Quantified Self: September 2013

  • 60,5 offene Chrome-Tabs

    Mehr dazu im Github-Repository chromeProcesses. Im Durchschnitt.
    Seit September läuft bei mir im Hintergrund ein kleines Skript, das die Anzahl der Chrome-Tabs notiert. Die Auswertung ergab: Im Durchschnitt habe ich ca. 60,5 Tabs in Chrome geöffnet. Tabs sind so etwas wie To-Do-Listen bei mir.
    Schaut man sich die Punktewolke an, erkennt man, dass es neben kurzfristigen Schwankungen in der Tabanzahl auch überlagernde Berge und Täler gibt.
    Die kurzfristigen Schwankungen sind vermutlich Artikel, die ich mir in einer Surf-Session zum späteren Lesen geöffnet habe und dann langsam abarbeite. Die größeren Unterschiede in der Zahl sind mehr oder minder ähnlich: Artikel, Videos, Links, Texte die ich offen lasse, um sie irgendwann später weiter zu bearbeiten — sei es zu lesen, zu twittern, zu mailen, oder zu bloggen1.
    Die Auswertung habe ich in Python gemacht, das ich dafür erst einmal etwas besser kennen lernen musste.2 Gefällt mir gut!
    Die Python-Skripte sowie alles andere Notwendige (wie das Tab-aufnehmende Shell-Skript) findet ihr in einem frisch eingerichteten Github-Repository: AndiH/QuantifiedSelf.

  • 460 000 Tastenanschläge

    Heatmap 15 000 pro Tag. Das ist eine Taste alle 5 Sekunden.3 Ich schaffe ca. 150 Wörter pro Minute, wenn ich (deutsche) Fließtexte schreibe.4
    Gemessen habe ich das mit Typingstats, einem kleinen Tool aus dem Mac-App-Store, das die Tastaturanschläge aufzeichnet.
    Mit über 40 000 Anschlägen ist die Leertaste, oh Wunder, die am häufigsten von mir getroffene Taste im September. Danach kommt das E (32 000), schließlich schreibe ich meistens deutsch und eher selten türkisch oder portugiesisch. Es folgt Shift, danach: A, S, I, N.
    Letzteres ist interessant: Die Reihenfolge der Buchstaben anhand ihrer Benutzungshäufigkeit im Deutschen ist E, N, I, S, R, A. Insbesondre A und S sind bei mir anders platziert. Deren Position trifft eher auf die Verteilung im Englischen zu — obwohl ich doch einiges in Englisch schreibe halte ich das allerdings für Zufall.
    Tastenanschläge pro Tag im SeptemberDie Anschläge pro Tag lassen erkennen, wann Wochenende ist und ich nicht ganz so viel auf der Tastatur rumhaue, wie sonst. Geschätzt: an einem üblicher Wochentag schreibe ich 2 bis 3 Mal soviel wie am Wochenendtag.
    Auch zu der Auswertung habe ich angefangen, Python-Skripte zu schreiben (→ Repository). Da steht auch, wie ihr die Daten aus Typingstats.app rauskriegt. Ich bin mit den Skripten nicht ganz fertig geworden, daher gibt’s auch ein Google Spreadsheet mit Daten und Graphen.

  • 119 kWh Strom verbraucht

    Stromverbrauch September 2013 Gleicher Wert wie im Juli.5 12 kWh davon allein am Samstag, 7. September. Waschtag.

  • 21 Blogposts geschrieben

    Verteilung: Keine hier, 13 über Serien bei Newshows, 8 über meine Promotion.

  • 291 000 Schritte gelaufen

    Schritte und Stockwerke im September Gemessen mit meinem Fitbit. Leicht mehr als im Juli (1 000 Schritte).
    Allerdings fallen 21 000 Schritte allein auf den 5. September. An dem Tag bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren (beide Strecken insgesamt ca. 70 km)6 und der Fitbit hat irgendwas gemessen, aber keine Schritte. Bereinigt um die 21 000 Schritte legte ich 270 000 Schritte zurück, also 20 000 weniger als im Juli. Der zweitaktivste Tag im September war am 28. — da war ich auf einem Beachvolleyballturnier der Pfadfinder und habe mich tatsächlich bewegt.7
    Die meisten Stockwerke bin ich (abseits der Fahrradtour) am 15. hochgestiegen. Der Tag nach dem Jubiläumsfest der Langerweher Pfadfinder und ich bin vermutlich beim Aufräumen ziemlich häufig auf den Dachboden zum Materiallager gelaufen.
    Durchschnittlich bin ich im September (inkl. Fahrradtour) 9715 Schritte pro Tag gelaufen, ca. 2715 mehr als mein gesetztes Wochentagsdurchschnittsziel. Pro Tag bin ich durchschnittlich 22 Stockwerke hoch gestiegen, ca. 672 Stockwerke insgesamt (inkl. Fahrradtour).
    Mit dem grobpersonalisierten Fitbit-Umrechnungsfaktor bin ich im Monat 216 km gelaufen.
    Die Daten für September habe ich in ein Google Spreadsheet gepackt.

  • 1 254 E-Mails erhalten

    15 Mails weniger als im Juli (1,2%). Lustig, wie konstant das ist.
    892 Mails gingen an meine GMail-Adresse, 213 an die dienstliche, 127 an die Twitter-Adresse. Im Juli waren es anstelle der 892 Google-Mails noch 948, dafür aber nur 167 Dienst-E-Mails. In Prozent: Die (privaten) Mails an meine Google-E-Mail-Adresse sind um 6% zurückgegangen, während ich 28% mehr Physik-E-Mails bekommen habe. Vielleicht habe ich also mehr gearbeitet letzten Monat. Vielleicht.
    Gesendet habe ich im September insgesamt 236 E-Mails: 148 über GMail, 88 vom FZJ. 40% bzw. 16% mehr als beim letzten Messen.

  • 24 Büro-Kaffees getrunken

    Das ist erschreckend wenig!
    Ich war eine Woche lang auf einer Konferenz in Bochum, aber auch bereinigte 24·4/3=32 Kaffees wäre noch erschreckend wenig!

  • 210 Musikstücke gehört

    Verteilung der gehörten Musikstücke Das ist zumindest die Anzahl derer, die auch an last.fm gescrobbelt wurde. I Am Legion, Bloc Party, Avicii sind die Künstler, die ich im September am meisten gehört habe. Kein Album von denen ist mir allerdings sonderlich ans Herz gewachsen.
    Musik höre ich mittlerweile üblicherweise über Rdio. Dort führe ich in Form von Playlisten auch Protokoll darüber, was ich in der Woche höre. Hier sind Playlisten der Kalenderwoche 36 und 38.

  • 270 Tweets abgeschickt

    Knapp 70 mehr als im Juli. Ca. 9 Tweets pro Tag.
    Leider ist die Webseite kaputt, mit der ich letztes Mal die Statistiken angezeigt habe. Für’s nächste Mal habe ich dann ein paar interessante Skripte zur Selbstauswertung parat. Versprochen.

  • 429 Klicks auf meine Twitter-Links

    Am meisten geklickt wurde auf mein animiertes GIF vom Monatsprogress der FAIR-Baustelle (Groß), am zweitmeisten auf ein Bild vom DE-CIX-Knoten, bei dem man einen kleinen Peak sehen konnte, als iOS 7 raus kam.8 Gezählt wurden die Klicks auf die von bit.ly gekürzten Links.

  1. Seit Mitte Oktober wieder. Allerdings: Wer weiß, wie lange noch… []
  2. Vorher konnte ich: print("Hallo Welt") []
  3. Wenn man acht Schlafstunden von den 24 Stunden eines Tags abzieht, dann ist’s sogar eine Taste alle 3,5 Sekunden. []
  4. Ein Wort sind in der Metrik des Aufzeichnungsprogramms fünf hintereinandergetippte Zeichen. []
  5. Aber das ist nicht immer so… Echt jetzt. []
  6. Runkeeper-Tracking: Hinweg, Rückweg []
  7. Zwei Stunden im Sand rumhüpfen macht übrigens ganz schön Muskelkater. []
  8. Bild ist mittlerweile leider nicht mehr da. []

10 Gedanken zu „Quantified Self: September 2013

  1. Coole Statistiken! Das ruft wieder die Lust bei mir, sowas auch mal anzugehen. Mal gucken, ob ich wirklich dazu komme oder es wieder eines der vielen Projekte wird, die im Sand verlaufen.

    1. Wenn meine Skripte mal besser laufen, dann wird’s vielleicht was einfacher. Mein Ziel ist, zumindest für Typingstats und die chromeProcesses, eine Kette von Skripten zu haben, die alles automatisch erledigen.
      Ich sag dann Bescheid. Du wirst mein Beta-Tester ;).

  2. Moin!

    Schon ziemlich cool, bin immer wieder beeindruckt wie einfach es klingt die Daten einzusammeln.

    Naja, melde mich gern als weiterer Beta-Tester – allerdings mit der Schwierigkeit, dass ich nahezu null Ahnung vom Programmieren habe. 😉

    Cheers,
    Matthias

    \m/

      1. Gern!

        Was übrigens noch eine coole Statistik wäre: wie oft mein Kopf auf die Tastatur knallt! Kann man vielleicht auch über Typingstats rausbekommen…wenn mehrere Tasten gleichzeitig….na egal. Das könnte man dann vielleicht mit E-Mails von bestimmten Absendern oder der Betriebszeit des Laptops korrelieren und auf katastrophale Kundenmails (head to desk) oder Schlafmangel abstellen. 😉

        \m/

    1. Hihi. Gut zu wissen ;).
      Sind Fußweg-Mikromort innerstädtisch eigentlich identisch zu ländlichen Fußweg-Mikromort? Laufen im Stadtverkehr ist doch viel gefährlicher.

      1. Jau, und Indien ist sicherlich noch einmal krasser. Aber ich befuerchte es ist ziemlich schwierig da verlaessliche Statistiken zu zu finden.

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