Jetzt neu: GEZ-Logik

Ihr kennt das ja. Man ist mit dem Fahrrad so gerade noch der Schnecke ausgewichen, hat dabei den Bügersteig mitgenommen und mit dem Lenker einen blauen Fleck ins Knie geschlagen. Und trotzdem hat man ein schlechtes Gewissen.
Immerhin hätte man mit dem Fahrrad ja auch einen Wal überfahren können!

Für diesen Zustand gab es bis dato noch keine beschreibende Theorie. Niemand hat sich ernsthaft mit diesem Phänomen des alltäglichen Lebens auseinandergesetzt.
Aber das ist von heute an vorbei.
Ich, immer ganz vorne beim Forschung und Finden neuer Thorien und Logismen, bin stolz euch diese Kluft, diesen weißen Fleck der Logiklandkarte zu füllen.

Aus geheimen Forschungslaboratorien irgendwo in Köln präsentiere ich: GEZ-Logik!

Die GEZ-Logik beschäftigt sich ausschließlich mit dem „Was könnte“-Prinzip und versucht jede erdenkbare Situation nach diesem Prinzip zu maximieren1.

Hier die neuesten Ergebnisse und Forderungen der GEZ-Logik-Forschungsgruppe.

  • Der Besitz von Schaufeln ist mit Gefängnisstrafe zu bestrafen. Schließlich besteht die Möglichkeit mit einer Schaufel Kopf, Hände, Arme, Füße und Beine abzuschlagen. Außerdem könnte man dem Nachbarn ein gemeines Loch buddeln.
  • Ebenfalls ist der Besitz von Haaren mit Freiheitsstrafe aufzuerlegen. Mit genügender Anzahl Haare lassen sich Menschen und Tiere erwürgen.
  • Für Augen ist eine Gebühr von 12,30 Euro zu entrichten. Man kann damit schließlich Kinofilme ansehen. Und TV.
  • Telefone sind zu verbieten – immerhin besteht die Möglichkeit, 9Live anzurufen.
  • Sterben ist zu unterlassen, man muss Leichenfledderer ja nicht herausfordern!
  • Das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor ist ebenfalls zu verbieten. Schließlich fördert man damit die nächste Ölkrise, Finanz- und Wirtschaftskrise und den nächsten Krieg. Autofahren ist also alles andere als ein Kavaliersdelikt! Es wird die doppelte Todesstrafe vorgeschlage. Mindestens.
  • Das Hören von Musik ist äquivalent zum Raubkopieren selbiger.2
  • Schmetterlingen ist es verboten, in Australien einen Flügelschlag auszuführen. Das könnte zu Orkanen bei uns führen.
  • Sternschnuppen sind in den nächsten fünf Jahren allesamt im Weltraum einzufangen. Pferde könnten auf der Weide davon erschreckt werden, die Wachhunde zum Bellen bringen, was schließlich den Farmer aus seinem Bett fallen lässt, der Hunde samt Pferde beruhigen muss, am nächsten Tag unausgeschlafen ist und morgens auf dem Weg beim Milchholen3 einer Schnecke ausweicht, gegen den Bordstein kommt und schließlich einen Wal überfährt. Und Walüberfahren ist ja strengstens untersagt.
  • Kreise sind verboten. Sie laden förmlich zur Quadratur ein. Und wer erst den Kreis quadrieren will, der ist auch weiß Gott zu Schlimmeren fähig!
  • Bei Besitz eines Geschlechtsteils ist die sog. Toys’r’us-Gebühr zu entrichten. Außerdem der Standardsatz nach §320b an das Hipp-Konsortium.
  • Außerdem schlagen wir dringend vor, eine Gebühr für Computer einzufordern. Immerhin ist es damit möglich, öffentliches Radio und Fernsehen zu konsumieren. Die Gebühr ist, wenn möglich, weltweit einzuziehen.

Ich erbitte weiter Forschungsergebnisse in die Kommentare zu entrichten.

  1. In Absurditätseinheiten, natürlich. []
  2. Gut, das ist jetzt gar nicht mehr so fiktiv… []
  3. Pferdefarmer, er hat keine Kühe. Auf denen ist das Reiten so anstrengend. []

4 Gedanken zu „Jetzt neu: GEZ-Logik

  1. Flugzeuge sollten ebenfalls verboten werden, insbesondere das Fliegen mit selbigen. Das kann nämlich zum Jetlag führen, so dass man total übermüdet über den Bürgersteig wandelt und dabei einschlafen kann. Es ist nun ein leichtes, einem vorbeischwimmenden Wal ins Maul zu fallen, der, weil er bisher nur Krill gewöhnt ist, sofort einen Todeskampf um das Ersticken führen muss und dabei auf dem Bürgersteig liegen bleibt, wo er dann von einem Pferdebauern überfahren werden kann.
    Mein Vorschlag: Der Besitz eines Flugzeuges wird mit der Auflage bestraft, für jeden Sitzplatz einen Wal zu pflanzen und das Fliegen mit 3,14-facher Todesstrafe und 42 Tagen sozialer Arbeit.

  2. Verbot von AachenRegen, denn:
    Zuviel Regen führt zu temporärer Überschwemmung von normalerweise nicht-überschwemmten Gebieten. Dadurch ändert sich ebenfalls temporär die Möglichkeit für Wale, an anderen Orten ihr Quartier zu beziehen. Werde diese jedoch vom spontanen Rückgang der temporären Überschwemmung überrascht (weil es Walen in Düsseldorf einfach so gut gefällt (weil die Japaner dort nicht mit Harpunen ausgestattet sind…) und verpassen zurück in den Pazifik zu schwimmen), besteht noch eine viel höhere Wahrscheinlichkeit P({Wal wird Überfahren})>1 von einem Radfahrer überfahren zu werden.
    Deswegen ab jetzt kein AachenRegen mehr!

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