Kategorie-Archiv: Skurriles

Von Maulwürfen, Rapanten und Titanicen

Auch auf die Gefahr hin, dass mich die letzten treuen Leser aufgrund von Vielpostingshock aus dem Feedreader werfen…
René Marik macht Puppentheater. Die Videos davon hat er bei YouTube hochgeladen. Der Hype ist zwar schon etwas älter, aber ich kannte es noch nicht. Und rocken tut es ziemlich (jetzt nicht im ursprünglichen und direkt-meta Sinne von „rocken“, sondern mehr im umgangssprachlichen-„Ich finde das toll, bin aber so hip ein anglizistisches Synonym zu gebrauchen“-Sinne, ihr versteht?):

Ich hörte, es solle noch mehr davon geben. Kennt ihr noch welche?
[via Christoph (analog)]
(Embedded-Videos nach dem Klick) Continue reading

Beschäftigungsmöglichkeiten Teil 201

An einer Hand bis 31 zählen, dabei persönliche Bestzeiten schlagen. Verzählen gibt Strafsekunden. Während sich die Finger in möglichst verschränkten Formationen befinden, versuchen möglichst nichtdumm auszusehen.
Auf „Was tust du da?“-Fragen wahrheitsgemäß mit „Zählen!“ antworten.

Expertentipp: Mit zwei Händen bis 1023 zählen. Nur geeignet für lange Strandbesuche; dauert doppelt dreimal … länger.

Binär, aber das war klar, oder?

Stöckchen: 10 skurrile Dinge

Die diskrete Durchbrechnung des fast schon traditionellen Lernschweigens unterstützt ein Kettenbrief Stöckchen von Tanja, gegen das ich mich ausnahmsweise einmal nicht wehre!

Tell me what you don’t like about yourself.
Schreibe 10 skurrile Dinge / Gewohnheiten / unbekannte Fakten über dich selbst nieder. (Schamlos gekürzt und eingedeutscht. Wer hat eigentlich „to write a blog“ als „ein Blogpost schreiben“ eingeführt? Schlimm!)
1. Podcasts kann ich nur hören, wenn ich wirklich – so richtig – dumme Arbeit dabei machen kann.
2. Ich höre Elektronisches und Gitarriges gleich gern, und mag manchmal sogar klassikangehauchte Stöcke mit Streichern und (Hintergrund-)Chören.
3. Mensaessen ist zu 98% immer zu viel für mich.
4. Die besten Ideen kommen mir auf dem Klo oder beim Duschen.
5. Manchmal finde ich die Ideen beängstigend.
6. Schwimmen ist langweilig.
7. Kaffee direkt nach dem Aufstehen ist fies. Lieber zwei bis sechs Stück später.
8. Fantasy ist langweilig, Science-Fiction ganz und gar nicht.
9. Wenn ich mich konzentriere, fummel ich mir an den Haaren rum.
10. Ich kann wunderbar früh aufstehen, wunderbar lange (richtig lange!) schlafen – aber nicht nachmittags.

Weiterwerfen: Andre, Ingo, Michael, Thommy, Nils, Tim, Jens, Eay, Vreni und das physikBlog!

Andi bastelt: Einen Zeitreisefilm

Heute basteln wir uns einen Zeitreisefilm.
Das hört sich jetzt jetzt im ersten Moment vielleicht schwer und kompliziert an, aber das ist es garnicht. Dazu braucht man nicht studiert haben und muss nicht aus der Zukunft sein; das kann man ganz einfach zu Hause nachmachen!
Zuerst, bittet Mutti euch im im Fachhandel folgendes Bastelmaterial zu besorgen: Stift (1x) und Papier (weiß, 1x). Und schon kann es losgehen!

Ihr müsst euch Gedanken darüber machen, wo das Ganze überhaupt hingehen. Nur Zeitreisen in der Zeit zurück sind hipp! Reisen in die Zukunft sind öde. Wenn es unbedingt eine Reise in die Zukunft sein muss, dann muss vorher wenigstens in die Vergangenheit gereist sein.
Werdet euch jetzt einig darüber, wie ihr in die Vergangenheit kommt. Der Shootingstar unter den Möglichkeiten ist da das Wurmloch. Das Wurmloch ist flexibel einsetzbar, klingt stylisch und ist vor allen Dingen noch unzureichend wissenschaftlich erforscht – ihr habt also alle Narrenfreiheit, die ihr euch wünschen könnt. Natürlich habt ihr auch andere Möglichkeiten. Da ist z.B. die Sache mit der Paralleldimension (Insider-Tipp: Verbinde Paralleldimension und Wurmloch!), die gute alte Zeitmaschine, die den Raum oder sowas krümmt, eine außerirdische Technologie, andere Planeten (siehe Ausgabe 14: „Quasizeitreisen“), transzendente Erfahrung oder Superkräfte (z.B. Schneller-als-das-Licht-um-die-Erde-fliegen, Augen zusammenkneifen). Fällt euch nichts tolles ein, ist das nicht schlimm. Baut euch einfach einen Apparat der super groß und aus Metall ist und verziert ihn mit ganz vielen Kabeln. Passt aber auf, wenn ihr die Kabel aus der Wand reißt: Es könnte Strom drauf sein! Dann müsst ihr euren Apparat nur noch mit ganz vielen Blitzen und Funken in Betrieb nehmen, den Bass auf 120% drehen, am Besten noch ein Hanszimmergedächtnisorchester engagieren und schon habt ihr eure Zeitmaschine!
Seid ihr hier angekommen, schon jetzt: Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt die erste Hälfte geschafft. Aber die zweite Hälfte liegt noch vor euch, und erfordert noch ein paar schwierige Schnitte! Aber keine Angst. Auch das kriegt ihr hin!
Eure Zeitmaschine läuft und besitzt die Möglichkeit, eine Person in die Vergangenheit zu transportieren.
Aber welche Person soll das sein? Es liegt nahe, dass diese Person euer Protagonist ist. Ihr braucht also einen, der genauso cool wie Onkel Siggi ist. Verdammt cool also – und verdammt abgebrüht. Weil nicht jeder einen Onkel Siggi hat nehmen wir normalerweise einen Polizisten. Die sind immer cool und abgebrüht. Ganz besonders wichtig ist, dass die Person bis kurz vor der Zeitreise nicht davon weiß, dass er sich bald in der Vergangenheit befinden wird. Continue reading

andisblog fordert „Do-it-your-self überall!“

Etwas platt vielleicht, aber wenn das Politiker sein können, dann verantwortunglose Autoren dieses Blogs erst recht. Suchen sie, geehrter Leser, nach Dingen wie Vorbildfunktion, Tiefgründigkeit oder Sinn, so gehen sie bitte zu anderer Stelle. Nach Draußen, da waren sie sicherlich viel zu lange nicht mehr. Oder in die nächste Kunstausstellung.

Killerspiele.
Man lernt ja so wunderbar zu schießen in diesen bösen Spielen, in dieser Ingeburt des aktualitäts- und realitätsverlorenen Konservativmichels mit Fönfrisur (Man könnte sagen, die drüben haben Islamisten, wir haben Killerspiele. Könnte man.).
Das, und hier folgt jetzt das eigentlich platte, lässt sich wunderbar verallgemeinern:

Ich, meine Damen und Herren, fordere die Abschaffung sämtlicher Fahrschulen in diesem Land. Immer realistischere Rennsimulationen am Computer reichen völlig zum Lernen des Autofahrens aus. Weiter noch: Durch ausführliche Lektüre der „Tuning-Optionen“ moderner Simulationen besteht die Möglichkeit, durch Abschaffung von Autowerkstätten viel zu lang besetzte Arbeitsplätze freizuräumen. Die freigewordenen Humanressourcen könnten sogleich Schuhe im Regierungsviertel putzen, nach draußen gehen oder eine Kunstausstellung besuchen. (Dieser Teil schamlos geklaut bei Andre!)
Die teueren Flugpreise mit Passagiermaschinen können gedrückt werden, in dem man auf die kostspiele Praxisausbildung von Flugpiloten verzichtet. 50.000 Euro können gespart werden, schafft man eine realistische Flugsimulation für den Heim-PC an. Diese sind im Handel für bereits 50 Euro erhältlich. Aber Achtung: Nicht auf Versionen zurückgreifen, die ein Erscheinungsdatum vor 2002 aufweisen; die hier verwendeten Nebelsimulationsmechanismen werden von der Vereinigung internationaler Computerflieger (ViC) als unzureichend angesehen.

Schulen und Universitäten sind vollständig abzuschaffen. Lernsoftware wie „Phase 6“ für Spezialwissen, sowie „You Don’t Know Jack“ und „Trivial Persuit“ für Allgemeinwissen können schneller lehren als jeder Lehrer es kann und modernisieren dabei auf sympathische Art unser Bildungssystem. Auch für Studiengänge gibt es ausreichende Software, die eine Abschaffung naheliegt. Als Beispiel sie an dieser Stelle das hervorragende Brückensimulationsprogramm „Bridge Builder“ erwähnt.

Sämtliche Vernügungsparks sind mit sofortiger Wirkung zu schließen. „Rollercoaster Tycoon“ und andere Simulationsprogramme sind als realitätsersetzende Vergnügungsstandards zu etablieren. Nehmen auch nicht soviel Platz der deutschen Kuh beim Grasen weg.
Ebenso wird jegliche Art von sozialem Kontakt, besonders der interagierenden Art, ab 1. Februar 2007 verboten. Auch hier gibt es realistische Simulationen wie „The Sims“, die für derartige Zwecke vollkommen ausreichen.

Sie sehen, meine Damen und Herren, geehrte Leser, mit den nahegelegten Gründen besteht kein Zweifel daran: Der Computer reicht als Lehrer in sämtlichen Kategorien völlig aus.
Es bleibt einzig noch zu klären, wer den Umgang mit dem PC beibringt.
Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Wesentlich differenzierter, sinnvoller und sowieso besser setzt sich Mike mit dem Paradoxon einmal auseinander.
Über das Wort „Killerspiele“ an sich rege ich mich dann später auf.
Disclaimer: Ich spiele keine Computerspiele und habe das letzte Mal vor fünf Jahren meine Freunde digital abgemetzelt.

Andi erklärt: Der Castortransport

Heute, liebe Kinder, erklärt Andi, was ein Castor-Transport ist.

Damit ihr euch nach dem Duschen nicht erkältet hat ein kluger Mensch den Fön erfunden. Damit ihr und die Menschen um euch auf der Straße euren Lieblings-Ghetto-Hiphop-Song hören könnt, hat ein kluger Mensch das Handy erfunden. Und damit der Fön föhnt, das Handy laut krawumm macht, hat ein viel klügerer Mensch den Strom erfunden. Jemand anders hat dann erst die Maus erfunden, die in einem Laufrad immer weiter gelaufen ist und Strom gemacht hat. Bald hat derjenige aber festgestellt, dass so eine Maus ziemlich schnell außer Atem ist. Noch ein anderer hat sich dann gedacht: Hey, wieso nicht Atome aufeinander schießen und mit der Energie die Haare trocken machen?
Geniale Idee.
Das Atomkraftwerk war erfunden.
Aber so ganz super klasse war die Idee doch nicht, auch wenn das manche Menschen mit total tollen Krawatten und schicken Autos immer noch denken.
Denn das, was bei der Maus hinten raus kommt und so stinkt, das kommt auch bei einem Atomkraftwerk hinten raus. Nur stinkt das nicht. Wenn man daran riecht, dann riecht man danach an nichts mehr: Das Zeug strahlt und macht kaputt. Continue reading