Ärzte über Dr. House

Bekanntermaßen bin ich serieninteressiert (um das böse j-Wort nicht zu nennen).
Und natürlich schaue ich auch mit ziemlicher Begeisterung Dr. House.
Diese total un-arztige Arztserie. Total seltene und seltsame Krankheiten. Total geistesblitzig kurz vor Ende und Tod doch noch von House entdeckt. Hugh Laurie spielt einfach wunderbar diesen total un-arztigen Misanthrop. Und auch das restliche Team ist spitze – in jeder Hinsicht.
Aber ich möchte nicht zu auschweifend werden…

Die Rheinische Post hat sechs Ärzte gebeten, eine Folge House zu analysieren.

Und ich finde, alle haben ganz gut versagt und schön gezeigt, dass sie völlig in ihrem Job gefangen sind. Ihre Aufgabe war es, den ärztlichen Aspekt von House zu untersuchen. Das haben auch alle gemacht und, unglaublich, aber wahr, die Folge tatsächlich als Fiktion entlarvt. Ja. Unglaublich.
Die meisten der Analysten haben sich dann aber tatsächlich hinreißen lassen, und darüber hinausgehend über die Serie geurteilt. House habe ja tatsächlich keinen Kontakt zu seinen Patienten. Und er kommt mit Turnschuhen und ohne Kittel in die Klinik.
Da kann man nur bitten, dass sie doch bei ihren Leisten bleiben. Und die hoffentlich gut schustern.
(Ich stelle mir das übrigens so vor, als würde unser eins Numb3rs schauen und dabei sein Zahlenhirn nicht abschalten können. Naja. Aber Numb3rs mag ich auch nicht.)

7 Gedanken zu „Ärzte über Dr. House

  1. Aber nicht nur House ist unrealistisch. Auch Lost ist totaler Mumpitz. Und erst 24 – so eine Jack-Bauer-One-Man-Show (Zitat Andi) ist doch total unrealistisch. Gut, The Dresden Files ist eine Science Fiction Serie (jedenfalls läuft sie auf dem Sci-Fi-Kanal), die darf unrealistisch sein. Aber was da z.B. bei Heroes passiert – gräßlich. Ich könnte mich jedesmal kringeln. True Story!

  2. Naja, aber unter dem Aspekt muss ich den Ärzten schon recht geben. Sie sollten ja genau auf diesen Wahrheitsgehalt (diese Art Realismus) untersuchen. Und da haben sie halt völlig korrekt festgestellt, dass House unkorrekt ist.

  3. Ich mag Dr.House auch. So wunderbar zynisch und so herrliche Witze 🙂
    Wirklick realistisch ist wohl kaum eine (Arzt)serie im TV, wär wahrscheinlich einfach zu langweilig. Und hey, würden echte Ärzte jemals gerne zugeben, dass ihr Job langweilig ist…? 😉

  4. ich schließe mich sven an. dr house ist wunderbar zynisch und einfach nur witzig auf seine art und weise mit seinem galgenhumor. ich lege da auch nicht wirklich wert darauf, dass die ganzen diagnosen o.ä. wirklich realistisch sind. da ist auch glaub ich nicht wirklich wichtig bei der serie 😉

  5. Ich mag House auch und gerade weil sie so unrealistisch ist. Da kann ich abschalten und denken: So etwas wird dir 100% nicht passieren. Also bin ich auf der sicheren Seite und die ganzen Fachbegriffe verstehe ich sowieso nicht, da können sie nennen, was sie wollen.
    Natürlich ist auch der Charakter des Dr. House nicht ganz unschuldig daran, daß ich die Serie einschalte. Seine Art ist etwas völlig anderes, als das, was man sonst aus Arztserien gewohnt ist. Kein sichtbares Mitgefühl, brutale Offenheit, wenn es um schlechte Nachrichten geht, völlige Abgebrühtheit (Essen und TV gucken beim Komapatienten) und seine abstrusen Lügen und Intrigen, um zu bekommen, was er will machen die Serie sehenswert.

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