Panic at the Disco1 kann man für eine Teenieband halten, die im Emo-Fahrwasser dahindümpelt und viel zu exzentrisch daher kommt. Kann man aber auch für eine Band halten, die schöne Lieder macht. Mir gefällt besonders, wie sie auf ihrem ersten Album elektronische Elemente in die sonst ja eher Gitarrensongs gebracht haben. Bleibt zu erwarten, wie sie das auf dem zweiten Album fortgesetzt haben. Die erste Single aus dem Album ist „Nine in the Afternoon“ (hypem.com) und die gefällt mir jetzt schon sehr gut.

Update: Moby – Last Night | 31. März

Update: Gnarls Barkley – The Odd Couple | 8. April

The Kooks - Konk.The Kooks – Konk | 14. April
Konk!? Schrecklicher Titel, aber ihr erstes Album, „Inside In / Inside Out“ habe ich damals hoch und runter gehört und erfreue mich auch jetzt noch manchmal daran (was nach so intensivem Hören nach so langer Zeit wirklich außergewöhnlich ist…). Die erste Singleauskopplung „Always where I need to be“ ist etwas lasch, aber das muss man ja nicht direkt auf’s Album übertragen, ne?

Update: Booka Shade – The Sun & The Neon Light | 26. Mai

Darüber hinaus, haben auch noch ein paar andere Bands neue Alben angekündigt, die es zumindest im Auge zubehalten lohnt.
Da wären die meeresgöttlichen N.E.R.D, die im Laufe des Frühjahrs N.3.R.D herausbringen werden (gibt’s auch schon eine etwas seltsame Single zu).
Und da wären The Futureheads mit „This Is Not The World“ im Mai, die Großmeister von Coldplay, die sich für keine zu hohen Lobestöne zu schade sind, und Oasis, die es vielleicht dann doch noch mal schaffen, mich zu wiederbegeistern.

Auf welche musikalischen Neuerscheinungen freut sich der geneigte Leser?

Update vom 8. März 2008:
Man stößt ja mit der Zeit immer mal wieder auf Meldungen neuer Musik. Und wenn man vorher einen Blogeintrag schreibt, der genau das zum Thema hat, dann denkt man sich zuerst: „Gut, aber für einen bearbeite ich den Artikel jetzt nicht extra!“. Dann vergeht etwas Zeit und man bekommt wieder mit, dass da doch noch ein Album veröffentlicht werden soll. Man zweifelt kurz, kommt aber dann wieder zurück zu altem Gedanken. „Nee, Bearbeitung lohnt nicht.“ — Wenn das allerdings zum dritten Mal geschieht, DANN, also dann bearbeite ich diesen blöden Blogpost halt. Ha. Und ich geb ihm sogar noch einen extra Teaser-Post. Wicked!

Moby - Last Night.Moby – Last Night | 31. März
Moby (mit Blog!) hat diesen seltsamen, messersschneidigen Stil irgendwo zwischen Minimal, Techno, Rock, Pop und Experimental. Einordnen konnte ich ihn noch nie, aber die meisten seiner Songs gefielen mir relativ gut. Manche gar nicht und manche, wie die aktuelle Vor-Single-AuskopplungDisco Lies“ erst nach mehrmaligem Warmhören. Was das jetzt für’s kommende Album „Last Night“ heißt? Absolut keine Ahnung. Kann schrecklich werden. Kann großartig werden. Wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Gnarls Barkley - The Odd Couple.Gnarls Barkley – The Odd Couple2 | 8. April
Gnarls Barkley waren ja die Revoluzzer der digitalen Musik. Crazy war, soweit ich das in Erinnerung hab, der erste Song, der so richtig stark über das Internet verteilt wurde. Und daraufhin in den schweren Rotationen hoch und runter gespielt wurde. Bis zum Tothören und noch weiter. Sehr schade eigentlich, war der Song doch außerordentlich hörbar und wurde sicherlich nicht zuletzt deswegen von einer Reihe von Künstlern gecovert. Jetzt kommt also tatsächlich noch ein zweites Album von Danger Mouse und dem Mann mit der außergewöhnlichen Stimme, Cee-Lo heraus. „The Odd Couple“ wird bestimmt wieder sehr energetisch (Entschuldigung für das Wort!) und tanzbar. Singleauskopplung „Run“ lässt das jedenfalls erwarten.

Booka Shade - The Sun & The Neon Light.Booka Shade – The Sun & The Neon Light | 26. Mai
Booka Shade sah ich zum ersten Mal vor zwei Jahren als Vorgruppe von Royksopp. Damals kannte sie noch keiner. Beeindruckten mich aber trotzdem; nicht nur durch ihre auf der Bühne rhythmisch wabernden MacBook-Bildschirme, sondern auch durch ihren minimalen, aber trotzdem vollen Clubsound. Sehr toll und haben sich danach richtig in mein Herz (und meine Füße) gespielt. Nachdem sie gefühlte 10.000 Mal geremixt und gesamplet wurden kommt jetzt ein neues Album heraus. Sie bewerben es selbst in einem kleinen YouTube-Filmchen. Die neue Vor-Single ist „Planetary / City Tales“, die es zur Hälfte natürlich auch schon ins Netz geschafft hat… Scheint wieder sehr minimalistisch zu werden, aber bei Booka Shade gehe ich von nichts anderem aus.

  1. Jetzt ohne Ausrufezeichen, ist das nicht absolut phänomenal … uninteressant?! []
  2. Schon wieder „odd“? Ich glaube, diese Albensaison wird ganz schön seltsam []

Der offizielle andisblog Jahresrückblick 2007, A.D.

An End has a Start. Sinnverändert umgeschrieben: Vor einem Anfang steht ein Ende.
Der ein oder andere wird mitbekommen haben, dass so ein Ende hinter uns liegt. Nicht ganz so pseudotiefgründig nennt man das allgemein Jahreswechsel, in Fachkreisen sogar Silvester. (Silvester Stallone hat seinen Namen übrigens von einer rotnäsigen Comickatze, die er am Jahreswechsel in Yorkshire kennenlernte. Wirklich.)

Für allerlei Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen, ist das traditionell Gelegenheit, auf die abgelaufenen 31.557.600 (in Worten: Einundreißigmillionenfünfhundertsiebenundfünfzigtausend600sechshundert) Sekunden zurückzublicken. Da ich auch Blogger bin (irgendwie zumindest, also, ich habe ja wenigstens mal ein Blog) ziehe ich da natürlich mit.

Hier also die zehn wichtigsten politischen Ereignisse dieses Jahres.
Pff. Nee.
Mein Jahresrückblick beschränkt sich nur auf das, von dem ich auch etwas verstehe; wenigstens ein kleines bisschen etwas verstehe. Ich meine, von dem ich glaube, ich verstünde etwas davon. Ihr wisst schon.
Das ist natürlich Polipkultur. Dieser wunderbare Begriff, der das Alles und das Nichts beschreibt, in dem unsere moderne kulturelle Wellenfunktion so Tag für Tag schwingt.

Meine Listen sind natürlich völlig subjektiv. Ich habe versucht, das komplette Jahr abzudecken und mich nicht von einer frischen Euphoriewelle eines Songs (im positiven Sinne) oder einem tothörbedingten Missfallen beeinflussen lassen. Ich weiß jetzt schon, dass mir das nicht gelingt. Aber versuchen ist doch das Gelingen in rosa.
Außerdem habe ich auf eine Nummerierung verzichtet. Ich kann mich nicht mit meinen diversen multiplen Persönlichkeiten einigen, was wo hin gehört. Trotzdem könnte die Reihenfolge als ehestes als „Toplist“ aufgefasst werden.
(Meine Liste ist zwar nicht so hübsch, wie die drüben bei eayz.net, dafür überzeuge ich durch Inhalt! Ha.)

Kategorie #1: Beste Alben 2007.
Kategorie #2: Beste Songs 2007.
Kategorie #3: Beste TV-Serien 2007.
Kategorie #4: Beste Hintergrundmusik 2007.
Kategorie #5: Maschinelle Songcharts 2007.
Kategorie #6: Beste Bücher 2007.
Kategorie #7: Beste Filme 2007.
Kategorie #8: Toplists der anderen.

Drei mal Daft Punk

Auch wenn es langsam viel zu viel musikalische Popkultur für dieses Blog wird. Das muss sein.

Vor ein paar Monaten durfte ich Zeuge eines Auftritts einer kleinen, unscheinbaren und unbekannten Band aus Frankreich werden. Zeuge von Daft Punk. Das Konzert in Düsseldorf war ja leicht atemberaubend. Wirklich nur ein wenig!

Damit man aber noch mehr Liveexperience von Daft Punk haben kann, bringen die Damen und Herren eine Live-CD ihrer Tour heraus. Aufgenommen auf einem Konzert in Paris (wo sonst?) gibt es eine CD voller Alive 2007. Das Album kommt am 19. November heraus. Vorher gibt’s eine Singleauskopplung vom „Harder, Better, Faster, Stronger“, ebenfalls die passende Liveversion. Das Video dazu wurde von 250 Konzertbesuchern in New York gedreht, die alle eine Kamera in die Hand gedrückt bekamen. Klingt sehr interessant.
Bei jeder anderen Band hätte ich gesagt: Unnötiges Geldmachen. Liveversion. Pff. Gerade bei elektronischer Musik. Die spielen doch sowieso nur ihre Stücke hintereinander ab.
Aber nach dem Konzert? Das war ein riesiges Mashup. Tracks gestreckt, gestaucht, Tracks gemixt, bis zur nahezu Unerkennbarkeit mit anderen Stücken verstrickt.
Und wie sich das anhören wird kann man auf der MySpace-Seite von Daft Punk feststellen. Vielleicht ist an der Stelle auch dieser Link irgendwie hilfreich. Oder gar der hier. [via Oh, what a world.]

Auf YouTube gibt es auch einen Account zur Alive-Tour, bei dem es im Gegensatz zu den sonst so allgegenwärtigen user-generated Videos (done my part…) professionelle Mitschnitte mit ohne übersteuertem Sound zu sehen gibt. Für die afterconcert-experience, quasi. (Mein Blog braucht mehr Buzzwords, jawohl!.)

Bei Google-Video wiederum gibt es „Daft Punk’s Electroma„, der einstündige Film aus 2006 von und mit Daft Punk, der bei uns nur auf Festivals lief und den zu sehen ich eigentlich schon abgeschrieben hatte. Aber zum Glück gibt’s ja dieses Internet hier. Hach. [irgendwie via Nerdcore, glaub ich]