„Crazy“-Coverversionen

Während im Rest der Welt Schnee fällt, man sich halb tot-weihnachtsfeiert und überall ein Jahresrückblick nach Jahresrückblick den medialen Catwalk hoch und runter läuft, möchte ich hier in meiner kleinen Ecke des Internets natürlich auch nicht darauf verzichten.

In dem letzten diesen Jahr, es wird als 2006 in die Geschichte eingehen, gab es ein herausragendes Phänomenexempel der Popmusik. Im Internet kursierte irgendwann ein Song. Von irgendwelchen unbekannten Typen. Er verbreitete sich und kam irgendwann im Radio an. Irgendwann im Fernsehen. Und irgendwann ganz vorne an sämtlichen Charts dieser Welt. Und war irgendwann eingebrannt in sämtlichen Gehörgängen. Bis sie bluteten.
Natürlich geht es hier um Gnarls BarkleyCrazy. Dem ersten Song des auch sonst schön außergewöhnlichen Albums „St. Elsewhere“.

Wegen des großen Erfolgs des Originals, wegen der eingänglichen Melodie oder vielleicht nur wegen „because I can“ coverten und covern den Song einige durchaus bekannte Künstler. Manche langweilig, aber manche durchaus interessant.
Und weil die ganzen Coverversionen irgendwann den Status der Übersehbarkeit weit hinter sich ließen, folgt hier meine kleine, sicherlich unvollständige Liste der Gnarls Barkley „Crazy“ – Cover:

  • Gnarls Barkley – Crazy (Military Version Video)
    Die Coverübersicht startet mit zwei Selbstcovern. Hier spielt Gnarls Barkley eine militärische, langsame, trommelfixierte Version des Songs bei Top of the Pops US ein.
  • Gnarls Barkley – Crazy (MTV Movie Awards Video)
    Wie sich das für einen ordentlichen Auftritt bei einer MTV-Show gehört spielen Gnarls Barkley möglichst furios auf. Hier als Star-Wars-Figuren verkleidet. Inklusive Chewbacca an den Drums.
  • Nelly Furtado – Crazy (Video mit Charlotte Church | Video alleine)
    Das wohl bekannteste Crazy-Cover ist von Nelly Furtado. Soweit ich das überblicken kann, hat es bei dieser seltsamen Charlotte-Church-Show angefangen.
  • The Kooks – Crazy (Video)
    Auch die meiner Meinung besten Neuankömmlinge in der Musikszene dieses Jahres, The Kooks, covern den Track. Das Video zeigt sie vor einem Konzert in irgendwelchen Pariser Hinterstraßen. Später haben sie es aber noch einmal für BBCs Radio 1 Live eingesungen.
  • Ray LaMontagne – Crazy (Video)
    Akustisch-melancholische Version dieses mir bis dato unbekannten englischen Künstlers. Das Video ist eine Eigenanimation eines YouTube-Nutzers.
  • The Raconteurs – Crazy (Live Video)
    Die Zweitband von Jack White spielt auf einem Konzert auch eine Liveversion von Crazy. Leider aus dem Publikum gefilmt. Ziemlich schlecht.
  • Paolo Nutini – Crazy (Video)
    Relativ schönes Cover von dem italienisch angehauchten Alternative-Künstler.
  • Texas – Crazy (Video)
    Auch die britischen Altrockpopper von Texas spielen bei einem Liveauftritt eine Version.
  • Bryan Adams – Crazy (Video)
    Altrocker Bryan Adams covert auf einem Konzert den Song. Das Video ist leider auch alles andere als gut.
  • Billy Idol – Crazy (Video)
    Ein weiterer Altrocker versucht sich an dem Song. Leider nur ein 30-Sekunden-Video.
  • Jude – Crazy (Mp3)
    Zur Promotion seines neuen Albums hat Jude ein Akustikcover eingespielt. Den Song gibt’s auf seiner Homepage frei. Ganz schön hoch…
  • of Montreal – Crazy (Video)
    Diese mir unbekannten amerikanischen Indiepopper spielen auch eine Liveversion. Ziemlicher Standard. Qualität des Videos nicht so berauschend.
  • Mates of State – Like U Crazy / Crazy (Video | Song)
    Eine weitere amerikanische Indiepoprockband, die in Mitten ihres eigenen Songs „Like U Crazy“ Gnarls Barkley covern. Liveaufnahme.
  • Butch Walker – Crazy (Video)
    Der Herr Walker ist in Deutschland leider völlig unbekannte (mir auch!), aber was er da covert wirkt recht gut.

Beim erstellen der Liste waren mir das Blog des Slate Magazins und Brigadoon eine Hilfe.
Weitere Coverversionen gerne in die Kommentare, ich nehme sie dann auf.

6 Gedanken zu „„Crazy“-Coverversionen

  1. Es geht einfach nichts über das Original! Diese Energie die Barkley in den ersten beiden Videos rüberbringt. Schreiend singen und dabei noch gut klingen 🙂 — Super.
    Bei Nelly Furado finde ich im Charlotte Church-Video die Rhythmik gut.
    The Kooks haben ein geiles Gitarrenspiel aber die Stimme kommt nicht rüber.
    The Raconteurs könnten energetisch vielleicht an Barkley rankommen aber das Video ist einfach zu schlecht :).
    Ähnlich ist es mit Butch Walker. Aber auch hier ziehe ich das Original dieser chaotische Rockvariante vor 🙂
    PS: Die ganze ruhigen Versuche werden dem Lieg IMO nicht gerecht…

  2. Ich stimme dem Tobias da vollkommen zu. Was das Lied besonders auszeichnet sind die Geigen und natürlich die Stimme. Und die kann wahrlich niemand kopieren.
    Die meisten Versionen sind meiner Meinung nach totaler Müll, z.B. Mates of State, The Kooks, Paolo Nutini(übrigens lustiger Name ;)) und Texas.
    Die Stimme von Ray LaMontagne passt recht gut zum Song und das beste Cover ist, finde ich, von The Raconteurs, obwohl die Stimme nicht wirklich gut passt.

    Ich höre doch lieber weiter das Original 😉

  3. Hallo Ihr Lieben Ahnungslosen 😉
    … aaalso das Gnarls Barkley den Orginalsong geschrieben haben sollte kam mir ein bissl spanisch vor…war’s aber nicht… sondern italienisch das Orginal zu dem Gnarls song ist von Gianfranco Reverberi – Nel cimitero di tucson (1968)
    Soundtrack „Preparati la bara!“. Urheber: Gianfranco Reverberi / Gian Piero Reverberi

  4. Hey, Danke Thommy!
    Das wusste ich tatsächlich noch nicht :).
    Ich würde den neu entstandenen Hype allerdings trotzdem immernoch Gnarls Barkley zuordnen :).

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