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	<title>andisblog &#187; Sprache</title>
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	<description>Andi über Dinge, Sachen und Kram.</description>
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		<title>Sinn machen ergibt Sinn beim Sinnvollsein</title>
		<link>http://www.andisblog.de/2011/07/04/sinn-machen-ergibt-sinn-beim-sinnvollsein/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 14:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Vier Jahre zu sp&#228;t. Aber trotzdem noch hochaktuell. Durch einen Blogbeitrag von Florian bin ich auf das Sprachblog von Anatol Stefanowitsch aufmerksam geworden. In f&#252;nf Artikeln erkl&#228;rt er dort, warum die viel-gescholtene Phrase »Sinn machen« nicht falsch ist sondern sogar eine bedeutungsvolle Existenzberechtigung besitzt. Es folgt eine Zusammenfassung der f&#252;nf Artikel, die sich jeweils ungef&#228;hr [...]]]></description>
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<p><img src="http://www.andisblog.de/wp-content/uploads/2011/07/sinnmachen1.png" alt="" title="Macht keinen Sinn. Ergibt auch Keinen." width="550" height="126" class="alignnone size-full wp-image-1724" /><br />
Vier Jahre zu sp&#228;t. Aber trotzdem noch hochaktuell.<br />
Durch <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/07/pi-ist-nicht-falsch.php" class="liexternal">einen Blogbeitrag von Florian</a> bin ich auf das <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/" class="liexternal">Sprachblog von Anatol Stefanowitsch</a> aufmerksam geworden. In <a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/01/sinnesfreuden-i/index.html" class="liexternal">f&#252;nf Artikeln</a> erkl&#228;rt er dort, warum die viel-gescholtene Phrase »Sinn machen« nicht falsch ist sondern sogar eine bedeutungsvolle Existenzberechtigung besitzt.</p>
<p>Es folgt eine Zusammenfassung der f&#252;nf Artikel, die sich jeweils ungef&#228;hr einem »Sinn machen«-Gegenargument widmen. Das ist nat&#252;rlich sehr verk&#252;rzt, ich empfehle euch dringend die Lekt&#252;re im Sprachblog dr&#252;ben.</p>
<p><strong>»Sinn machen« ist eine neue Erfindung – vermutlich wegen der zunehmenden Verdenglischung<sup><a href="http://www.andisblog.de/2011/07/04/sinn-machen-ergibt-sinn-beim-sinnvollsein/#footnote_0_1718" id="identifier_0_1718" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wegen Internet und so. Ihr wisst schon.">1</a></sup>. <small>[<a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/01/sinnesfreuden-i/index.html" class="liexternal">1</a>]</small></strong><br />
N&#246;. Eine schriftliche Erw&#228;hnung findet sich bereits 1966, in der Umgangssprache vermutlich zehn bis zwanzig Jahre &#228;lter<sup><a href="http://www.andisblog.de/2011/07/04/sinn-machen-ergibt-sinn-beim-sinnvollsein/#footnote_1_1718" id="identifier_1_1718" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und wenn man eine etwas weitere Bedeutung ansetzt, dann finden sich schon vor 100 Jahren Aufzeichnungen vom &raquo;Sinn machen&laquo;.">2</a></sup>.</p>
<p><strong>»Machen« kann man nur Dinge, die man anfassen kann. Und »Sinn« ist schlie&#223;lich kein Haus. Oder eine Transrapidstrecke. <small>[<a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/08/sinnesfreuden-ii/index.html" class="liexternal">2</a>]</small></strong><br />
N&#246;. Wenn dem so w&#228;re, dann d&#252;rfte man auch keine Karriere machen, weder Scherze, noch Komplimente machen, keine Lust auf etwas machen und keine Sorgen machen. Und das w&#252;rde ganz sch&#246;ne Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache machen. Kurz: »Machen« ist kein Wort, dass nur Handfestes beschreibt. Es geht in eine abstrakte Ebene &#252;ber<sup><a href="http://www.andisblog.de/2011/07/04/sinn-machen-ergibt-sinn-beim-sinnvollsein/#footnote_2_1718" id="identifier_2_1718" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ungef&amp;#228;hr das fasst dieser tolle Halbsatz zusammen: &raquo;[Dies zeigt], dass machen keine Subkategorisierungsbeschr&amp;#228;nkungen hat, die abstrakte Substantive in der Subjektposition verbieten w&amp;#252;rden [&hellip;]&laquo;.">3</a></sup>. Und auf der ist auch der Sinn. Also, »Sinn«.</p>
<p><strong>Gut, gut. Aber denk doch mal dr&#252;ber nach. »Sinn machen«. Das ergibt doch logisch &#252;berhaupt keinen Sinn. <small>[<a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/15/sinnesfreuden-iii/index.html" class="liexternal">3</a>]</small></strong><br />
a) Ein philosophisches Argument: Sinn <em>ist</em> nicht, Sinn entsteht. Unser Gehirn erzeugt aus Buchstaben S&#228;tze und dadurch Bedeutungen. Und es geht noch viel tiefer: Unser Gehirn erzeugt aus geraden, schr&#228;gen und runden Strichen Buchstaben. Unser Gehirn erkennt aus farblichen Unterschieden Striche. Auf dem Weg zum Sinn wurde einiges an CPU-Power geleistet. Sinn wird erschaffen, Sinn wird <em>gemacht</em>.<br />
b) Philosophie sch&#252;tzt vor Metapher nicht: Selbst wenn es keine philosophische Erkl&#228;rung g&#228;be – »Sinn machen« kann trotzdem eine valide Bedeutung haben. Schlie&#223;lich ist es eine Metapher – und die m&#252;ssen in der sprachlichen Autopsie nicht immer Sinn ergeben. Stefanowitsch f&#252;hrt »der hat ein helles K&#246;pfchen« an<sup><a href="http://www.andisblog.de/2011/07/04/sinn-machen-ergibt-sinn-beim-sinnvollsein/#footnote_3_1718" id="identifier_3_1718" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder kommt diese Metapher etwa aus der Nazi-Zeit? Verschw&amp;#246;rung, anyone?">4</a></sup>. Alle Ausdr&#252;cke mit »Sinn« (»Sinn ergeben«, »Sinn haben«, etc) sind Metaphern und daher &#228;hnlich anf&#228;llig auf alle Sprachn&#246;rgelei.</p>
<p><strong>Trotzdem: Meine Sprache ist mir heilig as shit. Ich m&#246;chte auf alle Anglizismen und Sprichwortentlehnungen verzichten. »Sinn machen« kommt von »to make sense« und mir nicht ins Haus. <small>[<a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/15/sinnesfreuden-iii/index.html" class="liexternal">3</a>]</small></strong><br />
»Sinn machen« muss nicht unbedingt eine Entlehnung des Englischen sein. Mit dem Metapher-Argument von vorhin ist eine eigenst&#228;ndige Entstehung in Deutschland durchaus denkbar. Das w&#228;re aber noch zu zeigen.</p>
<p><strong>Ich benutze lieber die Alternativen »Sinn ergeben«, »Sinn haben« und »sinnvoll sein«. Die sind gleichbedeutend und auf jeden Fall richtig. &#196;tsch.<small>[<a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/11/01/sinnesfreuden-v/index.html" class="liexternal">5</a>]</small></strong><br />
Nein. Es gibt Bedeutungsunterschiede. »Sinn haben« deutet auf einen Zweck hin, »Sinn ergeben« bezieht sich auf eine Bedeutung, »Sinn machen« auf etwas gut Durchdachtes. »Sinnvoll sein« hat den Beiton, dass das Sinnvolle der Meinung einer objektiven Gesamtheit entspricht, w&#228;hrend »Sinn machen« eher sein pers&#246;nliches Anliegen ist.<br />
Diese Nuancen sind nicht immer scharf getrennt im Sprachgebrauch untergebracht. Manchmal geht&#8217;s quer. Aber die Tendenz stimmt.</p>
<p><strong>Letztendlich also</strong>: »Sinn machen« hat seine Berechtigung, eine logisch korrekte Bedeutung, k&#246;nnte aus dem Englischen stammen, muss aber nicht und darf in jedem Fall fr&#246;hlich benutzt werden. Alaaf.</p>
<p><strong>Bonus: Kommt das Englische »to make sense« nicht eigentlich nur in der verneinten, »doesn&#8217;t make sense«-Form vor?<small>[<a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/22/sinnesfreuden-iv/index.html" class="liexternal">4</a>]</small></strong><br />
Nein. Stefanowitsch hat Google bedient und unter Muttersprachlern gesucht. Es kam ungef&#228;hr ein 2:1-Verh&#228;ltnis f&#252;r die Nichtverneinteform heraus. </p>
<p><small>Die falsche Verwendung von Anf&#252;hrungszeichen und Interpunktion wurde mutwillig durchgef&#252;hrt. Ich mag&#8217;s so lieber. Weil logischer. Und &#252;bersichtlicher.</small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1718" class="footnote">Wegen Internet und so. Ihr wisst schon.</li><li id="footnote_1_1718" class="footnote">Und wenn man eine etwas weitere Bedeutung ansetzt, dann finden sich schon vor 100 Jahren Aufzeichnungen vom »Sinn machen«.</li><li id="footnote_2_1718" class="footnote">Ungef&#228;hr das fasst dieser tolle Halbsatz zusammen: »[Dies zeigt], dass machen keine Subkategorisierungsbeschr&#228;nkungen hat, die abstrakte Substantive in der Subjektposition verbieten w&#252;rden […]«.</li><li id="footnote_3_1718" class="footnote">Oder kommt diese Metapher etwa aus der Nazi-Zeit? Verschw&#246;rung, anyone?</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Geht&#8217;s noch, René? &#8211; Andi erkl&#228;rt diesen kleinen Strich</title>
		<link>http://www.andisblog.de/2011/03/04/gehts-noch-rene-andi-erklaert-diesen-kleinen-strich/</link>
		<comments>http://www.andisblog.de/2011/03/04/gehts-noch-rene-andi-erklaert-diesen-kleinen-strich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 12:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich mich in v&#246;llig selbstloser Weltverbesserungsmanier vor ein paar Jahren den Unterschieden zwischen »nen« und »ne« gewidmet habe, m&#246;ge hier die n&#228;chste Bastion der Missschreibung angegriffen werden. Auf dem euch vorliegenden Eingabeger&#228;t mit den vielen kleinen Dingern, die so »Klack!« machen, wenn ihr sie herunter dr&#252;ckt, finden sich zwei, die sehen ganz sch&#246;n &#228;hnlich [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.andisblog.de/wp-content/uploads/2011/03/akzentapostroph.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[1691]"><img src="http://www.andisblog.de/wp-content/uploads/2011/03/akzentapostroph_s.jpg" alt="" title="Der Apostroph ist meist das Zeichen, was ihr sucht." width="550" height="188" class="alignnone size-full wp-image-1692" /></a>Nachdem ich mich in v&#246;llig selbstloser Weltverbesserungsmanier vor ein paar Jahren den Unterschieden <a href="http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/" class="liinternal">zwischen »nen« und »ne«</a> gewidmet habe, m&#246;ge hier die n&#228;chste Bastion der Missschreibung angegriffen werden.</p>
<p>Auf dem euch vorliegenden Eingabeger&#228;t mit den vielen kleinen Dingern, die so »Klack!« machen, wenn ihr sie herunter dr&#252;ckt, finden sich zwei, die sehen ganz sch&#246;n &#228;hnlich aus.<br />
Weit oben, rechts neben dem scharfen S und dem Fragezeichen, ist ein Klickding mit zwei kleinen Strichchen drauf. Und zwei Tasten darunter, neben dem A mit den zwei Punkten dr&#252;ber, findet sich noch so ein Klickding mit kleinem Strichchen.</p>
<p>Das mag euch verwirren! Warum sind da drei Striche mit unterschiedlichen Neigungswinkeln, wann benutzt man sie und wann geht heute Abend eigentlich die Sonne unter?</p>
<p>Seit 1200 v. Chr. K&#246;nig Ramses II in einem kleinen, russischen See einen Meerotter unter dem Rasterelektronenmikroskop untersuchte, verwendet man die oberen, leicht abgeknickten Striche als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akzent_(Schrift)" rel="nofollow" class="liwikipedia">Akzente</a>, den unteren als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apostroph" rel="nofollow" class="liwikipedia">Apostroph</a>. Vermutlich auch schon vorher.</p>
<p>Der untere der beiden Akzente, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akut" rel="nofollow" class="liwikipedia">Akut</a>, wird verwandt, wenn ein Buchstabe besonders betont ist. Wir Deutsche kennen daf&#252;r keine eigenen Textzeichen<sup><a href="http://www.andisblog.de/2011/03/04/gehts-noch-rene-andi-erklaert-diesen-kleinen-strich/#footnote_0_1691" id="identifier_0_1691" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wir machen das mit Verdopplung von Folgekonsonanten oder durch Dehnungszeichen.">1</a></sup>, aber weil wir schon seit 1423 total Gut Freund mit unseren westlichen Nachbarn sind und sowieso total auf Import stehen, gibt es ein paar W&#246;rter in unserer Sprache, die eine Akzentsonderbehandlung ben&#246;tigen. Meistens Eigennamen, wie René oder André oder Pelé. Dort liegt dann die Betonung auf dem letzten Vokal.<br />
Den anderen, oberen Akzent braucht keiner. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gravis_(Typografie)" rel="nofollow" class="liwikipedia">Sogut wie</a>. In Deutschland zumindest.</p>
<p>Der Apostroph symbolisiert eine Auslassung. Anstelle des l&#228;ngeren »Geht es noch?«, kann man hier wertvolle Aussprachzeit bei Verk&#252;rzung zu »Geht&#8217;s noch?« sparen und die Suggestivfrage auch formell auf den Punkt bringen. Auch unsere Lieblingsartikel, die »&#8217;nen«s und »&#8217;n«s w&#252;rde man korrekt mit einem Apostroph schreiben.<br />
Wer Teil der Sprachimperialisierung sein m&#246;chte, der m&#246;chte beim Genitiv-S ebenfalls den Apostroph verwenden: »Des Apostroph&#8217;s Verwendung ist so grausam auf diese Art.« Bitte seid euch bewusst, dass bei jedem Genitiv-Apostroph-S im Deutschen irgendwo ein Mammut stirbt. Ein Babymammut. Mit gro&#223;en Augen.</p>
<p>Eine Verwendung des Akzents als Apostroph ist immer: <strong>falsch</strong>. Nicht ohne Grund m&#252;sst ihr erst noch eine Taste dr&#252;cken, ehe der Akzent &#252;berhaupt erst richtig auf dem Bildschirm erscheint.</p>
<p><strong>Merke</strong><sup><a href="http://www.andisblog.de/2011/03/04/gehts-noch-rene-andi-erklaert-diesen-kleinen-strich/#footnote_1_1691" id="identifier_1_1691" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Faustregelalarm!">2</a></sup>:<br />
<strong>Akzent nur bei Eigennamen, Apostroph bei Verk&#252;rzungen von »es«, kein Apostroph bei Genitiv-S.</strong></p>
<p>Vielen Dank. Weitermachen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1691" class="footnote">Wir machen das mit Verdopplung von Folgekonsonanten oder durch Dehnungszeichen.</li><li id="footnote_1_1691" class="footnote">Faustregelalarm!</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nee, nee &#8211; &#8220;nen&#8221;, ne? &#8212; Andi hilft beim richtigen Abk&#252;rzen</title>
		<link>http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/</link>
		<comments>http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 09:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil ja jede Zeile in diesem Internet, jedes einzelne Wort und jeder noch so kleine Buchstabe Unmengen an Geld und Platz und sowieso kostet haben britisch-philippinische Rebellen 1879 in einer unterirdischen Salzgrotte extra f&#252;r das Internet sogenannte &#8220;Abk&#252;rzungen&#8221; erfunden. Unter diesem unbekannten Ph&#228;nomen versteht man das Ersetzen von subjektiv langen Worten durch k&#252;rzere Substitutionen, manchmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Weil ja jede Zeile in diesem Internet, jedes einzelne Wort und jeder noch so kleine Buchstabe Unmengen an Geld und Platz und sowieso kostet haben britisch-philippinische Rebellen 1879 in einer unterirdischen Salzgrotte extra f&#252;r das Internet sogenannte &#8220;Abk&#252;rzungen&#8221; erfunden.<br />
Unter diesem unbekannten Ph&#228;nomen versteht man das Ersetzen von subjektiv langen Worten durch k&#252;rzere Substitutionen, manchmal sogar optisch oder phonetisch artverwandt. Diese Ersetzung findet m&#246;glichst eindeutig statt.</p>
<p>Eine ganz besonderes Abk&#252;rzung m&#246;chte ich mir herauspicken, denn die f&#252;hrt immer wieder zu Verwirrungen. Und schlie&#223;lich ist es mein pers&#246;nlicher Auftrag, die Welt ein wenig unverwirrter zu verlassen, als ich sie vorgefunden habe. Glaub ich. Vielleicht jedenfalls.<br />
Es geht um &#8220;nen&#8221;, &#8220;ne&#8221; und &#8220;n&#8221;<sup><a href="http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/#footnote_0_1156" id="identifier_0_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#220;ber deren Benutzung kann man sich streiten. Ich pers&amp;#246;nlich versuche es zu vermeiden, schlie&amp;#223;lich sind es nur zwei Buchstaben mehr zu tippen. Aber immer schaffe ich das leider auch nicht&amp;#8230;">1</a></sup>.<br />
Dies sind, wie der gemeine Leser dieses Blogs<sup><a href="http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/#footnote_1_1156" id="identifier_1_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Schlie&amp;#223;lich seid ihr die intelligentesten Leser der Welt. Mindestens.">2</a></sup> recht schnell herausgefunden hat, Abk&#252;rzungen f&#252;r &#8220;einen&#8221;, &#8220;eine&#8221; und &#8220;ein&#8221;.<br />
Simplerweise hat der Erfinder dieser Abk&#252;rzungen einfach die ersten beiden Vokale (&#8220;ei&#8221;) am Wortanfang weggelassen<sup><a href="http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/#footnote_2_1156" id="identifier_2_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; und so bei 2/3 der Worte, um die es hier geht, die Silbenanzahl um 50% verringert. Das ist im Sprachfluss gar nicht mal so wenig!">3</a></sup>.<br />
Aus &#8220;einen&#8221; wird &#8220;nen&#8221;, aus &#8220;eine&#8221; wird &#8220;ne&#8221; und, richtig geraten, aus &#8220;ein&#8221; wird &#8220;n&#8221;.</p>
<p>Viel zu h&#228;ufig sieht man<sup><a href="http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/#footnote_3_1156" id="identifier_3_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Man? Ich! Mit meinen Weltverbesserungsrechtschreibfehlererkennungsblick. Oh, ich meinte nat&amp;#252;rlich Weltverbesserungsrechtschreibfehlererkennungsawesomenessblick.">4</a></sup> geradezu tierqualhaftes Falschbenutzen der Abk&#252;rzungsformen. &#8220;Ich hab da mal nen Frage/Problem/Deutschunterricht.&#8221;, &#8220;Gib mir mal ne Br&#246;tchen!&#8221;. Weitere Beispiele erspare ich aufgrund allzu gro&#223;er Sprachbrutalit&#228;t<sup><a href="http://www.andisblog.de/2008/11/06/nee-nee-nen-ne-andi-hilft-beim-richtigen-abkuerzen/#footnote_4_1156" id="identifier_4_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und weil es wirklich schwer f&amp;#228;llt, sich welche auszudenken. DIY!">5</a></sup>.</p>
<p>Aber Falschbenutzen muss nicht sein! Nein! <strong>Andisblog hilft!</strong></p>
<p>Denn wann nun welche Abk&#252;rzung einzusetzen ist, wird aufgrund von ISO49373 nach einem einfachen, <del datetime="2009-05-15T19:40:57+00:00">griechischen</del> lateinischen Schl&#252;ssel entschieden. Dieser Schl&#252;ssel hei&#223;t <em>Genus</em>, oder im Ruhrgebiet <em>Geschlecht</em>. Ihr erinnert euch? Jedes Substantiv hat ein Geschlecht. <em>Der</em> Pr&#228;sident, <em>die</em> Finanzkrise, <em>das</em> Problem.<br />
Und genau mit diesem Geschlecht wird auch entschieden, welche der drei m&#246;glichen Abk&#252;rzungen nun in Frage kommt.</p>
<blockquote><p>
Nen Pr&#228;sidenten.<br />
Ne Finanzkrise.<br />
N Problem.</p></blockquote>
<p><strong>Wenn ihr im Sprachgebrauch &#8220;einen&#8221; sagen w&#252;rdet, dann ist die richtige Abk&#252;rzung &#8220;nen&#8221;, &#8220;ne&#8221; f&#252;r ein gemeintes &#8220;eine&#8221; &#8211; und das w&#252;rgereflexartige &#8220;n&#8221; steht dann, wenn ihr &#8220;ein&#8221; benutzen w&#252;rdet und es wirklich sein muss&#8230;</strong></p>
<p>Eigentlich simpel, oder?</p>
<p>Und jetzt, liebe Grammatikkinder, geht raus und verbreitet das richtige Geschlecht!</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1156" class="footnote">&#220;ber deren Benutzung kann man sich streiten. Ich pers&#246;nlich versuche es zu vermeiden, schlie&#223;lich sind es nur zwei Buchstaben mehr zu tippen. Aber immer schaffe ich das leider auch nicht&#8230;</li><li id="footnote_1_1156" class="footnote">Schlie&#223;lich seid ihr die intelligentesten Leser der Welt. Mindestens.</li><li id="footnote_2_1156" class="footnote">&#8230; und so bei 2/3 der Worte, um die es hier geht, die Silbenanzahl um 50% verringert. Das ist im Sprachfluss gar nicht mal so wenig!</li><li id="footnote_3_1156" class="footnote">Man? Ich! Mit meinen Weltverbesserungsrechtschreibfehlererkennungsblick. Oh, ich meinte nat&#252;rlich Weltverbesserungsrechtschreibfehlererkennungsawesomenessblick.</li><li id="footnote_4_1156" class="footnote">Und weil es wirklich schwer f&#228;llt, sich welche auszudenken. DIY!</li></ol>]]></content:encoded>
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