Serienbefund 2013/2014

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ComedyDramaCrime/Law

  1. The Good Wife
  2. Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.*
  3. Brooklyn Nine-Nine
  4. Game of Thrones
  5. How I Met Your Mother
  6. Community
  7. Shameless (US)
  8. House of Cards
  9. Orange Is The New Black*
  10. Person Of Interest
  11. Arrow
  12. Orphan Black*
  13. The Mentalist
  14. Mad Men
  15. Sherlock
  16. True Detective*
  17. The Newsroom
  18. Homeland
  19. Arrested Development*
  20. Castle
  21. Growing Up Fisher*
  22. The Bridge (US)*
  23. Top Of The Lake*
  24. 24*
  25. Franklin & Bash
  26. Silicon Valley*
  27. Chicago Fire
  28. Treme
  29. Vikings*
  30. The Americans
  31. Burn Notice
  32. Rookie Blue
  33. Chicago PD*
  34. Black Box*
  35. From Dusk Till Dawn*
  36. Strike Back
  37. Suits
  38. Episodes
  39. Graceland*
  40. Black Sails*
  41. Banshee
  42. Believe*
  43. House of Lies
  44. Enlisted*
  45. The Blacklist*
  46. Helix*
  47. Magic City
  48. The Glades
  49. Sleepy Hollow*
  50. Californication
  51. Doctor Who
  52. American Horror Story
  53. Dexter
  54. Almost Human*
  55. White Collar
  56. The Big Bang Theory
  57. True Blood
  58. Intelligence*
  59. New Girl

»Hey Andi, sag mal, welche Serien hast du denn im letzten Jahr so gesehen? Und wie fandest du sie?«
So!

Meine Damen, meine Herren. Mein Serienbefund der letzten 16 Monate.

Wie schon in den letzten Jahren habe ich probiert, die Serien in drei Kategorien einzuteilen. Comedy, Drama und Crime/Law. Die Einteilung ist stellenweise etwas beliebig. Insbesondere gibt’s keinen Überlapp zwischen Comedy und Crime/Law; Brooklyn Nine-Nine ist deswegen ganz links bei Comedy angeordnet. Stellt euch einfach vor, dass der linke Rand am rechten Rand anschließt.12

Oben stehen die besten Serien, nach unten hin werden sie immer schlechter. Bis am unteren Rand, weiß hinterlegt, die Serien kommen, die ich gar nicht (mehr) so knorke finde.
Auf einige Serien könnt ihr im oberen Bild klicken und kommt, weiter unten, zu meinem Kommentar dazu — oder ihr scrollt einfach runter und lest euch durch. Dieses Jahr habe ich meinen Senf zu ein paar mehr Serien gegeben.
Nichts zu sagen habe ich zu den beiden Amazon-Serien Bosch und The After, weil die Serien, abseits ihrer Piloten, eigentlich noch gar nicht angelaufen sind3, und über die Neil-deGrasse-Tyson-Neuauflage von Cosmos, weil’s keine fiktionale Serie ist.
Wie immer gilt: Bei vielen Serien ist die vertikale Position nicht ganz genau festgelegt. Vermutlich würde ich mich bei (fast) jeder einzelnen umentscheiden, wenn ich nur lange genug drüber nachdächte.
Natürlich habe ich eine Serie vergessen: Masters of Sex. Würde ich knapp unter Shameless einordnen.

Neu dieses Jahr: Das Bild oben ist komplett in CSS umgesetzt. Keine statische Grafik, alles HTML. Yay! So weit es das WordPress-Theme erlaubt ist es sogar ein wenig responsive.

Unten in den Serienbeschreibungen sind ein paar spoilrige Passagen ausgeblendet. Fahrt mit der Maus drüber und sie werden angezeigt.
Wenn ihr, als Mitglieder unserer kleinen Serienjunkie-Selbsthilfegruppe, sowieso schon alle Serien gesehen habt, dann könnt ihr hier für den gesamten Text die Spoiler wieder einblenden lassen:
Alle Spoiler .

Und bevor’s jetzt zu den Einzelbeschreibungen geht: Was denkt ihr? Was habe ich massiv falsch eingeordnet? Wo stimmen wir nicht überein? Was wollt ihr, jetzt, wo ihr wisst, dass es mein Premiumgütesiegel hat, unbedingt sehen? Lasst hören!

Übrigens: Mit den []-Links am Ende jeder Serienbeschreibung kommt ihr wieder hoch zum Bild.

The Good Wife

Keine Überraschung auf Platz eins, besonders nicht für Newshow-Podcast-Seher und -Höher.
Auch in der fünften Staffel macht The Good Wife noch immer alles richtig. Ach was… es macht alles richtiger als zuvor! Die Geschichten sind immer noch tolle Überdramatisierungen und TV-Verschwirbelungen aktueller Probleme (Google, Bitcoin, NSA, Snowden, Silk Road), gepaart mit altbekannter, komplexer aber kurzweiliger Familien- und Firmengeschichte. Julianna Margulies könnte in dem großartigen Mit-Cast untergehen, wäre sie nicht selbst eine noch etwas großartigere Schauspielerin. Und als Sahnehaube oben drauf: Musik und Kamera. Immer großartig4, manchmal ironisch und genial. Bei keiner TV-Serie fällt mir so stark auf, wie Bilder, Einstellungen und Musik das On-Screen-Geschehen verstärken können. Hach.
Und… (Spoiler!) … dann machen die auch noch inhaltlich solche abgedrehten Dinger! Das mit der langwierigen NSA-Story, die in Folge eins startet und erst, so richtig, zwanzig Folgen später zur Debatte kommt, hätte die Staffel schon abgehoben. Aber nahein! Wir lassen einfach mal so einen Hauptdarsteller sterben! Eine tolle Sache. Also, für die Geschichte, jetzt.
Jedenfalls: Dieses Jahr, wie alle vorherigen Serienbefunde zuvor: Anschaubefehl!
Ich rede sonst nicht mehr mit euch. Bitte verlasst mein Blog!!1
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Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.

Der erste von zwei Neustarts – und direkt so weit oben?! Ja! Agents of S.H.I.E.L.D. gefällt mir wirklich gut.
Das war nicht immer so. Zu Anfang fand ich die Show zwar solide, aber irgendwie hat sie nicht so recht gezündet. Das Artefakt der Woche war zwar nett, aber mehr auch nicht.
Aber irgendwann gegen Episode zehn wurde die folgenübergreifende Geschichte immer fesselnder – und SHIELD immer besser. Nach Captain America 2 dann, der inhaltlich so einigen Überlapp mit Marvel-Universums-Mitbewohner SHIELD hat, wurde die Serie dann so richtig gut. Verschwörungen, Betrug, actionreiche Handlung. Und das, mit den Schauspielern, die wir in den vorherigen, langsamen Episoden schon ausführlich kennengelernt haben. Dranbleiben hat sich also gelohnt.
Die Show balanciert gekonnt im Marvel-Universum herum und nimmt sich Inspiration aus Comic und Film. Hat aber genug Identität, um selbst eine eigene, starke Geschichte auszubreiten und fortzubringen; clever verwoben mit den Ereignissen aus Captain America 2.
Auch die Schauspieler sind ganz hervorragend. Clark Gregg mimt einen wunderbaren Phil Coulson, zeitweise cool, lässig und kontrollierend wie aus einem James-Bond-esken Agentenfilm, dann aber zutiefst erschüttert und zweifelnd. Toll sind auch Fitz & Simmons, die (viel) besseren Sheldon & Leonard.
Fassen wir zusammen: Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. ist eine tolle TV-Addition zum Marvelkrams. Tolle Schauspieler, actionreiche und aufwändige Umsetzung, Story gut, ab Mitte großartig.
→ Mein Pilotreview auf Newshows.
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Brooklyn Nine-Nine

Ja, direkt der zweite Neustart 2013. Die Serie über ein New Yorker Polizeirevier und deren seltsame Insassen.
Bei kaum einer Serie habe ich in der letzten Saison so viel gelacht wie bei 99. Die Witze sind großartig! Reichen im Spektrum von plump, über albern in an awkward way, über albern in a good way bis hin zu LOLROFLWTF! Jake Peralta ist ein so bescheuerter Charakter, er grenzt an Genialität. Und gespielt ist er auch großartig. Aber das gute bei 99: Damit hört’s nicht auf. Wenn ich die Charaktere-Liste im Kopf durchgehe, fällt mir bei jeder einzelnen Figur direkt eine spaßige Szene ein. Probiert’s mal selbst: Hitchcock & Scully. Boyle. Sergeant Terry. Rosa. Holt. Santiago.
Brooklyn Nine-Nine hat das Polizei-Comedy-Genre von aus der Polizeiakademie befreit und das allein wäre doch schon was. Aber so lustig? Damit hatte ich vorher nicht gerechnet. Und noch finde ich die Fall-der-Woche-Struktur, für mich sonst eher ein meh-Faktor von Serien, auch unterhaltsam.
Anschauen.
→ Mein Pilotreview auf Newshows.
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Game Of Thrones

GoT ist eine seltsame Serie. Aufwändig produziert, toll bespielt, fantastische Geschichte. Aber bis auf ein paar pompöse Schlüsselszenen passiert die meiste Zeit irgendwie nicht so furchtbar viel5. Und eh man sich versieht, sich langsam wieder an alle Namen, Beziehungen und Bösewichte gewöhnt hat, ist die Staffel auch schon wieder vorbei und die halbe Hauptdarstellerriege entlassen. Seltsame Serie.
Aber wenigsten ist dieses Drecksblag Joffrey weg!
Furchtbar toll anzusehen und auch in der aktuellen Staffel dem Hype gerecht werdend.
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How I Met Your Mother

2014, das Jahr, in dem uns Ted dann tatsächlich noch erzählte, wie er die Mutter traf. Das Internet™ fand das Staffelfinale nicht so knorke. Ich gebe zu: Das hätte besser gekonnt. Aber ich fand’s in Ordnung.
Das Ende der Geschichte, war ein bisschen forciert und vorschnell, aber inhaltlich durchaus schlüssig und ok. HIMYM war eben die Geschichte von fünf Freunden, die Erwachsen werden, die große Liebe – oder ihr persönliches Substitut dessen – suchen. Ted ist einer dieser Freunde. Und Teds Weg zum romantischen Glück war eben kein stetiger, grader Weg, sondern ein verworrener, voll Höhen und Tiefen.
Am Ende stand sein Glück mit der Mutter. Aber das Glück war eben nicht von Dauer, sondern kam nach toller Zeit zu Ende. That’s life! Man weiß nie, was einen erwartet. Und so fand Ted, die ältere Version seiner selbst, reicher um die Erfahrungen aus der Mutter-Zeit eben wieder zurück zu Robin. Das ist nicht das Ende, das ich gewählt hätte, aber für mich ist das ein plausibles Ende.
HIMYM ist die Geschichte vom Finden dessen, was einen persönlich glücklich macht. Individuell. Für das man selbst verantwortlich ist, aber das eben auch passiert. Man kann (und sollte!) initiativ sein — und das ist der Kampf, den Ted dauernd führt! — aber ultimativ gibt es immer noch Faktoren, die unbeeinflussbar jenseits des Einzugsbereich liegen. HIMYMs spielte von Anfang an mit Zufällen und unglücklichen Wendungen (wenn Ted mit der Mitbewohnerin seiner Zukünftigen anbandelt) und den Hauptcharakteren, denen das nicht genug ist, sondern die ihr Glück selbst in die Hand nehmen.
Eine weitere Moral HIMYMs: Jeder Mensch, jedes Paar ist anders. Lilly und Marshall, immerwährend perfekt und schon seit College in Stein gemeißelt, haben trotzdem ihre ganz eigenen Hürden zu bewältigen; der leichtfüßige Barney, eigentlich am anderen Ende der Romantikskala, der davon zwischendurch aber gar nicht so überzeugt ist. Und eben Robin und Ted, die irgendwie herauszufinden versuchen, was sie überhaupt wollen, wo sie überhaupt hingehören.
HIMYM ist »Der Weg ist ist das Ziel« unter den romantischen, coming-of-age-ishen Comedys. Eingebettet in eine großartige und stilprägende Produktion6 mit legendären Schauspielern und Charakteren. Das Ende hat mich da gar nicht so sehr interessiert. Auch wenn der Titel Anderes suggeriert, HIMYM war kein Lost, bei dem in der letzten Folge die große, finale Antwort dem Rest der Serie Sinn geben soll.7 HIMYM war eine tolle Reise.
Neun Jahre konnte ich Lilly und Marshall, Barney und Ted und Robin dabei zusehen, wie sie durch den lollipopbunten Alltag stolperten, während ich über Klausuren brütete, meinen Dipl.-Phys. bekam, meine Doktorarbeit startet — und auch mein Glück8 fand.
Danke dafür. Es war eine tolle Zeit.9
Um von diesen schmalzigen Endzeilen wieder runterzukommen, schaut doch bitte kurz dieses beiden GIFs: 1 & 2. Danke.
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Community

Die vorletzte, vierte Staffel von Community war nicht so das Wahre. Die Show war immer noch ansehbar und unterhaltsam. Aber den Weggang Dan Harmons hat man gemerkt.
Ein Glück kam er zurück für eine fünfte Staffel! Und die war direkt ein riesiges Stück besser und kehrte fast zu alten Höhen zurück. Fast, denn auch wenn die Serie einen guten Job ohne Troy macht – eigentlich gehört der dazu. Für mich mehr noch als Pierce.
Ich hoffe, dass Community auch nach der frischen Absetzung von NBC noch irgendwo eine sechste Staffel spendiert bekommt. Keine andere Serie vermag es so wie Community, andere Filme und Genres zu porträtieren.10 Dabei noch mit reichlich Meta-Elementen, Selbstreferenzen und Massen-inkompatiblem Nerd-Humor.
TV braucht eine Serie wie Community! #moreseasonsandmovies
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Shameless (US)

Shameless ist die abgefuckteste, aber zugleich auch ehrlichste Familienfernsehserie, die ich kenne. Natürlich ist die Show maßlos übertrieben und bis ins Letzte überspitzt. Aber im Kern dreht sie sich letztlich um die alltäglichen Probleme der Familie Gallagher & Co.
Shameless ist ein potenzieller Kandidat, um am 24-Syndrom zu leiden. Damit die Serie interessant bleibt, muss die Geschichte von Staffel zu Staffel immer extremer werden. Aus der Autobombe, wird die Atombombe, aus Schläfer-Wachsoldat wird der Schläfer-Präsidentenberater. Für 24 war das irgendwann zu viel. Aber, zum Glück, bei Shameless funktioniert das noch. Die Story der einzelnen Charaktere wird spaßig weiterentwickelt. Nur Fionas Rückfall fand ich ein wenig too much.
Bitte noch viele weitere Staffeln mit kreativen Wendungen.
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House Of Cards

House of Cards ist ein ganz eigenes Kaliber Fernsehen.11 Die Geschichte ist komplex, voll Politik und subtiler Taktierung. Aber man muss gar nicht alles bis ins aller letzte Detail nachverfolgen um die Optik und das Gefühl der Show wertzuschätzen. Und natürlich Kevin Spacey! Und Robin Wright!
→ Mein Pilotreview bei Newshows.
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Orange Is The New Black

Überrascht hat mich diese Netflix-Serie über den Gefängnisbesuch von Piper Chapman. Hatte ich, unter House Of Cards und Arrested Development, gar nicht so recht auf den Schirm. Umso toller war dann Show. Eine außergewöhnliche Story, erzählt von einer tollen Hauptdarstellerin. Macht Spaß. Und kommt zum Glück bald Staffel zwei.
→ Was ich auf Newshows dazu schrieb.
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Person Of Interest

Keine andere Show bringt so langsam und so subtil die übergreifende Geschichte voran, wie POI. Geht’s gerade noch um einen schwerwiegenden Mordfall, ist man auch schon mitten in einer neuen Verschwörungsaufklärung. Ohne, dass man’s merkt.
POI ist ein echter Slow Riser. Die Show war am Anfang etwas mäßig. Nicht schlecht, aber eben auch nicht so richtig interessant. Aber Stück für Stück, eben auf diese gemeine subtile Art und Weise, wurde es immer besser. Die übergreifende Geschichte immer wichtiger und interessanter. Und, zack, war man mitten drin, mit Herold und Reese und Carter und Fusco und Shaw.
POI ist die zweite Serie des letzten Jahres, die einfach mal so einen Hauptdarsteller umbringt. Wie bei der anderen Serie, auch hier ein genialer Schachzug, der zwar im ersten Moment erstmal blöd ist, die Geschichte aber ungemein nach vorne bringt und interessant hält. Und wie man immer wieder, indirekt, Parallelen zwischen der Maschine und der NSA-Maschinerie sehen kann, ist ebenfalls großartig.
POI ist eine Action/Crime-Serie, die man schnell mit YAP (Yet Another Procedural) verwechseln könnte. Aber das wäre aber falsch. POI ist nämlich ganz eigen und liebevoll geschrieben. Großartig.
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Arrow

Auch in der zweiten Staffel ist Arrow immer noch sehr unterhaltsam. Man hat gute neue Charaktere eingebracht und ist ,als dritte Serie im Bunde, andere losgeworden. Auch von der Story her war die zweite Staffel gut, Slade ein guter Bösewicht. Ein zweites Mal hab ich Arrow die Zerstörung von Starling City noch abgekauft. Für das Ende von Staffel drei sollten sie allerdings noch mal in die Kreativkiste greifen.
→ Mein Pilotreview, damals bei Newshows.
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Orphan Black

Eine echte Überraschung letztes Jahr, diese Serie des (vergleichsweise) kleinen BBC Americas. Tatiana Maslany! Die Hauptdarstellerin spielt die fünfunddrölfzig Hauptrollen dermaßen großartig…! Wow!
Abzüge gibt’s eigentlich nur für die etwas uninspiriert wirkende, aktuell laufende zweite Staffel. Aber solange Maslany dabei ist, würde ich vermutlich auch eine Häkelshow gucken.
Pilotreview.
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The Mentalist

Red John is dead! Oh. Spoiler! Sorry.
Die Show um Patrick Jane macht weiter ohne die traditionelle Red-John-Storyline. Ohne rotfarben-betitelte Folgen. Die sind jetzt vielfarbig und mit neuer FBI-Arbeitsgruppe. Zu meiner Überraschung funktioniert das erstaunlich gut. Jane löst seine Fälle auf altbekannte täuschende Art und Weise und hat dank neuem Setting neue Mitstreiter /-opfer und frische Randbedingungen.
So gut ich’s auch finde: All zu viele Staffel gebe ich der Show nicht mehr. Wenn Jane nicht bald einen neuen, großen Fall zur Seite kriegt, muss es inhaltlich doch schon bald wiederholend werden12.
Überhaupt, das wäre doch eine tolle Idee: The Mentalist orientiert sich an den vielen erfolgreichen Crime-Serien des letzten Jahres, die sich pro Staffel ausschließlich um einen einzigen großen Mordfall kümmern, und lässt in der ersten Hälfte der nächsten Staffel akribisch eine große Verschwörung eines Menschenhandelrings auffliegen.
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Sherlock

Sherlock, immer noch toll, wegen der hervorragend Schauspielern, wegen der Art der Darstellung der Geschichte. Aber in der letzten Staffel, Story-mäßig dann doch etwas dünn, fand ich. Kann dann bitte wieder so genial wie vorher werden.
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True Detective

Was ein Schauspiel! Im positiven Sinne. Es macht furchtbar viel Spaß, Woody Harrelson und Matthew McConaughey zuzusehen. Insbesondere Letzterer hat sich mit der Serie in meinem Ansehen hochgespielt13. Und, wie wir alle wissen, ist es das, was jeder Hollywoodschauspieler im Innersten erstrebt.
Der Fall an sich war tatsächlich eher so lala. Es war halt ein Mord-Entführungs-Fall, der sich über Jahrzehnte und die gesamte Staffel streckte. Wenn auch ein krasser Fall. Aber wie True Detective umgesetzt wurde — die Bilder Louisianas, die Kameraeinstellungen beim Porträtieren der verschiedenen Protagonisten, die Autoszenen!, auch die Verzahnung der verschiedenen Zeitlinien — toll. Ich freue mich auf die zweite Staffel. Und dann, vielleicht, ein klein bisschen schnelleres Erzähltempo. ok?
→ Mein Pilotreview drüben.
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Arrested Development

Hey Andi, warum steht Arrested Development denn so weit unten bei dir?
Weil ich die Staffel konfus fand.
Versteht mich nicht falsch: Die Netflix-Staffel von Arrested Development war großartig. Gespickt von hochwertigem und komplexen Nerd-, Insider-, Wortspiel- und Sowieso-Humor. Eine bescheuerte Aktion jagt die andere. Und auch die Erzählart fand ich prinzipiell ganz gut. Aber irgendwie war es mir dann, in der praktischen Ausführung, doch etwas zu wirsch.
Trotzdem war es entzückend, Michael samt Familie wiederzusehen.
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Growing Up Fisher

Growing Up Who!?
Eine der wenigen guten Serienneustarts der letzten Saison. Hatte ich so nicht auf dem Schirm — und so geht’s vermutlich auch den meisten Lesern. Ist leider auch schon abgesetzt.
Growing Up Fisher ist eigentlich eine Standard-Familien-Serien. Der Spin: Der Familienvater ist blind. Aber auch darüber hinaus ist die Show erfrischend unklischeeig und ehrlich. Gefiel mir und hatte Potenzial. Aber anscheinend keine Zuschauer.
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Castle

Castle und The Mentalist sind für mich eine Kategorie. Shows, die ewig laufen, die ihre Serienmitte gefunden haben und das Erfolgskonstrukt nur vorsichtig anfassen. Castles Ent-Red-John-isierung, das serienmarkerschütternde Ereignis der letzten Staffeln, war das Zusammenkommen des Detektivgespanns.
Während The Mentalist mir im Moment hervorragend gefällt und auch mit der neuen Struktur Spaß macht, geht mir Castle ein wenig zu zäh voran. Das ewige Castle-Beckett-Karussel dreht sich zu langsam weiter für meinen Geschmack.
Auch Castles unterhaltsame Form, Mordfälle als Persiflage anderer Filme, Serien und Comics zu erzählen, beginnen sich zu wiederholen. Das ist nicht gut.
Trotzdem: Immer noch schaue ich die Show gerne. Allein schon um das wöchentliche Outfit Becketts auszulachen. Wirklich, wer ist deren Kostümbeauftragte?!
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The Bridge (US)

FXs Remake des Dänischen Originals14 hat mir gut gefallen. Ein komplexer Fall15, gute Schauspieler, eigenartige Charaktere, viel Gesellschaftskritik. Und spannend.
Diane Kruger’s Darstellung von Det. Sonya Cross war anfänglich gewöhnungsbedürftig, der autistische Touch war mir etwas zu seltsam. Aber irgendwann ging’s. Gewöhnungssache.
Jedenfalls: Ich freue mich auf die zweite Staffel. Soll bald starten. Startet am 9. Juli.
Auf Newshows.
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Top Of The Lake

Eine weitere Single Case Show. Eine weitere Show, die mir vor Ausstrahlung nicht bekannt war.
Ein intensiver und spannender Fall, getragen von neuseeländischer Landschaft und Elisabeth Moss. In etwa, wenn Stieg Larsson The Killing geschrieben hätte.
Solltet ihr euch anschauen. Sechs Folgen. Das war’s. Eine zweite Staffel gibt’s nicht.
Pilotreview.
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24

24 ist zurück. Für eine 24/2-Episoden-lange Staffel. Inhaltlich bin ich noch nicht so sicher, ob die Staffel an die alten Qualitäten der frühen Staffeln anknüpfen wird. Aber seit dem eigentlichen Ende hat sich viel getan, bei der von 24 porträtierten Geschichtsnische (Snowden, Drohnen, Afghanistan, Bin Laden, …). Und man scheint einiges davon aufzugreifen. Gut!
Warum ich 24 hier aber erwähnen möchte: Mir war gar nicht mehr klar, wie stilprägend die Art von 24 war! Die verschiedenen Kameras, durch Fensterscheiben hindurch filmen diesen Doku-Look geben. Die Qualität der Bilder. Die (pseudo-)actionhaften Kamerafahrten. Ich finde das toll bei der aktuellen Staffel. Ein bisschen so, wie nach einem langem Urlaub zurück nach Hause kommen.
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Silicon Valley

Eine Serie über ein Startup im Silicon Valley. Mit lauter Internet- und Entwickler-Humor und verrückten Charakteren. Gefällt mir. Ist völlig anders als die üblichen, dramatischen Serien, aber für uns Internetmenschen™ nicht minder unterhaltsam. Highlight: Christopher Evan Welch als Peter Gregory. Und ein hübsches Intro. Vielleicht derzeitig das zweithübscheste nach Game Of Thrones.
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Treme

Treme ging leider dieses Jahr zu Ende. Stilecht, passend zur Serie, ohne großes Brimborium. Ich schrieb das ja hier schon: Treme war toll. Die Kultur, das New-Orleans-Feeling, die verschiedenen Charaktere.16
Ich freue mich auf das nächste Projekt von David Simon, Manhunt, über das Lincoln-Attentat.
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Vikings

Wer hätte gedacht, dass Geschichte so unterhalten könnte? Nungut, Vikings ist stark übertrieben, vermutlich so stark dramatisch überzeichnet, dass selbst Neal Caffrey das darunter liegende Gemälde nicht mehr erkennen könnte.
Trotzdem / gerade deswegen funktioniert Vikings. Ungeschönte, dreckige Bilder aus dem frühmittelalterlichen Skandinavien. Protagonist Ragnar, der aber alles andere als gerechter Herrscher ist. Auch das, plausibler Teil der schmutzigen Wikingerwahrheit. Ein Glücksgriff für den History Channel.
→ Mein Pilotrückblick auf Newshows.
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Suits

Suits, Suits, Suits. Die Serie hat so viel Potenzial! Grandiose Schauspieler. Ein tolles Setting.
Und dann drehte sie sich eine komplette Staffel nur um sich selbst. Serienmasturbation, sozusagen. Das ging mir gehörig auf den Senkel. Hier ein Hintergehen, dort eine Intrige. Puh.
Zum Glück wurde das in der aktuellen Staffel besser. Wenn das so bleibt, dann Stufe ich die Serie in meiner Liste nächstes Jahr auch wieder hoch. Dieses Jahr sind Aus-Prinzip-Strafpunkte. So.
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Graceland

Eine Serie über ein Haus voller Undercover-Agenten, bei dem die Bewohner auch nicht so ganz koscher sind. War gute Unterhaltung im letzten Sommer. Das Ist-er/Ist-er’s-nicht–Hin-und-her war, zu meinem Erstaunen, nicht langweilig. Mal sehen, ob das auch so bei der zweiten Staffel bleibt.17
Review auf Newshows.
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Black Sails

Die Prämisse fand ich toll. Eine Piratenserie! Arr! Das hatten wir noch nicht.
Letztendlich drehte sich die Show leider viel zu austauschbar um die verschiedenen Ebenen von Hintergehung, Hintermrückenhandel und Hinrichtung. Das Setting auf der Schatzinsel war ok, aber ich hatte mir mehr erhofft. Mehr Schiffskampf, mehr Überfälle.
Newshows-Pilotreview, bei dem ich das noch was anders sah.
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The Glades

The Glades ist leider abgesetzt. Schade.
Vermutlich war die Serie schlussendlich einfach zu profillos. Nicht schlecht, ich fand sie sogar sehr unterhaltsam (wegen Matt Passmore), aber eben auch nicht besonders genug.
Nur: Bitte A&E… Absetzen? Nach so einem Staffelfinale? Das ist doch geradezu grausam!
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American Horror Story

AHS ist so eine Sache. Jede Staffel ist furchtbar toll produziert und sieht optisch blendend aus. Soviel Detailtreue legen Ryan Murphy und Brad Falchuck da hin… Wow!
Aber leider sind die Geschichten furchtbar doof! Langweilig. Vorhersehbar. Over the top. Und an den Haaren herbei gezogen. Irgendwann funktioniert das Suspension of Disbelief eben nicht mehr… Und bei AHS schon relativ bald…
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Almost Human

Meine große Enttäuschung unter den letztjährlichen Neustarts. Ich hatte große Hoffnungen auf Almost Human gesetzt. Interessante Schauspieler (Karl Urban, Michael Ealy, Minka Kelly), bekannte Produzenten (J. H. Wyman, J.J. Abrams, Bryan Burk) und eine futuristische Story mit Androiden.
Geliefert haben sie ein langweiliges, weil unspannendes Cop-Drama(chen), das die Zukunftsumgebung zu wenig ausnutzte und auch mit keiner folgenübergreifenden Geschichte die mittelmäßigen Fälle der Woche überdecken konnte. Und dann hat FOX die Folgen auch noch in falscher Reihenfolge ausgestrahlt…
Ich bin enttäuscht. Ist auch abgesetzt…
Newshows-Review, bei dem ich noch guter Dinge war…
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Intelligence

Von Intelligence bin ich ebenfalls enttäuscht. Ich hatte mir das etwas ernstere Remake von Chuck vorgestellt, mit Sawyer in der Hauptrolle.
Von wegen.
Die Show war voller flacher Dialoge, inkonsistenter Story und viel Facepalm. Schade.
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New Girl

Blablablabla. So habe ich während der aktuellen Staffel gefühlt. Jess nervt einfach nur noch. Ich habe irgendwann aufgehört zu schauen. Ich denke, die Show ist zu Ende erzählt. Ich hoffe es…
[]

  1. So, als würde man das Bild aufrollen und die beiden Ränder mit Digitalkleb 200 zusammenkleben. []
  2. Für nächstes Jahr habe ich da eine Idee, die’s aber ganz schön kompliziert machen könnte. Wir werden sehen. []
  3. Ich fand sie aber gut. []
  4. Wiederhole ich mich? []
  5. Natürlich bei Weitem noch nicht auf Mad-Men-Niveau. []
  6. Die Rückblenden, schnellen Schnitte, Ausschweifungen. Das ist HIMYM! []
  7. Und auch bei Lost war das weniger wichtig, als wir der Serie im Nachhinein zugestehen. []
  8. <3. []
  9. Schluchtz. []
  10. Interessanterweise: Die zweitbeste Genre-Hommage-Serie ist Castle. Oder vergesse ich gerade eine? []
  11. Also, genau genommen, ist es gar kein Kaliber Fernsehen. Eher Internetsehen?! []
  12. So viele unterschiedliche Geschichten kann es doch einfach nicht geben, oder? []
  13. Jetzt fehlt nur noch, dass die Katherine-Heigl-Serie nächstes Jahr gut wird! []
  14. Das habe ich übrigens nie gesehen… Jaja, ich weiß. So many shows, so little time. []
  15. Haben wir denn jetzt eigentlich einen Namen für diese Art Serie? Single Case Show? []
  16. Ist euch eigentlich aufgefallen, in wie vielen Serien Michial ›Sonny‹ Huisman in letzter Zeit zu sehen ist? Nashville, Game Of Thrones, Orphan Black… Steve ›DJ Davis‹ Zahns Karriere ist nach dem Absetzen von Mind Games hingegen nicht so erfolgreich. []
  17. Startet am 11. Juni. []

5 Gedanken zu „Serienbefund 2013/2014

  1. Mein persönlicher Tipp ist ja die neue Serie Fargo, die sich sehr eng an den Film von ’96 anlehnt und bei gleicher Stimmung, aber eine ganz andere Geschichte erzählt. Mit Billy Bob Thornton und Bilbo in den Hauptrollen. Sehr trockener Humor, anfangs etwas seicht plätschernd nimmt die Serie jetzt richtig Fahrt auf. Kann kaum auf die nächsten Folgen warten.

  2. Interessante Bewertungen, aus denen ich den Schluss ziehe, dass ich mir bald (endlich) mal The Good Wife, Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. und das mir bis gerade gänzlich unbekannte Brooklyn Nine-Nine geben sollte. Bin eh noch auf ner Suche nach nem würdigen 30-Rock-Nachfolger und da klingt das ganz spannend.

    Funfact: Das wir unsere Serienwahl regelmäßig an deinen Empfehlungen ausrichten, dürfte ja allgemein bekannt sein. Dennoch hier der Bildbeweis: http://cl.ly/Vcwk 😉

    1. Löblich, löblich! Lass dann mal hören, wie’s dir gefällt. Bei SHIELD musst du ein paar Episoden durchhalten! Aber das lohnt sich. Und schlecht ist’s eigentlich auch zu Beginn nicht.

  3. Wow, du hast ja mal wieder ganze Arbeit geleistet! Ich mache es andersrum wie @eay und habe anhand deines Guides Serien aussortiert, die ich ursprünglich mal gucken wollte aber eigentlich eh keine Zeit habe und es sich anscheinend dann auch nicht lohnt, das noch aufzuholen.

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