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Drei mal Daft Punk

Auch wenn es langsam viel zu viel musikalische Popkultur für dieses Blog wird. Das muss sein.

Vor ein paar Monaten durfte ich Zeuge eines Auftritts einer kleinen, unscheinbaren und unbekannten Band aus Frankreich werden. Zeuge von Daft Punk. Das Konzert in Düsseldorf war ja leicht atemberaubend. Wirklich nur ein wenig!

Damit man aber noch mehr Liveexperience von Daft Punk haben kann, bringen die Damen und Herren eine Live-CD ihrer Tour heraus. Aufgenommen auf einem Konzert in Paris (wo sonst?) gibt es eine CD voller Alive 2007. Das Album kommt am 19. November heraus. Vorher gibt’s eine Singleauskopplung vom “Harder, Better, Faster, Stronger”, ebenfalls die passende Liveversion. Das Video dazu wurde von 250 Konzertbesuchern in New York gedreht, die alle eine Kamera in die Hand gedrückt bekamen. Klingt sehr interessant.
Bei jeder anderen Band hätte ich gesagt: Unnötiges Geldmachen. Liveversion. Pff. Gerade bei elektronischer Musik. Die spielen doch sowieso nur ihre Stücke hintereinander ab.
Aber nach dem Konzert? Das war ein riesiges Mashup. Tracks gestreckt, gestaucht, Tracks gemixt, bis zur nahezu Unerkennbarkeit mit anderen Stücken verstrickt.
Und wie sich das anhören wird kann man auf der MySpace-Seite von Daft Punk feststellen. Vielleicht ist an der Stelle auch dieser Link irgendwie hilfreich. Oder gar der hier. [via Oh, what a world.]

Auf YouTube gibt es auch einen Account zur Alive-Tour, bei dem es im Gegensatz zu den sonst so allgegenwärtigen user-generated Videos (done my part…) professionelle Mitschnitte mit ohne übersteuertem Sound zu sehen gibt. Für die afterconcert-experience, quasi. (Mein Blog braucht mehr Buzzwords, jawohl!.)

Bei Google-Video wiederum gibt es “Daft Punk’s Electroma“, der einstündige Film aus 2006 von und mit Daft Punk, der bei uns nur auf Festivals lief und den zu sehen ich eigentlich schon abgeschrieben hatte. Aber zum Glück gibt’s ja dieses Internet hier. Hach. [irgendwie via Nerdcore, glaub ich]

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We. Are. Your Friends. Nicht ganz. — Justice im Prime Club

Justice #4: The Hands

Justice #5: The Cross

Justice #3: Reduce to the Max

Justice #2: Crowd in the light

Justice #1: Mixing Console

Wenn ich jemandem den Musikstil von Justice erklären soll, dann benutze ich gerne “Knarzelektro”. Keine andere Band schafft es, so viele Unsounds zu einem melodischem Brei zu schlagen, der vollständig rockbar ist. Das hört man schon auf dem Album wunderbar.

Aber das hörte man gestern beim Konzert von Justice im Prime Club NOCH besser. Die beiden Franzosen spielten in ihrem knapp einstündigen Set die meisten Tracks ihres Albums. D.h. sie spielten sie nicht nur: sie webten sie regelrecht ineinander. Den Anfang machte, ganz wie im Album “Genesis” — wenn auch eine halbe Stunde später als angekündigt. Das Stück konnte man noch ganz gut erkennen. Aber dann ging’s los. Dann wurden mehrere Samples der verschiedensten Stücke von Justice miteinander Verknüpft, die Tonspuren ineinander geschoben, eine Portion Extrabass drunter gemischt. Und ab geht’s. Ganz schön wow.

Ganz im Recordlabelnamen konnte man grandios ‘Ed Bangen (jetzt kann man so einen offensichtlichen Wortwitz noch machen — aber auch nur, damit ich dann später sagen kann “Alt, hab ich schon Nullsieben gebracht”), der Bass wummerte konstant nackennickend. Man konnte, wenn man denn genug Platz hatte.
Denn der Prime Club ist nicht groß. Genau genommen ist er ist alles andere als das. Aber wer konnte ahnen, dass “ausverkauft” synonym zu “überfüllt” ist? Gleichmäßig wie das pulsierende Leuchten des Kreuzes auf der Bühne kamen neue Leute von hinten und füllten jeden Nanometer der feuchten Restluft, drängelten nach vorne und rieben ihre nassen Körper wild durch die Gegend.
Dabei trugen 110% der Männer von ihnen idealer weise zwei Röhrenjeans (anders kann ich mir die hohe Röhrenjeansdichte nicht erklären), hatten emoige Haarprachten im Gesicht hängen und ließen sich etwas später mit Händen vom Publikum durch die Gegend und gegen die Scheinwerfer tragen, dabei den eh schon beschränkten Blick auf die Bühne verdeckend.

Die Musik war toll. Die Stücke ihres Albums zusammengewebt ohne Fehler — und ohne Langeweile. Und dann kurz vor Ende das Immernochfavourite “We Are Your Friends“. Arme hoch und mitgröhlen. Aber der Ort? Viel zu voll. VIEL zu voll. Und dazu Gedränge, Geschweißtropfe von der Decke. Und ganz schön viele ganz schön seltsame Leute.
Justice? Gerne. Prime Club? Nein. Nicht freiwillig.

Zur Nachbearbeitung in Bild und Video:

Rechts seht ihr die Besten der (wenig guten) Bilder über flickr.

Ein kleines Video vom D.A.N.C.E.-Intro (Leider musste ich zwischendrin einem der ewigen Stagediver einen Arm geben. Dafür lohnen sich die letzten 20 Sekunden, da kriegt man trotz der grandiosen Tonqualität einen Eindruck vom Rock.):

Direktgerechtigkeit

Alle ansatzweise nicht verwackelten Bilder gibt’s in meinem Picasa-Account.
Und wäre das nicht genug der medialen Nachbearbeitung, hat Martin mich sogar auf einem Bild bei Einslive gefunden. Ich bin Walter.
Aaaaußerdem haben die Damen von Les Mads vor dem Konzert ein kleines Videointerview mit den Herren von Justice gemacht. Anschauen!

Und, verdammt, ich brauche so ein tolles Justice-/Ed-Banger-T-Shirt

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Konzertherbst: Justice, Beatsteaks & Fanta Vier

Wäre ich eine Funktion, würde ich vor lauter Steigung fast nach hinten kippen. Bin ich aber nicht.
Und deswegen komme ich damit klar, dass ich innerhalb von zwei Monaten meine Besuchtekonzerteanzahl mal locker verdoppeln werde. Sehr gut sogar.

Concert Ticket: JusticeDen Anfang des Konzert-Triathlon (genial, oder?) macht am 12. September Justice (bei MySpace).
Die elektronischen Franzosen auf dem Label “Ed Banger“, was irgendwie ziemlich kult sein soll (und wenn man sich sonst so ihre Künstler anschaut auch ist) haben mit ihrem Debutalbum Cross/Kreuz/†/Justice/whatever einen ziemlichen Smash hingelegt — etwas hart teilweise, aber passt schon. Justice spielen, hoffentlich dann auch mit dem fancigen (!) Kreuz im Primeclub ein t.a.n.z.bares Set.
Die passende Web-2.0-Links: Justice-Konzert bei wevent und bei last.fm (und der Vollständigkeit halber auch bei Upcoming).
(So, und jetzt üben wir gemeinsam das Kreuzsymbol, zum trendysein!)

Concert Ticket: BeatsteaksZwei Monate später folgen am 23. November im Palladium die Beatsteaks (bei MySpace). Besonders mit ihrer letzten Platte (Limbo Messiah), die ich lustigerweise erst nach dem dritten Hören nichtmehr ganz so schlimm, sondern immer besser fand, haben sie mich überzeugt, doch auch mal ein Konzert von ihnen zu besuchen. (Und könnte ich einer Konzertkarte, die einen Astronauten zeigt wirklich widerstehen?) Immerhin ist ihr Livebandruf legendär. Sicherlich werden sie das auch in Köln sein – genau wie es mir gefällt. (SCNR)
Netzzweinullverknüpfungen: wevent, last.fm (und auch hier: böses Yahoo-Upcoming).

Concert Ticket: Die Fantastischen VierDann zwei Tage später spielen am 25. November Die Fantastischen Vier (MySpace9 auf ihrer “Fornika für alle”-Tour die Kölnarena wund. Hoffentlich. Die Fantas gehören seit Ewigkeiten in meine Rige der “die möchte ich aber schon mal live sehen”-Bands. Und bei SO einem letzten Album? Keine Frage. Unsere Odyssee zur Ticketbeschaffung bedarf eigentlich eines eigenen Posts, doch darauf möchte ich aus Peinlichkeitsgründen verzichten. Kann ja auch nicht alles einfach sein. Man wird mich in der Kölnarena jedenfalls im Mittelstehraum finden.
Moderne Sozialverbindungen: wevent, last.fm.

Jemand der Mitleser auch an einem der Konzerte physisch vorhanden? Man könnte sich, rein spontan natürlich, kulminieren.

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Daft Punk in der Philipshalle – Legen … dary!

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Kinder, Sie befinden sich in einem rar gesäten illustrierten andisblog.de-Post. Bitte halten Sie einen Moment inne, legen Sie die Erdnüsse beiseite, die Hand aufs Herz und werden Sie sich bewusst, welcher Monumentalität Sie beiwohnen. Danke.

Daft Punk: Final Stage

Alive!

White #3

LED-Background

Light! Give me Light!

LCDs?!

The Masters #2

Wer meinen twitter-Account verfolgt, der könnte in den letzten Tagen zur Überzeugung gekommen sein, ich würde mich auf etwas freuen. Und dem war auch so. Es ging nicht um die anstehenden Klausuren, nein, sondern um Musik.
Denn am Freitag war ich in der Düsseldorfer Philipshalle auf dem Konzert von Daft Punk.

Daft Punk? Kennt ihr. Kennt ihr nicht? Schade.

Die Philipshalle in Düsseldorf sieht von außen ziemlich langweilig aus. Von drinnen auch. Da musste drinnen schon ordentlich die Post abgehen. Inneres und Äußeres. Ihr kennt das ja. Und? Das wurde es auch. Es wurde drinnen so gekracht, da blieb keine Stirn trocken.

Bevor aber Daft Punk das Ruder übernommen hatte, wurde den Massen von einem DJ-Set eingeheizt (Unten: Video!). Pünktlich um 20:00 fingen die Bässe an zu dröhnen, dass T-Shirts, Gehörgänge und Augen anfingen rhythmisch zu schwingen. Sau laut. Aber sau geil. (Und gegen Laut wurden ja lustige kleine Plastikdinger erfunden.) Das DJ-Set wurde von keinen geringeren als Guy-Manuel de Homem-Christo (diesen Namen jetzt 10 mal schnell hintereinander aussprechen! Und … los!) und Thomas Bangalter SebAstian & Kavinsky gespielt. Kennt ihr nicht? Ich bis dato auch nicht.: Das sind die Köpfe hinter den Masken von Daft Punk. Kein Wunder also, dass der Sound ordentlich gefetzt hat (was natürlich rein positiv gemeint ist) (Habe ich gerade gefetzt geschrieben? Gefetzt? Schluck.).
Aber bevor das DJ-Set gespielt wurde und nachdem wir diverse Schlangen trotz überpünktlicher Anreisezeit überwunden hatten traf ich noch total unnerdig jemanden. Nämlich den .dean von pl0g.de — wir hatten uns über das tolle last.fm-Event-Feature zu einem spontanen last.fm-Meetup verabredet. Web goes real und so. War aber sehr lustig. (Besonders mal jemanden zu sehen, der via Handy getwittert und geflickrt hat.)

Kommen wir aber zur Hauptspeise.
Das Konzert.
Pünktlich um 21:00 wurde es dunkel, ging die Musik aus und die Vorhänge auf. Leicht konnte man eine Pyramide erahnen, spätestens dann, wenn ein paar (und dieses “paar” ist noch völlig unironisch gemeint!) Scheinwerfer anfingen zu leuchten (Unten im Video!).
Dann ging’s aber auch schon los und Daft Punk spielten 90 Minuten einen Klassiker nach dem anderen. Around the World. Technologic. Robot Rock. Brainwasher. Television rules the Nation. Alle. Gut, das war garantiert nicht livemusiziert, dafür war das Licht viel zu perfekt auf die Musik abgestimmt. Aber, hey, na und? So eine grandiose Lichtshow, mit ein paar Scheinwerfer, habe ich noch nicht erlebt (Überzeugt euch selbst – in den Videos unten!). Diese LED-Wand im Hintergrund (Sieht man auf den Videos!). Dann die Röhren rechts und links neben der Punk-Pyramide (Videos!). Und dann diese riesigen LCD-Bildschirme auf eben dieser Pyramide (…). Uff. Das war Daft Punk at its best. Ihr Robot-/Technologic-Leitmotiv zur Perfektion getrieben.
Es war stark.
Nach eben jenen 90 Minuten fingen die Roadies sofort an die Bühne abzubauen und wir näherten uns wieder dem Eingang. Immer noch mit dem riesigen Bass in den Knochen. Wow.

Bei flickr (Jaja…) habe ich besten Bilder hochgeladen. In meinem Picasa-Web-Account noch ein paar mehr.
Und ich habe Videos gemacht. Ein langweiliges von dem DJ-Set vor der Show. Eines vom Intro von Daft Punk und eine Zusammenstellung immer kürzer werdender Schnipsel von der Show an sich. Impressionen und so. Zu mehr reichte mein Speicherchip leider nicht. Der Sound überfordert meine Cam natürlich restlos, aber das Licht war auf dem Konzert sowieso viel wichtiger. Deswegen möchte ich euch auch besonders den letzten Clip ans Herz legen!

Daft Punk Philipshalle: Intro

Link: sevenload.com

Daft Punk Philipshalle: Show Impressions

Link: sevenload.com

Und der Preis für die langweiligste Überschrift geht an … Andi!

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