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Southside 2008, einstimming

Noch eine gute Woche, ehe sich die Sonne am Zenit festbrennen wird, wie einst Solitär in alte Röhrenmonitore. Denn pünktlich zum 20. Juni gibt es kein schlechtes Wetter mehr1, für den Start (und auch den Rest) des Southside-Festivals habe ich schon an offizieller Stelle gutes Wetter gebucht. Selbst auf Kanal Telemedial wird für Wetterausgleich getrommelt.

Was soll man in dieser völlig überflüssigen Woche bis zum Festival machen? Wie kann man sich einstimmen? Den Festivalpuls hochtreiben?

Wie wäre es mit Musikhören? Denn bei so einem Festival geht es ja, wie wir vor ein paar Tagen gelernt haben, durchaus auch um die Hintergrundmusik dieser hedonistischen Blaskapellen.
Der User “EmileBorel” hat bei last.fm alle Bands, die zum Southside kommen werden, mit dem Tag “southside2008” versehen. Für die nächsten 8 Tage also einfach diese Radiostation einschalten und mit ein bisschen Glück hat man bis zum Beginn des Festivals nicht nur seine Textsicherheit erhöht, sondern auch eine total unbekannte Band entdeckt, die man sich dann auf der Bühne anschauen kann. Nachher, wenn sie in einem halben Jahr ganz groß raus kommt, kann man dann mit leicht angewinkeltem Kopf behaupten, dass man die ja sogar schon live gesehen habe und die ja lange Zeit unterschätzt gewesen wären / man es ja gesagt hätte / die völlig über-hyped wären. Euer Elitegrad wird egal bei welcher Antwort sofort um 2 Buttons erweitert.

Dann kann man sich noch die Video-Podcasts von den Hurricane-Southside-Veranstaltern anschauen. Im letzten gibt z.B. der Herr Nilzenburger zusammen mit den Donots2 Tipps, wie man auf dem Festivalgelände zurecht kommt (Flash-Video). Die Donots zeigen dabei einen herausragenden Trick, wie man Wasser in Plastikflaschen verpackt in Müllsäcken auf das Festivalgelände schmuggeln kann. Aber der gerissene Southsidebesucher weiß natürlich: Das muss man doch gar nicht schmuggeln — Müllsäcke darf man auch so mitnehmen!

southside arealplanUnd zu guter letzt hätten wir da noch den Arealplan. Wieso der nicht Geländeplan heißt, ist innerhalb der letzten Jahrtausende verloren gegangen und steht nur noch in einer ghanasischen Höhle an die Wand gemalt. Jedenfalls ist dieser Plan neu und auf ihm steht, was wo ist. Die Nummerierung und Einteilung der Zelt- und Parkplätze. Toiletten. Duschen. Das Festivalgelände. Die Landebahn für abstürzende Space Shuttles. Das Übliche also. Am besten jetzt schonmal in sein fotografisches Gedächtnis speichern und sich dann ein paar Bier als Platzeinweiser umsonst dazu verdienen.

  1. nur noch schlechte Kleidung []
  2. Stop the Clocks ist übrigens ein dermaßeniger Kracher! []
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Southside 2008, ich komme

Letztes Jahr konnte ich mich noch wehren1, doch dieses Jahr sprach kein wesentlicher Grund dagegen. Gut, es wird knapp mit der Ferienfahrt, die ich für eine Woche später organisiere, aber wer früh organisiert ist länger rockbar. Uni habe ich keine2 und den Termin bei der Bundeskanzlerin habe ich an dem Wochenende auch nicht bekommen.
Dieses Jahr wird also in die Geschichte eingehen als das Jahr, in dem ich mein erstes Festival besuchte.


(cc) by Körschgen

Southside ich komme.
Normalerweise werde ich an dieser Stelle immer gefragt: “Southside?”, dann sag ich entweder “Southside verhält sich zum Hurricane wie Rock im Park zu Rock am Ring“, oder aber “das Parallelfestival zum Hurricane, nur eben im Süden”. Das Hurricane kennt irgendwie jeder.

Die Karte liegt schon ein paar Monate bei mir herum, das erste (und, wie es sich gehört, letzte) Planungstreffen ist hinter uns, verschiedenste Fahrtmöglichkeiten durchgesprochen und neugeplant, revidiert und permutiert, die Einkaufsliste aufgestellt und verschiedenste Stellen für’s Trockeneis angefragt. Heute in zwei Wochen geht’s los. Bei sicherlich äußerst strahlendem Sonnenschein.

Neben den wichtigsten Sachen wie Anreise, Campen, Grillen, Trinken, In-der-Sonne-brüten und gemeinsam der Natur lauschen, sind es ja die Nebensächlichkeiten, die so ein Festival sympathisch machen. Zum Beispiel die Hintergrundmusik, die sich auf einem Festival herumtreibt.
Auf der offiziellen Homepage zum Festival hat man eine Liste mit dem Spielplan, Line-Up oder auch timetable (wahlweise auch mit einem Leerzeichen: time table) der auftretenden Bands gestellt. Leider ist die etwas … suboptimal.

Ich habe mal Initiative ergriffen und die Pläne für die drei Tage zusammen in ein Bild geschnitten. Leider als PNG, da sich alle vektoriellen Bemühungen als viel zu aufwändig herausstellten.
Darüber hinaus habe ich mal in grün markiert, welche Bands ich anzusehen gedenke3. Hellgrün heißt in dem Fall, dass ich diese Band gerne sehen würde, ich allerdings nicht kann, weil eine Band, die ich viel mehr gerne sehen würde zur gleichen Zeit spielt.4

Wie sieht’s bei euch aus: Welche Bands wollt ihr ansehen? Wie sieht euer Timetablelineupspielplan aus?

Southside-Time-Table als PNG: Original | Gekürzt.

  1. hat einer meiner Sekretärinnen eigentlich meine fadenscheinigen Gründe notiert? []
  2. pff, und wenn schon []
  3. man beachte diese Formulierung – ich werde mal nachher austesten, welche der Bands ich tatsächlich gesehen habe []
  4. In Worten übrigens: Donots, (Razorlight,) The Kooks, (Patrice,) The Notwist, Deichkind, Jan Delay & Disko No. 1, The Chemical Brothers, Apoptygma Berzerk, The Wombats, Madsen, (Kaiser Chiefs,) Panic at the Disco, (Billy Talent,) Maximo Park (, Digitalism, Foo Fighters). []
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