Kategorie-Archiv: Fotos

Berlin revisited

Bevor ich mich morgen zum Weltjugendtag aufmache, ein paar Gedanken zu bzw. über Berlin.

  • Mode. Überall extravagante Menschen mit riesigen Sonnenbrillen auf den Augen.
  • Dazu: Gucci, Prada, Louis Vitonne. Wer hat eigentlich Geld für all sowas…
  • Ganz schön viele Paläste, da. Auch unsere neuen alten Regierungspaläste. Wenn man davon auf ganz Deutschland zurückschließen sollte, dann geht’s uns ja superrosig…
  • Noch nie soviele Bettler erlebt. Sollte man eine Frequenz aufstellen, so käme bestimmt ein Bettler auf alle 3 Stunden (incl. Schlafzeit). Die Frequenz erhöht sich drastisch bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Darüber könnte man Studien anfertigen, glaube ich.
  • Besonders die Einstein Ausstellung hat mir zugesagt. Was dort an Technik aufgefahren wurde. Nicht schlecht. Auch für Leute, die eigentlich garkein Verhältnis zu Einstein bzw. seinen ‚Werken‘ haben, wurde das Thema mit Hilfe der unzähligen Multimedia Shows und Versuchen nahegebracht.
  • Mit dem Schönes-Wochenende-Ticket lässt sich schon Einiges machen. Da bekommt Bahnfahren eine ganz andere Bedeutung (Aber immer möchte ich damit auch nicht fahren müssen).

Ein paar Bilder gibt’s in meinem passenden Flickr-set.
To be continued

Alte, sowjetische Planetenbilder

Man glaubt es kaum: Auch die Sowjets hatten Kameras.
Man glaubt es kaumer: Auch die Swojets haben auf ihren Weltraummissionen Planeten etc. abgelichtet.

Und irgendwer hat die jetzt ausgegraben. Fast vergessene, bis 46 Jahre alte, eher schlechte aber wunderbare Bilder. Von Mars, Venus, Mond und Erde. [via zeitwissen:log]

(Kurzzeitig daran gedacht, das Venussurfacepanorama in die flickr Panorma-Group in zu posten. Verworfen.)

Zum Geburtstag von Hubble: Zwei neue Bilder

Hubble feierte letzte Woche seinen fünfzehnten Geburtstag („Und jetzt alle: Happy …“). Seitdem es 1990 von einem amerikanischen Spaceshuttle ausgesetzt worden ist, hat es über 750.000 Bilder gemacht.
Quasi als Geburtstagsgeschenk hat das Hubble-Team zwei Objekte neu abgelichtet.
Zum einen M51 aka Whirlpoolgalaxie. Die sehr bekannte Spiralarmgalaxie wird gerade von ihrer kleinen Nachbargalaxie NGC 5194 beklaut. Sieht klasse aus. Gibt’s auch als Hintergrundbild.
Und zum anderen hat Hubble den Adlernebel fotografiert. Ein sehr geiles Bild zeigt einen Ausschnitt, die „Säulen der Schöpfung“. In dem 9,5 Lichtjahre (Was ungefähr doppelt so weit ist wie von der Sonne bis zum nächsten Stern Alpha Centauri…) großen Nebel werden am laufenden Band neue Sterne geboren. Sieht klasse aus. Gibt’s auch als Hintergrundbild.
Ja, bald gibt es wieder mehr Weltraumbilder.

Erstmals Exoplanet fotografiert

Keine zwei Wochen nach dem bahnbrechenden Messen der Infrarotstrahlung von zwei Exoplaneten durch amerikanische Forscher ist den Europäern wahrscheinlich etwas noch spektakuläreres passiert: Deutschen Forschern der Universität Jena ist es gelungen zum ersten Mal überhaupt einen Exoplaneten im sichtbaren Licht zu fotografieren.
Das Team um Neuhäuser benutzte das VLT der ESO um GQ Lupi zu beobachten. Nach mehreren Jahren sind sie sich sicher, dass es bei dem abgelichteten Objekt „GQ Lupi b“, neben dem Stern „GQ Lupi A“ um einen Planeten handelt.
Der Planet ist etwa dreimal so weit von seinem Zentralkörper entfernt wie der äußerste Planet unseres Sonnensystems Neptun, ist, genau wie sein Stern, noch relativ jung (ca. eine Million Jahre) und hat damit trotz seiner Entfernung noch eine Oberflächentemperatur von lecker warmen 2000C. Beide Umstände machten eine direkte Beobachtung erst möglich, der Planet war weit genug vom Stern entfernt um sich durch sein noch relativ starkes Leuchten im Infrarotbereich abzusetzen. Analysiert hat das Team GQ Lupi b auch direkt und dabei Wasserdampf, Kohlenmonoxid und evtl. Natrium entdeckt.
Leider ist der Abstand zum Stern aber auch ein Problem.
Andere Forscher zweifeln daran, ob der von Neuhäuser geschätzte Größenwert von bis zu drei Jupitermassen korrekt ist. Um Gewissheit in dieser Sache zu bekommen, ist die gängige Methode, das Wackeln des Planeten zu analysieren, wenn er optisch von uns aus vor seinem Stern steht. Bei der Entfernung zum Stern braucht er allerdings noch einige Zeit, bis diese analyse möglich ist.
Wäre der Planet über 13 Jupitermassen groß, so gilt er als nicht gezündeter, weil zu wenig Masse besitzender Stern, als Brauner Zwerg. Und so einen haben die von der ESO schon letztes Jahr fotografiert.
Trotzdem sind die Wissenschaftler zuversichtig: Bei dem fotografierten Objekt handelt es sich um einen Planeten.
Ob Gott da wohnt?

Neue Marsbilder

Die ESA hat neue Bilder von der HRSC von Mars Express, die auf der ersten „Mars Express Science Conference“ vorgestellt worden, veröffentlicht.
Auf den kurz kommentierten Bildern sind die Klassiker (Olympus Mons, Wasser in der Nähe der Pole), aber auch neue Sachen (Kasei Valles) erkennbar. Natürlich in einer atemraubenden Qualität und größtenteils in Stereo (HRSC).
Ich kann es immer noch nicht fassen, dass das alles 80 Millionen Kilometer von uns entfernt aufgenommen worde…

Woraus bestehen die Saturnringe? Wie sieht der Saturn aus?

Um der ersten Frage auf den Grund zu gehen, wurde der Cosmic Dust Analyser (CDA) erfunden, auf Cassini geschnallt und in den Weltraum mit auf die Cassini-Huygens Mission geschickt.
Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut aus Heidelberg haben jetzt die Ergebnisse veröffentlich. Der CDA hat bei verdammt kleinen Teilchen verdammt hohe Geschwindigkeiten gemessen. Die Teilchen werden vom starken Magnetfeld des Saturns beschleunigt und kommen entweder von den Monden oder Ringen. Eine genauere Analyse lässt aber den äußeren A-Ring als Urheber der Teilchen vermuten.
Und eben das könnte einen Hinweis auf die genaue Zusammensetzung der Teilchen geben. Als nächstes braucht man einen Referenzstoff auf der Erde und, zack, weiß man woraus der Ring besteht. Pretty easy, huh?

Wer sich vom Aussehen des Saturns mal genau, also wirklich genau überzeugen will, der kann sich diese High-Res Aufnahme der NASA angucken, auf der 1 Pixel 32 Kilometern entsprechen. Das Bild wurde schon Mitte Dezember aufgenommen, aber wahrscheinlich zum Postprecessing und um den Huygenshype nicht zu stören zurückgehalten. Gut zu erkennen sind, wiedermal, die verschiedenen Wolkenbänder. Pretty big, huh?