Kategorie-Archiv: Blogs

Aus oder über andere Weblogs, manche nennen das Metablogging :).

Unser physikBlog beim Webmontag

physikBlog? Was ist das eigentlich?“
Gebt es doch zu, das habt ihr euch doch schon immer gefragt!
Wenn nicht, auch egal.
Denn so oder so haben André und ich diese Frage (und natürlich Myriaden anderer) beim letzten Webmontag in Aachen beantwortet und 15 Minuten lang aus dem Nähkästchen geplaudert.

Neben unserem Vortrag gab es eine Demo eines relativ sinnfreien Farbkontrolldings und die Vorstellung eines Live-Shopping-Such-Tools. Hatten zwar alle thematisch etwas mehr mit dem Webmontag zu tun als wir, aber keiner von ihnen hatte ein Live-Experiment dabei und das sehr wichtige Katzenbild in der Präsentation. Klassischer Fall von FAIL.

Mehr (z.B. Downloadmöglichkeiten) und Genaueres gibt’s drüben im physikBlog, darunter auch ein Videomitschnitt und die Präsentations-Slides1, die ich nach dem Klick auch hier eingebunden habe.
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  1. Gibt’s dafür einen adäquaten deutschen Begriff? []

Desktop-Stöckchen

Es ist wieder etwas Stille eingekehrt, in die grünen Pforten andisblogs: Ich schreibe wiedermal eine Klausur. Und auch wenn ich sie nicht bestehen werde, so wird doch Gewissenshygiene betrieben und gelernt. Disziplin ist schließlich alles.

Wie gerufen kommt da gleich von zwei Seiten eines dieser Stöckchen angeflogen, die einem ja irgendwie schon einen Teil eines Blogeintrags abnehmen1.

Mein aktueller Desktop wird verlangt.
Ok. Nichts leichter als das (und mein Bild ist sogar klick- und vergrößerbar! </kritik>):

Screenshot 080401

Ich habe mein System vor zwei Wochen neuinstalliert, deswegen ist es noch relativ aufgeräumt. Trotzdem sind die wichtigsten Programme installiert. Mein Desktop wird so gut wie nie gebraucht, eigentlich befindet sich mIRC immer im Hintergrund2. Alle Programme starte ich via Schnellstartleiste oder (am liebsten, weil so schön nerdig) Launchy.
Die Auflösung sind momentan stolze 3840 mal 1200 Pixel. Dabei ist der rechte Teil das ’normale‘ Display meines Laptops (15,4″) und der linke, der Hauptteil mein relativ frischer TFT-Bildschirm (24″). Mein Laptopdisplay ist leer, ich habe noch keine Verwendung für diese Hälfte gefunden, die mir dauerhaft gefiele3.
Wen es interessiert: Das Hintergrund ist von dem wunderbaren Künstler Greg Martin und wird … in unregelmäßigen Abständen ausgetauscht (das letzte hatte ich glaube ich 1,5 Jahre?!).

Soviel also zu meinem Desktop. Was ist mit euch? André, Eay, Vreni und, nochmal, Michael4?

  1. Nämlich die Ideenfindung. []
  2. Wodrauf auch z.B. Winamp eingerichtet ist; was man im Screenshot nämlich nicht sieht, ist die Anzeige (in schwarz) des aktuellen Titels neben dem Downloadmeter oben rechts… []
  3. Ich nehme gerne Vorschläge entgegen! Allerdings sind 1920*1200 auf 15,4″ etwas kleiner und das Laptopdisplay steht dazu noch weiter weg. Es sollte sich also nicht unbedingt um 10pt-Text-involvierende Vorschläge handeln ;). []
  4. Ich nehme an, dass du zu A bist, Lukas ;)? []

TubeYou – Videos 2.1, oder so

YouTube kennst Du?
Das ist dieses Onlinevideodings, wo sich 4,523 Milliarden Videos in Flashform befinden. 4,501 davon sind Mist. Aber ein paar sind interessant. Ob unterhaltsam, lehrsam, unterhaltsam, bestaunsam oder aufregsam. Irgendwie interessant.

Twitter kennst Du?
Das ist ein Microblogdienst und der letzte Schrei im Web 2. (Dies mal ohne Null dahinter; reimt sich sonst nicht. Und Reimen wird ja immer wichtiger heutzutage. Keine Frage.) Blitzschnelles Anmelden, die 140-Zeichen-fassende Textbox mit „What are you doing?“ oder etwas völlig Anderem zuhämmern und seine Freunde (im Slang „Followers“ oder „Twitterees“) verfolgen. Dann erhält man seine persönliche Seite, auf der nicht nur die eigenen Twittereinträge stehen, sondern auch die der Freunde. Natürlich gibt’s auch einen passenden RSS-Feed.

Um immer auf dem neuesten, bestgefiltersten Videostand zu sein, haben wir DIE Lösung.
In einem hochkomplexen Destilattionsprozess, der extra in einem Bad-Godesberger-Ex-Atombunker entwickelt wurde, haben wir das Beste aus Beidem genommen und es mit Hilfe eines simplen Flux-Kompensators wiedervereint

Heraus kam: TubeYou, dessen Name natürlich in keinester Weise irgendeine Verbindung zu schwedischen Automarken suggeriert.
TubeYou ist ein Twitter-User, der von uns mit irgendwie interessanten (s.o.) Videolinks (und restlichem Must-See) befüllt wird. Einfach verfolgen undoder RSS-Feed abonnieren und nie mehr in Videorückstand geraten. Ist das nicht klasse?

Du willst mitmachen? So 2.0, wie Web nur sein ist TubeYou ein Multiuser-Account. Kontaktiere mich einfach auf einem der mannigfaltigen, modernen Wegen und das Passwort1 ist Dein!

Mehr Information und noch eine Beschreibung gibt es auf der passenden TubeYou-Seite meines Blogs.

  1. Sie alle zu knechten []

Stöckchen: Mein Blog und Bedeutung und so

Noch mehr Stöckchen. Dieses habe ich bei Tanja (und Michael) entdeckt. Es wurde nicht nach mir geworfen, sondern ich habe es aus freien Stücken aufgegriffen, mich hat niemand gezwungen, mein freier Wille (So sollte ich das doch sagen, oder? Lassen sie jetzt meine Katze in Ruhe?)

Neun Fragen zu diesem meinen Blog.

Was bedeutet Dir dieses Blog?
Eine ganze Menge. Wenn ich abends nicht schlafen kann, dann lese ich mein Blog. Wenn es draußen regnet, dann lese ich mein Blog. Bei Sonne – mein Blog. Wenn ich Klausuren schreibe, ich lese mein Blog. Unter der Dusche? Na klar: Mein Blog.
Ansonsten ist es mir aber wirklich wichtig. Ich schreibe gerne, ich schreibe viel. Und manchmal habe ich das Gefühl, das könnte sogar andere interessieren. Für all das ist mein Blog ein Katalysator. Meine Freunde im realen Leben hätten mir sicherlich schon längst die Freundschaft gekündigt, wenn ich sie auch noch mit dem zureden würde, was ich jetzt hier so rein schreibe. Man könnte also sagen, mein Blog ist auch ein Freundschafterhalter.

Welcher Kommentar hat Dir viel bedeutet oder gut gefallen? Poste ihn!
Damals, als Hugh Laurie bei mir kommentiert hat, er sei von dem Beitrag so angetan gewesen, dass er die Rolle des Gregory House annehmen würde. Nein. Ich freue mich über jeden Kommentar, von neuen Lesern (die es als dauerhafte Gäste leider viel zu wenig gibt) und von den alten Hasen. An DEN Superkommentar kann ich mich jetzt nicht erinnern.

Ist das Schreiben in Deinem Blog Last, Lust, Bedürfnis oder was anderes?
Mein Blog ist Kanalisierung meines geschriebenen Mitteilungsbedürfnis. Es macht mir Spaß, bis ins letzte Detail. Bei Last bliebe nun wirklich kein Grund, nicht sofort die imaginäre Löschen-Taste zu drücken, oder?
Außerdem werde ich schließlich für das Bloggen bezahlt. Die Betreiberfirma Andi Inc. lässt für jedes publizierte Posting einen Schokocracker springen. Es geht somit um nichts weniger als mein Leben und Tod.

Ist Dein Blog “eins unter vielen” oder “ganz speziell”?
Diese Frage ist ja gerade zu eine Frechheit! Natürlich ist mein Blog, mein liebstes aller meinen Blogs, also neben dem physikBlog, das ist auch ganz toll, jedenfalls ist mein Blog ein ganz Spezielles … unter Vielen! Immerhin hat kein anderes Blog das offizielle Kanal Schredemedial Energieausgleich-Siegel! Einfaches anstarren dieser Webseite lässt das Karma automatisch wieder höhere Niveaus erklimmen und dabei nebenbei irgendwo im Universum einen Stern explodieren. Wenn das mal nicht speziell ist?!

Welche Ziele hat Dein Blog?
Im short-term soll der pressure auf die peergroup zum publishen neuer Gadgets verwendet werden, so dass im long-term eine Gewinnmaximierung im informellen Sektor herrscht. Dabei sollen, schließlich, auch Angler und südafrikanisch-stämmige Nagetiere angesprochen werden um den Cashflow zum EBT maximieren.
Ok, Scherz beiseite. Natürlich die üblichen Ziele. Frauen, Drogen, Geld und Weltherrschaft. Und herausfinden, aus welchem Winkel dieses grün denn bloß rot wird.

Welche Gegebenheiten könnten dazu führen, Dein Blog zu löschen?
Ich müsste zur Löschung gezwungen werden. Dazu kommen nur zwei Personen in Frage, die mir drohen meine Katzen unter meine Kaffeemaschine zu legen: Chuck Norris und Jack Bauer1. Sie müssten mich foltern, meine Musiksammlung verbrennen und dann, erst dann würde ich vielleicht brechen!
Das Einzige, was mich dazu bewegen können würde, mein Blog zu löschen, wäre Unlust. Wenn mir irgendwann mal der Spaß an der Sache verloren geht. Aber selbst dann würde ich erstmal abwarten. Die Lust ist bekanntlich eine sehr launige Alte. Ich würde abwarten, Tee und Kaffee trinken, meine Katzen streicheln2 und dann noch mal nachschauen, wie es so um die Lust bestellt ist.

Wie reagieren Leute aus Deinem “real life” auf deine Blogtexte?
Da sie bei Freundschaftseingehung mit mir sich vertraglich dazu verpflichtet haben, jeden Blogtext von mir gut zu finden und mich persönlich für ihn zu loben, ernte ich regelmäßig laute Anfeuerungsrufe und geschriene Glückwünsche auf dem Campus. Gut, das führt manchmal zu ungläubigen Blicken, aber wurde Kopernikus nicht auch seltsam angeschaut, als er behauptete, die Erde sei ein Nilpferd?
Die meisten meiner Freunde im Real Life kennen mein Blog und lesen es auch. Manche mehr, manche weniger. Viele von ihnen müssen darunter leiden, denn die nerve ich mit „Du hast gar nicht kommentiert – fandest du das etwa nicht so“ oder „Das hab ich da und dort doch schon mal geschrieben. Muss ich mich denn wiederholen?“. Aber mein Mitteilungsbedürfnis ist nun mal nicht auf die digitalen Schranken dieses kleinen Browserfenster beschränkt. Tut mir ja auch irgendwie Leid. Nicht.
Ein paar habe ich aber auf die dunkle Seite der Macht geholt. Die kommentieren hier mit, Twittern oder haben sogar ein eigenes Blog3. Aber, Jungs (und Mädels), da geht noch was! Ich glaube, ich werde ab jetzt Karmapunktabzüge austeilen für „Blogposts in irgendeiner weise unkommentiert lassen“. Jaha. Jetzt habt ihr’s.

Könntest Du “blogsüchtig” sein oder werden?
Niemals. Aber habt ihr schon das neueste Bild meiner Katzen4 gesehen? Sooo süß! Und gestern, in der U-Bahn, da saß mir so ein Mädel gegenüber und die hat so total seltsam auf mein MacBook geguckt und dann …
Blogsüchtig? Never!

Zwei gute und zwei schlechte Seiten am Bloggen?
Gute Seiten:
1. Es macht Spaß, ausgefeilte Texte zu schreiben und zu merken, dass andere sich dafür auch interessieren. Weil der Beitrag häufig gelesen wird, oder weil er kommentiert wird. Der Kommentar ist des Bloggers Brot und Schokocracker.
2. Man lernt einen Haufen toller Leute samt ihrer Blogs kennen. Und hatte ich schon erwähnt, dass es Spaß macht?

Schlechte Seiten:
1. Bloggen verschlingt zuviel Zeit. Bis ich mit einem Text zufrieden bin, sind in Nagasaki bereits fünfzehn Bambusse gewachsen und weggefahren. Und während der Zeit hätte ich locker meine Wohnung aufräumen können.
2. Ich habe den Anspruch, wenn ich mich mit einem Thema befasse, mich auch intensiv mit dem Thema zu befassen, so dass ich für meine Meinung (Blogs sind ja schließlich Meinungen) auch einstehen und auf Kommentare zumindest relativ fundiert antworten kann. Das allerdings führt zu einer Extremisierung des Punkts 1. Teufelskreis, here we are.

This Stöckchen goes out to André, Eay und Vreni. Zeigt mal, was ihr so mit dem Bloggen anfangt.

Achja: Katzen? Nee, ich hab doch keine Katzen. Wer behauptet sowas? Das sind auch die Leute, die Mauern bauen wollen!

Und was Bloggen bei mir wirklich ist? Das ist dieser Text und sein Inhalt. Hello, you’ve been Head-faked5.

  1. Ok, ich habe gar keine Katzen. Ich brauchte nur das Bild von knuffigen, wuscheligen Tieren mit ihren süßen Schnurrbärten als konträre Illustration. Siehste? []
  2. Immernoch: Isch ‚abe gar keine Gatzen! []
  3. Obwohl ich mich dafür eigentlich nicht so sehr verantwortlich fühle, oder André? Vielleicht ein bisschen… []
  4. Ok, ich habe doch Katzen. []
  5. Tolles Wort. Habe ich in der last lecture von Randy Pausch gelernt. []

Rückblick des Jahres 2007: Andere Toplists

Als letzten Teil meines unglaublich ausgedehnten Jahresrückblicks für 2007, sozusagen als letzte Tankstelle vor der Grenze, möchte ich auf ein paar Listen anderer Blogs in diesem Internet (ja, jetzt isses raus: Es gibt noch andere.) verweisen.
Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass die folgend aufgezählten Listen nicht alle Listen sind, die es im Internet gibt. Es ist nur eine völlig subjektive Auswahl von Listen der Blogs, die sich so in meinem Feedreader tummeln. Subjektivität und Blogs sind ja so: . (Mist, hab ich Spruch in so kurzer Zeit zwei mal rausgehauen.)

Wenn Sie sich, liebster aufmerksamkeitsdefizierter Blogger (ob das nicht sogar synonym ist? hmm) an dieser Stelle unterrepräsentiert fühlen, so scheuen sie nicht davor, dies kund zu tun und einen Link zu Ihrer Liste in die Kommentare zu setzen. Husch husch!

Lukas hat bei Coffee And TV zwei Listen bebloggt: Einmal seine Songs 2007 und einmal seine Alben 2007. Außerdem hat er das Publikum befragt und den Jahresaufguss 2007 wählen lassen (ich habe mitgemacht, jawohl).

Der Popkulturjunkie hat in seiner allerbesten anachronistischen Manier die Listen von großen Zeitschriften/Magazinen gesammelt und diese dann sogar insgesamt ausgewertet und eine Totalchartliste erstellt.

René hat in seinem Nerdcore vier Listen veröffentlicht: Top 20 der Alben, der Filme; Die besten Songs laut iTunes und laut seiner eigenen, gefälscht-subjektiven Meinung.

Auch bei Spreeblick gibt es eine iTunes-generierte „Beste Songs 2007“-Liste.

Christian Junklewitz hat für die Serienjunkies sein Serienjahr 2007 verlistisiert: Nummer Eins und Nummer zwei.

Auch Sascha hat in seinem sablog einen Listen-2007-Eintrag gemacht, unterteilt in beste Künstler, beste Drama-Serie und beste Comedy-Serie.

Im Blog des Fernsehlexikons haben die drei Autoren auch Toplists erstellt — alle unterschiedlich lang und ergiebig.

Dann sei außerdem nochmal Eays Topliste erwähnt und die beiden Blogger, die auf meinen last.fm-Aufruf reagiert haben: André und Tanja und natürlich Vreni und dirki in den Kommentaren zum passenden Beitrag.

Das war es dann mit dem Zurückblicken für das Jahr Zweitausendundsieben.
2008 kann kommen.
Juchu.

Und wer mehr als 532 „Toplist“s zählt, darf sich eine Topflist überlegen.

Jetzt hab ich aber auch genug gebloggt für dieses Jahr. Melde mich dann im Sommer wieder.

kaioo, nicht.

Während all diesen Jahresendzeitgedanken möchte ich auf einen Artikel von physikBlog-Mitweltherrscher André hinweisen.
Er kommentiert in seinem Blog Auszüge aus den AGB des unter „Insidern“ (spürt ihr die Ironie knistern?) als StudiVZ-Nachfolge-Social-Network gehandelte „kaioo“.

Wie man also gut sieht, ist auch bei kaioo, der ach-so-tollen und “ersten ECHTEN Social Community”, nicht alles im Reinen, insbesondere den Punkt mit dem Löschen der Daten finde ich riskant. […]

Ich habe mich heute auch, natürlich aus reinen Testzwecken, dort angemeldet. Und nicht die (völlig ausgeblendeten) AGB sind für mich der Entschluss gewesen, das Netzwerk links liegen zu lassen, viel simpler und André erwähnt es auch am Rand: Das Ding ist in der Usability einfach völlig unnütz. Haufenweise Fehler, langsam ladende AJAX-Überladung, unerkennbare Struktur.
Nee, Jungs. Danke.

Nachtrag, 9. Januar: Spiegel Online über kaioo, etwas zu unkritisch (liest sich fast wie eine neutralgehaltene Pressemitteilung…), aber mit einer Reihe interessanter Hintergrundinformationen. [via Bastis Twitter]

Erster 2. Webmontag in Aachen

Webmontag Aachen #1: Arriving

Webmontag Aachen #3: Pre-Talk (front)

Webmontag Aachen #4: Pre-Talk (left)

Webmontag Aachen #5: Flavored Coffee

Webmontag Aachen #6: Coffee display

Das war er also, mein erster großer Web-goes-Reallife-Abend: Gestern war ich auf dem 2. Webmontag in Aachen.
Nur, wat is en Webmontag? Da stelle mer uns janz dumm. En Webmontag, dat ist en Montagsabend bei dem et um et Internet jeht. Da trifft sich eine Riege von irgendwie-im-und-am-Internet-interessierten Leuten, die sich vorher über passendes Wiki angemeldet haben, lauscht erst ein paar Vorträgen zu (na, wer errät’s?) irgendwelchen Dingen in und am Internet und lässt dann den Abend bei Kennenlernen und Weiterkennen auslaufen. Web Social Miniconference. Oder so.
Gestern dann also die zweite, Andrés und meine erste Version davon in Aachen. In den Räumen der humanmachine, die irgendwas mit Schnitt-stellen, im rötlicheren Viertel Aachens.

Nachdem stilecht die Netzwerkprobleme beseitigt waren startete der erste Vortrag. Über Second Life. Die Jungs (und Damen!) von Second Labs haben eine Möglichkeit entwickelt, User im Second Life zu tracken und die Statistiken auszuwerten. Da sich mir immer noch nicht der Nutzen und damit das Interesse an Second Life erschließt konnte ich da nur etwas begrenztinteressiert zuhören. Wäre ich Second-Life-Nutzer, fände ich es allerdings relativ erschreckend, auf all meinen Wegen, bei all meinen Aktionen erfasst und kommerziell ausgewertet zu werden. Aber. Bin ich ja nicht.
Danach startete Andreas Gerards über seine Startup-Hilfe-Plattform: easn.de. Eine work-in-Progress-Seite, die sich an Startup’ler richtet und ihnen etwas unter die Schulter hilft. Thematisch auch nicht unbedingt mein Fall, aber ich kann den Nutzen verstehen.
Jonan Rhodin aus Schweden stellte im dritten Vortrag des Abends bekannte Web-2.0-Firmen aus Schweden vor. Wer hätte gedacht, dass auf der ganzen Welt 12 Millionen Kinder Kohle dafür ausgeben, ihren virtuellen Puppen Kleidung zu kaufen!? Ich jedenfalls nicht.
Den Abschluss des Vortragsteils bildete Till Achinger. Er stellte sein Kaffee-Startup zuckr.com, bzw. an dem Abend den neuen Namen: sonntagmorgen.com vor. Es geht darum, ähnlich zu mymuesli seinen personalisierten Lieblingskaffee mischen und sich schicken zu lassen. Neben einer Reihe hochqualitativer Kaffeebohnen gibt es auch aromatisierte Röstungen, bei denen Sachen wie Kaffee mit Orangengeschmack herauskommen. Im Moment suchen die Jungs nach einer guten Möglichkeit, Labels auf die Tüten aufzubringen – befinden sich also mehr oder minder in ihrer Endphase. Nach dem Vortrag ging es zur Live-Demo, der Verköstigung (fieses Wort übrigens). Till und sein Kollege hatten ein paar Sorten durch den Regen aus Münster mitgebracht und brühten nach Wunsch auf. Sehr toll! Zwar scheine ich nicht der Experte im Sortenunterscheiden zu sein, aber gut schmeckten sie alle. Nur, Jungs, ich brauche Pads! Für meine Massenkaffeemaschine hier!

Der Abend ging fließend in den „Socializing“-part über. Ich habe ein paar nette Leute kennengelernt (endlich sogar Thommy und Martin persönlich/-er); mich mit Florian und Phillip von rudirockt (u.a. über mein Video) unterhalten (und häufiger gemerkt, wie sehr sie Spaß an ihrer Idee haben!) und große Webluft geschnuppert.

Alles in allem, wie nicht anders zu erwarten, ein toller Event der Spaß macht. Danke an die Organisatoren (Christian, Andreas und Franz), ich komme sehr gerne wieder!

Bilder (rechts eingebunden) in meinem flickr-Account. Mehr Bilder in der passenden Galerie meines PicasaWeb-Accounts.

Wer hätte eigentlich gedacht, dass es soviel Zweites Leben in Aachen gibt? Unglaublich.

Einen Abend von Essen zu Essen rennen – rudirockt

rudirockt: Our Dessert and Decoration

rudirockt: Our Dessert

Wie nennt man es, wenn ein Haufen zweier-Pärchen (ca. 600 an der Zahl) wild im Regen durch eine mittelgroße (siebenundzwanziggrößte!) Großstadt Deutschlands tingeln, nur um die Verspätung zum nächsten Essen irgendwie noch zu verringern?
rudirockt.
Bei rudirockt meldet man sich zu zweit auf der passenden Internetseite an. Dann wartet man darauf, dass dies bis zur Deadline zwei Tage vor dem Eventabend möglichst viele Leute einem gleich tun. Nach der Todeslinie erfährt man dann auf der Internetseite, ob man für die Vor-, die Haupt-, oder die Nachspeise ausgewählt wurde und bei wem die restlichen beiden Speisen stattfinden. Dann heißt es vorbereiten und am rudirockt-Tag um 19:00 bei der Vorspeise erscheinen. Bei zwei Gastgebern und zwei weiteren Gästen, die man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch nie gesehen hat.
Was das bringt? Einen Abend mit ausgezeichnetem Essen und vor allen Dingen jede Menge Spaß.

Wie schon im letzten Semester haben Christoph und ich auch dieses Mal wieder mitgemacht. Und wieder haben wir die Nachspeise zugeteilt bekommen. Nach kurzem Brainstorm („Mousse au Chocolate!“ „Mousse au Chocolate?“ „Nee…“ „Nee…“ „Hm…“ „Früchtespieße mit Schokoglasur?“ „Ja. Genommen.“) entschieden wir uns für etwas sehr Schokoladiges. Vorbereiten und dann ab, trotz Wind und Wetter durch die halbe Innenstadt. Denn lustiger weise hatten wir Vorspeise bei Verena vom Blog nebenan. Wahrscheinlichkeiten und so. Es gab Broccolisuppe und … Wein. Den Rest kürze ich mal ab: Zur Hauptspeise Pfannenpizzen und viel Redefluß. Und unsere Nachspeise war natürlich klasse. Nur super süß. Und Vanilleeis mit geriebener Chilli ist schon ziemlich cool.
Zu guter Letzt gab es dann auch noch eine Party. Die wurde aufgrund der großen Anmeldezahl von knapp 1300 Leuten irgendwo in die Industriebereiche Aachens ausgegliedert. Bei Sturm und Regen und Fies nicht so prickelnd. Aber es gab Shuttle-Busse („Zoff den Stoff!“). Trotzdem war die Party nur so semi-gut. Die Location war zwar ziemlich stylisch (Eine alte Lagerhalle im 4. Stock). Nur Stimmung kam nicht so recht auf. Aber egal.

Rudirockt ist eine klasse Sache. So klasse, dass der Server bei Anmeldezahlen, die erstmals die 1000er-Grenze durchbrachen, in die Knie ging (siehe u.a. das Blog dazu). Die Jungs dahinter erzählen im easn.de-Interview noch mal, wie es funktioniert und wie sie darauf gekommen sind. Sehr interessant (und ein wenig Balsam für mein interessiertes Haupt, das den Vortrag auf dem Aachener Webmontag verpasst hat…).
Und wer sich nicht vorstellen kann, dass ein running diner Spaß machen kann, der sollte es einfach mal ausprobieren. Für neue Städte werden immer Organisatoren gesucht!

Zur Feier des Abends habe ich unseren mal mit der Kamera begleitet. Fotos gibt’s in meinem Picasa-Account oder nach dem Klick unter dem Video.

Link: sevenload.com
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