Feinstaubproblem auf Mond und Mars

Nicht nur hier unten auf der Erde gibt es ein Problem mit Feinstaub, auch auf anderen Planeten gibt’s eins. Der Feinstaub kommt allerdings nicht von Rußpartikeln, und ist auch sonst ganz anders.
Schon 1972 bei einer Apollo Mission hatte ein Astronaut nach Einatmen etwas Mondstaubs in der Landungskapsel Fieber. Das war aber am nächsten Tag wieder weg, genauso wie später die Erinnerungen an den Vorfall.
Jetzt rollt man das Ganze aber wieder auf.
Auf dem Mond gibt es besonders feinen Staub, ähnlich dem auf der Erde bekanntem Quarz. Zwar ist Quarz nicht giftig, es setzt sich aber in der Luge fest. Weder Abhusten noch Abbauen mit weißen Blutkörperchen ist möglich – letzteres führt sogar zum Massenharakiri der Blutkörperchen, die schließlich die Lunge voll laufen lassen – ähnlich einer Lungenentzündung.
Um durch eingeatmeten Mondstaub an einer Staublunge zu sterben, bräuchte es allerdings beträchtliche Massen, die man so schnell wohl nicht erreichen wird. Aber man muss ja auch nicht immer gleich sterben. Man kann ja auch Fieber davon bekommen. Oder Verbrennungen.
Forscher vermuten, dass Marsstaub besonders gefährlich ist. Sie vermuten in ihm ein Oxidationsmittel, was den Planeten in seinem rostigen Rot erscheinen lässt, aber auch gleichzeitig bei Hautkontakt diese oxidiert und somit zerstört (ähnlich einer Verbrennung). Genauso zerstört es Gummi oder die meisten Textilien.
Bevor es also für Menschen ab zum Mars geht muss noch ein Stoff entwickelt werden, der vor diesem Feinstaub schützt. Aus diesem Grund unterstützt die NASA einen Bergbauingenieur beim „Project Dust“, in dem neue Textilien auf ihre Staubverträglichkeit getestet werden. Bergbauern ist das Problem kein Unbekanntes – beim Bau des „Hawk’s Nest Tunnel“ in den 1930ern kamen hunderte Arbeiter durch eine Staublunge ums Leben.