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Trailer (fast) aller TV-Shows kommender Saison Herbst 2013

Changelog: 30.5.2013 — YouTube-Playlist eingefügt. 31.5.2013 — Richtigen Trailer zu Gang Related eingefügt, Clip von Star-Crossed durch Trailer ersetzt. 4.6.2013 — Vernünftige Trailer zu den restlichen The-CW-Serien eingefügt (The Tomorrow People, Reign, The 100).
Vor ein paar Tagen stellten die großen TV-Sender in den USA ihr Programm für den Herbst 20131 vor. Die Upfronts.
Traditionell gibt’s an dieser Stelle eine Liste mit den Trailern aller neuen Shows, geordnet danach, wie sie mir gefallen haben.

40 Trailer sind zusammen gekommen (6 mehr als letztes Jahr), davon 12 von ABC, 9 von FOX, 8 von NBC, 6 von CBS und 5 von The CW. TNT hat auch ein paar neue Sachen vorgestellt, bisher gibt’s aber nur einen Trailer (von der Michael-Bay-Serie) — siehe ganz unten in diesem Beitrag. NBC hat 5 Serien ohne Trailer offen stehen, CBS noch 3.
Eingebettet sind YouTube-Trailer, außer von ABC. Da gibt’s wegen Geoblocking die Trailer von IGN.
Nachtrag: Christoph hat eine YouTube-Playlist der Trailer von dort erstellt — also alle Trailer außer die von ABC.

Highlights und Trends: Ein paar Shows, auf die ich mich jetzt schon freue. Ein paar, von denen ich weiß, dass sie schlimm werden. Und ein riesiges, meh-iges Mittelfeld dazwischen. Einige Science-Fiction-Shows, einige Historien-inspirierte Dramen. Viele neue Comedies wurden bestellt — insbesondere romantische. Eltern sind voll im Trend. Zwei mal darf entführt werden. Sonst die üblichen Polizeidramen, mal mit mehr, mal mit weniger Spin. Anwälte und Ärzte sind allerdings wenig vertreten dieses Jahr – die Trends scheinen im Wesentlich rum zu sein. Auch dieses Jahr gibt’s wieder einige Hollywood-Schauspieler, die sich in die TV-Welt verwirrt haben.

Wollt ihr mehr Beschreibung und Info, klickt entweder den verlinkten Serien-Titel, schaut die Wikipedia-Seite zur 2013–14 United States network television schedule oder die Übersicht von Deadline an.

Natürlich werden Caro und ich die Neustarts auch wieder in bei Newshows begleiten.

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. (ABC) (Wikipedia)


Serie über die etwas menschlichere B-Riege von Superhelden des Marvel-Universums. Von Joss Whedon. Joss Whedon! Das reicht. Nagut: Action sieht gut aus, Schauspieler mag ich, besonders gefallen mir die whedonesquen Comic-Relief-Momente. Mehr Videos der Show.

Almost Human (FOX)


Der von Karl Urban gespielte Polizist schafft es nach zweijähriger Auszeit nur so gerade wieder in den Dienst. Mit den jetzt obligatorischen Robotern an der Seite eines jeden Polizisten hat er allerdings ein Problem. Zumindest bis er einen Maschinenpartner findet, der zu ihm passt.
Sci-Fi-Serie von J.J. Abrams und anderen Fringe-Alumni. Karl Urban, Michael Ealy. Und sieht tatsächlich ganz hervorragend aus.
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  1. Die Saison 2013/2014. []

Sommerserien 2011

»Hey Andi! Ich weiß, eigentlich ist Sommer und die ganzen Serien starten erst wieder Ende September, aber draußen ist so hell und seit ein paar Jahren komme ich mit diesem 3D ohne Brille sowieso nicht mehr so gut klar. Also, Andi, was guckt man im Sommer so?«

Gut, der Sommer samt seiner mitteljahrigen Serien ist fast vorbei, selbst die ersten Serien haben ihre Finale schon gespielt – aber besser spät als nie, was?

Starten wir ausführlich mit den Neustarts dieser Saison, um dann weiter unten kurz auf die auch schon im letzten Jahr laufenden Serien zurückzukommen. Rechts findet ihr ein Inhaltsverzeichnis. Die Ordnung der Serien ist, wie immer, ungefähr einer Top-Liste1 gleich.

Franklin & Bash
Eine Anwaltsserie über, na?, Franklin und Bash. Die beiden Protagonisten üben ihre Profession eigentlich vom Wohnzimmer ihres Hauses aus — zumindest, wenn darin nicht gerade eine Party steigt. Zum Beginn der Serie werden die beiden querulenten Anwälte aber von einer großen, seriösen und erfolgreichen Anwaltskanzlei eingestellt2. Sie sollen frischen Wind in den verstaubten Schuppen bringen. Und das gelingt ihnen sehr gut.

Getragen wird die TNT-Serie von den beiden Hauptcharakteren, die ihre eigenartigen Fälle mit eigenartigen Mitteln gewinnen. Charmant wird da mit der Jury geflirtet, leichtfüßig der Richter mit seinen eigenen Argumenten geschlagen.
Die Serie ist von völlig anderem Schlag als das ebenfalls tolle »The Good Wife«. Weniger Drama, mehr Comedy.
Aber trotzdem gefällt mir Franklin & Bash sehr gut, eben wegen der Leichtfüßigkeit, der Ist-alles-mal-nicht-total-dramatisch-keit.
Die Serie touchiert manchmal die Grenze zur Albernheit. Für manche zu viel. Für mich nicht. Ich finde das Übers-Ziel-Hinausschießen nett und zu der Art Lawmedy3 passend.
Links: WikipediaIMDbNetwork

Suits
Puh. Hätte mir jemand vor in paar Monaten berichtet, dass neben dem großartigen The Good Wife und dem nett verquirlten Harry’s Law meine Sommerlieblingsliste nicht von einer, sondern sogar zwei Anwaltsserien angeführt wird, ich hätte ihn vermutlich mit meiner Robe beworfen.
Das USA Network wirbt mit »Characters Welcome« und meint damit die starken Hauptcharaktere4 seiner Serien. Bei Suits ist es nicht anders.
Wie bei Franklin & Bash hat Suits zwei Hauptcharaktere, um die sich die Serie dreht. Hier sind es allerdings keine zwei Komiker, sondern ein junger, intelligenter Hochstapler der von einem zugeknüpften Harvardjuristen als Protegé angelernt wird.
Das Ansehpotenzial ergibt sich neben der Haupdarsteller aus den relativ straight-forward-en, aber intelligent und immer mit Spin gelösten Fällen. Und natürlich dem dunklen Geheimnis, das der Jungjurist mit sich herumträgt5.
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Torchwood (S04)
Sollten laut Überschrift hier nicht nur neue Serien stehen? Wohl wahr. Torchwood läuft bereits in der vierten Staffel. Allerdings ist diese Staffel, wie bereits die vorherige, nur lose mit den restlichen Staffeln verbunden. Man braucht kaum Vorwissen, außer: Torchwood ist ein Spin-Off aus dem Doctor-Who-Universum6, richtet sich an etwas älteres Publikum und begleitet den unsterblichen Captain Jack Harkness beim Kampf gegen das Böse. Um Harkness herum gibt’s Torchwood — eine Art Eingreiftruppe für die besonderen Probleme. Nun, eigentlich gibt’s die, denn, wie wir zu Beginn von Staffel vier erfahren, wurde Torchwood in der letzten Staffel wohl zerschlagen.
Und ab da nimmt die Mini-Serie »Torchwood S04« mit dem Titel »Miracle Day« ihren Lauf. An einem ganz normalen Tag passiert das Wunder: Kein Mensch der Welt kann mehr sterben. Was das alles für Probleme mit sich bringt und wie ein großer Konzern darin involviert ist, das versucht Captain Harkness mit ein paar Ermittlern herauszufinden.
Die Serie ist spannend erzählt und überrascht mit einigen Cliffhangern und Wendungen. Außerdem finde ich die Untersuchung dieses Science-Fiction-esken, »Was wäre wenn?«-Szenarios über das Ausbleiben des Sterbens toll. Klar hat Miracle Day auch seine Schwächen (dieser schreckliche Rex und die teilweise Langatmigkeit, bis zum nächsten Geschichtsschlüsselpunkt), aber alles in allem gefällt’s mir hervorragend.
Ich werde mir sicherlich auch die vorherige(n) Staffel(n) anschauen.
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Beaver Falls
Britische Serie auf E47, bei der drei verplante, nerdige Typen in die USA als Betreuer eines Elite-Sommercamps für die Jugend der reichen und (meistens) schönen gehen. Ganz Teen-Movie-eske versprechen sie sich Freizeit, Rumhängen und heiße Bräute, während sie auch noch dafür bezahlt werden. Es kommt etwas anders: Ihnen wird die Gruppe der dicken Nerds zur Betreuung zugeteilt. Und samt ihrer eigenen Tollpatschigkeit und Probleme ist irgendwie alles doch nicht mehr so rosig.
Ist letztendlich eine Coming-Of-Age-Serie im weitesten American-Pie-Stil. Aber die Briten, insbesondere E4, können so einen ausgelutschten Grundplot locker wieder interessant machen. Beim vorliegenden Exemplar geschieht das auf vielen Ebenen: Die Hauptdarsteller; die liebenswerten Nerds; die dreckige, britische Sicht des amerikanischen Lebensstils.
Beaver Falls muss man nicht gut finden. Kann man, wie Skins oder andere Serien mit Jugendlichen als Hauptdarsteller, als Jugendserie abtun. Muss man aber nicht. Mir gefällt’s.
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Combat Hospital
Ein Krankenhaus auf einer Militärbasis der alliierten Streitkräfte im Afghanistankrieg 2006.
Kein großes Kino, keine vielschichtigen Charaktere, keine ausgetüftelten Geschichten mit plötzlichen Wendungen: Combat Hospital ist eine Krankenhausserie im Krieg mit Soapelementen8. Der Vergleich zu Grey’s Anatomy zwängt sich auf9. Habe ich aber nie gesehen — ich stelle es mir allerdings um einiges soapiger vor als Combat Hospital. Hier gibt’s schließlich keine staffelumspannenden Liebesdreiecksbeziehungen zwischen Schwester Margret, der schwedischen Hausmeisterblondine und Doktor Stefan Frank — das ist doch so bei Grey’s, oder?
Natürlich ist bei Combat Hospital alles furchtbar falsch dargestellt, völlig unrealistisch und irgendwie sowieso10. Aber trotz all dieser Negativpunkte: Die Serie hat ihren Charme. Leichtfüßiges Procedural für den Sommer. Vermutlich muss man mein Mögen allerdings unter Guilty Pleasure abbuchen.
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Falling Skies
Lange Zeit erwartet habe ich dieses Steven-Spielberg-produzierte Post-Alien-Invasion-Drama. Ein Walking Dead des Invasions-Genres. Charakterzentrierter. Und Steven Spielberg!
Nun. Vermutlich war die Fallhöhe einfach zu hoch. Prinzipiell enttäuscht hat mich die Serie jedenfalls.
Wir begleiten Kriegsgeschichtsprofessor Tom Mason wie er in einer mittelgroßen Rebelleneinheit sechs Monate nach der Invasion durch die Amphibienaliens das tägliche Überleben und den täglichen Rebellenkampf bestreitet. Klingt von der Idee ganz gut, oder?
Nun, ausgeführt bei Falling Skies sieht das etwas anders aus. Pathostriefende, ewig lange klavieruntermalte Szenen geben sich die Klinke in die Hand. Die meisten Episoden wirken wie budgetsparende Episode einer Standardserie11, nur zwischendurch passiert tatsächlich mal etwas.
Und das ist auch der Grund, warum Falling Skies nicht weiter unten platziert ist. Trotz all des Pathoskäses blickt irgendwo das Potenzial der Geschichte und das Können der involvierten Parteien durch. Ja, in den letzten Episoden kann Falling Skies sogar mit ein paar Wow!-igen Wendungen aufwarten.
Für die zweite Staffel wünsche ich mir weniger Klavier und mehr Krawall. Aliens und Action. Schnellere Story mit weniger lala.
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Love Bites
Diese Episodenserie12 handelt von lose verbundenen Freunden, die irgendwie ihre Liebe entdecken. Massig Gastdarsteller, ihres Zeichens Hauptdarsteller einer von drei Episoden pro Folge, umgeben ein relativ enges Gespann wiederkehrender Kerndarsteller.
Die Idee der Liebesfindung in Episodenform ist super. Die Geschichten pendeln zwischen ok-kitschig, kitschig, super-kitschig und iiiih-kitschig. Letztere beiden Kategorien kann man sich nur mit Augenzwinkern anschauen13, aber die meisten Episoden sind tatsächlich ganz nett.
Love Bites wurde allerdings abgesetzt. Wenn es auch alles in allem ganz nett war, ich werde es vermutlich nicht vermissen.
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Necessary Roughness
Auch diese Serie ist eine aus der Kategorie »Ganz nett, aber irgendwie…«. Es geht um Dani Santino, Psychologin und frisch getrennte Mutter zweier Kinder. Dani arbeitet von zu Hause aus für das große Footballteam der Stadt und hilft, die mental angeschlagenen Spieler wieder zur Topleistung zu bringen.
Die Idee ist tatsächlich ganz nett, und die ersten Episoden funktioniert das auch ganz gut, aber irgendwann langweilt der immer gleiche Kram doch etwas: Vielverdienende Footballstars mucken, Dani versucht herauszufinden, was los ist, hat ihren erkenntnisreichen House-Moment und alles wird wieder gut.
Noch reicht für mich der Spin jeder Episode, um dann doch noch mal einzuschalten. Aber wenn sich nicht bald etwas verändert, wird die zweite Staffel bei mir nicht mehr ankommen.
Übrigens: Achtet auf das Sportgerät in den Opening Credits. Cooles Easter Egg, oder?
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Wilfred
Die wohl WTF-igste Serie der Saison. Und laut meinen Kriterien zur Beurteilungen von Serien eigentlich eine positive Sache – also warum hier unten? Ähnlich wie bei Necessary Roughness nervt mich das Setting nach der Zeit.
Prämisse dieses Remakes einer australischen Serie14: Der depressive und suizidale Ryan (Elija Wood) soll auf den Hund (Wilfred) der hübschen Nachbarin aufpassen. Als er das tut, stellt er fest, dass Wilfred ein Mann im Hundekostüm ist. Allerdings scheint nur er den Hund so zu sehen.
Die Idee? Großartig. Wie Wilfred sich im Kreis dreht, bevor er sich hinsetzt. Wie er dem Laserpointerpunkt hinterherspringt. Toll. Aber dann ist der Grundton der Serie so lahm! Sie fühlt sich an, als würden nicht nur die Hauptcharaktere dauernd kiffen, sondern auch Produktion und Regie.
Das Fall-der-Woche-Schema mit der immer gleichen Struktur ist auch nach ein paar Folgen ausgelutscht. Ryan undoder Wilfred geraten in Schwierigkeiten, Ryan undoder Wilfred bügeln es aus und sind beste Freunde, Wilfred macht etwas böses.
Liebe Autoren: Nehmt für Staffel zwei doch mal ein bisschen Fahrt auf, dann weden wir wieder Freunde.
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Alphas
X-Men meets CSI. Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten bilden eine Einsatzgruppe zur Bekämpfung von Verbrechen, die von böseren Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten verübt werden. Klingt nicht sonderlich originell, was?
Ist es auch nicht. Man hätte da vielleicht eine gute Genre-Serie draus machen können, aber Alphas ist leider von der Qualität eines durchschnittlichen SyFy-Films. Soll heißen: Platte Charaktere und langweilige Geschichten15, die schon bald nerven.
Ciao.
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Soviel zu den Neustarts. Jetzt, kurz, die bereits etwas länger laufenden Serien.

Burn Notice
Auch in der fünften Staffel wird die Michael-Westen-Show nicht langweilig. Die Showrunner bauen genug Veränderungen ein, dass es neben dem Fall der Woche immer noch interessant bleibt. Gefällt mir immer noch sehr.

White Collar
Fast noch mehr als bei Burn Notice traut man sich bei White Collar große Veränderungen durchzusetzen, bzw. sie ordentlich anzudeuten16. Und auch bei den Fällen der Woche bleibt man kreativ.

Strike Back
Das britische 24. Viel Verschwörung und Action, weniger Patriotismus. Macht Spaß.

The Glades
Bei The Glades kann ich am wenigsten mit dem Finger drauf zeigen und sagen: »DAS gefällt.« Vermutlich ist es Hauptdarsteller Matt Passmore und seine Detektivfigur. Wie dem auch sei: The Glades findet immer noch abgedrehte Fälle in den Everglades und kombiniert sie mit abgedrehter Romantik zwischen den Hauptdarstellern.

True Blood
True Blood ist irgendwie auf dem absteigenden Ast. Die Serie ist toll und hervorragend geschrieben und produziert. Aber vermutlich hat sie sich selbst eine derart hohe Messlatte gesetzt, dass etwas schwächere Staffeln direkt langweilig erscheinen. So zumindest die Aktuelle. Sookie ist fast unanwesend und im Dauerliebesakt mit ihrem neuen Herzensvampir beschäftigt, während vor der Haustür eine Mittelalterhexe um ihre Emmynominierung kämpft. Ist immer noch toll zu sehen, aber früher war alles besser.

Rookie Blue
Die zweite Staffel dieser Polizeisoap ist tatsächlich etwas besser als die erste. Verbrechensbekämpfung mit Persönlichkeit. Gefällt.

Royal Pains
Wunderbar anzusehen, aber doch langsam etwas langweilig, oder? Die Versuche, die Geschichte durch damoklesschwertige Andeutungen potenzieller Zukunftsdramen zu würzen, scheitern am fehlenden Zumpunktkommen. Bitte tu das doch, liebes Royal Pains, dann würdest du mir noch ein bisschen mehr gefallen.

Leverage
Hier fehlt irgendwie die Weiterentwicklung. Der Fall der Woche ist mal schlechter, mal besser, aber das überlagernd gibt es keine wirkliche Geschichte, die die nächste Episode stärker erwarten lässt.

Covert Affairs
Das war mir nach ein paar Folgen zuviel bedeutungsschwerer Tralala. Wird vielleicht noch mal nachgeholt, die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben.

  1. Gutes zuerst, schlechtes zuletzt. []
  2. Der Chef von »Infeld & Daniels« wird ganz großartig-bescheuert gespielt von Malcolm McDowell. Auch ein absolutes Highlight. []
  3. Habe ich gerade erfunden. Klingt doof, oder? Egal. []
  4. Und die daraus folgende charakter-zentrierte Story. []
  5. Buchrückenmodus. []
  6. Aufgabe: Findet ein Anagramm zu Doctor Who. Und los. []
  7. Dem Kanal von Skins… []
  8. Achtung, Klammersetzung! Eine (Krankenhausserie im Krieg) mit (Soapelementen). Hier bekriegt kein Krankenhaus Soaps. Das wäre ja auch irgendwie doof. []
  9. Krankenhaus + Soap = Grey’s. Oder? []
  10. Ich meine, die Hauptdarstellerin joggt immer. Mit langen Ärmeln. In der Wüste. Seriously? []
  11. Nach ISO-8541, ihr wisst schon. []
  12. Welche Serie hat keine Episoden? Andi, dieser Vollpfosten, ne? []
  13. Vorteil: Man muss durchschnittlich nur 12 Minuten zwinkern. Yeah. []
  14. Originalautor sowie Autor dieser Version ist übrigens Hunddarsteller Jason Gann []
  15. Zu letzterem hat sich auch Eureka hinentwickelt. Schade eigentlich. []
  16. Spoiler: Dass Caffrey nie mit dem Schatz abhauen würde, ist klar — schließlich wäre sonst die Serie vorbei… []

Links zu Interpretationen des Serienfinales von Lost

Update 25.5., 21:30: Zwei Links der Liste hinzugefügt (DarkUFO x 2).
Update 27.5., 12:00: Link zu Hitfix hinzugefügt.

Fand ich auf Twitter noch eloquentere Worte, möchte ich das Serienfinale von Lost an dieser Stelle mit einem einzelnen Wort zusammenfassen: WTF!?.

Das Finale war all das, was wir uns gewünscht haben und zugleich das Gegenteil. Es beantwortete Haufen von Fragen und Mythologien – und gibt der gesamten Serie im allabschließende Finale-Finale ein völlig neues, altes, wtf-iges Thema.

Es ist so verwirrend, dass ich mich selbst außer Stande sehe, eine schlüssige Interpretation abzugeben. Das ist schade. Aber für sowas gibt’s das Internet, in dem sich schließlich eine Reihe Nerds herumtummeln, die neben Zeit zum Schauen der Lost-Folgen und zum Auswendiglernen der Lostpedia auch noch über genug Kreativität verfügen, schlüssige Zusammenhänge zwischen Pilot: Part 1 und The End zu finden.

Hier möchte ich sie sammeln.

Achtung. Folgende Liste kann Hochgradigkeit von Spoilern enthalten.

Und jetzt ihr: Habt ihr Links zu Interpretationen? Oder gar selbst welche? Ab damit in die Kommentare!

  1. Ja, fast die besten bisher. []
  2. Uff. Das ist mir zu lang. Hab’s noch nicht ganz gelesen. Kommt noch. Vielleicht. []

Trailer (fast) aller neuen TV-Shows kommender Saison Herbst 2010 (NBC, FOX, ABC, CBS, The CW)

Diese Woche sind in den USA die Upfronts: Die großen TV-Sender stellen ihren Werbekunden und der Öffentlichkeit ihr neues Programm für das im Herbst startende TV-Jahr vor. Die bei den Produzenten1 bestellten TV-Shows kommen so erstmals richtig ans Tageslicht.

Die Trailer zu den Shows sind an vielen Stellen verteilt. Selbst bei den Serienüberblickseiten muss man sich bilderklickstreckengleich durch eine Reihe von Seiten durchklicken.

Deswegen: In dem Post sind alle bisher veröffentlichten Trailer eingebunden. Teils von den offiziellen Network-Seiten, teils von YouTube.
Bisher haben fast alle großen Sender ihr Programm vorgestellt. Als kleinster großer Sender fehlt nur noch The CW2. Aber, seien wir mal ehrlich, zu 85% wird das sowieso wieder nur die fünfhundertste Lorentztransformation von 90210 Unexpected. Werde die Trailer bei Zeiten hinzufügen. Trailer sind dabei.

Trends 2010? Neue Superhelden, viel Coming-of-Age- und Marriage-Kram, Rückkehr der klassischen Freunde-unterhalten-sich-über-ihr-Liebesleben-(und-schlafen-miteinander-)Sitcoms, Urban-Crime-Dramas (Detroit / Chicago; Hawaii Five-O), neue Ansätze bei Law-Procedurals.

Grob sind die Clips nach meinem Gefallen geordnet: Oben steht das, was mir gut gefiel, unten das, was mir nicht so gut gefiel. Alles ist als Tendenz zu verstehen und natürlich nur basierend auf dem, was der Trailer zu bieten hatte3.

Update, 21. Mai: Clips4 der beiden neuen The-CW-Shows »Nikita« und »Hellcats« eingebaut.

Side Note: Wie das physikBlog hat diese Seite nun am Ende jedes Postings auch Facebook-Like- und Flattr-Button.

Et Voila, es folgenden 31 33 Trailer:

The Event (NBC)

Undercovers (NBC)

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  1. Jaja. Im weitesten Sinne »Produzenten«. Das sind natürlich riesige Produktionsfirmen, die dahinter stecken… []
  2. Kommt heute/morgen. []
  3. Und man merkt, was schon ein guter Schnitt ausmachen kann… []
  4. Wohl keine wirklichen Trialer… []

US-Serien Herbst 2009: Preview

Bevor man nach vorne blickt, fordert das chronologisch-neurotische Hirn eigentlich, zuerst zurück zu blicken. So war das hier auch geplant: eigentlich wollte ich erst über die Serien der letzten paar Monate berichten, bevor ich dann stilvoll1 auf die frisch in der Herbstsaison angelaufenen Serien hinweise und messerscharfe Empfehlungen ausspreche.
Pustekuchen.
Der Peer-Pressure über Twitter verlangt Empfehlungen von mir, noch bevor es überhaupt so richtig losgegangen ist, mit der neuen Serien-Saison. Natürlich gebe ich ihm nach. Twitter is King.

Vorher aber ein Disclaimer: Die meisten der folgenden Serien haben einen ansprechenden Teaser-Text undoder Trailer. Das kann sich in der Serie fortsetzen, muss es aber bei weitem nicht. Wie oft haben wir nicht schon pointiert geschnittene, atemraubende Trailer gesehen, die sich dann in ihrer Filmserienvollversion als lahmes Ding entpuppt haben? Eben.
Natürlich starten nicht nur neue Serien, sondern auch alte, großartige Serien werden in diesen Wochen fortgesetzt. Auf die mag ich an anderer Stelle hinweisen, hier soll’s schlichtweg um brand-new Stuff gehen.
Fertig? Los!

FlashForward
FlashForwardWahrscheinlich der heiß-erwarteste Neustart dieser Saison. Manch einer spricht bereits von einer Lost-Nachfolgeserie2. Die Erwartungen sind also hoch.
Warum es geht: Fast alle Menschen sehen gleichzeitig für 2 Minuten und 17 Sekunden einen Moment 6 Monate in der Zukunft ihres Lebens. Wodurch? Wird es wirklich so kommen? Sind die teils unerfreulichen Dinge noch zu ändern? War alles nur ein riesiger Hoax? Und was ist mit denen, die nichts sahen? Sind die tot?
Die Serie beruht auf einer Romanvorlage, allerdings versichert der Show-Runner, das Ende verändert zu haben, so dass Romankenner noch etwas von der Spannung abbekommen. Man habe genug Stoff und Ideen für mindestens vier Staffeln, aber durchaus auch noch mehr.
Die ersten 18 Minuten kann man sich mit amerikanischer IP bereits bei ABC anschauen.
Startdatum: 24. September | Trailer; Wikipedia.

Bored To Death
Bored To DeathEbenfalls erwartungsvoll blicke ich auf diese neue Serie mit Jason Schwartzman und Zach Galifianakis3. Schwartzman spielt einen Krimibuchautor, der irgendwann meint, doch ganz gutes Wissen über Krimi und so zu haben und beschließt, sich als Privatdetektiv etwas dazu zu verdienen.
Was ich sah, sieht nach einer lustigen und abgedrehten, aber durchaus intelligenten Dramedy aus.
Startdatum: 20. September | Trailer; Wikipedia.

Glee
GleeDie wohl seltsamste neue TV-Show in dieser Saison, in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel inhaltlich: Es geht um den Glee-Club einer Schule, eine Art Musical-AG. Der Glee-Leiter möchte den Glee-Club zu alten Höhen verhelfen. Der Club startet mit ein paar Talenten, wird aber vom Rest der Schule nur böse verlacht. Etwas für Halbstarke, Schwule und naive Mädchen. Entsprechend seines Inhalts wird bei Glee einiges Gesungen und viel mit A-Capella-Hintergrundmusik begleitet. Das Ganze ist aber nur manchmal etwas »cheesy«, sondern hat meist kritische, intelligente und lustige Momenten – mit einem Grundspaß an Gesang durchaus sehr toll. Aber nicht nur vom Inhalt her seltsam: Die Serie ist von Ryan Murphy, der auch hinter Nip/Tuck steckt und dort alles andere als ein glattes, politisch korrektes Drama gemacht hat. Außerdem hat der Sender die Pilotepisode bereits vor ein paar Monaten ausgestrahlt – seltsames Konzept!
Glee läuft bereits seit drei Wochen und gefällt mir immer noch. Mal schauen, ob’s so bleibt.
Trailer, Wikipedia.

Community
CommunityAuch diese Serie ist bereits angelaufen und portraitiert das Leben einer Gruppe auf einem Community-College, einer Art weiterführenden Schule zwischen High-School und Universität. Wir starten mit Jeff, der eigentlich Anwalt war, bis man merkte, dass er sein Diplom nur gefälscht hatte. Auf dem College kommt er mit seiner großspurigen Klappe nicht ganz so gut an, wie er sich gewünscht hätte (besonders bei den Frauen).
Erscheint mir als ganz ok-e Comedy, nicht mit viel Tiefe undoder Wortwitz, aber durchaus solide.
Trailer, Wikipedia.

Eastwick
EastwickDrei Frauen entdecken auf einmal ihre übernatürlichen, hexenhaften Kräfte. Serienversion eines ähnlichbetiteltem TV-Films der 80er. Erinnert leicht an an »Charmed« in etwas höherer Qualität. Könnte entweder gut und nett werden, oder aber sehr vorhersehbar und platt.
Lassen wir uns überraschen.
Startdatum: 23. September | Trailer, Wikipedia.

Stargate Universe
Stargate UniverseVor zwei Jahren ging »Stargate: SG-1« zu Ende, letztes Saison dann auch der Spin-Off »Stargate: Atlantis«. Gut so, denn die Folgen wurden derart langweilig, ich, der ich durchaus mal sowas wie ein Fan des Franchise war, habe die letzte Staffel Atlantis gar nicht mehr zu Ende geschaut. Viel zu lahm.
Stargate Universe ist also das zweite Spin-Off, das im Stargate-Universum spielt aber bis auf eben jenes Stargate nicht viel mit den vorherigen Show zu tun haben soll. Eine Gruppe Astronauten findet ein verlassenes Schiff, besteigt es, um sogleich festzustellen, dass es sich aufmacht und das Weite sucht. Mit ihnen an Board.
Könnte schnell zu weiteren, in den Sand gesetzten Stargate-Version werden4 , oder aber, in einem Sci-Fi-Bezugssystem, ganz nett. Wir werden sehen.
Startdatum: 2. Oktober | Trailer, Wikipedia.

The Forgotten
The ForgottenEine Krimiserie mit etwas anderer Ausgangssituation. Es ermitteln keine FBI-CBI-CSI-Beamten sondern freiwillige Amateure, die gerne Verbrechen lösen (um jeweils aus anderen Motiven etwas in ihrer Vergangenheit auszugleichen…). Erzählt wird jede Episode aus der Sicht des jeweils aktuellen Mordfalls.
Klingt ganz nett.
Startdatum: 22. September | Trailer, Wikipedia.

The Good Wife
The Good WifeEin Juristendrama, das sich um Alicia dreht. Eigentlich friedliche Ehefrau eines Politikers, kehrt sie nach einem Sex-Skandal mit anschließender Haftzeit von eben jenem Ehemann in ihren alten Job als Anwältin zurück. Produziert wird von Tony und Ridley Scott.
Wiedermal: Wird entweder eine hübsche, frische Juristenshow oder eine Haben-Wir-Sowieso-Schon-Alles-Gesehen-Version.
Startdatum: 22. September | Trailer, Wikipedia.

Es dauert noch etwas, bis in der Midsaeson folgende Serien starten, aber damit ich sie schon mal erwähnt habe…

V
Außerirdische landen auf der Erde und sind super nett zu allen. Eine kleine Gruppe glaubt dem altruistischen Gedanken der Fremden nicht und scheint recht zu behalten. Ein Remake eines 1983er TV-Films.
Klingt eigentlich alles sehr gut und ist endlich mal wieder ein Sci-Fi-Alien-Drama von einem großen Kanal. Aber ich befürchte, es könnte ganz schön alben werden und floppen. Ich hoffe natürlich das Gegenteil. Trailer.

Human Target
Das menschliche Ziel ist in dem Fall Christopher, ein persönlicher Bodyguard für die ganz harten und gefährlichen Fälle. Auf einem DC-Comic beruhend gibt’s immer neue, kritische Situationen, in der er seine Leistung vor Bankmanagern et cetera beweisen muss. Trailer.

Past Life
Ein paar Detektive recherchieren über das vorherige Leben ihrer reinkarnierten Klienten. Entweder riesiger Humbug oder ganz nett. Trailer.

Day One
Eine fastapokalyptische »Sache« zerstört das moderne Leben. Day One geht in 13 Teilen um eine Gruppe Überlebender aus einem Apartementkomplex. Trailer.

Bei dem Girly-Sender5 The CW hat man die Sasion bereits ein paar Wochen früher starten und floppen lassen. Deswegen kann ich eine Nicht-Empfehlung für deren drei neue Serien aussprechen.
The Beautiful Life: TBF, eine Serie über Models in New York, Melrose Place, das Remake des Spin-Offs von 90210: Beverly Hills und Vampire Diaries sind allesamt arg oberflächlich, dumm und auf stylisch gemacht – teils tut’s weh. Am ehesten kann man sich noch Vampire Diaries anschauen, obwohl es YAVS6 ist, die mit ihrem jugendlichen Cast und der Story ganz tief und ganz klar in die Twilight-Kerbe sticht.

  1. Sicherlich! Weil: immer! []
  2. Wie wir alle wissen, wird die im Januar startende Lost-Staffel die letzte und unser Leben ab Mai lostlos sein. []
  3. Dessen Namen ich immer nur durch Copy-and-Paste richtig schreiben kann… []
  4. Zumal das Produktionsteam gleich geblieben ist… []
  5. Neu, seit 2009. []
  6. Yet Another Vampire Series™. []

Gastbebloggt: The A-Team is back with Leverage!

Nachtrag: Den Gastblogeintrag gibt’s weiter unten!
Die Tage bin ich übrigens dem Aufruf des Herrn Mitbloggers Eay gefolgt und habe für sein eayz.net einen Gastbeitrag geschrieben.
Es geht um eine relativ frische amerikanische Serie (“Leverage“), eine relativ alte amerikanische Serie (das A-Team), Chuck Norris und Oscars.
Ein pinkes Zweihorn ist nicht involviert.
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Top Things 2008: Serien (Rundumschlagversion)

Wenden wir uns in diesem Jahresrückblick endlich meinem Lieblingsthema zu. Den TV-Serien. Meine Damen, meine Herren, halten sie sich fest, für den wohl längsten Serienbeitrag aller Zeiten. Im ganzen Universum. Mindestens.

2008 war ein sehr seltsames Jahr für die TV-Serienlandschaft. Wegen des Streiks der Drehbuchautoren am Anfang des Jahres, wurde von vielen Serien nur eine halbe Staffel gesendet. Manche schafften es sogar gar nicht erst in den Flimmeräther.
Aber so verquert das klingt: nicht alles am Streik war schlecht. Die fehlende Konkurrenz der großen Broadcaster ließ den kleinen Kabel-Sendern mit ihren Serien, zu recht, viel Beachtung zukommen1. Und die Saison 2007/2008 als eine “Lightversion” einer normalen Saison, hat Serien im Herbst 2008 eine Rückkehr auf den Bildschirm ermöglicht, die sonst vielleicht eingestellt worden wären.
Und der Streik brachte uns »Dr. Horrible’s Sing-Along Blog«. Und das war schon eher gut2.

Aber genug der Schwafelei. Es folgt meine lange Liste der Lieblingsserien der letzten Monate3. Serien, die zum ersten Mal hier vorgestellt wurden, haben ein kleine, grünes »neu« verpasst bekommen.

Chuck
ChuckChuck schafft es auch in der zweiten Staffel mich immer noch zu begeistern. Und zwar mehr denn je! Der Witz der Serie ist grandios, die Dramatik stimmt, genauso wie eine Riege toller Schauspieler; der nötige Nerd-Faktor ist vorhanden, die Liebesgeschichte ist herzzerreißend und nervt auch nach so vielen Folgen nicht und es gibt immer noch alle 1,3 Folgen einen Twist, den man so nicht auf dem Radar gehabt hat — meistens sogar mit Cliffhanger.
Ja, Chuck stellt in seiner aktuellen Staffel das Maß aller Serien für mich dar. Die Tollpatschigkeit und die Genialität, mit der sich Chuck dann doch wieder aus der Terroristenwelt befreit. Die verzwickte Beziehung zu Sarah. Und der wunderbare Casey…
Wenn man sich einmal auf die Prämisse eingelassen hat, dann ist man auch schon im Bann der Charles Bartowski und seiner Persiflage einer Spionageserie.
[Chuck: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Eli Stone
Eli StoneDiese Serie lässt sich in manchen Bereichen mit Chuck vergleichen, ist aber dann in mindestens genauso vielen Bereichen komplett unterschiedlich. Jonny Lee Miller spielt den aneurysmageplagten Neuzeitprophet mit einer derartigen Überzeugungskraft — allein für ihn lohnt sich schon das hinschauen. Auch Eli Stone ist in der der zweiten Staffel und hat im Laufe schon eine tolle Ideen vom Writer’s Room auf den Bildschirm transportieren können. Auch hier muss man sich erst einmal stark auf die Prämisse einlassen, aber dann ist Eli Stone eine tolle Mischung zwischen »Fall der Woche«, den Eli immer irgendwie quer mit seiner Vision lösen muss, und einer folgenübergreifenden Handlung. Klappt die Neuausrichtung der Kanzlei? Wann kommt Eli endlich mit Maggie zusammen? Wie wird er der dunklen Kraft seines Akupunkteurs nicht wiederstehen? Wie wird er als nächstes die Beziehung mit seinem Bruder ruinieren? Und hier wird es etwas langweilig. Schon wieder der Bruder!?
Aber gut, lieber schon wieder der Bruder, als gar nicht mehr der Bruder. Die Absetzung von Eli Stone ist beschlossene Sache. Zum Schreibungsdatum dieses Eintrags verbleiben noch vier ungesendete Folgen und dann ist Schluss mit dem prophezeiendem Anwalt mit dem verwirrtem Blick. Sehr schade.
[Eli Stone: offiziell | IMDbWikipedia]

The Mentalistneu
The MentalistDer erste Neustart der aktuellen Saison in meiner Liste. Und auch, da sind sich Kritiker und Zuschauer einig, der einzig richtig Gute. Seh ich auch so.
Patrick Jane kann Feinheiten an Tatort und an Personen erkennen, die den restlichen Ermittlern seiner Staatspolizei entgehen. Er setzt sie geschickt zusammen, provoziert hier noch etwas, überspitzt dort noch etwas und schon ist der Fall gelöst. Nebenbei jagt er noch einen speziellen Mörder namens Red John. Der hat seine Familie brutal ermordet. In seiner ersten Karriere als TV-Mentalist hat Jane Red John beleidigt — Janes Familie musste büßen.
The Mentalist ist eine Art Psych in ernst. Dabei ist The Mentalist eigentlich alles andere als ernst. Simon Baker als Patrick Jane tritt mit einer derartigen Verschmitztheit auf, führt seine Gegenüber mit diesem überlegenen Lachen vor — es macht einfach nur Spaß zuzuschauen.

Was The Mentalist sonst noch so herausragend macht? Die Drogenbeauftragen bei Serienjunkies haben sich dessen einmal angenommen.
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House
HouseDie vierte Staffel House war wegen ihrer Streik-Komprimierung schon sehr gut. Aber die Fünfte? Huiui! Sogar noch besser. Die »Patienten der Woche« bleiben gut. Aber die Geschichten im Team von House und um House selbst herum, die werden besser. Vielschichtiger. Ohne zu viel zu spoilern: Wilson. Cuddy. 13. Foreman. Harold-and-Kumar-1/2 Kutner.
Ich finde die fünfte Staffel House außerordentlich gelungen. Macht einfach nur Spaß.
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Lost
LostGibt es eigentlich schon einen Namen für sowas? Etwa: Den Losteffekt? Mit immer verwirrenderen Stories, immer mehr Rätseln und immer seltsameren Geschehnissen spielte sich Lost in der Gunst der Fans runter. Das merkte man bei den Verantwortlichen, primär weil die Quoten runtergingen. Man richtete die Serie neu aus, was im wesentlich hieß: Man gab ihr eine feste Anzahl noch verbleibender Folgen (da noch 48 Stück). Außerdem veränderte man das (gefühlte) Verhältnis aufgeklärter Rätsel zu neu aufgeworfener Rätsel4. Und?
Heraus kam eine absolut grandiose vierte Staffel Lost. Nicht zu spoilern geht ja bei Lost gar nicht5. Aber das Zusehen macht Spaß, die Ideen sind nicht mehr allzu abgedreht6 und es ist so ungefähr das komplette Gegenteil von langweilig.
Ich kann es kaum erwarten, das bald die fünfte Staffel startet.
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How I Met Your Mother
How I Met Your MotherAuch How I Met Your Mother (HIMYM) lief Gefahr, in den langweiligen, immer-wieder-das-gleiche Trott zu verfallen7. Aber hier ließen sich die Macher ein paar tolle neue Charaktere einfallen, neue Stories, neue Beobachtungen aus dem Leben, die sie auf ihre spezielle Weise überspitzt persiflagisieren. Und natürlich gibt es die altbekannten (grandiosen) Charaktere, die ihre altbekannten (grandiosen) Stories aus dem altbekannt ändernden Leben bespielen.
Die Dialoge. Die Ideen. Herrje, HIMYM ist einfach immer noch die beste Comedy aller Zeiten. (Und beinah hätte ich es geschafft, HIMYM über den Himmel zu loben, ohne auch nur Barney Stinson zu erwähnen.)
[How I Met Your Mother: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Breaking Badneu
Breaking BadBreaking Bad läuft auf einem dieser kleinen Kabel-Sender, die eigentlich niemand kennt8.
Die Geschichte der Serie kann man nicht erzählen, ohne einen kleinen Spoiler vorwegzunehmen. Ein Grundsatzspoiler, der kurz nach Start der Serie quasi zur Ausgangssituation zählt. Wenn ihr also meinem Urteil blind vertrauen wollt: Die Serie ist herausragend besetzt, wunderbar inszeniert und stellenweise so depressiv, dass sie fast wieder heiter wird. Fast.
Blindes vertrauen? Dann überspringt folgende Inhaltsbeschreibung und geht weiter zur nächsten Serie. Achtung: Walter White ist Chemielehrer. Und jobbt bei einer Autowaschanlage. Sein Schwager ist bei der DEA, der amerikanischen Drogenfahndung. Eines Tages ergibt es sich, dass Walter Krebs diagnostiziert bekommt. Lungenkrebs. Im Endstadium. Tödlich in ein paar Monaten. Walters Welt bricht zusammen. Er hat nicht nur zu wenig Geld für eine Chemotherapie, nach seinem Tod wäre seine Familie auch praktisch Pleite. Und das bei einem behinderten Sohn und einer schwangeren Frau. Walter überlegt, wie er an Kohle kommt. Und schon bald kommt er drauf: Crystal Meth brauen. Er hat den nötigen wissenschaftlichen Background, um mit seinem Drogenkumpanen das reinste Meth der Stadt zu brauen.
Aber natürlich tauchen beim Weg auf seiner Drogenkarriereleiter einige Probleme auf, die allesamt sehr unterhaltsam sind.
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Mad Menneu
Mad MenUnd noch eine dieser Serien auf »irgendeinem dieser Kabelsender«9.
Als »Mad Men« wurden in den 50ern die aufkommenden Werbegestalter der Madison Avenue genannt — so sagt es uns zumindest die erste Episode. Es geht um Don Draper, seines Zeichens erfolgreicher Slogangestalter. Und es geht um das Leben und das Lebensgefühl der 60er. Die zunehmene Kommerzialisierung. Das Großstadtleben, mit all seinen Genüssen und Fallen. Die ziemlich penetrante Allanwesenheit von Zigaretten und Cognac. Um Männer, in den ihren typischen Rollen als Führer und harte, verehrenswerte Wesen. Aber auch um Frauen in ihren typischen Rollen, als Zuarbeiter, Bewunderer und für die Familie zuständig — und wie sie sich langsam aus dieser Rolle emanzipieren.
Eingebetten ist dieses bewegte Foto einer noch gar nicht so alten Gesellschaft in ein perfektes Bühnenbild. Überall typisch pomadesiertes Haar, feine Anzüge, aufwändige Kleider, alte Möbel, Einrichtungen und Geräte. Ein Augenschmaus!
Mad Men ist aber auch inhaltlich sehr interessant, eben weil es einen historischen Einblick liefert, ohne dabei an irgendeiner Stelle penetrant oder lehrreich zu erscheinen. Die Geschichten unterhalten und passen trotzdem sehr nahtlos in die gezeichnete Zeit.
[Mad Men: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Dexter
DexterDie dritte Stafel unseres Lieblingsserienmörders startet eher enttäuschend. Am Ende der zweiten Staffel fehlte der große Cliffhanger, der das Warten auf die dritte Staffel hätte schwer machen können. Dexter muss erst etwas tun, was zum Thema der Staffel wird. Als er das hat (es hat mit einem Tod zu tun!), dauert es aber noch etwas, ehe die Staffel an dextertypischer Fahrt aufnimmt. Die ersten acht Folgen tröpfeln so vor sich hin und erzählen ihre Geschichte. Klar, all das dort Geschehene ist wichtig für die Staffel und das große Ganze, aber ich finde, man hätte das auch locker in drei Folgen packen und die Geschichte dadurch straffen können. Dann hätte sie sich nicht so gezogen.
Danach ist Dexter makellos. Genau so wie wir ihn lieben — ich zumindest.
Allerdings gibt’s auch am Ende dieser Staffel keinen großen Cliffhanger, gut möglich, dass es die nächste Staffel ähnlich schwer hat in Fahrt zu kommen…
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True Bloodneu
True BloodTrue Blood ist die Geschichte von Sookie Stackhouse. Sookie lebt und arbeitet in einem kleinen, typisch amerikanischen Dorf. Sookie hat eine Gabe und einen Fluch: Sie kann und muss die Gedanken anderer Leute hören. Es begibt sich, dass sich vor kurzer Zeit die Vampire geoutet haben. Vampire leben nämlich schon seit Ewigkeiten unter den Menschen, aber jetzt ist es ihnen Gelungen, synthetisches Blut (“Tru Blood”) herzustellen. Sie sind damit nicht mehr auf Menschen als Nahrungsquelle angewiesen und können friedfertig mit ihnen leben.
Bill Compton ist einer von ihnen. Bill Compton ist es auch, der wagt, in eben jenes kleine, typisch amerikanische Dorf zum Anwesen seiner Vorfahren zurückzukehren. Die Bürger sehen das mit sehr gemischten Gefühlen, die meisten wollen ihn lieber wieder jenseits der Dorfgrenzen sehen. Besonders, als reihenweise Menschen sterben, die irgendetwas mit Vampiren zu tun gehabt haben…
True Blood ist toll besetzt — allen voran Oscarpreisträgerin Anna Paquin als Sookie. Die Serie zeichnet ein idyllisches Bild des amerikanischen Lebens, mit all seinen Vorurteilen und Aufgeschlossenheiten. Klar, es ist »yet another vampire series«, aber True Blood ist so wunderbar ruhig erzählt, größtenteils ganz unreißerisch und trotzdem voll spannender Momente und wendender Situationen.
[True Blood: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Fringeneu
FringeOhje. Fringe. Fringe war wohl die neue Serie in dieser Saison. Es gab riesige Werbeflächen und einen noch größeren Hype. Schließlich ist es eine neue Serie vom Vater des Hypes persönlich, von J.J. Abrams — der Mann hinter Lost, Alias, Cloverfield und dem neuen, ebenfalls heiß erwartetem Star-Trek-Film.
Es geht um eine Art Neuauflage der X-Akten im 21. Jahrhundert, mit stärkerem Charakterbezug, fetziger Technik und einer großen Portion Verschwörungstheorie. Das Ganze eingepackt in tolle Kamerabilder und Gegenlichtblendenflecken10. Storymäßig heißt das, wir verfolgen ein Team von Spezialbeamten und Wissenschaftlern, wie sie sich um »Fringe Science«, also Grenzwissenschaften kümmern. All das Wissenschaftliche, was man klassisch nicht für möglich gehalten hätte11. Schnell wird klar, dass irgendwo in der Welt gerade jemand mit eben diesen Wissenschaften Schindluder betreibt. Unsere Helden müssen herausfinden, wer das ist, und ihn stoppen. Na klar.
Fringe macht einem die Bewertung alles andere als leicht. Die Produktion ist perfekt, die Bilder und Kameraeinstellungen ein Hingucker. Auch die Charaktere sind toll gezeichnet, toll verquerter Humor ist anwesend; Verschwörungtheorien sind eh spitze. Und es gibt Folgen, da denkt man nur: “WTF?”, so großartig wurde mit Cliffhangern und kleinen Stories darauf hingearbeitet.
Aber dann gibt es eben auch Folgen, die sind derart belanglos12, derart lasch erzählt, es wird fast langweilig.
Zum Glück aber nur fast, denn Fringe oszilliert zwar auf der Tollheitsskala aber mit ganz klarer Tendenz zum Positiven.
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The Big Bang Theory
The Big Bang TheoryAuch die Theorie des großen Knalls, kurz TBBT, legt eine famose zweite Staffel hin. Das Spiel der Personen untereinander, aber besonders die ganzen nerdigen Bezüge zur Popkultur und zur Wissenschaft — einfach sehr witzig.
Der Grund, warum TBBT nicht nach weiter oben gerückt ist: Ich finde, die zweite Staffel konzentriert sich zu sehr auf Sheldon. Natürlich ist Sheldon der stärkste, bescheuertste und deswegen wichtigste Charakter der Serie, aber so langsam geht’s mir einfach auf die Nerven. Das fühlt sich an, als hätten die Produzenten in einer Seherumfrage festgestellt, dass Sheldon in Staffel 1 allen am besten gefallen hat. Die Marketingfirma hat darauf hin vorgeschlagen, Sheldon doch einfach noch weiter in den Mittelpunkt zu rücken. Und das kam dabei raus…13
Trotzdem: TBBT hat den nerdigsten Witz aller dieslistigen Serien.
Und welche Serie hätte uns sonst das »TBBT Formeln im Hintergrund auf Whiteboard erkennen«-Spiel gebracht?! Eben.
[The Big Bang Theory: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Burn Notice
Burn Notice»Characters Welcome«. Das ist immer noch der Slogan, mit dem Pay-TV-Sender USA Burn Notice teasert. Und so ist es auch: Der Charakter von Michael Weston steht im Zentrum — und wird einfach unvergleichbar gespielt von Jeffrey Donovan. Ihm macht es Spaß zuzuschauen, wie er Stück für Stück dahinter kommt, wer ihn geburnt hat — natürlich um es wahrscheinlich nie zu erfahren.
Die Mischung aus MacGyver-im-21.-Jahrhundert, Spionage und tollen Schauspielern ist auch in seiner aktuellen Staffel immer noch ein Hingucker. Oder zwei. Oder drei.
[Burn Notice: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Skins
SkinsAuch die zweite Staffel des britischen Skins ist immer »auf die Fresse«-ig.
Mittlerweile kennen wir alle Charaktere und wissen, wie bescheuert und verkorkst sie sind; was sie so tagtäglich für verrückte Aktionen machen. Man könnte also meinen, da bleiben nach der ersten Staffel nicht viele Ideen übrigen? Nun, in gewisser weise stimmt das; Staffel zwei ist bei weitem nicht so kinnladenrunterziehend wie Staffel eins. Trotzdem schafft es Staffel zwei noch ein Stück krasser zu werden und ein paar mehr Twists einzubauen, die man so nicht erwartet hätte.
Am 22. Januar startet die dritte Staffel von Skins, und da man auch hinter den Kulissen festgestellt hat, dass sich die Geschichten und damit die Charaktere langsam auserzählt haben, dreht sich die dritte Staffel um die nächste Generation Skins. Wird sicherlich wieder außerordentlich toll, da bin ich sicher.
[Skins: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Californication
CalifornicationAuch ein Problem mit der zweiten Staffel hat Californication. Die erste Staffel lebt davon, dass unser Lieblingsautor Hank Moody es immer wieder versaut. Steigt immerfort mit Frauen ins Bett, ist depressiv, reitet sich immer ein Stückchen weiter in die Scheiße.
Allein von der Ausgangssituation am Ende der ersten Staffel her kann man schon ahnen, dass uns in der zweiten Staffel ein völlig anderer Hank Moody begegnet. Einer, der versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Der sich nicht mehr von seiner Umwelt treiben lässt und auf jeden Karambolagezug aufspringt. Ein ziemlich langweiliger Hank Moody.
So ging es mir zumindest am Anfang der Staffel ganz stark und im weiteren Verlauf dann immer noch ein bisschen. Es fehlt das Krasse, was Californication so zur Perfektion überspitzt hatte. Das, wo man sich die Hände auf die Stirn schlägt und trotzdem das Zwerchfell blutig lacht.
Trotz allen Negativens bleibt auch die zweite Staffel Californication ein absoluter Hingucker und eine tolle Serie. Krassheit wurde durch Tiefgründigkeit ersetzt. Und die zieht irgendwie nicht ganz so stark.
[Californication: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Psych
PsychBei keiner anderen Serie merkt man weniger, dass wir mittlerweile in der dritte Staffel von ihr sind. Psych bleibt immer gleich. Gleich gut.
Es ist einfach viel zu toll, Shawn und Gus bei ihren psychologischen Tatortevaluierungen zuzusehen. Dieser kindische Spaß, die nerdigen Anspielungen — und wie sich dann am Ende in Shawns Kopf alles zusammensetzt. Sehr toll. Und alles ohne irgendwelche tiefgründigen Verschwörungstheorien, großem Drama. Einfach nur Krimanalfällelösen mit Spaß.
Und wenn Shawn endlich mal seine Jules abkriegt, dann freu ich mich noch ein Stückchen mehr.
[Psych: offiziell | IMDb | Wikipedia]

30 Rock
30 RockKeine andere Serie, die gleichzeitig auch noch gut ist, gewinnt dabei noch so viele Preise wie 30 Rock. Die Geschichten aus dem NBC-Headquarter sind immer so toll abgedreht und bescheuert, die Menschen mindestens genauso. Tina Fey und Alec Baldwin zuzusehen, das ist einfach ein Genuss. Ach was — alle Schauspieler sind einfach erstklassig.
Es sollte viel mehr 30 Rock geben. Jawohl.
[30 Rock: offiziell | IMDb | Wikipedia]

90210neu
90210Das hätte ich vor dieser TV-Saison nicht gedacht. Als es erste Gerüchte um eine Neuauflage der 90er Jahre Teenie-Serie gab, und selbst als es dann fest wurde, habe ich immer nur müde darüber gelächelt. Wird bestimmt so, wie man heute “Beverly Hills, 90210″ empfindet.
Aber von wegen. Ich bin positiv überrascht über das, was Veronica-Mars-Ex Rob Thomas da abgeliefert hat. Klar, es bleibt Teenie-Serie, aber es geht nicht ganz so schmalzig zu, wie damals. Es geht immer noch um das tägliche Drama einer ganz normalen High School auf Beverly Hills14, viele Intrigen, die Probleme des Größerwerdens und der Schönen und Reichen.
Aber es ist schön in Szene gesetzt, mit netten Schauspielern und gar nicht so platten Plots. Keine große Serie und sicherlich kein Meilenstein – aber »fun to watch«.
[90210: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Eureka
EurekaEureka ist immer noch diese Mischung aus Science-Fiction, Comedy und Dramatik, die ich seit erster Staffel liebe.
Viel mehr bleibt nicht zu sagen: Sheriff Jack Carter wird von Colin Ferguson fantastisch gespielt; die simple, aber einfach funktionierende Struktur, die jeder Folge zu Grunde liegt (großes Problem mit irgendeiner wilden Maschine, Carter macht sich zum Affen, schafft es dann aber mit seinem ordinären Denken das Problem zu lösen – alles gut); und all die wunderbaren Sachen, die so drumherum noch passieren.
Schön anzusehen.
[Eureka: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Greek
GreekGreek ist immer noch diese Mischung aus Klischee-Teen-Serie und dem genauen Gegenteil. Auf der einen Seite gibt es Studentenverbindungen, Saufparties, verworrende Liebesbeziehungen und all so etwas — aber letztendlich gehen die Geschichten dann doch etwas tiefer, das »Problem der Woche« ist nicht so platt, wie bei all den anderen Serien und der Witz ist meist wirklich spaßig, teils sogar intelligent.
Mal schauen, ob das auch für die restliche Staffel gilt.
[Greek: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Gossip Girl
Gossip GirlYet another Teen Series. Und wieder geht’s um Reiche und Schöne. Von der Upper East Side New Yorks. Erzählt, mit dem Voice Over der immer mal wieder eine Rolle spielenden Gossip-Girl-Bloggerin.
Die erste Staffel ging mir zum Ende hin auf die Nerven. Immer wieder platte Intrigen, immer wieder Im-Kreis-Drehen und immer wieder neue Verstrickungen, die von Mal zu Mal nur noch unwirklicher werden.
In der zweiten Staffel ist das immer noch so15, aber irgendwie geht’s dann doch ein Stükchen weiter und es dreht sich nicht so viel im Kreis.
Ob es sich hält? Man weiß es nicht, gut möglich, dass mich in fünf Folgen auch schon wieder all das Hin und das Her nervt. Aber für den Moment ist’s ok.
[Gossip Girl: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Smallville
SmallvilleSmallville ist wie eine Mücke, die einem immer und immer wieder in einer Sommernacht besuchen kommt. Die Story ist eigentlich schon seit ein paar Staffeln auserzählt. Aber es ist auch die einzige Serie, die dem Heimatsender The CW immer noch gute Quoten bringt. Also wird Smallville immer und immer wieder verlängert. Auch wenn von den ursprünglichen Darstellern nur noch wenige vorhanden sind.
Die aktuelle Staffel ist erstaunlich gut. Charakter, die mir schon viel zu lange auf die Nerven gingen, sind endlich weg und unser junger Farmer kann sich in seinem Plan, der Retter der Welt zu werden, wieder ein Stückchen weiter entwickeln.
Langsam kommt dann auch endlich die Liebesgeschichte zwischen Louis und Clark in Fahrt. Wurde auch langsam Zeit.
[Smallville: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Merlinneu
MerlinDie Briten stehen auf Kostüme und Mittelalter. Nach ein paar tollen Staffeln von Robin Hood geben sie sich jetzt an den nächsten Mythos: Merlin. Es geht um die Jugendjahre des Magiers (ja, der Vergleich zu Smallville drängt sich förmlich auf…).
Merlin kommt als Schüler nach Camelot und wird zum Diener des designierten Trohnnachfolgers Arthur. Dabei wird er immer wieder in Verlegenheit gebracht, seine Magiekräfte einzusetzen. Aber mit denen gibt’s ein kleines Problem: Magie ist auf Camelot verboten.
Die Serie ist schön inszeniert, hat aufwändige Kulissen und pompöse Kostüme. Sie fing gut an, dümpelt zum Ende hin aber etwas. Es fehlt an der Progression, am Neuen, was die Story vorantreibt. Immerhin bietet der Mythos um Merlin und Camelot doch auch noch genug Stoff, wenn er denn mal erwachsen ist.
[Merlin: offiziell | IMDb | Wikipedia]

No Heroicsneu
No HeroicsDie Prämisse dieser britischen Serie ist einfach herrlich. Es geht um vier Superheldenfreunde, die sich in einer Superheldenkneipe treffen. Von da aus entwickelt sich dann pro Episode eine Geschichte, die im superheldigen London stattfindet.
Alles voller britischem Humor, aber dann leider letztlich manchmal doch etwas platt und unlustig.
Idee gut, Ausführung nur so naja.
[No Heroics: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Privilegedneu
PrivilegedPrivileged hatte eigentlich Potenzial. Der Hauptdarstellerin macht es Spaß, beim Spielen zuzuschauen; die Story (arm trifft auf reich, die unterschiedlichen Verständnisse von Familie und die verschiedenen Werte) hatte viele Möglichkeiten.
Aber irgendwie? Nach viel zu kurzer Zeit nervt es meistens, die Geschichten drehen sich im Kreis, es ist schon wieder die blöde Schwester. Und die Töchter? Die sind bald nur noch nervig.
Vielleicht fängt es sich ja noch mal, aber ich befürchte…
(Trotzdem sei angemerkt, dass die Serie überhaupt auf dieser Liste steht — sie könnte also noch ein Zehnerpotenzen schlechter sein.)
[Privileged: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Noch drei Serien am Ende, die eine gewisse Sonderstellung inne haben: Sie sind deutsch.

Dr. Psycho
Christan Ulmen in seiner Paraderolle. Auch in der letzten Staffel immernoch grandios. Ich werde den neurotischen Psychiater samt seiner mindestens genauso neurotischen Kollegen vermissen.

Türkisch für Anfänger
Auch hier legte Familie Öztürk eine tolle letzte Staffel hin. Am Ende ging es nur leider viel zu schnell, es wurde von einem Klischee ins nächste gerutscht. Ohne Halt. Etwas schade — ein Thema weniger hätte der Serie gut getan.
Trotzdem noch sehr toll!

Doctor’s Diaryneu
Die einzige dieser drei deutschen Serien, die noch nicht abgesetzt ist. Aber keine Angst, das dauert bestimmt nicht mehr lange.
Eigentlich ist Doctor’s Diary ein Abkupfern und Vermischen erfolgreicher amerikanischer Ärzteserien. Man findet quasi von jeder ein Element in ihr. Aber das Autorenteam hat es geschafft, die Stücke unserer Kultur anzupassen und amüsant zusammenzufügen.
Ich werde auch die nächste Staffel anschauen — ihr solltet das auch tun. Wegen der Quote, ihr wisst schon.

Wahrscheinlich wäre auch Dead Set auf dieser Liste, wenn ich denn endlich dazu käme, die Serie zuende zu schauen…

Nachtrag vom 27. Januar 2009:
Natürlich habe ich ein paar Serien vergessen. Es musste ja so kommen. Hier also ein kurzer Nachtrag zu drei Serien, die ihr ebenfalls nicht verpasst haben sollten, im letzten Jahr:

Doctor Who
Doctor WhoDem großartigen Doctordarsteller David Tennant steht in dieser Staffel eine neue Gefährtin zur Seite: “Donna Noble”. Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt: Auch nach mehr oder minder dreizehn Folgen bin ich nicht mit Frau Noble warm geworden. Der Charakter ist zu blöd, und die Darstellerin mag ich auch nicht.
Aber darüber hinaus ist die vierte Staffel von Doctor Who hervorragend. Noch-Showrunner Russel T. Davies schafft kleine, fast schon stille Episode, die z.B. komplett in einem raumschiffartigen Gefährt spielen; und er schafft große und erzähltechnisch sehr komplexe Episoden, wie die Episoden in der Bibliothek zur Staffelmitte und die am Ende, als die Erde geklaut ist16. Egal ob kleine oder ob große Episode: Doctor Who ist immer noch eine grandiose Mischung aus Science Fiction, Drama und Sozialkritik. Das ganze furchtbar liebevoll, detailgetreu und nerdig. Toll!
[Doctor Who: offiziell | IMDb | Wikipedia (Staffel 4)]

How Not To Live Your Life
How Not To Live Your LifeDon ist ein Dickhead. Und sein geerbtes »Massive Free House« ist alles andere als free. Es ist noch nicht abbezahlt. Zur Finanzierung sucht er sich einen Untermieterin, die natürlich just seine alte Jugendliebe Abby ist. Und als wäre das in Zusammenhang mit Dons Tollpatschigkeit noch nicht genug Stoff für eine der bescheuersten britischen Comedies aller Zeiten, nein, Don wird auch noch ungefragt ein ziemlich freakiges Hausmädchen zur Seite gestellt. Also eher ein Hausjunge.
Jedenfalls: Ganz viele absolut bescheuerte Szenen, jede Menge Hand-an-den-Kopf Momente. Und dann doch noch immer irgendwie versöhnlich. Sehr nett!
[How Not To Live Your Life: offiziell | IMDb | Wikipedia]

The IT Crowd
The IT CrowdDie dritte Staffel unserer sympathischen Wohngemeinschaft aus Nerds und Nichtnerdin war gut. Es gab tollen Nerdhumor, unzählige Anspielungen auf Videospiele, Webmemes und Wasnochfürkram. Die Folge mit dem Internet und den »Eldest of the Internet«! Wie großartig war das denn bitte!?
Trotzdem werde ich bei der dritten Staffel das Gefühl nicht los, dass die Charaktere so langsam zuende erzählt sind. Die Witze sind nicht mehr so toll nerdig wie vorher! Klar, es gibt unzählige Anspielungen, aber einiges ist zu normal.
Vielleicht sollten es die Macher der Serie für eine vierte Staffel so machen, wie es die Skins-Macher für ihre dritte machen: den Cast auswechseln. Andererseits: IT Crowd ohne Moss?! Ohne Roy?! Ohne Jen? Never! Das kann nicht klappen! Wohl eher sollten sie sich ihrer Wurzeln besinnen und ein paar richtige, un-mainstreamige Nerdwitze reinschreiben. Ja, das sollten sie.
Natürlich bleibt auch die dritte IT-Crowd-Staffel ein absolutes »must see«. Also hopp, hopp!
[The IT Crowd: offiziell | IMDb | Wikipedia]

  1. Natürlich muss man ihnen zu Gute halten, dass die Serien dort sowieso schon besser und besser werden. []
  2. Wer diese Untertreibung nicht so ganz verstanden hat, weil er das gut nicht korrekt betont hat (Ja, das war ein Wink mit dem Zaunpfahl: Beton verdammt nochmal das gut richtig!): Dr. Horrible’s Sing-Along Blog war ganz große klasse. Tolle Schauspieler mit tollen Songs. []
  3. Auch hier: weiter oben ist besser, aber einzelne Plätze lassen sich genau so gut vertauschen. []
  4. Über 1 natürlich. []
  5. Gibt es auch dazu einen Terminus? Egal, welches noch so kleine Inhaltdetail einer Serie man erwähnt, es ist ein Spoiler? Splost-Faktor? []
  6. Gut, eigentlich sind sie es immer noch — »nicht allzu abgedreht« rein in Relation zu den Ideen der älteren Staffeln. []
  7. Und in gewisser weise besteht das Potenzial auch immer noch, aber es ist alles andere als akut. []
  8. Gut, als treuer Serienbewunderer kennt man natürlich jeden noch so kleinen Sender aus kleinen, 1866 ausgestorbenen, tasmanischen Provinzen. []
  9. Übrigens auf dem gleichen… []
  10. Ist euch das eigentlich auch mal aufgefallen? Fringe benutzt ganz offensiv die Blendenflecken, die man aus Gegenlichtaufnahmen und Photoshopeffekten kennt. Verleiht allen Shots einen sehr edlen Look. Man darf nur nicht zu sehr drauf achten, sonst merkt man die fast inflationäre Benutzung… []
  11. Und damit meine ich keine zeitlich zurücklaufenden Antiteilchen, barrierebrechende Tunnelströme oder vierblättrige Kleeblätter. []
  12. Zumindest innerhalb der Folge — lustigerweise gliedert sich später das noch so Belanglose dann doch noch irgendwie in den großen Zusammenhang ein. []
  13. Und ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht so weit von der Realität bin… []
  14. Hihi. []
  15. Man denke nur an Dan und Serena, oder an Chuck und Blair. []
  16. Wobei diese Episoden natürlich nicht aus der Feder des Herrn Davies stammen. []

Staffel 3 von IT Crowd

Wo wir gerade bei Serien wären.
Nur kurz.
Ich zitier einfach mal René:

Ich habe grade gelesen, dass die dritte Staffel der IT-Crowd bereits übermorgen startet. Und da fällt mir nicht mehr dazu ein, als ein großgeschriebenes WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!111!ELF!!!!

Da das gestern war und heute Donnerstag ist: Die dritte Staffel der fabulösen IT Crowd startet morgen! Jawohl: Wha!

Have you tried to turn it on and not off again?