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Serienbefund 2015/2016

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ComedyDramaCrime/Law

  1. 11.22.63*†
  2. The Good Wife
  3. Person of Interest
  4. Arrow
  5. The Flash
  6. Gotham
  7. Supergirl*
  8. Dark Matter*
  9. Better Call Saul
  10. Billions*
  11. Blindspot*
  12. BrainDead*
  13. Brooklyn Nine-Nine
  14. Castle
  15. Colony*
  16. Crazy Ex-Girlfriend*
  17. Feed the Beast*
  18. Flesh and Bone
  19. Fresh Off the Boat
  20. Galavant
  21. Game of Thrones
  22. Heroes Reborn*†
  23. Homeland
  24. House of Lies
  25. How to Get Away with Murder*
  26. iZombie
  27. The Last Man on Earth
  28. Limitless*†
  29. Lucifer*
  30. Marvel’s Agent Carter
  31. Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.
  32. Mr. Robinson
  33. Preacher*
  34. Quantico*
  35. Second Chance*†
  36. >Sex & Drugs & Rock & Roll
  37. Shameless
  38. Silicon Valley
  39. The Night Manager*†
  40. The Americans
  41. The Big Bang Theory
  42. The Catch*
  43. The Expanse*
  44. The Girlfriend Experience*
  45. The Knick
  46. The Last Ship
  47. The Man In The High Castle*
  48. The Path*
  49. The Shannara Chronicles*
  50. The Strain
  51. UnREAL*
  52. Vinyl*†
  53. Wayward Pines
  54. Welcome to Sweden
  55. You, Me, And the Apocalypse*†
  56. Young and Hungry
  57. Zoo*
  58. Show Me A Hero*†
  59. Undateable
  60. Rookie Blue
  61. Deutschland 83*
  62. Strike Back
  63. Bosch
  64. Narcos*
  65. Mozart in the Jungle
  66. Halt and Catch Fire
  67. Mr. Robot*
  68. The Astronaut Wives Club*†
  69. The Brinksup>*†
  70. Ballers*
  71. Marvel’s Daredevil
  72. Marvel’s Jessica Jones*
  73. Unbreakable Kimmy Schmidt
  74. Sense8*
  75. Scream Queens
  76. Killjoys
  77. Stranger Things*
  78. The Get Down*

Herzlich willkommen zum Serienbefund 2015/2016!

Wie versprochen gibt’s auch in diesem Jahr meinen Rückblick auf (mehr als) 12 Monate Serien. Wie gewohnt in grafischer Form (oben), mit einigen Anmerkungen (unten). In der grafischen Form sind meine Lieblingsserien weiter oben, und die weniger Lieblingsserien weiter unten.1 Auf horizontaler Achse probiere ich die Serien nach drei(einhalb) Kategorien einzuordnen. Das klappt mal besser und mal weniger gut. Manche Namen sind klickbar, damit geht’s dann zu meiner etwas ausführlicheren Meinung zur jeweiligen Show weiter unten. Dieses Jahr gibt’s 78 Shows oben. Hui.

Für die Serienkarte hatte ich letztes Jahr eine kleine JavaScript-Anwendung geschrieben. Dieses Jahr habe ich sie um einiges erweitert – zum Beispiel könnt ihr jetzt die Shows über das Bild mit der Maus (oder der Tastatur!) hin- und herbewegen. Richtig interaktiv und so! Probiert’s mal aus – und falls es euch gefällt: Postet die Links zu euren Serienreviews in die Kommentare. Würde mich freuen! Hier ist meine Karte.

Einzelkommentare

The Good Wife

Vor ein paar Monaten ging die momentan beste Show der Flimmerkiste™ zu Ende; The Good Wife. Der Mix aus cleverer Gesellschaftskritik, lockerem Humor, tiefer Charakteranalyse, dramatischer Politikdarstellung, Emanzipationsdiskussion – und dabei noch hochunterhaltsam! – ist ungeangefochten. Die Show war eine Perle, vor und hinter der Kamera. Schade, dass es jetzt zu Ende ging; ich hätte Alicia doch gerne noch so lange beim Tanz durch den pointierten Alltagsdschungel zugeschaut. Rückblickend haben die Showrunner einen tollen Geschichtsbogen gespannt: Zum Ende von The Good Wife ist alles irgendwie so wie zu Beginn; nur eben völlig anders. #mehrkryptik
Die letzte Chance dann jetzt also ein weiteres Mal zu wiederholen: Ihr solltet The Good Wife schauen. Am besten eine Woche frei nehmen und direkt am Stück bingen. Los jetzt!
(Und falls ihr als Stammseher eine Ersatzdroge braucht: BrainDead. Vom Showrunner-Team von The Good Wife; aber mit mehr Alienameisen und weniger Gericht. Yep, das ist so großartig wie es klingt; s.u.) []

Game of Thrones

Auch in der fünften Staffel noch eine der epischsten Serien überhaupt. Aufwändig und fett produziert. Game of Thrones schafft es auch noch in der fünften Staffel, in der man eigentlich gelernt haben sollte, mit allem zu rechnen, den Zuschauer zu überraschen.2 Wir sind geschichtsmäßig auf der Zielgraden (noch zwei weitere Staffeln) und das tut der Show gut: Mir gefällt, dass mittlerweile die Geschichtsstränge beginnen zusammen zu laufen; außerdem beginne ich zu verstehen, wie detailreich viele der Geschichtsseitenstränge bereits früh geplant wurden. Respekt. Ich schaue sehr gerne weiter. []

Bosch

Bosch ist eine sehr, sehr ruhige Krimi-Serie. Aber trotz oder gerade wegen der Ruhe gefällt sie mir ganz hervorragend. Jeder Fall hat Zeit sich zu entfalten und von einem großartig gespielten Hauptcharakter Stück für Stück gelöst zu werden. Eine willkommene und dazu noch sehr gute Abwechslung der Fall-der-Woche-Broadcast-Procedurals. Lebt dazu noch von einem charismatischen Hauptdarsteller. []

Person of Interest

Person of Interest ist mit einer tollen letzten Staffel zu Ende gegangen. Damals™, als Person of Interest die künstliche Intelligenz zu einem Protagonisten einer TV Show machte, war vielen noch gar nicht klar, wie sehr Algorithmen unseren Alltag bestimmen werden. Mittlerweile gibt’s KI an jeder Ecke (Hey, Siri!) – und das ist erst der Anfang. Person of Interest stellt den KI-Zukunftsregler auf 11 und erzählt von einem spannenden Kampf, der nicht nur unterhaltsam und gut gemacht ist, sondern auch einen Haufen Metaphern für unsere technologisierte Zukunft enthält. Es war toll. Schade, dass es zu Ende ist. []

Brooklyn Nine-Nine

Immer noch furchtbar lustig. Soviel Wortwitz und Situationskomik. I like. []

Limitless

Für meinen Teil der beste Neustart der letzten Network-TV-Saison. Die Transformation vom Kinofilm zur TV-Serie hat gut geklappt. Jake McDorman hat mir in der Hauptrolle toll gefallen. Aber was mir am besten gefiel: Die Produktion der Show. Irgendwer hatte ganz viel Spaß mit dem Produktions-Design und baute bunte Digitaleffekte. Ein paar Folgen dauert es, bis Limitless seinen Stil gefunden hat; aber dann wird’s von Episode zu Episode besser. Leider war die Show nicht mit den Quoten gesegnet, die CBS haben wollte. Ist daher abgesetzt. Schade! [Mein Pilot-Review; ]

Stranger Things

Last-minute addition zur Liste. Auf sämtlichen Ebenen eine tolle Show auf Netflix, die furchtbar Spaß macht. Tolle Darsteller, tolle Bilder, tolle Story. Und eine tolle Hommage an die 80er, die ich allerdings – so befürchte ich – nur zu einem Bruchteil verstanden habe. Aber egal. Die fünf Jugenddarsteller sind großartige Entdeckungen, David Harbour ist auch toll. Winona Ryder spielt seltsam verwirrt. Aber alles passt. Und trotz Hommage ist das Mysterium um das Elektromonster spannend. Ich freue mich auf eine zweite Staffel. []

iZombie

Nach einer kurzen ersten Staffel lief iZombie in der vergangenen Saison mit einer kompletten Staffel bei The CW. Immer noch ein humorvoller Mix aus Zombiejagd und Krimi. Und die pointierten Wortspiele und sarkastischen Kommentare sind spitze. Go, Ravi! [Mein Pilot-Review; ]

Marvel’s Daredevil

Bereits die erste Staffel war gut, weil so anders als die übrigen Superheldenserien. So reell. Staffel macht da weiter und wurde, so finde ich, tatsächlich noch etwas besser. Vielleicht, weil der Hauptcharakter nicht mehr ganz so im Zentrum stand. Foggy, Karen und auch Frank Castle hätten die Staffel auch gut alleine spielen können… []

The Flash

The Flash ist mittlerweile meine Lieblings-Network-Superhelden-Show. Auf jeden Fall um Längen besser als die letzte Staffel Arrow. Während die Autoren von Arrow konstant versuchen, Oliver in noch tiefere Selbstzweifel stürzen zu lassen, tanzen Berry und Kollegen locker durch vielschichtige, spannende und unterhaltsame Geschichten. Bei The Flash stimmen die Charaktere, deren Entwicklung, die Schauspieler, die Fälle der Woche und das darunter liegende Mysterium. Also, eigentlich stimmt alles. Ich freue mich auf die nächste Staffel. []

BrainDead

Ein Midseason-The-Good-Wife-Ersatz, der plötzlich da war. Und großartig ist. Die Macher von The Good Wife verfilmen folgende Prämisse: Was, wenn außerirdische Alienameisen die Gehirne amerikanischer Politiker übernehmen? Erzählt aus der Sicht der Schwester eines Senators (eine ganz bezaubernde Mary Elizabeth Winstead). Und BrainDead ist mindestens so toll, wie sich die Prämisse anhört. Over the top und völlig bescheuert, aber eine großartig gespielte Persiflage des US-amerikanischen politischen Systems. Und allein für die wöchentlichen Lied-Rückblicke wäre die Serie eine Empfehlung wert. []

Supergirl

Supergirl hat einen ordentlichen Start letztes Jahr hingelegt. Eine tolle Darstellerriege (Melissa Benoist, Calista Flockhart) und unterhaltsame Geschichten, die manchmal typisch Superman-ig und manchmal so gar nicht sind. Mal sehen, wie der Wechsel von CBS zu The CW wird, inklusive der damit einhergehenden Darstelleränderungen. []

The Get Down

Last-last-minute addition zur Liste. Frisch durchgeschaut; die erste Hälfte der ersten Staffel hat auch nur sechs Folgen. Sechs großartige Folgen. In The Get Down porträtiert Baz Luhrmann eine Gruppe Jugendlicher in der New Yorker Süd-Bronx der 70er, die mit Musik ihren Alltag bestreiten und aus ihm entfliehen wollen. Dabei geht’s um Hip Hop und um Funk; aber auch um Armenviertel, den Verfall der Stadt, um Politik und Gangs. Das tollste an The Get Down ist aber die Musik. Justice Smith als Ezekiel rappt tolle Stücke, Herizen F. Guardiola als Mylene singt hervorragend. Serienschauen mit Kopfwippen; besser geht nicht. The Get Down hat durchaus seine Fehler: alberne Momenten, übertriebene Seiten-Charaktere und Reaktionen, immer das gleiche Stilmittel des Gegenüberstellen von Situationen durch Schnitte mitten in der Geschichte. Aber trotzdem: Die Musik reißt’s raus. Und die Darsteller. []

Marvel’s Jessica Jones

Noch so eine untypische Superheldenserie. Jessica Jones hat mir auch hervorragend gefallen; der Bösewicht der Staffel, Kilgrave, war vielleicht das Bedrückendste und Fieseste, was ich bisher an TV-Bösewichten gesehen habe. Warum Jessica Jones dann doch vielleicht etwas weiter unten steht: Ich kann mich auch nach einer gesamten Staffel nicht mit Hauptdarstellerin Krysten Ritter anfreunden. []

The Expanse

Toller neuer Hard-Sci-Fi, bei dem ein Detektiv auf die Suche nach einer vermissten Frau im Sonnensystem geht. Eine komplexe und detaillierte Geschichte wird ausgerollt, die spannend ist und viele Twists hat. Wenn ihr Science Fiction mögt, dann ist The Expanse ein Muss. [Mein Pilot-Review; ]

Mozart in the Jungle

Neben Bosch meine Lieblings-Amazon-Serie. So verrückt und in der zweiten Staffel leider mit weniger Musik; aber vermutlich kann Gael García Bernals Maestro auch kochen oder die Straße fegen und ich fänd’s toll. Einziges Manko: Die Folgen sind zu kurz! []

Mr. Robot

Komplexe, spannende und toll gemachte Show über einen Hacker, der sich mit seiner Crew einen Technik-Großkonzern vornimmt. Dabei hat er auch noch seine kleinen eigenen Probleme. Toll gespielt von Rami Malek und allen anderen,3 düstere und realistische Geschichte. Ein Sommerhighlight. [Mein Pilot-Review; ]

Galavant

Was für eine spaßige Show. Ritter, die singen und dabei dauernd selbstironisch sind. War wohl etwas verrückt für das Publikum und ist nach der zweiten Staffel abgesetzt. Aber die beiden produzierten Staffeln lohnen sich. Herrlich bescheuert. []

Colony

Spannender Science Fiction, bei dem Sawyer in einem Alien-besetzten Los Angeles nach seinem Sohn sucht. Gut gemacht und tolle Idee, zwischendurch vielleicht ein bisschen viel Herzschmerz. [Mein Pilot-Review; ]

The Night Manager

Spannende Mini-Serie mit Hugh Laurie und Tom Hiddleston über Waffengeschäfte im nahen Osten. Gefiel mir sehr. []

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.

Eigentlich könnte die Super-Sidekick-Helden-Serie weiter oben stehen. Sie hat alle Zutaten: Tolle Darsteller, vielschichtige Geschichtsstränge, Mysterien, hohen Produktionswert und ein fähiges Team hinter der Kamera. Aber die letzte Staffel war mir ein wenig zu konfus. Es sind zu viele Sachen gleichzeitig / kurz hintereinander passiert, den den Fokus ablenkten. Aber ich bin mir sicher, das wird wieder in der nächsten Staffel. Wir sind hier auch immer noch bei den Serien, die ich bedenkenlos weiterempfehlen würde. []

Wayward Pines

Wayward Pines war letztes Jahr eine echte Überraschung. Bei den ersten paar Episoden dachte ich noch »Ok, das ist alles etwas seltsam; ich gucke mal weiter.«, bis dann der Big Reveal kam und die Serie auf einmal viel Spaß gemacht hat. Der Big Reveal fehlte in Staffel zwei und das merkte man leider. Die Serie war immer noch gut anzusehen, aber die unerwartete Überraschungswendung fehlte. Die Idee, die gesamte Darstellerriege auszutauschen, gefällt mir allerdings sehr. []

11.22.63

11.22.63 startete mit einer tollen Prämisse: Was, wenn durch eine Zeitmaschine das Kennedy-Attentat verhindert werden könnte? Basierend auf einem Stephen-King-Buch folgte daraus leider ein etwas längliches Zeitreise-Abenteuer. Die Kulissen der 60er sind toll, James Franco und Sarah Gadon machen ihre Sache auch ordentlich. Aber leider fehlte mir die Spannung über weite Strecken der Show. []

Deutschland 83

Deutschland 83 porträtiert Martin Rauch, ein DDR-Polizist, der in den Westen Undercover geht. Gefiel mir sehr gut. Hoffentlich gibt’s weitere Staffeln. [Mein Pilot-Review; ]

Arrow

Arrow hat letzte Staffel bei mir seine Gunst verspielt. Und dabei war’s noch nicht mal die ewige Olicity-Romanze, die das Internet™ ankreidet. Für mich entwickelt sich die Story nicht genug weiter. Es ist immer Oliver, voller schwerer Selbstzweifel, gegen die Welt. Und seine SidekicksTeammates stolpern auch immer in die ewig gleichen, dramatischen Verwirrungen. Vielleicht soll Arrow die dunkle Serie des Arrowverse sein, aber dann doch bitte auch mal mit neuem Drama; und nicht immer mit dem gleichen Aufgewärmten. []

Sense8

Sense8 ist ein seltsamer Fall. Ich wollte die Show der Wachowski-Geschwister mögen (und irgendwie tue ich das auch), aber Sense8 ist ziemlich verworren, ziel- und strukturlos. Die erste Staffel ist eine lose Aneinanderreihung belangloser Geschichtchen, die allein dadurch Interessantheit erlangen, dass zwischendurch ein Protagonist einer anderen Geschichte mystisch zu Besuch kommt. Und die Sex-Szenen sind auch weird. []

Vinyl

Vinyl hätte eine tolle Show über das Musik-Biz der 70er Jahre. Die mit der Show verbundenen Talente hatten das jedenfalls erhoffen lassen (Mick Jagger und Martin Scorsese produzierten, Bobby Cannavale als Hauptdarsteller). Aber Vinyl hat nicht so recht gezündet. Der Show fehlt der gewisse Pep. Schade! []

Castle

Die letzte Staffel um den charmanten Freizeitdetektiv Richard Castle war nicht die beste der Serie. Die Luft war raus. Die Idee, Castle als Privatdetektiv ermitteln zu lassen, war eine gute; allerdings stolperte er dann ja doch immer wieder in Fälle mit seinem alten NYPD-Team. Naja. Auch die sympathischen und lustigen Spezialfolgen, bei denen Castle z.B. an Aliens glaubt, klappen in der Frequenz, in der sie in der letzten Staffel abgefilmt wurden, nicht. Tschüss, Castle. Aber ich wäre durchaus bereit für ein Alexis-Hayley-Spinoff. []

Dark Matter

Eine kleine Sci-Fi-Perle. Von den Produzenten der Stargate-Serien ist Dark Matter ein Space-Drama über eine Raumschiffbesetzung, die aus dem Tiefenschlaf ohne Erinnerung an die Vergangenheit erwacht. Unterhaltsam. [Mein Pilot-Review; ]

Narcos

Hier lernt man noch was für’s Leben. Über Carlos Escobar, sein Kolumbianisches Drogenkartell und die ganze verrückte Drogenwelt. Toll gemacht.4 []

  1. Mit einem * sin die Serien markiert, die seit dem letzten Review neu angelaufen sind. Mit † die, die abgesetzt sind und nicht mehr laufen. []
  2. Oder habt ihr mit der grünen Explosion gerechnet? []
  3. Eine der wenigen Christian-Slater-Serien, die nicht nach der ersten Staffel abgesetzt sind. []
  4. Wäre sicherlich weiter oben, wenn meine Erinnerungen an die Serie frischer wäre… []

Top Things 2008: Serien (Rundumschlagversion)

Wenden wir uns in diesem Jahresrückblick endlich meinem Lieblingsthema zu. Den TV-Serien. Meine Damen, meine Herren, halten sie sich fest, für den wohl längsten Serienbeitrag aller Zeiten. Im ganzen Universum. Mindestens.

2008 war ein sehr seltsames Jahr für die TV-Serienlandschaft. Wegen des Streiks der Drehbuchautoren am Anfang des Jahres, wurde von vielen Serien nur eine halbe Staffel gesendet. Manche schafften es sogar gar nicht erst in den Flimmeräther.
Aber so verquert das klingt: nicht alles am Streik war schlecht. Die fehlende Konkurrenz der großen Broadcaster ließ den kleinen Kabel-Sendern mit ihren Serien, zu recht, viel Beachtung zukommen1. Und die Saison 2007/2008 als eine „Lightversion“ einer normalen Saison, hat Serien im Herbst 2008 eine Rückkehr auf den Bildschirm ermöglicht, die sonst vielleicht eingestellt worden wären.
Und der Streik brachte uns »Dr. Horrible’s Sing-Along Blog«. Und das war schon eher gut2.

Aber genug der Schwafelei. Es folgt meine lange Liste der Lieblingsserien der letzten Monate3. Serien, die zum ersten Mal hier vorgestellt wurden, haben ein kleine, grünes »neu« verpasst bekommen.

Chuck
ChuckChuck schafft es auch in der zweiten Staffel mich immer noch zu begeistern. Und zwar mehr denn je! Der Witz der Serie ist grandios, die Dramatik stimmt, genauso wie eine Riege toller Schauspieler; der nötige Nerd-Faktor ist vorhanden, die Liebesgeschichte ist herzzerreißend und nervt auch nach so vielen Folgen nicht und es gibt immer noch alle 1,3 Folgen einen Twist, den man so nicht auf dem Radar gehabt hat — meistens sogar mit Cliffhanger.
Ja, Chuck stellt in seiner aktuellen Staffel das Maß aller Serien für mich dar. Die Tollpatschigkeit und die Genialität, mit der sich Chuck dann doch wieder aus der Terroristenwelt befreit. Die verzwickte Beziehung zu Sarah. Und der wunderbare Casey…
Wenn man sich einmal auf die Prämisse eingelassen hat, dann ist man auch schon im Bann der Charles Bartowski und seiner Persiflage einer Spionageserie.
[Chuck: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Eli Stone
Eli StoneDiese Serie lässt sich in manchen Bereichen mit Chuck vergleichen, ist aber dann in mindestens genauso vielen Bereichen komplett unterschiedlich. Jonny Lee Miller spielt den aneurysmageplagten Neuzeitprophet mit einer derartigen Überzeugungskraft — allein für ihn lohnt sich schon das hinschauen. Auch Eli Stone ist in der der zweiten Staffel und hat im Laufe schon eine tolle Ideen vom Writer’s Room auf den Bildschirm transportieren können. Auch hier muss man sich erst einmal stark auf die Prämisse einlassen, aber dann ist Eli Stone eine tolle Mischung zwischen »Fall der Woche«, den Eli immer irgendwie quer mit seiner Vision lösen muss, und einer folgenübergreifenden Handlung. Klappt die Neuausrichtung der Kanzlei? Wann kommt Eli endlich mit Maggie zusammen? Wie wird er der dunklen Kraft seines Akupunkteurs nicht wiederstehen? Wie wird er als nächstes die Beziehung mit seinem Bruder ruinieren? Und hier wird es etwas langweilig. Schon wieder der Bruder!?
Aber gut, lieber schon wieder der Bruder, als gar nicht mehr der Bruder. Die Absetzung von Eli Stone ist beschlossene Sache. Zum Schreibungsdatum dieses Eintrags verbleiben noch vier ungesendete Folgen und dann ist Schluss mit dem prophezeiendem Anwalt mit dem verwirrtem Blick. Sehr schade.
[Eli Stone: offiziell | IMDbWikipedia]

The Mentalistneu
The MentalistDer erste Neustart der aktuellen Saison in meiner Liste. Und auch, da sind sich Kritiker und Zuschauer einig, der einzig richtig Gute. Seh ich auch so.
Patrick Jane kann Feinheiten an Tatort und an Personen erkennen, die den restlichen Ermittlern seiner Staatspolizei entgehen. Er setzt sie geschickt zusammen, provoziert hier noch etwas, überspitzt dort noch etwas und schon ist der Fall gelöst. Nebenbei jagt er noch einen speziellen Mörder namens Red John. Der hat seine Familie brutal ermordet. In seiner ersten Karriere als TV-Mentalist hat Jane Red John beleidigt — Janes Familie musste büßen.
The Mentalist ist eine Art Psych in ernst. Dabei ist The Mentalist eigentlich alles andere als ernst. Simon Baker als Patrick Jane tritt mit einer derartigen Verschmitztheit auf, führt seine Gegenüber mit diesem überlegenen Lachen vor — es macht einfach nur Spaß zuzuschauen.

Was The Mentalist sonst noch so herausragend macht? Die Drogenbeauftragen bei Serienjunkies haben sich dessen einmal angenommen.
[The Mentalist: offiziell | IMDb | Wikipedia]

House
HouseDie vierte Staffel House war wegen ihrer Streik-Komprimierung schon sehr gut. Aber die Fünfte? Huiui! Sogar noch besser. Die »Patienten der Woche« bleiben gut. Aber die Geschichten im Team von House und um House selbst herum, die werden besser. Vielschichtiger. Ohne zu viel zu spoilern: Wilson. Cuddy. 13. Foreman. Harold-and-Kumar-1/2 Kutner.
Ich finde die fünfte Staffel House außerordentlich gelungen. Macht einfach nur Spaß.
[House: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Lost
LostGibt es eigentlich schon einen Namen für sowas? Etwa: Den Losteffekt? Mit immer verwirrenderen Stories, immer mehr Rätseln und immer seltsameren Geschehnissen spielte sich Lost in der Gunst der Fans runter. Das merkte man bei den Verantwortlichen, primär weil die Quoten runtergingen. Man richtete die Serie neu aus, was im wesentlich hieß: Man gab ihr eine feste Anzahl noch verbleibender Folgen (da noch 48 Stück). Außerdem veränderte man das (gefühlte) Verhältnis aufgeklärter Rätsel zu neu aufgeworfener Rätsel4. Und?
Heraus kam eine absolut grandiose vierte Staffel Lost. Nicht zu spoilern geht ja bei Lost gar nicht5. Aber das Zusehen macht Spaß, die Ideen sind nicht mehr allzu abgedreht6 und es ist so ungefähr das komplette Gegenteil von langweilig.
Ich kann es kaum erwarten, das bald die fünfte Staffel startet.
[Lost: offiziell | IMDb | Wikipedia]

How I Met Your Mother
How I Met Your MotherAuch How I Met Your Mother (HIMYM) lief Gefahr, in den langweiligen, immer-wieder-das-gleiche Trott zu verfallen7. Aber hier ließen sich die Macher ein paar tolle neue Charaktere einfallen, neue Stories, neue Beobachtungen aus dem Leben, die sie auf ihre spezielle Weise überspitzt persiflagisieren. Und natürlich gibt es die altbekannten (grandiosen) Charaktere, die ihre altbekannten (grandiosen) Stories aus dem altbekannt ändernden Leben bespielen.
Die Dialoge. Die Ideen. Herrje, HIMYM ist einfach immer noch die beste Comedy aller Zeiten. (Und beinah hätte ich es geschafft, HIMYM über den Himmel zu loben, ohne auch nur Barney Stinson zu erwähnen.)
[How I Met Your Mother: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Breaking Badneu
Breaking BadBreaking Bad läuft auf einem dieser kleinen Kabel-Sender, die eigentlich niemand kennt8.
Die Geschichte der Serie kann man nicht erzählen, ohne einen kleinen Spoiler vorwegzunehmen. Ein Grundsatzspoiler, der kurz nach Start der Serie quasi zur Ausgangssituation zählt. Wenn ihr also meinem Urteil blind vertrauen wollt: Die Serie ist herausragend besetzt, wunderbar inszeniert und stellenweise so depressiv, dass sie fast wieder heiter wird. Fast.
Blindes vertrauen? Dann überspringt folgende Inhaltsbeschreibung und geht weiter zur nächsten Serie. Achtung: Walter White ist Chemielehrer. Und jobbt bei einer Autowaschanlage. Sein Schwager ist bei der DEA, der amerikanischen Drogenfahndung. Eines Tages ergibt es sich, dass Walter Krebs diagnostiziert bekommt. Lungenkrebs. Im Endstadium. Tödlich in ein paar Monaten. Walters Welt bricht zusammen. Er hat nicht nur zu wenig Geld für eine Chemotherapie, nach seinem Tod wäre seine Familie auch praktisch Pleite. Und das bei einem behinderten Sohn und einer schwangeren Frau. Walter überlegt, wie er an Kohle kommt. Und schon bald kommt er drauf: Crystal Meth brauen. Er hat den nötigen wissenschaftlichen Background, um mit seinem Drogenkumpanen das reinste Meth der Stadt zu brauen.
Aber natürlich tauchen beim Weg auf seiner Drogenkarriereleiter einige Probleme auf, die allesamt sehr unterhaltsam sind.
[Breaking Bad: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Mad Menneu
Mad MenUnd noch eine dieser Serien auf »irgendeinem dieser Kabelsender«9.
Als »Mad Men« wurden in den 50ern die aufkommenden Werbegestalter der Madison Avenue genannt — so sagt es uns zumindest die erste Episode. Es geht um Don Draper, seines Zeichens erfolgreicher Slogangestalter. Und es geht um das Leben und das Lebensgefühl der 60er. Die zunehmene Kommerzialisierung. Das Großstadtleben, mit all seinen Genüssen und Fallen. Die ziemlich penetrante Allanwesenheit von Zigaretten und Cognac. Um Männer, in den ihren typischen Rollen als Führer und harte, verehrenswerte Wesen. Aber auch um Frauen in ihren typischen Rollen, als Zuarbeiter, Bewunderer und für die Familie zuständig — und wie sie sich langsam aus dieser Rolle emanzipieren.
Eingebetten ist dieses bewegte Foto einer noch gar nicht so alten Gesellschaft in ein perfektes Bühnenbild. Überall typisch pomadesiertes Haar, feine Anzüge, aufwändige Kleider, alte Möbel, Einrichtungen und Geräte. Ein Augenschmaus!
Mad Men ist aber auch inhaltlich sehr interessant, eben weil es einen historischen Einblick liefert, ohne dabei an irgendeiner Stelle penetrant oder lehrreich zu erscheinen. Die Geschichten unterhalten und passen trotzdem sehr nahtlos in die gezeichnete Zeit.
[Mad Men: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Dexter
DexterDie dritte Stafel unseres Lieblingsserienmörders startet eher enttäuschend. Am Ende der zweiten Staffel fehlte der große Cliffhanger, der das Warten auf die dritte Staffel hätte schwer machen können. Dexter muss erst etwas tun, was zum Thema der Staffel wird. Als er das hat (es hat mit einem Tod zu tun!), dauert es aber noch etwas, ehe die Staffel an dextertypischer Fahrt aufnimmt. Die ersten acht Folgen tröpfeln so vor sich hin und erzählen ihre Geschichte. Klar, all das dort Geschehene ist wichtig für die Staffel und das große Ganze, aber ich finde, man hätte das auch locker in drei Folgen packen und die Geschichte dadurch straffen können. Dann hätte sie sich nicht so gezogen.
Danach ist Dexter makellos. Genau so wie wir ihn lieben — ich zumindest.
Allerdings gibt’s auch am Ende dieser Staffel keinen großen Cliffhanger, gut möglich, dass es die nächste Staffel ähnlich schwer hat in Fahrt zu kommen…
[Dexter: offiziell | IMDb | Wikipedia]

True Bloodneu
True BloodTrue Blood ist die Geschichte von Sookie Stackhouse. Sookie lebt und arbeitet in einem kleinen, typisch amerikanischen Dorf. Sookie hat eine Gabe und einen Fluch: Sie kann und muss die Gedanken anderer Leute hören. Es begibt sich, dass sich vor kurzer Zeit die Vampire geoutet haben. Vampire leben nämlich schon seit Ewigkeiten unter den Menschen, aber jetzt ist es ihnen Gelungen, synthetisches Blut („Tru Blood“) herzustellen. Sie sind damit nicht mehr auf Menschen als Nahrungsquelle angewiesen und können friedfertig mit ihnen leben.
Bill Compton ist einer von ihnen. Bill Compton ist es auch, der wagt, in eben jenes kleine, typisch amerikanische Dorf zum Anwesen seiner Vorfahren zurückzukehren. Die Bürger sehen das mit sehr gemischten Gefühlen, die meisten wollen ihn lieber wieder jenseits der Dorfgrenzen sehen. Besonders, als reihenweise Menschen sterben, die irgendetwas mit Vampiren zu tun gehabt haben…
True Blood ist toll besetzt — allen voran Oscarpreisträgerin Anna Paquin als Sookie. Die Serie zeichnet ein idyllisches Bild des amerikanischen Lebens, mit all seinen Vorurteilen und Aufgeschlossenheiten. Klar, es ist »yet another vampire series«, aber True Blood ist so wunderbar ruhig erzählt, größtenteils ganz unreißerisch und trotzdem voll spannender Momente und wendender Situationen.
[True Blood: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Fringeneu
FringeOhje. Fringe. Fringe war wohl die neue Serie in dieser Saison. Es gab riesige Werbeflächen und einen noch größeren Hype. Schließlich ist es eine neue Serie vom Vater des Hypes persönlich, von J.J. Abrams — der Mann hinter Lost, Alias, Cloverfield und dem neuen, ebenfalls heiß erwartetem Star-Trek-Film.
Es geht um eine Art Neuauflage der X-Akten im 21. Jahrhundert, mit stärkerem Charakterbezug, fetziger Technik und einer großen Portion Verschwörungstheorie. Das Ganze eingepackt in tolle Kamerabilder und Gegenlichtblendenflecken10. Storymäßig heißt das, wir verfolgen ein Team von Spezialbeamten und Wissenschaftlern, wie sie sich um »Fringe Science«, also Grenzwissenschaften kümmern. All das Wissenschaftliche, was man klassisch nicht für möglich gehalten hätte11. Schnell wird klar, dass irgendwo in der Welt gerade jemand mit eben diesen Wissenschaften Schindluder betreibt. Unsere Helden müssen herausfinden, wer das ist, und ihn stoppen. Na klar.
Fringe macht einem die Bewertung alles andere als leicht. Die Produktion ist perfekt, die Bilder und Kameraeinstellungen ein Hingucker. Auch die Charaktere sind toll gezeichnet, toll verquerter Humor ist anwesend; Verschwörungtheorien sind eh spitze. Und es gibt Folgen, da denkt man nur: „WTF?“, so großartig wurde mit Cliffhangern und kleinen Stories darauf hingearbeitet.
Aber dann gibt es eben auch Folgen, die sind derart belanglos12, derart lasch erzählt, es wird fast langweilig.
Zum Glück aber nur fast, denn Fringe oszilliert zwar auf der Tollheitsskala aber mit ganz klarer Tendenz zum Positiven.
[Fringe: offiziell | IMDb | Wikipedia]

The Big Bang Theory
The Big Bang TheoryAuch die Theorie des großen Knalls, kurz TBBT, legt eine famose zweite Staffel hin. Das Spiel der Personen untereinander, aber besonders die ganzen nerdigen Bezüge zur Popkultur und zur Wissenschaft — einfach sehr witzig.
Der Grund, warum TBBT nicht nach weiter oben gerückt ist: Ich finde, die zweite Staffel konzentriert sich zu sehr auf Sheldon. Natürlich ist Sheldon der stärkste, bescheuertste und deswegen wichtigste Charakter der Serie, aber so langsam geht’s mir einfach auf die Nerven. Das fühlt sich an, als hätten die Produzenten in einer Seherumfrage festgestellt, dass Sheldon in Staffel 1 allen am besten gefallen hat. Die Marketingfirma hat darauf hin vorgeschlagen, Sheldon doch einfach noch weiter in den Mittelpunkt zu rücken. Und das kam dabei raus…13
Trotzdem: TBBT hat den nerdigsten Witz aller dieslistigen Serien.
Und welche Serie hätte uns sonst das »TBBT Formeln im Hintergrund auf Whiteboard erkennen«-Spiel gebracht?! Eben.
[The Big Bang Theory: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Burn Notice
Burn Notice»Characters Welcome«. Das ist immer noch der Slogan, mit dem Pay-TV-Sender USA Burn Notice teasert. Und so ist es auch: Der Charakter von Michael Weston steht im Zentrum — und wird einfach unvergleichbar gespielt von Jeffrey Donovan. Ihm macht es Spaß zuzuschauen, wie er Stück für Stück dahinter kommt, wer ihn geburnt hat — natürlich um es wahrscheinlich nie zu erfahren.
Die Mischung aus MacGyver-im-21.-Jahrhundert, Spionage und tollen Schauspielern ist auch in seiner aktuellen Staffel immer noch ein Hingucker. Oder zwei. Oder drei.
[Burn Notice: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Skins
SkinsAuch die zweite Staffel des britischen Skins ist immer »auf die Fresse«-ig.
Mittlerweile kennen wir alle Charaktere und wissen, wie bescheuert und verkorkst sie sind; was sie so tagtäglich für verrückte Aktionen machen. Man könnte also meinen, da bleiben nach der ersten Staffel nicht viele Ideen übrigen? Nun, in gewisser weise stimmt das; Staffel zwei ist bei weitem nicht so kinnladenrunterziehend wie Staffel eins. Trotzdem schafft es Staffel zwei noch ein Stück krasser zu werden und ein paar mehr Twists einzubauen, die man so nicht erwartet hätte.
Am 22. Januar startet die dritte Staffel von Skins, und da man auch hinter den Kulissen festgestellt hat, dass sich die Geschichten und damit die Charaktere langsam auserzählt haben, dreht sich die dritte Staffel um die nächste Generation Skins. Wird sicherlich wieder außerordentlich toll, da bin ich sicher.
[Skins: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Californication
CalifornicationAuch ein Problem mit der zweiten Staffel hat Californication. Die erste Staffel lebt davon, dass unser Lieblingsautor Hank Moody es immer wieder versaut. Steigt immerfort mit Frauen ins Bett, ist depressiv, reitet sich immer ein Stückchen weiter in die Scheiße.
Allein von der Ausgangssituation am Ende der ersten Staffel her kann man schon ahnen, dass uns in der zweiten Staffel ein völlig anderer Hank Moody begegnet. Einer, der versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Der sich nicht mehr von seiner Umwelt treiben lässt und auf jeden Karambolagezug aufspringt. Ein ziemlich langweiliger Hank Moody.
So ging es mir zumindest am Anfang der Staffel ganz stark und im weiteren Verlauf dann immer noch ein bisschen. Es fehlt das Krasse, was Californication so zur Perfektion überspitzt hatte. Das, wo man sich die Hände auf die Stirn schlägt und trotzdem das Zwerchfell blutig lacht.
Trotz allen Negativens bleibt auch die zweite Staffel Californication ein absoluter Hingucker und eine tolle Serie. Krassheit wurde durch Tiefgründigkeit ersetzt. Und die zieht irgendwie nicht ganz so stark.
[Californication: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Psych
PsychBei keiner anderen Serie merkt man weniger, dass wir mittlerweile in der dritte Staffel von ihr sind. Psych bleibt immer gleich. Gleich gut.
Es ist einfach viel zu toll, Shawn und Gus bei ihren psychologischen Tatortevaluierungen zuzusehen. Dieser kindische Spaß, die nerdigen Anspielungen — und wie sich dann am Ende in Shawns Kopf alles zusammensetzt. Sehr toll. Und alles ohne irgendwelche tiefgründigen Verschwörungstheorien, großem Drama. Einfach nur Krimanalfällelösen mit Spaß.
Und wenn Shawn endlich mal seine Jules abkriegt, dann freu ich mich noch ein Stückchen mehr.
[Psych: offiziell | IMDb | Wikipedia]

30 Rock
30 RockKeine andere Serie, die gleichzeitig auch noch gut ist, gewinnt dabei noch so viele Preise wie 30 Rock. Die Geschichten aus dem NBC-Headquarter sind immer so toll abgedreht und bescheuert, die Menschen mindestens genauso. Tina Fey und Alec Baldwin zuzusehen, das ist einfach ein Genuss. Ach was — alle Schauspieler sind einfach erstklassig.
Es sollte viel mehr 30 Rock geben. Jawohl.
[30 Rock: offiziell | IMDb | Wikipedia]

90210neu
90210Das hätte ich vor dieser TV-Saison nicht gedacht. Als es erste Gerüchte um eine Neuauflage der 90er Jahre Teenie-Serie gab, und selbst als es dann fest wurde, habe ich immer nur müde darüber gelächelt. Wird bestimmt so, wie man heute „Beverly Hills, 90210“ empfindet.
Aber von wegen. Ich bin positiv überrascht über das, was Veronica-Mars-Ex Rob Thomas da abgeliefert hat. Klar, es bleibt Teenie-Serie, aber es geht nicht ganz so schmalzig zu, wie damals. Es geht immer noch um das tägliche Drama einer ganz normalen High School auf Beverly Hills14, viele Intrigen, die Probleme des Größerwerdens und der Schönen und Reichen.
Aber es ist schön in Szene gesetzt, mit netten Schauspielern und gar nicht so platten Plots. Keine große Serie und sicherlich kein Meilenstein – aber »fun to watch«.
[90210: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Eureka
EurekaEureka ist immer noch diese Mischung aus Science-Fiction, Comedy und Dramatik, die ich seit erster Staffel liebe.
Viel mehr bleibt nicht zu sagen: Sheriff Jack Carter wird von Colin Ferguson fantastisch gespielt; die simple, aber einfach funktionierende Struktur, die jeder Folge zu Grunde liegt (großes Problem mit irgendeiner wilden Maschine, Carter macht sich zum Affen, schafft es dann aber mit seinem ordinären Denken das Problem zu lösen – alles gut); und all die wunderbaren Sachen, die so drumherum noch passieren.
Schön anzusehen.
[Eureka: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Greek
GreekGreek ist immer noch diese Mischung aus Klischee-Teen-Serie und dem genauen Gegenteil. Auf der einen Seite gibt es Studentenverbindungen, Saufparties, verworrende Liebesbeziehungen und all so etwas — aber letztendlich gehen die Geschichten dann doch etwas tiefer, das »Problem der Woche« ist nicht so platt, wie bei all den anderen Serien und der Witz ist meist wirklich spaßig, teils sogar intelligent.
Mal schauen, ob das auch für die restliche Staffel gilt.
[Greek: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Gossip Girl
Gossip GirlYet another Teen Series. Und wieder geht’s um Reiche und Schöne. Von der Upper East Side New Yorks. Erzählt, mit dem Voice Over der immer mal wieder eine Rolle spielenden Gossip-Girl-Bloggerin.
Die erste Staffel ging mir zum Ende hin auf die Nerven. Immer wieder platte Intrigen, immer wieder Im-Kreis-Drehen und immer wieder neue Verstrickungen, die von Mal zu Mal nur noch unwirklicher werden.
In der zweiten Staffel ist das immer noch so15, aber irgendwie geht’s dann doch ein Stükchen weiter und es dreht sich nicht so viel im Kreis.
Ob es sich hält? Man weiß es nicht, gut möglich, dass mich in fünf Folgen auch schon wieder all das Hin und das Her nervt. Aber für den Moment ist’s ok.
[Gossip Girl: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Smallville
SmallvilleSmallville ist wie eine Mücke, die einem immer und immer wieder in einer Sommernacht besuchen kommt. Die Story ist eigentlich schon seit ein paar Staffeln auserzählt. Aber es ist auch die einzige Serie, die dem Heimatsender The CW immer noch gute Quoten bringt. Also wird Smallville immer und immer wieder verlängert. Auch wenn von den ursprünglichen Darstellern nur noch wenige vorhanden sind.
Die aktuelle Staffel ist erstaunlich gut. Charakter, die mir schon viel zu lange auf die Nerven gingen, sind endlich weg und unser junger Farmer kann sich in seinem Plan, der Retter der Welt zu werden, wieder ein Stückchen weiter entwickeln.
Langsam kommt dann auch endlich die Liebesgeschichte zwischen Louis und Clark in Fahrt. Wurde auch langsam Zeit.
[Smallville: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Merlinneu
MerlinDie Briten stehen auf Kostüme und Mittelalter. Nach ein paar tollen Staffeln von Robin Hood geben sie sich jetzt an den nächsten Mythos: Merlin. Es geht um die Jugendjahre des Magiers (ja, der Vergleich zu Smallville drängt sich förmlich auf…).
Merlin kommt als Schüler nach Camelot und wird zum Diener des designierten Trohnnachfolgers Arthur. Dabei wird er immer wieder in Verlegenheit gebracht, seine Magiekräfte einzusetzen. Aber mit denen gibt’s ein kleines Problem: Magie ist auf Camelot verboten.
Die Serie ist schön inszeniert, hat aufwändige Kulissen und pompöse Kostüme. Sie fing gut an, dümpelt zum Ende hin aber etwas. Es fehlt an der Progression, am Neuen, was die Story vorantreibt. Immerhin bietet der Mythos um Merlin und Camelot doch auch noch genug Stoff, wenn er denn mal erwachsen ist.
[Merlin: offiziell | IMDb | Wikipedia]

No Heroicsneu
No HeroicsDie Prämisse dieser britischen Serie ist einfach herrlich. Es geht um vier Superheldenfreunde, die sich in einer Superheldenkneipe treffen. Von da aus entwickelt sich dann pro Episode eine Geschichte, die im superheldigen London stattfindet.
Alles voller britischem Humor, aber dann leider letztlich manchmal doch etwas platt und unlustig.
Idee gut, Ausführung nur so naja.
[No Heroics: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Privilegedneu
PrivilegedPrivileged hatte eigentlich Potenzial. Der Hauptdarstellerin macht es Spaß, beim Spielen zuzuschauen; die Story (arm trifft auf reich, die unterschiedlichen Verständnisse von Familie und die verschiedenen Werte) hatte viele Möglichkeiten.
Aber irgendwie? Nach viel zu kurzer Zeit nervt es meistens, die Geschichten drehen sich im Kreis, es ist schon wieder die blöde Schwester. Und die Töchter? Die sind bald nur noch nervig.
Vielleicht fängt es sich ja noch mal, aber ich befürchte…
(Trotzdem sei angemerkt, dass die Serie überhaupt auf dieser Liste steht — sie könnte also noch ein Zehnerpotenzen schlechter sein.)
[Privileged: offiziell | IMDb | Wikipedia]

Noch drei Serien am Ende, die eine gewisse Sonderstellung inne haben: Sie sind deutsch.

Dr. Psycho
Christan Ulmen in seiner Paraderolle. Auch in der letzten Staffel immernoch grandios. Ich werde den neurotischen Psychiater samt seiner mindestens genauso neurotischen Kollegen vermissen.

Türkisch für Anfänger
Auch hier legte Familie Öztürk eine tolle letzte Staffel hin. Am Ende ging es nur leider viel zu schnell, es wurde von einem Klischee ins nächste gerutscht. Ohne Halt. Etwas schade — ein Thema weniger hätte der Serie gut getan.
Trotzdem noch sehr toll!

Doctor’s Diaryneu
Die einzige dieser drei deutschen Serien, die noch nicht abgesetzt ist. Aber keine Angst, das dauert bestimmt nicht mehr lange.
Eigentlich ist Doctor’s Diary ein Abkupfern und Vermischen erfolgreicher amerikanischer Ärzteserien. Man findet quasi von jeder ein Element in ihr. Aber das Autorenteam hat es geschafft, die Stücke unserer Kultur anzupassen und amüsant zusammenzufügen.
Ich werde auch die nächste Staffel anschauen — ihr solltet das auch tun. Wegen der Quote, ihr wisst schon.

Wahrscheinlich wäre auch Dead Set auf dieser Liste, wenn ich denn endlich dazu käme, die Serie zuende zu schauen…

Nachtrag vom 27. Januar 2009:
Natürlich habe ich ein paar Serien vergessen. Es musste ja so kommen. Hier also ein kurzer Nachtrag zu drei Serien, die ihr ebenfalls nicht verpasst haben sollten, im letzten Jahr:

Doctor Who
Doctor WhoDem großartigen Doctordarsteller David Tennant steht in dieser Staffel eine neue Gefährtin zur Seite: „Donna Noble“. Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt: Auch nach mehr oder minder dreizehn Folgen bin ich nicht mit Frau Noble warm geworden. Der Charakter ist zu blöd, und die Darstellerin mag ich auch nicht.
Aber darüber hinaus ist die vierte Staffel von Doctor Who hervorragend. Noch-Showrunner Russel T. Davies schafft kleine, fast schon stille Episode, die z.B. komplett in einem raumschiffartigen Gefährt spielen; und er schafft große und erzähltechnisch sehr komplexe Episoden, wie die Episoden in der Bibliothek zur Staffelmitte und die am Ende, als die Erde geklaut ist16. Egal ob kleine oder ob große Episode: Doctor Who ist immer noch eine grandiose Mischung aus Science Fiction, Drama und Sozialkritik. Das ganze furchtbar liebevoll, detailgetreu und nerdig. Toll!
[Doctor Who: offiziell | IMDb | Wikipedia (Staffel 4)]

How Not To Live Your Life
How Not To Live Your LifeDon ist ein Dickhead. Und sein geerbtes »Massive Free House« ist alles andere als free. Es ist noch nicht abbezahlt. Zur Finanzierung sucht er sich einen Untermieterin, die natürlich just seine alte Jugendliebe Abby ist. Und als wäre das in Zusammenhang mit Dons Tollpatschigkeit noch nicht genug Stoff für eine der bescheuersten britischen Comedies aller Zeiten, nein, Don wird auch noch ungefragt ein ziemlich freakiges Hausmädchen zur Seite gestellt. Also eher ein Hausjunge.
Jedenfalls: Ganz viele absolut bescheuerte Szenen, jede Menge Hand-an-den-Kopf Momente. Und dann doch noch immer irgendwie versöhnlich. Sehr nett!
[How Not To Live Your Life: offiziell | IMDb | Wikipedia]

The IT Crowd
The IT CrowdDie dritte Staffel unserer sympathischen Wohngemeinschaft aus Nerds und Nichtnerdin war gut. Es gab tollen Nerdhumor, unzählige Anspielungen auf Videospiele, Webmemes und Wasnochfürkram. Die Folge mit dem Internet und den »Eldest of the Internet«! Wie großartig war das denn bitte!?
Trotzdem werde ich bei der dritten Staffel das Gefühl nicht los, dass die Charaktere so langsam zuende erzählt sind. Die Witze sind nicht mehr so toll nerdig wie vorher! Klar, es gibt unzählige Anspielungen, aber einiges ist zu normal.
Vielleicht sollten es die Macher der Serie für eine vierte Staffel so machen, wie es die Skins-Macher für ihre dritte machen: den Cast auswechseln. Andererseits: IT Crowd ohne Moss?! Ohne Roy?! Ohne Jen? Never! Das kann nicht klappen! Wohl eher sollten sie sich ihrer Wurzeln besinnen und ein paar richtige, un-mainstreamige Nerdwitze reinschreiben. Ja, das sollten sie.
Natürlich bleibt auch die dritte IT-Crowd-Staffel ein absolutes »must see«. Also hopp, hopp!
[The IT Crowd: offiziell | IMDb | Wikipedia]

  1. Natürlich muss man ihnen zu Gute halten, dass die Serien dort sowieso schon besser und besser werden. []
  2. Wer diese Untertreibung nicht so ganz verstanden hat, weil er das gut nicht korrekt betont hat (Ja, das war ein Wink mit dem Zaunpfahl: Beton verdammt nochmal das gut richtig!): Dr. Horrible’s Sing-Along Blog war ganz große klasse. Tolle Schauspieler mit tollen Songs. []
  3. Auch hier: weiter oben ist besser, aber einzelne Plätze lassen sich genau so gut vertauschen. []
  4. Über 1 natürlich. []
  5. Gibt es auch dazu einen Terminus? Egal, welches noch so kleine Inhaltdetail einer Serie man erwähnt, es ist ein Spoiler? Splost-Faktor? []
  6. Gut, eigentlich sind sie es immer noch — »nicht allzu abgedreht« rein in Relation zu den Ideen der älteren Staffeln. []
  7. Und in gewisser weise besteht das Potenzial auch immer noch, aber es ist alles andere als akut. []
  8. Gut, als treuer Serienbewunderer kennt man natürlich jeden noch so kleinen Sender aus kleinen, 1866 ausgestorbenen, tasmanischen Provinzen. []
  9. Übrigens auf dem gleichen… []
  10. Ist euch das eigentlich auch mal aufgefallen? Fringe benutzt ganz offensiv die Blendenflecken, die man aus Gegenlichtaufnahmen und Photoshopeffekten kennt. Verleiht allen Shots einen sehr edlen Look. Man darf nur nicht zu sehr drauf achten, sonst merkt man die fast inflationäre Benutzung… []
  11. Und damit meine ich keine zeitlich zurücklaufenden Antiteilchen, barrierebrechende Tunnelströme oder vierblättrige Kleeblätter. []
  12. Zumindest innerhalb der Folge — lustigerweise gliedert sich später das noch so Belanglose dann doch noch irgendwie in den großen Zusammenhang ein. []
  13. Und ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht so weit von der Realität bin… []
  14. Hihi. []
  15. Man denke nur an Dan und Serena, oder an Chuck und Blair. []
  16. Wobei diese Episoden natürlich nicht aus der Feder des Herrn Davies stammen. []

Top Things 2008: Maschinelle Songcharts

Es geht weiter mit meinem kleinen popkulturellen Jahresrückblick.
Heute sind die Charts dran, die last.fm ganz automatisch, Tag für Tag aufzeichnet.
Für jeden Zahlenjunkie1 ist das ein Segen. Man kriegt zu allem möglichen Kram Daten geliefert und kann, wenn man denn will, sogar noch weiter in die Tiefe gehen. Man kann Sachen herausrechnen, Statistiken er- und Vergleiche anstellen. Toll!

Im letzten Jahr gab’s zu den last.fm-Listen auch noch meine iTunes-Charts. Leider habe ich bei meinem kürzlichen Umzug auf den Mac meine iTunes-Mediathek neu erstellt, so dass alle Spielanzahlen verloren gegangen sind.

last.fm: Letzte 12 Monate » Songs:
1. MGMT – Time to Pretend Titel (22)
2. Stars – The Night Starts Here (19)
2. Stars – Barricade (19)
2. Donots – Stop The Clocks (19)
5. Polarkreis 18 – Tourist (17)
5. Coldplay – Violet Hill (17)
5. Stars – Take Me To the Riot (17)
5. Jason Mraz – Make It Mine (Album Version) (17)
9. Polarkreis 18 – The Colour of Snow (16)
10. Polarkreis 18 – 130 / 70 (15)
11. Stars – My Favourite Book (14)
11. Stars – The Ghost of Genova Heights (14)
11. Dúné – 80 Years (14)
14. Polarkreis 18 – Allein Allein (13)
14. Black Kids – I’m Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You (13)
14. Stars – Midnight Coward (13)
14. MGMT – Kids (13)
14. The Wombats – Moving to New York (13)

last.fm: Letzte 12 Monate » Alben:
1. Soulwax – Most Of The Remixes… (159)
2. Stars – In Our Bedroom After the War (154)
3. Polarkreis 18 – The Colour Of Snow (110)
4. Jason Mraz – We Sing. We Dance. We Steal Things. (90)
5. Keane – Perfect Symmetry (86)
6. Snow Patrol – A Hundred Million Suns (85)
6. The Beatles – Love (85)
8. MGMT – Oracular Spectacular (80)
9. Black Kids – Partie Traumatic (67)
10. Band of Horses – Cease to Begin (62)
11. Groove Armada – GA10 (61)
12. PeterLicht – melancholie und gesellschaft (59)
13. Digitalism – Idealism (56)
13. Peter Fox – Stadtaffe (56)
15. Justice – Justice (43)2

last.fm: Letzte 12 Monate » Künstler:
1. Soulwax (166)
2. Stars (160)
3. Polarkreis 18 (137)
4. The Kooks (129)3
5. Keane (121)
6. Justice (97)
7. Snow Patrol (95)
8. Jason Mraz (90)
9. The Beatles (85)
10. MGMT (83)
11. Coldplay (80)
12. Digitalism (77)
13. Panic at the Disco (75)
14. Moby (71)
15. Groove Armada (70)

Was bleibt festzustellen?
Songs: Mit großem Abstand schaffte es im letzten Jahr Maxïmo Parks »Books from Boxes« mit 48 Spielungen (dieses Jahr übrigens: 2) auf den ersten Platz der Songs. Da kann MGMTs »Time To Pretend« nicht mal annähernd mithalten — hatte das doch weniger als die Hälfte an Spielanzahlen. Überhaupt habe ich 2008 weniger gleiche Songs gehört: Die Summe aller Spielanzahlen der Top 15 2007 war 345, 2008 war es 270 — ca. 80%. Es treten sehr viele Songs der Stars auf. Allein 96 Hörungen der 280 gesamten gehen auf ihr Konto (ca. 1/3).
Alben: Machen wir direkt mit den Stars weiter. »In Our Bedroom after the War« steht auf Platz 2, taucht aber in meiner manuellen Alben-Topliste nicht auf? Ja! Mein Fehler! Das Album erschien 2007 und ich hab es um den Jahreswechsel gehört. Und kurze Zeit danach — aber darüber hinaus hab ich es viel zu sehr vergessen. Dabei ist es doch so toll! Ist im manuellen Alben-Beitrag natürlich nachgetragen.
Irgendwie scheine ich in diesem Jahr tatsächlich weniger von last.fm aufgezeichnete Stücke gehört zu haben. Bei den einzelnen Titeln taucht der 2008 Anführer »Time To Pretend« in der Alltime-Statistik erst auf Platz 13 auf.
Das müssen wir ändern, Andi.

  1. z.B. … MICH. []
  2. Auf Platz 16 steht übrigens auch Justice mit der Live-Version ihres Albums: Justice – A Cross The Universe (42). Mit diesen Plays zusammen wäre Justice auf Platz 6 mit Snow Patrol. Aber »A Cross The Universe« ist ja weit mehr als eine einfache Liveversion einer Platte. Daher lohnt sich die Aufspaltung hier auf jeden Fall. []
  3. Sind hier hauptsächlich, weil ich neben dem neuen, auch immer noch das alte Album höre. []

Top Things 2008: Alben

Es gehört sich ja so. Das Jahr geht zu Ende und kurz bevor man mit herausschnellenden Sektkorken gegen das mitternächtliche Feuerwerk anzukommen versucht, da macht man sich noch mal Gedanken darüber, wie denn das letzte Jahr so war. Rein popkulturell.
Ich natürlich auch.

Letztes Jahr habe ich noch zeilenweise für jede Platte groß ausgeführt, warum sie mir gefiel.
Mach ich 2008 nicht. Lieber kurz und bündig, zumindest für diesen Teil des Rückblicks — und zumindest meistens.

Das Lustige ist ja: Wenn man so drüber nachdenkt, was man im letzten Jahr gut fand, man tendenziell immer neuere Dinge bevorzugt. Tothörfaktor und sowas.

Wie immer repräsentiert die Reihenfolge zwar grob meinen Geschmack, ist aber nicht als klassische Topliste zu sehen; weiter vorne heißt zwar besser, aber Platz zwei und drei könnten beispielsweise genauso gut vertauscht werden.
Die Links über den Albumnamen sind allesamt Amazon-Partnerlinks.
Noch was?! Nein!

MGMT – Oracular Spectacular
Ist zurecht auf allen wichtigen Toplists entweder im oberen Zehntel vertreten oder ganz oben. Tolle Stücke sind drauf, die erfrischend neu sind. Allen voran natürlich das hervoragende „Kids“ — und die Stücke in ihren diversen Soulwax- und Justice-Remixen. Awesome2. Schade, dass das Konzert von MGMT in Köln so dermaßen langweilig war.

Jason Mraz – We Sing. We Dance. We Steal Things.
Dieser Mann kam irgendwann aus dem völligen Nichts. Mit »I’m Yours« machte er sowas wie einen Sommerhit. Viel besser gefällt mir allerdings Nummer 1 der CD: »Make It Mine«. Easy-listening mit eingänglichen Texten und der wunderbaren Stimme des Herrn Mraz. Könnte ich den ganzen Tag mitsingen.

Fettes Brot – Strom und Drang
Fast völlig vergessen. Anfang des Jahres veröffentlichten die Hamburger ihr neues Album. Tolle Sprachakrobatik mit tollen Rhythmen. Den Anfang machte damals »Bettina, Zieh Dir Bitte Etwas An«, das man entweder schrecklich oder toll fand. Der Beat dazu kam von den Elektronikern von Modeselektor, was für mich heißt … dass ich es entweder schrecklich oder toll fand. Ich war mir da selbst unsicher.

Keane – Perfect Symmetry
Keane ist eine meiner Lieblingsbands. Aber als ich das Album das erste Mal hörte? Ohje! Genauso mit der vorhergeschickten Singleauskopplung »Spiralling«. Beim ersten Hören fand ich’s schrecklich. Aber sowohl »Spiralling«, wie auch »Perfect Symmetry« haben sich irgendwann warmgehört. Ich mag’s.

Polarkreis 18 – The Colour of Snow
Jaaa. Die Jungs aus Dresden sind ziemlich durchgestartet dieses Jahr. Platz-1-Hit mit »Allein, allein« inklusive. Darf ich kurz mal was loswerden? ICH KANNTE SIE SCHON VORHER! Polarkreis 18 sind die einzige Band, von der ich ein Band-T-Shirt im Schrank liegen habe. Vom ersten Album, natürlich. Aber genug des Elitärtums. »The Colour of Snow« ist weniger experimentell und weniger elektronisch als sein Vorgänger, in einem Musikmagazin würde man vielleicht ‚poppiger‘ sagen. Aber das Album ist natürlich trotzdem hervorragend, ich kann’s immer wieder hören und finde es jedes mal spannend. Allein das Schlagzeug bei »Tourist« …1

Black Kids – Partie Traumatic
Klingt sehr kitschig. Die Gitarren, Sänger und Sängerin. Wie aus einem knallbunten Cartoon. Und das gefällt! Herausragend natürlich »I’m Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You«.

The Kooks – Konk
Das zweite Album um den Menschen, mit der lustigen britischen Vernuschelstimme und dem fetzigen Haarband. Fand ich erst auch gar nicht so gut, aber dann habe ich mich irgendwann reingehört. Bleibt ein Stück hinter »Inside In/Inside Out« zurück, ist aber trotzdem noch sehr hörbar.

Hot Chip – Made in the Dark
Auch eine dieser Bands wie MGMT, die es mit ihrer Mischung von Elektronischem und Pop in den Mainstream geschafft haben. Tolles Album. Das Konzert in Köln fand ich (ähnlich MGMT…) nicht sooo sehr gut, aber etwas sehr Sympathisches habe ich dort festgestellt: Das sind verdammt nochmal alles NERDs!

Snow Patrol – A Hundred Million Suns
Eigentlich sind Snow Patrol mir ja viel zu seicht. Aber dann schaffen sie es doch immer wieder, mit ihren tollen Arrangements und wachsenden Stücken sich in mein Ohr zu spielen. So auch bei »A Hundred Million Songs«. Feststellung am Rande: Kein Stück endet so, wie es anfing.

Peter Fox – Stadtaffe
Seeed mag ich nicht. Peter Fox wohl irgendwie schon. Hip-Hop mag ich nicht2. Peter Fox schon. Macht Spaß zu hören.

Coldplay – Viva La Vida or Death and All His Friends
Coldplay war schon mal besser. War schon mal viel besser. Aber nach ein paar Tagen Einhörzeit ist mir auch mit ihrem letzten Album warm geworden.

Thomas D – Kennzeichen D
Das ist deutscher Hip-Hop, wie ich ihn mag. Gut, Herr D ist von den Fantas, da hat er sowieso schon mal ein Stein in meinem Musikknochen. Aber was er da als Soloalbum abgeliefert hat, das ist interessant und hat tiefgründige Texte.

Mr. Oizo – Lambs Anger
Krawall! Mr. Oizo kennt man noch von »Flat Beat«, mit diesem lustigen kleinen Etwas3, was zum Takt headbanged. Headbanged? Jeder Radiomoderator wäre stolz um diese Überleitung: Mr. Oizo ist jetzt auf dem französischen Ed-Banger-Label, was sich 2007 durch Justice, Uffie und Digitalism einen Namen gemacht hat. Und genauso hört sich der neue Mr. Oizo auch an. Knarztechno-ig. Kurze, kompakte Stücke. Aber alle haben ihr gewisses Etwas, für das man sich jedes Mal ärgert, dass es schon vorbei ist.

The Ting Tings – We Started Nothing
Braucht man nicht viel zu sagen. Eine, der Newcomer-Bands 2008. Einfache Stücke, die umso mehr eingänglich sind.

PeterLicht – Melancholie und Gesellschaft
»Alles was Du siehst gehört Dir« ist ein wunderbarer Song, bei weitem der beste auf dem Album. Aber auch der Rest macht dem Albumtitel alle Ehre. Leicht traurige und depressive, dann aber doch wieder sehr fröhliche Stücke von dem Mann, mit dem unbeschreibbaren Genre.

Deichkind – Arbeit nervt
Deichkind auf dem Southside war das Highlight des Festivals. Wir, bekleidet mit Müllsäcken, um die Wette mit dem Schweiß4 hüpfend — und Deichkind vorne, mit dem Schlauchboot über die Menge hinüber. Unglaublich. »Arbeit nervt« ist zwar nicht so gut wie das Konzert, aber es sticht einfach perfekt in die Deichkind-Nische. Stampfende und simple Beats mit auf-die-Fresse Texten. Toll.

The Killers – Day & Age
The Killers halt. Wahrlich nicht ihr bestes Album, aber allein wegen »Human« muss es hier stehen. Aber nicht zu unrecht zum Schluss.

Nicht 2008 erschienen, aber von mir in diesem Jahr trotzdem sehr häufig gehört und deswegen einen Grund auf erwähnung:
Soulwax – Most of the Remixes5
Mit diesem Album bin ich dann schlussendlich ein Fan von den beiden Belgiern geworden. Unglaublich, was sie aus schon herausragenden Stücken noch herausholen können. Wie sie ihren eigenen Touch einfließen lassen können, ohne dass es langweilig wird oder auch nur ähnlich klingt. I ♥ Soulwax.
Nachtrag, 6. Januar 2009: Als ich in der nächsten Kategorie meiner „Top Things 2008“ die last.fm-Statistiken von mir ausgewertet habe, ist mir aufgefallen, dass ich ein Album einer Band völlig unterschlagen habe: Stars – In Our Bedroom after the War. Ein großartiges, 2007 erschienenes Album, was, fast schon episch, aber eigentlich alles andere als das, ein riesiges Spektrum der Dramatik aufspannt. Es sind so viele tolle Stück drauf! Lohnt sich! Sehr!

Weiter geht’s in den nächsten Tagen. Wenn ich mich von Silvester erholt habe.

  1. Und Polarkreis 18 schaffen es lustiger weise, Deutsch und Englisch zu vermischen, ohne das es albern ist. Respekt. []
  2. Das muss ich revidieren: Ich mag schon Hip-Hop, nur bin ich da seeeehr wählerisch. Aber ich brauchte die Wortfolge für den Vergleich, da war kein großer Platz für „aber“. []
  3. Flat Eric! []
  4. Die Sonne war schließlich durch ein im Weltraum stationiertes Linsenglas auf diesen Punkt der Erde konzentriert — anders war das absolut gute Wetter kaum erklärbar! []
  5. Und damit’s auch mal wo steht, es folgt der komplette Titel: Most of the remixes we’ve made for other people over the years except for the one for Einstürzende Neubauten because we lost it and a few we didn’t think sounded good enough or just didn’t fit in length-wise, but including some that are hard to find because either people forgot about them or simply because they haven’t been released yet, a few we really love, one we think is just ok, some we did for free, some we did for money, some for ourselves without permission and some for friends as swaps but never on time and always at our studio in Ghent. []

Southside 2008, Platzgedanken

Nach einer mitternächtlichen Rückfahrt bin ich seit Montagmorgen 4:00 zurück vom Southside 2008. Zurück bei Duschen mit Wasser, bei müllfreiem Untergrund und zurück auf Boden, der nicht bassbedingt bebt, als hätten sich gerade Kontinentalplatten einmal komplett gedreht.

Um es kurz zu fassen: Es war toll! Das heißt, eher yingyangig. Pendelte wie eine feinste Sinusschwingung zwischen „ekelhaft, abstoßend und zu krass“ und „abgedreht, atemberaubend und einfach nur großartig“. Aber zum Glück neigt man ja dazu, nur das Gute im Kopf zu behalten.

Jetzt die Langfassung.

Bereits auf der Autobahn fuhren wir an Autokolonnen vorbei, die bis oben hin mit Campingequipment (insbesondere: Bier) beladen waren. Auf dem Platz angekommen dann erst einmal ein großes „Wow.“. Riesige Parkplätze und riesiges Festivalgelände. Entlang der Landebahn kann doch sicherlich ein Space Shuttle und ein A380 landen. Gleichzeitig. Entgegengesetzt.
Riesig viel Platz für alle also.

Southside 2008: Tents are nearSollte man meinen. Denn der Platz, den wir als Durchgangsplatz zwischen unseren Zelten frei gelassen hatten, war schon bald zugebaut. Zelte dicht nebeneinander. Strukturlos. Planlos. Und dann auch noch die Bitte von den Verantwortlichen, auch Zelte unter die Pavillons zu bauen. Man habe ja keinen Platz auf dem Zeltplatz. Ja, nee, ist klar, gerne. Nicht. Kann man ja auch nicht planen, wieviel Platz 50.000 zeltende Menschen benötigen. Wie sie es seit 9 Jahren Southside tun. Egal.

Southside 2008: Superheroes #2Überall liefen schillernde und bunte, dabei meistens betrunkene und vollständig durch-e Menschen herum. Ob im Supermankostüm den Motorradpolizisten überredend, das Mädel doch mal hinten drauf ein Stück mitzunehmen. Ob nur mit einer Spitzenhotpants bekleidet (als Mann, natürlich). Ob auf einem Rollwagen durch die Gegend geschleudert. Ob zum zehntausensten Mal mit Megaphon den gleichen unlustigen Kram wiederholt. Southside 2008: LionsUnd als sich dann die sympathischen zwei Jungs im Tigerkostüm, die stundenlang mit dem „Titten raus!“-Schild auf der Rollbahn saßen in einem rosigen Moment mit den beiden im Hasenkostüm umarmten. Romantik. Thriller. Comedy. Erotik. Viel zu hollywoodesk für die Realität.

Mit fortschreitender Zeit veränderte sich das ‚ein wenig‘. Die Kreativität mit der sich ein jeder versuchte an Groteske zu überbieten nahm rapide ab. Bierkonsum und Asozialität damit zu. Anstelle 2 m auf die andere Seite des Dixies zu gehen, die Tür zu öffnen und zu tun, was man dort so tut, begnügten sich Viele einfach damit, an die Rückseite der Dixies zu pinkeln. Nach 3 Tagen Sonnenschein ein sehr toller Duft, der von der Rollbahn über den ganzen Platz geweht wurde. Southside 2008: GarbageDer Müll wird einfach fallen gelassen, egal ob Bierdose (96%), Pappteller oder Konservendose. Müllsäcke gab es zu großer Masse am Eingang — ändern tat das allerdings nicht viel. Ziemlich erschreckend, welche Abgründe sich dort unter dem Mantel der „Das machen doch alle so“-Mentalität aufgetan haben. Und wer jetzt mit Argumenten wie „Das gehört dazu, Festival, Alter!“ und „Rock’n’Roll, man!“ kommt, der erhält ein einfaches: Nein.

Die Schlangen vor den Duschzelten wurden auch immer länger (ich war froh, keine Frau zu sein, dort war das Anstehen fast wie beim Einlaß zum Phantasia-Land) und das Wasser aus den Duschköpfen immer weniger. Aber das war verschmerzbar. Immerhin brutzelten fast ein Quadratkilometer1 Haut in drei Tagen Dauersonne und wollten sich duschen.

Erstaunt war ich davon, wie friedlich alles ablief. Ich habe zwar weder mit Sicherheitsleuten, noch mit Polizei gesprochen und spreche rein von meinem subjektiven Erlebnis, aber das spricht für sich: Ich hab keine Leute prügeln sehen. Gut, eigentlich ist es fast erschreckend, dass man so etwas herausstellen muss. Aber wer den normalen Stadtclubbardiscoladen gewohnt ist, der ist froh, dass hier ein zufälliges Anrempeln nicht gleich als Kriegserklärung an das ganze Volk gewertet wird, sondern viel mehr als liebevoller Hinweis, doch endlich mal mehr zu rocken.

southsidesunglassesreflectionmeIm Nachinein (also: jetzt) betrachtet hätte ich mir gerne ein paar Bands angeschaut. Jason Mraz, British Sea Power, Rodrigo y Gabriele, The Weakerthans. Aber zu der Zeit lag ich schlafbemangelt unter einem schattenspendenden Pavillons. Sonne war’s Schuld! 2 bis 7% schlechter hätte das Wetter ruhig sein dürfen.

Der zweite Teil des Southside-Rückblick: Southside 2008, Musikgedanken
Bilder aus meinem flickr-Set.

  1. Bei ca. 1,7 m2 pro Person und 50.000 Personen. []

Rückblick des Jahres 2007: Andere Toplists

Als letzten Teil meines unglaublich ausgedehnten Jahresrückblicks für 2007, sozusagen als letzte Tankstelle vor der Grenze, möchte ich auf ein paar Listen anderer Blogs in diesem Internet (ja, jetzt isses raus: Es gibt noch andere.) verweisen.
Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass die folgend aufgezählten Listen nicht alle Listen sind, die es im Internet gibt. Es ist nur eine völlig subjektive Auswahl von Listen der Blogs, die sich so in meinem Feedreader tummeln. Subjektivität und Blogs sind ja so: . (Mist, hab ich Spruch in so kurzer Zeit zwei mal rausgehauen.)

Wenn Sie sich, liebster aufmerksamkeitsdefizierter Blogger (ob das nicht sogar synonym ist? hmm) an dieser Stelle unterrepräsentiert fühlen, so scheuen sie nicht davor, dies kund zu tun und einen Link zu Ihrer Liste in die Kommentare zu setzen. Husch husch!

Lukas hat bei Coffee And TV zwei Listen bebloggt: Einmal seine Songs 2007 und einmal seine Alben 2007. Außerdem hat er das Publikum befragt und den Jahresaufguss 2007 wählen lassen (ich habe mitgemacht, jawohl).

Der Popkulturjunkie hat in seiner allerbesten anachronistischen Manier die Listen von großen Zeitschriften/Magazinen gesammelt und diese dann sogar insgesamt ausgewertet und eine Totalchartliste erstellt.

René hat in seinem Nerdcore vier Listen veröffentlicht: Top 20 der Alben, der Filme; Die besten Songs laut iTunes und laut seiner eigenen, gefälscht-subjektiven Meinung.

Auch bei Spreeblick gibt es eine iTunes-generierte „Beste Songs 2007“-Liste.

Christian Junklewitz hat für die Serienjunkies sein Serienjahr 2007 verlistisiert: Nummer Eins und Nummer zwei.

Auch Sascha hat in seinem sablog einen Listen-2007-Eintrag gemacht, unterteilt in beste Künstler, beste Drama-Serie und beste Comedy-Serie.

Im Blog des Fernsehlexikons haben die drei Autoren auch Toplists erstellt — alle unterschiedlich lang und ergiebig.

Dann sei außerdem nochmal Eays Topliste erwähnt und die beiden Blogger, die auf meinen last.fm-Aufruf reagiert haben: André und Tanja und natürlich Vreni und dirki in den Kommentaren zum passenden Beitrag.

Das war es dann mit dem Zurückblicken für das Jahr Zweitausendundsieben.
2008 kann kommen.
Juchu.

Und wer mehr als 532 „Toplist“s zählt, darf sich eine Topflist überlegen.

Jetzt hab ich aber auch genug gebloggt für dieses Jahr. Melde mich dann im Sommer wieder.

Rückblick des Jahres 2007: Filme

Eine Kategorie fehlt noch in meinem Jahregerückblicke (hier geht’s zum Übersichtsbeitrag!). Nämlich die Kategorie „Film„.
Aber es gibt keine Kategorie, die mir unwichtiger scheint.

Mit dem Siegeszug immer besserer und ideenreicherer TV-Serien wurden zumindest aus meiner medialen Rezeption auch gleichzeitig (Kino-)Filme verdrängt. Es gibt seitenlange Ausführungen darüber, was den Reiz von Serien gegenüber Filmen ausmacht, um es auf einen Hauptpunkt herunterzubrechen: Die Ausführlichkeit. Ein Film hat 90plus Minuten Zeit nicht nur die Charaktere, sondern auch das Problem einzuführen. Dann erst kann es gelöst werden (ja, Filmwissenschaftler, steinigt mich ruhig). Bei Serien reicht die Zeit nicht nur, wesentlich detailreichere Persönlichkeiten zu zeichnen, sondern auch mehrere Probleme, oder größere Probleme zu erstellen und lösen zu lassen. Gut, auf der anderen Seite kann das natürlich anstrengend werden und Special Effects sieht man bei Serien auch eher selten.
Trotzdem: Ich persönlich ziehe Serien Filmen vor.

Das heißt trotzdem nicht, dass Filme für mich inexistent wären. Ich überlege nur sehr scharf, welchen ich mir anschauen mag. Und leider vergesse ich sie auch relativ schnell wieder, in Vergleich zu Serien zumindest.

Ich mag mich hier also nur sehr begrenzt zu angeschauten Filmen äußern. Das machen pseuointellektuelle Professionelle … Filmkritiker diverser Medien zur Genüge (und darüber hinaus).
Außerdem habe ich mit Sicherheit einen Haufen (wahrscheinlich sogar guter) Filme vergessen.
Also, „sehr begrenzt äußern“? Ja: Ich bin meine iMDB-Votehistory, die ich zumindest versuche zu pflegen, durchgegangen und habe mir letztjährige Filme, die ich irgendwie als ‚gut‘ in Erinnerung habe, herausgepickt. Und sie hier hin geschrieben. Mehr nicht.
Passt ja irgendwie zu meiner subjektiven Filmkonsumwahrnehmung.
Für Fragen, wieso ich diesen und jenen Film gut fand, stehe ich natürlich jeder Zeit in den Kommentaren zur Verfügung.

Trommelwirbel, für die reduzierteste, aller Rückblick-2007-Listen:

The Prestige (2006)
Ratatouille (2007)
Knocked Up (2007)
Superbad (2007)
Shoot ‚Em Up (2007)
Hairspray (2007)
Transformers (2007)
Shoppen (2006)
Sunshine (2007)

Rückblick des Jahres 2007: Maschinelle Songcharts

Hier geht’s lang zum Rückblick-2007-Übersichtsbeitrag!

Das Gerät, vor dem ihr gerade sitzt, gemeinläufig Computer genannt, ist, wenn man alle Nostalgie und Sentimentalität mal außen vor lässt, auch nur eine Maschine. Eine Maschine, selbst ohne Geschmack und Präferenz (außerhalb von dem energetisch günstigsten Zustand und der kleinsten Entropie und 0en und 1en aber nie 2en und sowieso).
Wenn so eine Maschine mitprotokolliert, dann also ohne subjektive Geschmacksempfindungen, wie wir sie so gerne bei Blogs haben. Deswegen schreiben Computer auch keine Blogs, klingt logisch, oder?

Und meine Maschine protokolliert mit, außerhalb von den Lauscheinrichtungen diverser Regierungen. Nein, ganz freiwillig lasse ich ein kleines Programm im Hintergrund automatisch die Musik, die ich mit iTunes und Winamp höre, an das soziale Musiknetzwerk last.fm senden.
Bei last.fm gibt es die Möglichkeit „fortlaufende Jahrescharts“ für Künstler, Alben und Songs anzuzeigen; was auch immer sich genau hinter „fortlaufend“ verbirgt. Für Songs und Alben folgen jetzt die jeweiligen Listen.
Außerdem habe ich meine 2007-er Songs bei iTunes nach Hörhäufigkeit geordnet, unten auch diese Liste (besonders hier fällt auf, dass iTunes nicht der alleinige Musikspieler meines Vertrauens ist).

In Klammern dahinter die jeweilige mitprotokollierte Abspielanzahl, die in Wahrheit wahrscheinlich teils wesentlich höher liegt, da nicht alle Abspielmedien von dem last.fm-Programm erfasst werden.

last.fm: fortlaufende Jahrescharts Songs:
1. Maxïmo Park – Books From Boxes (48)
2. The Fray – How to Save a Life (30)
3. Mika – Any Other World (24)
4. Mika – Happy Ending (21)
5. Damien Rice – 9 Crimes (20)
5. Snow Patrol – Shut Your Eyes (20)
7. Fall Out Boy – Thriller (18)
8. Foo Fighters – The Pretender (17)
9. Snow Patrol – You Could Be Happy (16)
9. 30 Seconds to Mars – The Kill (16)
11. Fall Out Boy – „The Take Over, The Breaks Over“ (15)
11. Snow Patrol – It’s Beginning To Get To Me (15)
11. Mika – Billy Brown (15)
14. Snow Patrol – Open Your Eyes (14)
14. Snow Patrol – Chasing Cars (14)
14. Justice – D.A.N.C.E. (14)
14. The Chemical Brothers – Saturate (14)
14. Fall Out Boy – This Aint A Scene, It’s An Arms Race (14)

last.fm: fortlaufende Jahrescharts Alben:
1. Massive Attack – Collected (150)
2. Snow Patrol – Eyes Open (136)
3. Justice – Justice (90)
4. Fall Out Boy – Infinity On High (88)
5. Polarkreis 18 – Polarkreis 18 (75)
6. Coldplay – X&Y (74)
6. Cassius – 15 Again (74)
8. Panic! At the Disco – A Fever You Can’t Sweat Out (73)
9. 30 Seconds to Mars – A Beautiful Lie (69)
10. Athlete – Tourist (67)
11. Mika – Life In Cartoon Motion (66)
12. Billy Talent – Billy Talent II (60)
13. Digitalism – Idealism (58)
13. Travis – The Boy With No Name (58)
15. The Kooks – Inside in Inside Out (56)

iTunes: nach Häufigkeit des Hörens geordnete 2007er Songs
1. Sportfreunde Stiller – (Tu nur das) was dein Herz dir sagt (13)
2. Die Fantastischen Vier – Nikki war nie weg (12)
2. Die Fantastischen Vier – Du mich auch (12)
2. polarkreis 18 – Chiropody (12)
5. Beatsteaks – Cut Off the Top (11)
5. Die Fantastischen Vier – Yeah Yeah Yeah (11)
5. polarkreis 18 – Dreamdancer (11)
5. polarkreis 18 – Somedays Sundays (11)
5. polarkreis 18 – Crystal Lake (11)
10. Die Fantastischen Vier – Einfach sein (10)
11. Beatsteaks – Jane Became Insane (9)
11. Beatsteaks – Sharp, Cool & Collected (9)
11. Beatsteaks – Meantime (9)
11. Die Fantastischen Vier – Mehr nehmen (9)
11. Die Fantastischen Vier – Fornika (9)

Was die Aussage dieser Listen ist – naja, da bin ich mir nicht ganz sicher. Aber sie zeigt doch, wie das subjektive Empfinden vom quantitativen Hören abweicht. Oder so.

Liebe mit-last.fm-User. Wie sehen eure beiden Toplists aus? Ab damit in die Kommentare, auch gern als Pingback!