Musikkritiken als bunte Diagramme

Noch gar nicht so lange her, da hat sich die Blogosphäre an der Darstellung von Songs mit Hilfe von Diagrammen erfreut. Wirklich schöne, witzige und intelligente Graphen und Torten gab es da zu bewundern .
Bei meiner Recherche für die last.fm-Statistiken-Serie lief mehr etwas durch das WLAN-Kabel, das in eine ähnliche Richtung geht. Und mir bis jetzt völlig unbekannt war.
Andrew Kuos Diagrammkritiken und -meinungen.

BildAndrew Kuo ist ein Künstler, der für die New York Times und für sein eigenes Blog schreibt zeichnet. Wenn andere Leute sagen „Besonders das zweite Lied auf der neuen Platte von Dingsdibums hat mir gut gefallen. Das erste war allerdings relativer Mist“, dann malt Andrew Kuo ein farbenfrohes, eckiges Etwas hin, was seine Meinung zu Dingsdibums in Diagrammform repräsentiert.

BildWas dabei heraus kommt ist wirklich grandios. Meistens braucht man einen Augenblick, bis man verstanden hat, was da aufgezeichnet ist. Denn mit den unterschiedlichen Beschriftungen und Verweisen und Farbgebungen muss man sich immer neu zurechtfinden1. Manchmal wird man aber, je länger man auf die Zeichnung schaut, nur noch verwirrter. Dann ist das Restherausfinden fast schon eine Knobelei (und umso interessanter).
Immer aber finde ich die Diagramme bestaunenswert.

Diese beschränken sich nicht nur auf Plattenkritiken, es kommt auch vor, dass er einen Kinofilm, ein komplettes Konzert, oder sogar die letzten fünf Morrissey-Konzerte graphisch darstellt.
Besonders lustig wird es, wenn andere seine Kritiken wiederum mit Diagrammen kritisieren .

Ich finde das wirklich interessant. Schade nur, dass ich einen Großteil der Künstler nicht kenne, ist des Herrn Kuo Musikgeschmack wohl eher im Hip-Hop-Bereich anzusiedeln2.

Unbedingt das Archiv des Blogs anschauen. Denn trotz dem man wenige der Künstler kennt, die Illustration ist dennoch interessant. Auch noch: Die am 11.9.07 erschienen Platten, geordnet nach Geschmack und „Analyzing Conor Oberst „.

  1. Was umso mehr für die Kreativität des Machers spricht []
  2. Und meiner glücklicherweise nicht 😉 []

2 Gedanken zu „Musikkritiken als bunte Diagramme

  1. Hihi, lustiger Typ. Die Ideen muss man erstmal haben.

    Wir könnten vielleicht sowas auch für Vorlesungen adaptieren. Oder physikalische Effekte in einem bestimmten Bereich. Oder sowas.

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