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Ìsland

Im Sommer habe ich meinen Physikdoktor bestanden1. Und weil das ganz schön anstrengend war, bin ich danach nach Island geflogen. Urlaub und so. Ihr kennt das vielleicht.

Dettifoss Panorama

TL;DR: Es war großartig. Ich habe Bilder gemacht.

Island also. Dieses kleine Eisland ganz im Westen Europas. Knapp unter dem Polarkreis und halb auf amerikanischer, halb auf eurasischer Landplatte. Übrigens der Grund für den ganzen wilden Vulkanismus dort. Wir mieteten uns einen Camper (ein Camping-Auto2, wesentlich kleiner als ein Caravan) und fuhren innerhalb von neun Tagen einmal rund um die Insel. Der Camper war ein bisschen umgebaut und hatte eine Matratze im hinteren Bereich. Damit konnten wir schlafen wo wir wollen – praktisch allerdings immer auf einem der vielen Zeltplätze.

Island ist ein ganz hervorragendes Reiseziel, wenn man denn Natur und Landschaft Badestrand oder Großstadt vorzieht. Es gibt große Wasserfälle, hohe Berge, lange Täler, kleine Wasserfälle, schwarze Strände, tauende Gletscher, sprudelnde Wasserfälle, niedliche Fischerdörfe, breite Wasserfälle; einen Haufen Kram zu erkunden3, bei dem man sich nicht satt sehen kann. Wir fuhren gegen den Uhrzeigersinn um die vielen Sehenswürdigkeiten zu Beginn unserer Reise zu haben – aber letztendlich ist das egal. So ging’s zum Beispiel direkt am ersten Tag zum Golden Cirlce, einer komprimierten Ansammlung von Sehenswürdigkeiten in naher Nachbarschaft. Darunter z.B. der Geysir, also, der Geysir, nach dem alle anderen Geysire benannt sind. The Original G.

Die Ringstraße um die Insel, die 1, ist so gut wie überall geteert. Möchte man ein bisschen von der Hauptroute abweichen, dann werden die Straßen zu Kieselrouten, die sich allerdings besser fahren lassen, als man als verwöhnter Autobahnbereiser vermuten würde. Und die ziemlich Spaß machen4. Das Innere des Lands ist off limits, dafür braucht man Allrand-angetriebene Gefährte, die ein bisschen teurer auszuleihen sind. Abgesehen von bei den einschlägigen Sehenswürdigkeiten trifft man auf Island nur sehr selten andere Menschen. Nix los.5

Wegen seiner Abgeschiedenheit ist Island relativ teuer. Abgesehen von Flug und Automiete6 gaben wir fast 40 % unseres Restbudgets für Essen aus (meistens Nudeln mit Gemüse und Soße – wer braucht mehr?!). Einkaufen im Bónus hilft da ein Stück. Wo wir gerade beim Geld sind: Ca. 30 % gaben wir für Ausflüge und Eintritte aus; hier war die geführte Gletscherwanderung der Hauptpunkt. Tanken (15 %) ging einigermaßen, und auch Übernachten war nicht teuerer als anderswo (20 %). -5 % bezahlten wir für Rundungsfehler.7

Neun Tage war ein bisschen knapp bemessen, aber so haben wir noch ein paar Ziele für das nächste Mal übrig. Wir müssen da nämlich unbedingt noch mal hin. Ein ganz großartiges Stück Land. Dann mit 4×4.

Ich habe einen Haufen8 Bilder auf flickr hochgeladen. Schaut sie euch am besten dort an9. Nach dem Klick gibt’s ein best-of-best-of.

Wenn ihr bessere Bilder sehen wollt, die dazu noch detailliert kommentiert sind, dann schaut doch mal drüben bei Martin vorbei. Wie es der Zufall so will war der nämlich auch im Sommer in Island. Und er hat dort Tagebuch geschrieben und viele tolle Bilder mitgebracht. Hier geht’s zu Tag 1.

Iceland-Album bei flickr
Iceland-iPhone-Bilder-Album bei flickr
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  1. Yaaay! []
  2. Einen Renault Kangoo Maxi. []
  3. Und mit meiner brandneuen Kamera zu fotografieren. Wenn man sie richtig eingestellt hat. []
  4. Bis sie es nicht mehr tun, weil man sich wie ein Wäschestück auf einem Waschbrett fühlt. []
  5. Wenn man welche trifft, sind sie allerdings alle furchtbar nett. []
  6. 1300 Euro für den Zeitraum, inklusive eines Haufens Versicherungen. []
  7. Wie in allen nordischen Ländern kann man in Island alles mit Kreditkarte bezahlen (Ausnahme: Ein paar Campingplätze, bei denen man Geld in einen Briefkasten wirft), das machte die Auswertung relativ einfach. []
  8. 140 Stück. []
  9. Nicht erschrecken beim ersten Bild! []

Ich bin dann mal weg… Schweden ich komme!

Für zwei Wochen werde ich die rheinischen Gefilde des westlichen Zipfels Deutschlands verlassen und in den hohen Norden ziehen.
Mit meiner Pfadfindertruppe steht wieder ein Sommerlager an: Wir fahren nach Schweden, nach Blidingsholm. Nach all dem Organisationsstress sind jetzt sowohl Taschen als auch Anhänger gepackt und so langsam stellt sich die sogenannte Lagerfreude ein.
Diese Nacht um 3:00 geht’s, taktisch ausgeklügelt anhand Referenzdaten der letzten drei Jahrtausende um möglichst Effizient den Stau am ersten NRW-Ferienfreitag zu umfahren. Gähn.

Ich bin dann also mal hier raus. Bitte geht pfleglich mit dieser Ecke des Netzes um. Ja?

Wer so lange lesen will, wie unser Alltag in Schweden aussieht und was der gemeine Pfadfinder mitten in der Prärie Pampa Natur so macht: Ich plane ein Onlinetagebuch zu führen. Interesse? Hier entlang.