Als Abschluss des Britischen Teils der Serienserie seien noch drei Serien erwähnt:
Oliver Twist
Zu Weihnachten brachte die BBC diese abgeschlossene Miniserie mit fünf Folgen (Gesamtdauer drei Stunden).
Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Waisenjunge wird von Diebesbande aus bösem Waisenhaus geholt. Und. So. Weiter.
Die Version der BBC gefällt mir außerordentlich gut. Das Setting ist gelungen und detailgetreu nachgebaut. Die Schauspieler verstehen auch etwas von ihrem Handwerk. Allen voran der Darsteller Olivers, der für seine 11 Jahre ganz schön was drauf hat.
Zum Auffrischen seiner Oliver-Twist-Credibility und zur melancholisch-dramatischen Unterhaltung bestens geeignet.
6,5 von 10 listige Schlawiner.
Hustle
Über Hustle hatte ich schon einmal früher berichtet. Tolle Bankraubserie, mit moralischen Räubern und Adrian Lester1. Mit spitzfindigen, intelligenten, verwirrenden, klugen, aber auch lustigen, unterhaltsamen, insgesamt also tollen Geschichten und Wendungen. Und in Staffel 1 bis 3 mit einem überragendem Mickey Stone, gespielt von Adrian Lester (natürlich sind die anderen Charaktere auch allesamt einmalig und hervorragend gespielt, allerdings ist Stone einfach des Zentrum der Räubertruppe — und wenn man sich drei Staffeln lang an ihn gewöhnt hat, dann fehlt ohne einfach etwas essentielles).
Leider wurden die Ankündigungen einer fünften Staffel2 wieder zurückgezogen, bzw. auf einen amerikanischen prequelligen Film transformiert. Muss man im Auge behalten, aber hoffentlich passiert da noch etwas. Jedenfalls:
9 von 10 moralische Abzocken.
Jekyll
Ebenfalls habe ich bereits über Jekyll geschrieben. Eine weitere BBC-Miniserie, die von Tom Jackman handelt. Tom stellt auf einmal fest, dass er sich an bestimmte Stunden der Nacht nicht erinnern kann. Dort übernimmt eine andere Person, Mr. Hyde, das Ruder.
Herausragender Hauptdarsteller, der spielt, als habe er die Mimik persönlich erfunden. Schöner Plot, der neben außerordentlich dramatischen Situationen sogar Actionelemente besitzt. Für jeden was dabei, auch wenn’s manchmal unerwartet heftig wird (was es aber nur besser macht).
Eine zweite Staffel liegt in der Schublade des Schreibers, man wartet auf die Produktionsanforderung der BBC. Einer zweiten Staffel blicke ich allerdings etwas spektisch gegenüber, denn das, was die Serie so spannend gemacht hat, das kann man nicht auf eine zweite Staffel übertragen. Allerdings bin ich mir bei so einem ausgefeilten Plot sicher, dass auch der Autor das weiß und sich etwas unerwartetes überlegt hat.
8,2 von 10 alternative Persönlichkeiten.
Das war’s mit den Britischen Serien. Die Serienserie wird bald (sobald ausreichen Zeit vorhanden) fortgesetzt. Dann mit Serien aus USA, die man nicht verpasst haben sollte.
- Neben einer Nebenrolle im pilotierten (und mir sehr gut gefallen habenden) Being Human wird man ihn künftig (=Spring 2008…) als einer der Hauptdarsteller in Bonekickers sehen können. Bonekickers wird ein “Bones” auf Englisch und in cooler – ich freue mich jedenfalls sehr darauf [↩]
- alle vorherigen Staffeln hatten übrigens jeweils sechs einstündige Folgen, lassen sich also prima ‘schnell’ durchschauen [↩]
John Mercer ist durch einen dummen Zufall im Gefängnis gelandet: Er hat seine Eltern umgebracht. Gut, passiert. Aber immerhin hat er nachher auch selbst die Polizei gerufen. Und die Ausbildung in den Special Forces hatte er immerhin auch schon absolviert. Passiert.
Klar, man erkennt vieles wieder und denkt manchmal “Das hab ich da und da aber schon mal besser gemacht gesehen!”. Aber dann sind da wiedermal die typischen Attribute, warum ich britische Serien so gerne sehe. Die Geschichten, die John Mercer hier in Ordnung bringen muss, sind alle male gut ausgedacht und alles andere als platt. John Mercer himself ist ein trauriger, ein reuiger Charakter. Fast schon misanthropisch, im nächsten Augenblick dann aber wieder herzensgut.
Ein seltsamer Trend der letzten TV-Saison war es, krasser zu werden. Tabubrüchiger. Bekanntestes Beispiel ist da Californication
Es geht um Belle, gespielt von Billie Piper (des Doctor Who’s erste Begleiterin “Rose” in den ersten zwei Staffeln der Neuauflage!). Tagsüber lebt sie ihr normales Leben, mit Freund und Familie und cetera.
“Der Doktor” ist ein darüber hinaus namenloser Außerirdischer der Gattung “
Die weltbekannten
Allem Voran ist da David Tennant. Selbst ein großer und akribischer Fan der Originalserie spielt er aktuell den Doktor. Und das ganz großartig. Diese Mimik, diese subtile Komik, diese Dauerbeschäftigtheit. Wenn nötig dann aber auch diese Einsamkeit, diese Unentschlossenheit. Hach. Insgesamt, einfach nur super.
Das, was Jonas Armstrong in “
Falsch. Denn zum Einen gibt es da die beiden “Quereinsteiger” 
