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last.fm Statistiken, Teil 1: Tanzvergleich

Als ich letztens meine Twitterstatistiken betrachtete, da kam ich auf die Idee, einmal zu suchen, was es Vergleichbares für last.fm1 gibt.
Das Resultat war erstaunlich, aber eigentlich auch klar: Es gibt haufenweise Statistiktools für last.fm. Sogar eine Gruppe, die sich dessen verschrieben hat und sie sammelt.
Weil die Daten ja sowieso vorhanden sind und mich Statistiken dann doch interessieren (immerhin habe ich sie selbst gefälscht!) möchte ich euch ein paar ‚Analysen‘ vorstellen.

MoneyCalc
Nimmt man die Preise von Amazon.com als Grundlage, dann sind meine Top-50-Alben 969.18 Dollar wert. Ausrechnen tut das der MoneyCalc.

AEP
Mein AEP hat einen Wert von 4.22. Der AEP („Anti Exponiential Points“) ist ein Wert, zwischen -20 und 5, der über die Vielfältigkeit des Musikgeschmacks eines Users Aufschluss gibt. Ein Wert über 4 bedeutet einen sehr breitgefächerten Musikgeschmack, über 3 einen relativ breitgefächerten Musikgeschmack und so weiter nach unten hin. Mit meinen 4.22 bin ich also ziemlich oben, ich bin also sehr geschmackvoll, oder so2. Mehr zur Berechnung des AEP gibt’s im Blog der passenden Gruppe. Seinen AEP berechnen lassen kann man hier.

Eclectic Test
BildÄhnlich sucht auch der „eclectic test“ nach der Vielseitigkeit des Musikgeschmacks. Er verfolgt einen etwas anderen (und weniger komplexen) Ansatz: Das Skript nimmt die Top 20 Künstler, sucht sich jeweils die fünf ähnlichsten Künstler heraus und erstellt so eine Liste. Je näher die Anzahl der Künstler auf dieser Liste an 100 (=5*20) ist, also je weniger ‚überlappende‘ Künstler es gibt, desto vielseitiger ist des Users Geschmack.
Ich erreiche einen Wert von 72 — bei mir sind Basement Jaxx, Coldplay, Kaiser Chiefs, Groove Armada und noch ein paar andere doppelt vorhanden (Und bei diesem Tool schneide ich schon ganz und gar nicht mehr so gut unter meinen ‚Freunden‘ ab…).

Underground-O-Meter
BildDann gibt es da noch das „underground-o-meter„. Das Tool berechnet den Underground-, bzw. den Mainstreamfaktor des Benutzers. Wie das genau geht, ist in einem Wiki erklärt. Ich habs nicht verstanden. Die „Weekly Top Artists“ als Indikator nehmend bin ich 0% Underground und 20% Mainstream. Aha.

Average Age Calculator
Beim „Average Age Calculator“ kann man sich sein musikalisches Alter ausrechnen lassen. Dazu fragt das Skript die Altersangaben der musikalischen Nachbarn, soweit vorhanden, ab und bildet daraus einen Mittelwert. Dauert ein bisschen, weil viele, ungecachte Daten abgefragt werden müssen. Jedenfalls bin ich durchschnittlich 21 Jahre alt. Muss noch zwei Jahre Mozart hören.

Long Tail
BildSeinen „Long Tail“ (was auf Deutsch viel aussagekräftiger wäre…) kann man auf dieser Seite berechnen. Der Long Tail gibt Auskunft darüber, wieviel Prozent seiner angehörten Musik NICHT in seiner der Top 50 vertreten sind3 . Wenn man viele Künstler angehört hat, die über seine Top-50-Künstler hinausgehen, die Liste aller Künstler mit anderen Worten also weit nach unten reicht, dann wird der Long Tail größer. Der Long Tail ist dabei eine prozentuale Angabe, so dass 100% minus Long Tail den Short Tail ergibt.
Mein Long Tail ist 49,3% – und stichprobenartig bin ich damit gar nicht so schlecht gestellt unter meinen ‚Freunden‘. (Der Long Tail ist übrigens relativ ähnlich zum AEP…)

Wenn ich weiter so höre, wie bisher, dann werde ich im zarten Alter von 188 am 18. Juli 2173 mein millionstes Musikstück gehört haben. Treffen wir uns dann zur Million-Track-Party?

  1. last.fm? Last.fm ist die „social music revolution“. Zum Einen werden Informationen zu jedem Lied, was man anhört, an den last.fm-Server geschickt. Heraus kommt da eine tolle Aufstellung, was man wann gehört hat, wie häufig und … vieles mehr. Zum Anderen hat sich daraus ein riesiges Musiknetzwerk entwickelt, dass „Lieblingsradios“, also Radios, die seiner musikalischen Präferenz entsprechen, anbietet und auch immer mehr vollwertige Songs zum Soforthören in petto hat. In kurz: Tolle Möglichkeit, Musik zu mögen und Neue kennenzulernen. Wenn der Funke noch nicht übergesprungen ist, dann musst du es wohl selbst probieren… 😉 []
  2. Ich habe die meisten meiner ‚Freunde‘ be-AEP-ed und ich war tatsächlich unangefochten mit den 4.22 – die meisten haben eine 3.x []
  3. Zur Berechnung (weil ich mich gerade, zwecks Verstehens damit beschäftigt habe): Das Skript summiert die Anzahl der Wiedergaben von den Top 50 Künstlern (z.B. 5234). Diese teilt es dann durch die Anzahl aller Wiedergaben (z.B. 5234/15702 = 0.30). Das ist der Short Tail. Subtrahiert man diesen Wert von 1 (was ja in relativen Angaben allen Wiedergaben entspricht), so erhält man seinen Long Tail, z.B. 0.70 (Um genau zu sein muss man jetzt den Wert für Short und Long Tail noch mit 100 multiplizieren, damit man auf einen prozentualen Wert gelangt (also 70%).). []