Kategorie-Archiv: Astronomie

Astronomie und alles andere da draußen

The Sky according to Google — Google Sky

Ich glaube zwar nicht, dass dieses Stück Internet in irgendeiner Weise mit dem WorldWide Telescope mithalten kann, aber dafür gibt’s das jetzt schon:
Die Internetmonopolisten von Google haben einen Praktikanten Mash-Uppen lassen. Nach drei Monaten intimer Zeit mit ein paar heißen Teleskopen, dem anmutigen Nachthimmel und wilden TCP/IP kam dabei Google Sky heraus.

Google Sky ist Google Maps, nur anders. Weil für den Weltraum.
Aus dem Web heraus kann man sich ’simple‘ Sternenbilder und Nebel anschauen, kann aber auch Infrarot- und Mirkowellenaufnahmen zuschalten. Außerdem historische Sternenkarten überlagern.
Im unteren Rand findet man Hotlinks, beispielsweise zu Bildern des Hubble-Teleskops, zu einem Spitzer-Bilderverzeichnis und einer Auflistung von Astronomie-Podcasts.
Erklärungsvideo nach dem Klick.

Wer also demnächst seine Route zum Andromedanebel berechnen lassen will, kann das jetzt tun und auf dem Weg noch etwas Käse vom Mond und einen kleinen Marsrover mitnehmen. Handtuch nicht vergessen!

[via Nerdcore] Continue reading

TED-Talk über WorldWide Telescope

Gerade läuft in US and A die 2008-Version der TED-Konferenz und es werden die ersten Videos davon veröffentlicht.

Kurzer Einschub: TED? TED steht für „Technology Entertainment Design“ und beschreibt eine Konferenz, bei der verschiedene Leute über das reden, was sie so Interessantes zu bieten haben. Heraus kommt eigentlich immer etwas absolut sehenswertes, was man auch später dann im Internet als Video tun kann.

Den Anfang der 2008er Konferenz macht Roy Gould vom Harvard Centre for Astrophysics, der ein Programm vorstellt, welches in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurde: Das WorldWide Telescope.
Wie eine Art Google Earth, nur eben nicht für die Erde, sondern für das Universum, kann man in 3D den Sternenhimmel abgrasen und immer weiter heranzoomen. Man kommt so zu Bildern von Nebeln und Galaxien und anderen astronomischen Objekten, die mit handelsüblichen Radio-, Hubble- und restlichen Teleskopen aufgenommen wurden. „The best of them“. Yeah.

Schaut nach einem tollen Spielzeug für den extremfernwehgeplagten Interstellarreiser aus.

Hier die sechs Minuten TED-Talk:

[via mrtopf.de]
Endlich wieder was für die Kategorie.

Mondbasis 2024

Vor viel zu langer Zeit war das hier ein kleines Astronomiefanblog. In Teilen zumindest.
Und weil früher ja sowieso alles besser war möchte ich das an dieser Stelle renaissancieren.

Heute nämlich hat die NASA beschlossen, eine Weltraumstation auf dem Mond zu bauen. Unglaublich, aber wahr.
Bis 2024 soll wahrscheinlich auf dem Südpol eine Basis errichtet werden, auf der Menschen dann bereits ein halbes Jahr leben können. Man plant dann, den Mars und weiter entfernte Ziele von dort aus anzusteuern.
Bis dahin ist es allerdings noch ein aufwendiger Weg. Die Space Shuttle müssen ersetzt und entsorgt, die ISS fertiggebaut werden und dann Stück für Stück Bauteile auf den Mond transportiert werden. Über konkrete Finanzierungszahlen ist bisher noch nichts nach außen gedrungen, allerdings sind bisher 104 Milliarden Dollar allein für die erste Reise zum Mond eingeplant. Das sollte die Größenordnung in etwa deutlich machen.
Man möchte, und das ganz gegen die eigentliche wir-machen-alles-alleine-und-sowieso-viel-besser-Einstellung der Amerikaner, die Besiedelung mit reichlicher internationaler Hilfe durchführen. Gespräche mit Raumfahrtbehörden werden schon geführt.

Ich finde das alles einfach faszinierend. In 20 Jahren (wird doch sicherlich alles etwas länger dauern) werden da oben, auf dem Ding was nachts so schön leuchtet, Menschen rumlaufen und sogar so etwas wie ‚leben‘.
Bleibt nur zu hoffen, dass das kein amerikanischer Käsekuchen wird. Aber die Gabeln stehen ja positiv, es sind schließlich auch genug da.

ISS mit Auge sichtbar

[08:37] Thomas: blogg mal wieder bissl astro! 🙂
[08:37] Thomas: http://www.heise.de/newsticker/meldung/74192

Gesagt, getan: Unser aller liebste Raumstation an dem Ding über uns, Himmel genannt, ist während der Sommerzeit, hauptsächlich im Juni, mit bloßem Auge erkennbar.
Erkennbar, nicht, so wie es das Bild heises oder gar die spacigen (!) 3D-Bilder auf den NASA-Seiten vermuten lassen, nein, erkennbar als kleiner, sich schnell bewegender Punkt. Aber immerhin.
Wann und wo man das rasende Objekt am Himmel sehen kann, verrät heavens-above.com, z.B. für Aachen.
Und das reicht jetzt sicherlich wieder für das ein oder andere Jahr.