Theoretische Abhandlung über das Konvertieren im iTunes Music Store gekaufter Musikstücke in Mp3

Wer hätte gedacht, dass es einmal soweit kommt. Ein Tech-Artikel, hier.
Bei solchen Themen wie Kopierschutz muss man ja immer ganz vorsichtig sein. Deswegen möchte ich einfach mal eine kleine theoretische Ausführung machen. Natürlich völlig ohne praktische Anwendung. Versteht sich.

Der ein oder andere stand möglicherweise schon einmal vor dem Problem, dass er seine legal im iTunes Music Store erworbenen Musikstücke gerne mit einer anderen Software abspielen würde, auf eine Mp3-CD für’s Auto brennen oder sie gar auf seinen Nicht-Apple Mp3-Player (Ja,ich hörte tatsächlich, sowas soll es geben!) ziehen wollte.
Aufgrund einer neuzeitlichen Errungenschaft, die auf den tollen Namen DRM hört, stellt sich das aber eventuell nicht als so leicht herraus.

Man könnte dann auf die Idee kommen, das vollautomatische Tunebite zum re-rippen (tolles Wort!) zu nehmen. Das Programm, so hörte ich irgendwo, behauptet von sich selbst, legal zu sein. Also auch in Deutschland.
Wegen irgendwelcher seltsamen Umstände könnte dieses Programm bei euch aber auch nicht laufen. Würde einen Fehler melden und z.B. nur analog aufnehmen. Was ja blöd ware, büßte man doch Qualität ein.

Ein, zugegebener weise etwas aufwendiger Weg um dieses Problem herum könnte allerdings die Benutzung eine Virtuellen CD-Brenners sein. Denn Audio-CDs darf man mit iTunes brennen. Welch Luxus.
Ich würde dann an dieser Stelle dann evtl. das Programm Virtual CD v8 empfehlen. Das gibt es in einer 30-Tage-Demo-Version, könnte sich beim genaueren hinschauen aufgrund des riesigen Funktionsumfangs allerdings auch als kaufwürdig entpuppen. Nach dem Installieren könnte man dann seinen virtuellen CD-Brenner einrichten. Dazu müsste man z.B. nach erfolgreichem installieren des ersten DVD-Laufwerks im ‚Laufwerkseditor‘ (rechte Maustaste auf Tray-Icon > ‚Hinzufügen/Entfernen virtueller DVD-Laufwerke‘, so würde ich den Menüpunkt zumindest nennen) unten noch den ‚Laufwerksbuchstaben des virtuellen Brenners‘ auf das virtuelle DVD-Laufwerk zeigen lassen. Danach könnte man schließlich im Windows Explorer mit der rechten Maustaste auf den Brenner klicken, könnte dort ‚Erstellen und Einlegen einer > CD-R (700MB)‘ klicken, um dem virtuellen CD-Brenner einen virtuellen Rohling zu geben. Natürlich müsste man jetzt noch in iTunes ‚Bearbeiten > Einstellungen > Erweitert > Brennen‘ den entsprechenden Brenner auswählen. Mp3-/Daten-CDs würde uns iTunes nicht brennen lassen. Ich vermute, es würde ein Fehlermeldung erscheinen.
Als nächsten Schritt könnte man auf die Idee kommen, die zu brennenden Songs auszuwählen und oben rechts das ‚Brennen‘-Symbol auszuwählen. Gerüchteweise bekam ich zu hören, dass der eigentliche Brennvorgang sehr lange dauert. Man solle sich doch besser eine Zeitschrift und einen oder zwei Kaffee gönnen. Oder was Vernünftiges machen.
Jedenfalls würde man jetzt im bei der Virtual-CD-Installation ausgewählten Ordner ein Image einer Audio-CD haben, das immernoch im virtuellen CD-Brenner ‚eingelegt‘ wäre. Man könnte es jetzt mit Exakt Audio Copy (EAC) (Postcard-Ware) und z.B. LAME (Open Source) (ich möchte ja hier nicht auf den bösen, gehackten Fraunhofer Mp3-Codec hinweisen) die Audio-CD wieder als Mp3s auf Platte schmeißen. Das Programm Tag&Rename würde, soweit nicht schon vorher bei EAC passiert, evtl. die Dateien entweder manuell richtig benennen lassen, oder aber diesen Schritt sogar automatisch mit Hilfe der FreeDB oder Amazon durchführen.
Man hätte dann im Anschluss eine fertig in Mp3 umgewandelte Musikdatei oder sogar ein ganzes Album.
Wäre das nicht klasse?
Wäre.
Sollte jemand davon hören, dass jemand anderes mit mehr als 1-facher Brenngeschwindigkeit die Audio-CD gebrannt hat, so möge er davon berichten!

14 Gedanken zu „Theoretische Abhandlung über das Konvertieren im iTunes Music Store gekaufter Musikstücke in Mp3

  1. mh, ich mag so rein theoretische abhandlungen! hammer!
    aber leider werden wir wohl nie erfahren, ob das auch praxis tauglich ist! ein jammer…

  2. Eine Alternative zu MP3-CDs fürs Auto wäre einer dieser kleinen Radiosender-Zusätze für den iPod. Die sind inzwischen in Deutschland legal und ausserdem spart man sich dabei das hin-und-herkopieren.

    (Nur um im Auto Musik zu hören, würde theoretisch auch ein Tool ausreichen, das den Audioausgang beim Abspielen mitschneidet. Bei den typischen Nebengeräuschen im Auto spielt Qualität nicht mehr ganz die entscheidende Rolle.)

  3. Ich persönlich habe ja ein Alpine-Radio incl. iPod-Datenkabel (in der zweiten Generation, in der ersten brauchte man noch eine Adapterbox – aber das ist mir ja alles geklaut worden). Und ich muss sagen: Das ist schon ziemlich geil. Super Qualität und sehr komfortable Benutzung.

  4. Theoretisch könnte es für Virtual CD einen neuen Treiber geben.
    Damit könnte man im Minimum mit 40x brennen…
    Das wäre schon toll!

  5. hey… super theorie!!! theoretische abneigungen meines mp3-players köntte man recht gut damit umgehen. es könnte übrigens sein, dass virtuelle cd-brenner jetzt auch 52-fach brennen… könnte… wäre also wunderbar, wenn man das auch in der praxis anwenden könnte! da würde man sich doch glatt riesig drüber freuen…

  6. Verdammt,

    das wäre ja prima, wenn das funktionieren würde …
    Trotzdem vielen Dank für die theoretische Abhandlung!

  7. @Schila: Ja, ich habe schon befürchtet, dass es irgendwann nicht mehr klappen würde. Dennoch: In der Theorie (also die Theorie hinter der Theorie) sollte die Idee immernoch funktionieren. Nur wahrscheinlich nicht mit den Tools, die ich hier erwähnt habe… Wenn du eine Möglichkeit findest, es trotzdem hinzukriegen, kannst du hier gerne davon berichten :).

  8. Mal abgesehen davon, dass dies nur theoretischer Unsinn ist, hat es mir allein das Lesen unglaublichen Spass gemacht. Es wäre echt toll, wenn es jetzt auch noch in der Praxis funktionieren könnte.

  9. Man kann mit iTunes AudioCDs brennen und diese mit iTunes in mp3s umwandeln. Kosten: 1 Rohling. So hat man gleich ein Backup seiner gekauften Lieder. Vorteil: sämtliche Künstler- & Titelangaben (ID3 Tag) sind noch vorhanden. Geht relativ schnell.

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