Stöckchen: Mein Blog und Bedeutung und so

Noch mehr Stöckchen. Dieses habe ich bei Tanja (und Michael) entdeckt. Es wurde nicht nach mir geworfen, sondern ich habe es aus freien Stücken aufgegriffen, mich hat niemand gezwungen, mein freier Wille (So sollte ich das doch sagen, oder? Lassen sie jetzt meine Katze in Ruhe?)

Neun Fragen zu diesem meinen Blog.

Was bedeutet Dir dieses Blog?
Eine ganze Menge. Wenn ich abends nicht schlafen kann, dann lese ich mein Blog. Wenn es draußen regnet, dann lese ich mein Blog. Bei Sonne – mein Blog. Wenn ich Klausuren schreibe, ich lese mein Blog. Unter der Dusche? Na klar: Mein Blog.
Ansonsten ist es mir aber wirklich wichtig. Ich schreibe gerne, ich schreibe viel. Und manchmal habe ich das Gefühl, das könnte sogar andere interessieren. Für all das ist mein Blog ein Katalysator. Meine Freunde im realen Leben hätten mir sicherlich schon längst die Freundschaft gekündigt, wenn ich sie auch noch mit dem zureden würde, was ich jetzt hier so rein schreibe. Man könnte also sagen, mein Blog ist auch ein Freundschafterhalter.

Welcher Kommentar hat Dir viel bedeutet oder gut gefallen? Poste ihn!
Damals, als Hugh Laurie bei mir kommentiert hat, er sei von dem Beitrag so angetan gewesen, dass er die Rolle des Gregory House annehmen würde. Nein. Ich freue mich über jeden Kommentar, von neuen Lesern (die es als dauerhafte Gäste leider viel zu wenig gibt) und von den alten Hasen. An DEN Superkommentar kann ich mich jetzt nicht erinnern.

Ist das Schreiben in Deinem Blog Last, Lust, Bedürfnis oder was anderes?
Mein Blog ist Kanalisierung meines geschriebenen Mitteilungsbedürfnis. Es macht mir Spaß, bis ins letzte Detail. Bei Last bliebe nun wirklich kein Grund, nicht sofort die imaginäre Löschen-Taste zu drücken, oder?
Außerdem werde ich schließlich für das Bloggen bezahlt. Die Betreiberfirma Andi Inc. lässt für jedes publizierte Posting einen Schokocracker springen. Es geht somit um nichts weniger als mein Leben und Tod.

Ist Dein Blog “eins unter vielen” oder “ganz speziell”?
Diese Frage ist ja gerade zu eine Frechheit! Natürlich ist mein Blog, mein liebstes aller meinen Blogs, also neben dem physikBlog, das ist auch ganz toll, jedenfalls ist mein Blog ein ganz Spezielles … unter Vielen! Immerhin hat kein anderes Blog das offizielle Kanal Schredemedial Energieausgleich-Siegel! Einfaches anstarren dieser Webseite lässt das Karma automatisch wieder höhere Niveaus erklimmen und dabei nebenbei irgendwo im Universum einen Stern explodieren. Wenn das mal nicht speziell ist?!

Welche Ziele hat Dein Blog?
Im short-term soll der pressure auf die peergroup zum publishen neuer Gadgets verwendet werden, so dass im long-term eine Gewinnmaximierung im informellen Sektor herrscht. Dabei sollen, schließlich, auch Angler und südafrikanisch-stämmige Nagetiere angesprochen werden um den Cashflow zum EBT maximieren.
Ok, Scherz beiseite. Natürlich die üblichen Ziele. Frauen, Drogen, Geld und Weltherrschaft. Und herausfinden, aus welchem Winkel dieses grün denn bloß rot wird.

Welche Gegebenheiten könnten dazu führen, Dein Blog zu löschen?
Ich müsste zur Löschung gezwungen werden. Dazu kommen nur zwei Personen in Frage, die mir drohen meine Katzen unter meine Kaffeemaschine zu legen: Chuck Norris und Jack Bauer1. Sie müssten mich foltern, meine Musiksammlung verbrennen und dann, erst dann würde ich vielleicht brechen!
Das Einzige, was mich dazu bewegen können würde, mein Blog zu löschen, wäre Unlust. Wenn mir irgendwann mal der Spaß an der Sache verloren geht. Aber selbst dann würde ich erstmal abwarten. Die Lust ist bekanntlich eine sehr launige Alte. Ich würde abwarten, Tee und Kaffee trinken, meine Katzen streicheln2 und dann noch mal nachschauen, wie es so um die Lust bestellt ist.

Wie reagieren Leute aus Deinem “real life” auf deine Blogtexte?
Da sie bei Freundschaftseingehung mit mir sich vertraglich dazu verpflichtet haben, jeden Blogtext von mir gut zu finden und mich persönlich für ihn zu loben, ernte ich regelmäßig laute Anfeuerungsrufe und geschriene Glückwünsche auf dem Campus. Gut, das führt manchmal zu ungläubigen Blicken, aber wurde Kopernikus nicht auch seltsam angeschaut, als er behauptete, die Erde sei ein Nilpferd?
Die meisten meiner Freunde im Real Life kennen mein Blog und lesen es auch. Manche mehr, manche weniger. Viele von ihnen müssen darunter leiden, denn die nerve ich mit „Du hast gar nicht kommentiert – fandest du das etwa nicht so“ oder „Das hab ich da und dort doch schon mal geschrieben. Muss ich mich denn wiederholen?“. Aber mein Mitteilungsbedürfnis ist nun mal nicht auf die digitalen Schranken dieses kleinen Browserfenster beschränkt. Tut mir ja auch irgendwie Leid. Nicht.
Ein paar habe ich aber auf die dunkle Seite der Macht geholt. Die kommentieren hier mit, Twittern oder haben sogar ein eigenes Blog3. Aber, Jungs (und Mädels), da geht noch was! Ich glaube, ich werde ab jetzt Karmapunktabzüge austeilen für „Blogposts in irgendeiner weise unkommentiert lassen“. Jaha. Jetzt habt ihr’s.

Könntest Du “blogsüchtig” sein oder werden?
Niemals. Aber habt ihr schon das neueste Bild meiner Katzen4 gesehen? Sooo süß! Und gestern, in der U-Bahn, da saß mir so ein Mädel gegenüber und die hat so total seltsam auf mein MacBook geguckt und dann …
Blogsüchtig? Never!

Zwei gute und zwei schlechte Seiten am Bloggen?
Gute Seiten:
1. Es macht Spaß, ausgefeilte Texte zu schreiben und zu merken, dass andere sich dafür auch interessieren. Weil der Beitrag häufig gelesen wird, oder weil er kommentiert wird. Der Kommentar ist des Bloggers Brot und Schokocracker.
2. Man lernt einen Haufen toller Leute samt ihrer Blogs kennen. Und hatte ich schon erwähnt, dass es Spaß macht?

Schlechte Seiten:
1. Bloggen verschlingt zuviel Zeit. Bis ich mit einem Text zufrieden bin, sind in Nagasaki bereits fünfzehn Bambusse gewachsen und weggefahren. Und während der Zeit hätte ich locker meine Wohnung aufräumen können.
2. Ich habe den Anspruch, wenn ich mich mit einem Thema befasse, mich auch intensiv mit dem Thema zu befassen, so dass ich für meine Meinung (Blogs sind ja schließlich Meinungen) auch einstehen und auf Kommentare zumindest relativ fundiert antworten kann. Das allerdings führt zu einer Extremisierung des Punkts 1. Teufelskreis, here we are.

This Stöckchen goes out to André, Eay und Vreni. Zeigt mal, was ihr so mit dem Bloggen anfangt.

Achja: Katzen? Nee, ich hab doch keine Katzen. Wer behauptet sowas? Das sind auch die Leute, die Mauern bauen wollen!

Und was Bloggen bei mir wirklich ist? Das ist dieser Text und sein Inhalt. Hello, you’ve been Head-faked5.

  1. Ok, ich habe gar keine Katzen. Ich brauchte nur das Bild von knuffigen, wuscheligen Tieren mit ihren süßen Schnurrbärten als konträre Illustration. Siehste? []
  2. Immernoch: Isch ‚abe gar keine Gatzen! []
  3. Obwohl ich mich dafür eigentlich nicht so sehr verantwortlich fühle, oder André? Vielleicht ein bisschen… []
  4. Ok, ich habe doch Katzen. []
  5. Tolles Wort. Habe ich in der last lecture von Randy Pausch gelernt. []

9 Gedanken zu „Stöckchen: Mein Blog und Bedeutung und so

  1. Aiaiai, zwei Stöckchen auf einmal. Und dann soll ich auch noch meine Schwärme und geheimsten Bloggergedanken ausplaudern. Das ist hart!

    Trotzdem werde ich mich der Aufgabe stellen und sie unmittelbar nach Ende meiner letzten Klausur bearbeiten.

  2. @Vreni: Ich weiß ja, wie er aussehen sollte ;). Passt schon :p.

    @Eay: Das freut mich. Ich hoffe, du meinst damit nicht die Klausur am Ende deines Semesters. 😉

  3. Pingback: eayz.net

Kommentare sind geschlossen.