Mars 3: Ausfahren des Radars von Mars Express genehmigt

MARSIS ist, logischer weise, schon seit Beginn der Mars Express Mission an Bord. Bei MARSIS handelt es sich um das „Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionosphere Sounding„, ein Radar welches die Oberfläche, aber speziell das darunter untersuchen soll. Mit besonderem Augenmerk auf Spuren von Wasser.
MARSIS funktioniert mit jeweils zwei 20 Meter langen, hölzernen Antennen mit einem Durchmesser von 2,5 cm.
Eigentlich hätten diese Antennen, die bis jetzt noch eingezogen auf Mars Express schlummern schon vor einiger Zeit ausgefahren werden.
Aber bevor es dazu kam, haben die Erfinder, Astro Aerospace, davor gewarnt. Es könnte beim Ausfahren ein Peitscheneffekt entstehen und nicht nur MARSIS, sondern auch Mars Express beschädigt werden. Man hatte dies vorher nicht feststellen können, da man aufgrund der Gravitation auf der Erde das Experminent in der Form nicht testen konnte und auf Simulationen vertrauen musste. Und eine detailgetreuere Simulation förderte eben jenen Peitscheneffekt zu Tage.
Die ESA setzte darauf hin eine Untersuchungskommision in Kraft, die das Ganze nochmal genau beleuchten und letztendlich dann auch entscheiden sollte.
Und eben das hat sie auch am 25.1. getan. Sie hat entschieden: Das Radar wird ausgefahren. Zwar bestehe eine Gefahr, dass MARSIS dabei zerstört würde, nur sei diese so gering, dass das Risiko eingegangen werden könnte. Für Mars Express bestehe faktisch keine Gefahr.
Nun setzen die Wissenschaftler alles daran, das Experiment Anfang Mai zum Ausfahren bereit zu haben, damit nicht nur die darauf folgende Überflugsregion analysiert, sondern auch bis zum Abschluss im November möglichst viel Untergrund untersucht werden könne.

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