Schlagwort-Archiv: Python

Gelesen im Internet KW 39+40

Gesellschaft / Kultur

Technologie

  • macOS 10.13 High Sierra: The Ars Technica review
    The yearly read on all important changes with the new macOS update. This year: Nothing fancy, but many things under the hood.
  • Sonos may have just saved itself
    About Sonos One, Sonos’ new spaker with built-in Alex functionality (and Google Home and Siri (via iOS and AirPlay 2) coming up). I repeatedly thought about buying a Sonos for our home in the past, but the lack of open-ness (stream-wise) stopped me. I did not want to use their proprietary app. That is changed now – great! But now I’d have an always cloud-listening device in my home, which I cannot wrap my mind around. (Apple’s HomePod promises to be a good privacy compromise, but super expensive…)

Programmierung

Quantified Self: Ein Update

Quantified Me!Im August und im Oktober stellte ich euch mein neues digitales Hobby vor: Self Tracking, Quantified Self, Blablabuzzwordselfblabla. Für zwei Blogposts sammelte ich Informationen aus meinem Alltag, summierte sie oder stellte sie in Graphen dar.

Seitdem war es still hier im Blog zum Thema BuzzQuantified Self.

Aber nur hier! Denn meine QS-Interessen1 sind keines Falls abgekühlt. Nur, wie so häufig, fehlte mir vor lauter Enthusiasmus die Zeitpriorisierungsfähigkeit, einen Blogbeitrag daraus zu machen. Aber nun!

Was also in letzter Zeit so geschah:

Vortrag beim Quantified-Self-Meetup in Köln


PDF
In Köln gibt’s ein Treffen von QS-Interessierten. Ich wurde gefragt, ob ich vortragen mag, was so meine Erfahrungen zum Thema sind. Habe ich gemacht, am 30. Januar.2

Fitbit-Schritte im Verlauf einer WocheIch erzählte ein bisschen von meiner QS-Motivation, von den beiden Blogposts und von dem, was ich seitdem gemacht habe (s.u.). Am Ende gab’s dann auch noch ein paar beschriftete Graphen: Fitbit-Schritte (in verschiedenen Darstellungsarten), Chrome-Prozesse, Tastaturanschläge, Stromverbrauch.

Ein großer Spaß! Anwesend waren auch Reporter der dpa und des ZDFs3, denen ich beide Antwort stand. Vermutlich habe ich großen Quatsch erzählt — ich werde euch jedenfalls nicht darüber informieren, wenn Artikel und TV-Beitrag veröffentlicht sind…

Stromverbrauch im Verlauf des Monats. Wer erkennt Wochenenden?(Es gab einige andere interessante (Werbe-)Vorträge. Und Trinken. Für umsonst — alles! Ihr solltet auch mal hin! →meetup.com/QS-Koeln/)

quantified.andreasherten.de

quantified.andreasherten.de Screenshot. Quelle: Internet.Wie im letzten Blogpost schon angeklungen, arbeite ich daran, verschiedene Quants4 automatisch, on the fly, zu speichern. Chrome-Prozesse werden im Fünf-Minuten-Takt in eine Datenbank geschrieben, Tastenanschläge und Mausklicks werden zweistündlich aus der Programm-Datenbank in meine eigene Datenbank exportiert, Fitbit-Daten werden aus der Fitbit-API in meine eigene Datenbank befreit. Das waren meine Schritte, dann sollten es doch auch meine Daten sein, was? Aber ich möchte auch alle Daten an einer Stelle in simpler Form gebündelt haben. Und manche Daten (Chrome-Prozesse) müssen sowieso live aufgezeichnet werden.
Ihr seht: Eine eigene Datenbank bietet sich förmlich an.

Und wenn sowas existiert, warum dann nicht auf einer Webseite darstellen?
Genau.
Und deswegen gibt’s quantified.andreasherten.de.
Die Webseite zeigt in seiner momentanen Fassung Schritte, Stockwerke, Tastaturanschläge, Mausklicks und gehörte Songs an.5 Außerdem gibt’s einen hübschen Graphen der Schritte und Stockwerke der letzten zehn Tage.

Nachts werden ein paar der Infos von einem Twitter-Bot gepostet — @QuandiH, weil ich ja großer Freund minderqualitativer Wortspiele bin. Bisher ist der Inhalt eher mau, aber das kommt schon (es fand nur im Vortrag Erwähnung, deswegen auch hier).

Code, Code, Code

Während ich so an Wochenenden einen Quant nach dem anderen (weiter)programmiere, lerne ich so einige Programmiersprachen. Insbesondere Python. In das ich mich ein bisschen verliebt habe. So intuitiv, reduziert, elegant — und es gibt schon so furchtbar viel dafür in Paketen. <3.

Allen Code, den ich so für meine QS-Erstellung produziert habe, gibt’s natürlich im entsprechenden Github-Repository: → github.com/AndiH/QuantifiedSelf. Dinge programmieren macht nämlich doppelt so viel Spaß, wenn man sein Resultat danach mit anderen teilt.
Jedes Quant (im entsprechenden Ordner) im Repository ist so angelegt, dass auch ihr mit eurer persönlichen Datennahme beginnen könnt. Jede README erklärt, was ihr benötigt und wie ihr vorzugehen habt. Ihr könntet zum Beispiel doch auch mal den Vorlauf eurer offenen Chrome-Tabs aufzeichnen — na?
Außerdem gibt’s Todo-Listen, falls ihr mir bei meinen zu vielen Ideen helfen wollt.

Zukunft

Ich habe noch einige Quants in petto. Manches läuft schon im Hintergrund und wartet nur auf die Auswertung, manches hat kleine Proof-of-Concept-Test-Dateien, manches habe ich nur als Idee skizziert. Aber davon habe ich genug.
Mal sehen, wo es als nächstes mit weitergeht. Wünsche?

  1. »QS«, wie wir Insider sagen — ich bin ja jetzt einer. []
  2. Dann, als in Köln eine Bombe entschärft wurde. Das weiß ich deswegen, weil mich die Google-Maps-Navigation mitten in den Bombenentschärfungsstau geleitet hat, mein Zeitpolster zum Staustehen und -umfahren drauf ging und ich keine Zeit mehr zum Abendessen hatte. Sadface. []
  3. Die sich, wiederholt, für meine Motivation hinter allem interessierten. Und Datenschutz! []
  4. So habe ich die analysierten Dinge genannt. Clever, was? []
  5. Schritte und Stockwerke sind sogar farbkodiert nach meiner erreichten Leistung! []

Quantified Self: September 2013

  • 60,5 offene Chrome-Tabs

    Mehr dazu im Github-Repository chromeProcesses. Im Durchschnitt.
    Seit September läuft bei mir im Hintergrund ein kleines Skript, das die Anzahl der Chrome-Tabs notiert. Die Auswertung ergab: Im Durchschnitt habe ich ca. 60,5 Tabs in Chrome geöffnet. Tabs sind so etwas wie To-Do-Listen bei mir.
    Schaut man sich die Punktewolke an, erkennt man, dass es neben kurzfristigen Schwankungen in der Tabanzahl auch überlagernde Berge und Täler gibt.
    Die kurzfristigen Schwankungen sind vermutlich Artikel, die ich mir in einer Surf-Session zum späteren Lesen geöffnet habe und dann langsam abarbeite. Die größeren Unterschiede in der Zahl sind mehr oder minder ähnlich: Artikel, Videos, Links, Texte die ich offen lasse, um sie irgendwann später weiter zu bearbeiten — sei es zu lesen, zu twittern, zu mailen, oder zu bloggen1.
    Die Auswertung habe ich in Python gemacht, das ich dafür erst einmal etwas besser kennen lernen musste.2 Gefällt mir gut!
    Die Python-Skripte sowie alles andere Notwendige (wie das Tab-aufnehmende Shell-Skript) findet ihr in einem frisch eingerichteten Github-Repository: AndiH/QuantifiedSelf.

  • 460 000 Tastenanschläge

    Heatmap 15 000 pro Tag. Das ist eine Taste alle 5 Sekunden.3 Ich schaffe ca. 150 Wörter pro Minute, wenn ich (deutsche) Fließtexte schreibe.4
    Gemessen habe ich das mit Typingstats, einem kleinen Tool aus dem Mac-App-Store, das die Tastaturanschläge aufzeichnet.
    Mit über 40 000 Anschlägen ist die Leertaste, oh Wunder, die am häufigsten von mir getroffene Taste im September. Danach kommt das E (32 000), schließlich schreibe ich meistens deutsch und eher selten türkisch oder portugiesisch. Es folgt Shift, danach: A, S, I, N.
    Letzteres ist interessant: Die Reihenfolge der Buchstaben anhand ihrer Benutzungshäufigkeit im Deutschen ist E, N, I, S, R, A. Insbesondre A und S sind bei mir anders platziert. Deren Position trifft eher auf die Verteilung im Englischen zu — obwohl ich doch einiges in Englisch schreibe halte ich das allerdings für Zufall.
    Tastenanschläge pro Tag im SeptemberDie Anschläge pro Tag lassen erkennen, wann Wochenende ist und ich nicht ganz so viel auf der Tastatur rumhaue, wie sonst. Geschätzt: an einem üblicher Wochentag schreibe ich 2 bis 3 Mal soviel wie am Wochenendtag.
    Auch zu der Auswertung habe ich angefangen, Python-Skripte zu schreiben (→ Repository). Da steht auch, wie ihr die Daten aus Typingstats.app rauskriegt. Ich bin mit den Skripten nicht ganz fertig geworden, daher gibt’s auch ein Google Spreadsheet mit Daten und Graphen.

  • 119 kWh Strom verbraucht

    Stromverbrauch September 2013 Gleicher Wert wie im Juli.5 12 kWh davon allein am Samstag, 7. September. Waschtag.

  • 21 Blogposts geschrieben

    Verteilung: Keine hier, 13 über Serien bei Newshows, 8 über meine Promotion.

  • 291 000 Schritte gelaufen

    Schritte und Stockwerke im September Gemessen mit meinem Fitbit. Leicht mehr als im Juli (1 000 Schritte).
    Allerdings fallen 21 000 Schritte allein auf den 5. September. An dem Tag bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren (beide Strecken insgesamt ca. 70 km)6 und der Fitbit hat irgendwas gemessen, aber keine Schritte. Bereinigt um die 21 000 Schritte legte ich 270 000 Schritte zurück, also 20 000 weniger als im Juli. Der zweitaktivste Tag im September war am 28. — da war ich auf einem Beachvolleyballturnier der Pfadfinder und habe mich tatsächlich bewegt.7
    Die meisten Stockwerke bin ich (abseits der Fahrradtour) am 15. hochgestiegen. Der Tag nach dem Jubiläumsfest der Langerweher Pfadfinder und ich bin vermutlich beim Aufräumen ziemlich häufig auf den Dachboden zum Materiallager gelaufen.
    Durchschnittlich bin ich im September (inkl. Fahrradtour) 9715 Schritte pro Tag gelaufen, ca. 2715 mehr als mein gesetztes Wochentagsdurchschnittsziel. Pro Tag bin ich durchschnittlich 22 Stockwerke hoch gestiegen, ca. 672 Stockwerke insgesamt (inkl. Fahrradtour).
    Mit dem grobpersonalisierten Fitbit-Umrechnungsfaktor bin ich im Monat 216 km gelaufen.
    Die Daten für September habe ich in ein Google Spreadsheet gepackt.

  • 1 254 E-Mails erhalten

    15 Mails weniger als im Juli (1,2%). Lustig, wie konstant das ist.
    892 Mails gingen an meine GMail-Adresse, 213 an die dienstliche, 127 an die Twitter-Adresse. Im Juli waren es anstelle der 892 Google-Mails noch 948, dafür aber nur 167 Dienst-E-Mails. In Prozent: Die (privaten) Mails an meine Google-E-Mail-Adresse sind um 6% zurückgegangen, während ich 28% mehr Physik-E-Mails bekommen habe. Vielleicht habe ich also mehr gearbeitet letzten Monat. Vielleicht.
    Gesendet habe ich im September insgesamt 236 E-Mails: 148 über GMail, 88 vom FZJ. 40% bzw. 16% mehr als beim letzten Messen.

  • 24 Büro-Kaffees getrunken

    Das ist erschreckend wenig!
    Ich war eine Woche lang auf einer Konferenz in Bochum, aber auch bereinigte 24·4/3=32 Kaffees wäre noch erschreckend wenig!

  • 210 Musikstücke gehört

    Verteilung der gehörten Musikstücke Das ist zumindest die Anzahl derer, die auch an last.fm gescrobbelt wurde. I Am Legion, Bloc Party, Avicii sind die Künstler, die ich im September am meisten gehört habe. Kein Album von denen ist mir allerdings sonderlich ans Herz gewachsen.
    Musik höre ich mittlerweile üblicherweise über Rdio. Dort führe ich in Form von Playlisten auch Protokoll darüber, was ich in der Woche höre. Hier sind Playlisten der Kalenderwoche 36 und 38.

  • 270 Tweets abgeschickt

    Knapp 70 mehr als im Juli. Ca. 9 Tweets pro Tag.
    Leider ist die Webseite kaputt, mit der ich letztes Mal die Statistiken angezeigt habe. Für’s nächste Mal habe ich dann ein paar interessante Skripte zur Selbstauswertung parat. Versprochen.

  • 429 Klicks auf meine Twitter-Links

    Am meisten geklickt wurde auf mein animiertes GIF vom Monatsprogress der FAIR-Baustelle (Groß), am zweitmeisten auf ein Bild vom DE-CIX-Knoten, bei dem man einen kleinen Peak sehen konnte, als iOS 7 raus kam.8 Gezählt wurden die Klicks auf die von bit.ly gekürzten Links.

  1. Seit Mitte Oktober wieder. Allerdings: Wer weiß, wie lange noch… []
  2. Vorher konnte ich: print("Hallo Welt") []
  3. Wenn man acht Schlafstunden von den 24 Stunden eines Tags abzieht, dann ist’s sogar eine Taste alle 3,5 Sekunden. []
  4. Ein Wort sind in der Metrik des Aufzeichnungsprogramms fünf hintereinandergetippte Zeichen. []
  5. Aber das ist nicht immer so… Echt jetzt. []
  6. Runkeeper-Tracking: Hinweg, Rückweg []
  7. Zwei Stunden im Sand rumhüpfen macht übrigens ganz schön Muskelkater. []
  8. Bild ist mittlerweile leider nicht mehr da. []