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Serienbefund 2014/2015

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ComedyDramaCrime/Law

  1. 12 Monkeys*
  2. A to Z*†
  3. American Odyssey*
  4. Arrow
  5. Backstrom*†
  6. Bad Judge*†
  7. Benched*†
  8. Better Call Saul*
  9. Bloodline*
  10. Bosch*
  11. Brooklyn Nine-Nine
  12. Castle
  13. Community👼
  14. Constantine*†
  15. Empire*
  16. Extant*
  17. Forever*†
  18. Fortitude*
  19. Fresh Off the Boat*
  20. Galavant*
  21. Gotham*
  22. Gracepoint*†
  23. Ground Floor
  24. Homeland
  25. House of Cards
  26. House of Lies
  27. How to Get Away with Murder*
  28. iZombie*
  29. Kingdom*
  30. Mad Men
  31. Man Seeking Woman*
  32. Manhattan Love Story*†
  33. Marvel’s Agent Carter*
  34. Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.
  35. Marvel’s Daredevil*
  36. Mozart in the Jungle*
  37. Other Space*
  38. Person of Interest
  39. Rookie Blue
  40. Scrotal Recall*
  41. Shameless (US)
  42. Silicon Valley
  43. The Americans
  44. The Big Bang Theory
  45. The Bletchley Circle
  46. The Good Wife
  47. The Last Man On Earth*
  48. The Mentalist
  49. The Newsroom
  50. Transparent*
  51. True Blood
  52. Tyrant*
  53. Unbreakable Kimmy Schmidt*
  54. Undateable
  55. Weird Loners*†
  56. Young and Hungry
  57. Matador*†
  58. Franklin & Bash
  59. The Strain*
  60. Manhattan*
  61. The Knick*
  62. Welcome To Sweden*
  63. Orange is the New Black
  64. Selfie*†
  65. Orphan Black
  66. Marco Polo*
  67. Halt and Catch Fire*
  68. True Detective*
  69. Game of Thrones

Diese Karte beim Series Categorizer.

Tada! Mein Serienbefund des letzten Jahres! Neu: Ihr könnt euren eigenen Befund bauen, im Series Categorizer!

Wie in den Jahren zuvor seht ihr da oben auf der Karte meine Meinung zu den Serien, die ich im letzten Jahr geschaut habe. Je weiter oben eine Serie steht, desto besser finde ich sie. Horizontal habe ich die Show probiert nach Genre einzuordnen. Das klappt mal besser, mal schlechter.
Im Vergleich zum letzten Jahr gibt’s, gefühlt, mehr gute Serien und der Abstand zwischen den großartigen ist kleiner geworden. Insbesondere ein Haufen neuer Comedies ist gestartet, die ich ganz gut fand. Die vielen Serien mit Marvel- oder DC-Bezug fallen auf — langsam wird’s mir zu viel.
Auf der Karte oben fehlen ein paar Serien, die ich noch nicht geschafft habe, aufzuholen1. Alle wären aber vermutlich im oberen Viertel zu platzieren (sonst würde ich sie gar nicht erst weiter schauen…).

Bevor ich auf ein paar Serien im Detail eingehe: Ich habe ein kleines JavaScript-basiertes Tool geschrieben, mit dem ihr euren eigenen Serienbefund bauen können, den Series Categorizer. Ihr könnt Shows hinzufügen, platzieren, eure Arbeit abspeichern, den HTML-Code kopieren und Links zu eurer Karte Freunden schicken. Meine Karte findet ihr zum Beispiel hier. Ich würde mich freuen, ein paar eurer Karten hier in den Kommentaren gelinkt zu sehen. Oder sogar in einem Blogpost!

Wie immer: Mit [] kommt ihr wieder zurück zur Karte. Die Spoiler-Stellen könnt ihr mit einem Mausüberfahren lesen, oder mit folgendem Button global ein- oder ausblenden:
Alle Spoiler

Sagt mir in den Kommentaren, wo ich mit meiner Meinung völlig daneben liege, oder was ihr sonst so denkt von dem diesjährigen Rückblick. Wenn ihr mehr Information zu einer Serie haben wollt, etwa wenn ich sie nicht weiter beschrieben habe, stehe ich gerne Antwort.

Aber jetzt, los gehts.

The Good Wife

Natürlich immer noch ganz oben, auch wenn ich auch während der letzten Staffel das erste Mal einen Akt lachhaft fand2. The Good Wife weiß immer noch mit pointierten, aktuellen Fall-der-Woche-Episoden zu überzeugen aber dabei auch die wichtige, übergeordnete Geschichte voran zu bringen. Schade, dass das mit dem District Attorney nicht geklappt hat — das hätte für meinen Geschmack die Show noch interessanter gemacht, aber das finale Türklopfen deutet viel Substanz für die nächste Staffel an.
In der Gefahr, mich zu wiederholen: Ihr solltet The Good Wife schauen. Dringend. []

Arrow

Arrow hat sich in der letzten Staffel gemausert. Das The-CW-Superhelden-Zugpferd gefällt mir gut. Die Geschichten wurden mehrschichtiger, größer und dramatischer. Insbesondere, das Olivers Weggefährten mehr im Fokus stehen, gefällt mir.
Allerdings sollte sich doch bitte dieses ewige, überdramatische »I failed this city«-Selbstzweifeln in der nächsten Staffel wandeln. So langsam wird’s unglaubwürdig. Überhaupt: Der Stil, den Arrow fährt, ist großartig für eine Staffel. Aber die nächste Staffel muss sich etwas ändern. []

Person of Interest

Wie großartig diese Show ist! Keine andere Sendung ist momentan gleichermaßen gesellschaftskritisch und unterhaltsam. Person of Interest könnte ein filmgewordener Diskurs über die Gefahren von Überwachung, Staatsübermacht und künstlicher Intelligenz sein — aber zusätzlich geht’s noch um so viel mehr! Um die einzelnen Charaktere, um die sympathischen Mafia-Bosse. Erinnert sich eigentlich noch jemand an Det. Carter? Wer hätte gedacht, dass die Serie so gut ohne eine ihrer Hauptcharaktere funktionieren würde… Person of Interest könnte noch ewig weiter gegen die Maschine kämpfen, wenn’s nach mir geht. So wie es momentan aussieht, wird allerdings die nächste Staffel die letzte sein. []

Brooklyn Nine-Nine

Die Schlagrate und Bescheuertheit der Witze ist ungebrochen gut. Was den Autoren Folge um Folge wieder für Kram einfällt? Super! []

Game of Thrones

Immer noch pompös, immer noch toll inszeniert. Die epischste Geschichte im TV. Es wird allerdings Zeit, dass diese dahintreibende Geschichte von etwas Definitivem abgelöst wird. Ein großer Kampf. Oder ein Mord. Oder sonst etwas GoT-Typisches! []

Shameless (US)

Kurzzeitig drohte Shameless unglaubhaft zu werden. Fionas Drogending und danach Fionas überstürzte Hochzeit war selbst für Shameless etwas zu seltam. Aber Lips abgedrehte Liebesbeziehung, Debbies verzweifelter Wunsch auf etwas Normales, Ians Zusammenbruch — und Franks unnormal-normale Beziehung. Das ist Shameless! Irgendwo zwischen Realitätsspiegel, Realitätsüberzeichnung und Realitätsferne. []

Better Call Saul

Auch als Nicht-Breaking-Bad-Schauer war die Serie toll. Bob Odenkirk ist voller Spaß zuzuschauen. Immer. Aber auch abseits des großartigen Hauptdarstellers ist Better Call Saul ein Hingucker. Mir gefallen besonders die langen, breiten, ruhigen Establishing Shots. Nur wenige Serien im Moment vereinen so kunstvoll Inhalt und Form. []

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.

Hat sich im Vergleich zum letzten Jahr etwas nach unten beweget. Das liegt daran, dass die anderen Shows alle ein Stückchen besser geworden sind. Denn AoS ist immer noch eine komplexe, unterhaltsame Serie, die voller Twists und nachhaltiger Charakter- und Story-Entwicklung ist. Ich bin immer wieder begeistert, wie die Show, über den Fall der Woche hinaus, die große Geschichte voranbringt – insbesondere in Kombination mit dem Marvel Cinematic Universe. []

Marvel’s Daredevil

Die dunkle Marvel-Serie mit kleinerem Scope. Aber tollen Schauspielern, kantigeren Charakteren und erwachseneren Geschichten. Und fetzigen Kampfszenen, die in Wumpf, Paff und Zwisch 90er-Jahre-Kung-Fu-Filmen in nichts hinterher stehen. []

The Newsroom

Die finale Staffel. Kein leichtes Thema, Enthüllungen von Whistle-Blowern. Aber irgendwie hinterlässt mich die Auflösung, das Ende, unbefriedigend. Die ganze Zeit predigt die Serie die Unabhängigkeit der Presse; welches Privileg es ist, eine unabhängige Institution zu haben, die voller Ehre die Wahrheit hoch hält. Aber dann solch ein Ende? Ich weiß nicht, was die Message sein soll. Bye, Will. []

Fresh Off the Boat

Endlich mal eine Show im Breitenfernsehen, die sich etwas traut. Fresh Off the Boat ist furchtbar lustig. Wie sie mit den verschiedenen Vorurteilen spielt. Aber auch einfach so, wie sie das Leben einer Familie in den 90ern begleitet. Und die drei Hauptdarsteller (Randall Park, Constance Wu, Hudson Yang) könnten von mir aus ein paar Emmys mitnehmen. []

The Mentalist

Seit Red John ist alles anders bei The Mentalist. Aber mir gefiel der Relaunch als FBI-The-Mentalist. Und so auch die letzte Staffel, bei der die Lovestory zwischen Jane und Lisbon mehr im Zentrum stand. Ein schönes Ende der Serie, was qualitativ der Red-John-Zeiten unterlegen, aber trotzdem noch schön anzuschauen war. Bye, Patrick. []

Gotham

Zum ersten Mal hat mich meine Erwartung einer neuen Serie nicht enttäuscht. Gotham ist super. So eine Art Agents of S.H.I.E.L.D. des DC-Universums. Oder so. Jedenfalls viele unterhaltsame, dunkle Fälle der Woche, die einige Referenzen in die DC-Welt haben. Ich hätte nicht gedacht, dass Ben McKenzie eine so gute Figur als Det. Gordon machen würde. []

Mozart in the Jungle

Eine ziemlich originelle Serie von Amazon Instant Video. Über einen eigenartigen Orchester-Dirigenten und eine junge Oboe-Spielerin. Ganz anders, als die meisten anderen Comedies, aber sehr spaßig. Viel Musik, aber könnte noch mehr, für meinen Geschmack. []

Bosch

Ein solider Viele-Episoden-Krimi mit tollem Hauptdarsteller. Amazons »Top of the Lake«. []

Manhattan

Eine Serie über das Manhatten Project, in dem die Amerikaner die Atombombe erforschten. Und das auch noch spannend (die ganzen sozialen Geflechte des geheimen Wüstencampusses; die Gefahr von russischen Spionen; das Wettstreben der einzelnen Gruppen). Gefällt. Und bildet ein klein bisschen. []

Halt and Catch Fire

Eine Serie über die Geburtsstunde des Personal Computers. Die auch noch furchtbar gut gemacht ist. []

The Knick

Tolles Drama von Steven Soderbergh. Gleichsam tolle Darsteller wie tolle Bilder. Ich freue mich schon auf die nächste Staffel. []

Selfie

Viel zu früh abgesetzte Serie von Emily Kapnek mit Karen Gillan in der Hauptrolle. Voller Sozialkritik und aufwändiger Witze. Meine Theorie für die schlechten Einschaltquoten, die schließlich zur Absetzung geführt hatten: Das breite Publikum hat die Serie nicht verstanden. Jeder dachte, dass »Selfie« ein schnellgeschossenes Selbstporträt bezeichnet (und so wurde die Show auch vorher zum großen Teil vermarktet). Aber »Selfie« bezieht sich hauptsächlich darauf, dass Eliza ein »Selfie« ist. Eine selbstzentrierte Person, die sich selbst konstant viel zu wichtig nimmt. Und damit ist Eliza nur die persongewordene Kritik an der Gesellschaft, die es Dank Social Media nie leichter hatte, selbstzentrierte Bilder und Nachrichten zu veröffentlichen. Eingebettet war das voller schnell-getakteten Witzen, wie man sie von Kapnek kennt. Ich hoffe, die Autorin hat endlich mal nachhaltigen Erfolg mit einer der nächsten Shows.
Wenn ich eine beste Episode der letzten Saison küren sollte, es wäre die zehnte Episode von Selfie, »Imperfect Harmony« (siehe z.B. die Chandelier-Szene). []

The Strain

Ein sehr erfrischendes Zombie-Drama. Eine spannende, Folgen-übergreifende Geschichte, inklusive Verschwörung und Nazis. Actiongeladen und unterhaltsam. []

iZombie

Die gemäßigtere Zombie-Serie diese Saison. Etwas jugendlicher. Aber trotzdem toll auf ihre eigene Art und Weise. Insbesondere für Veronica-Mars-Alumni. []

Community

Zu aller erst: Es ist toll, dass Yahoo Community wiederbelebt hat. Die Show ist immer noch voller cleverem, Popkultur-referenziellem Humor. Aber irgendwie habe ich immer häufiger das Gefühl, die Show lebt in ihrer eigenen, kleinen, nerdigen Welt und schert sich nicht mehr um den Zuschauer. Oder ich verstehe die jeweilige Anspielung nicht ganz. Die Serie bleibt hinter ihrem altem Glanz zurück, finde ich. []

Unbreakable Kimmy Schmidt

Vielleicht die seltsamste Comedy in diesem Jahr. Aber auch die ist, dank verpasster 15 Jahre des Hauptcharakters, voller Wort-Humor und bescheuerten Anspielungen. Einzig Jane Krakowskis 30-Rock-identischer Charakter nervt etwas. []

Fortitude

Eine seltsame, hanebüchene Drama-Mystery-Serie voller toller Bilder und künstlerischer Szenen. In einem Akt bin ich kurz davor, die Serie auszumachen, weil die Handlung des Charakters so weit hergeholt ist und überhaupt keinen Sinn ergibt; im nächsten Akt sieht man eine wunderbare Landschaftsaufnahme des ewigen Eis und alles ist, erstmal, wieder gut. Noch eine Staffel in dem Stil würde ich allerdings nicht überleben. []

How To Get Away With Murder

Noch so eine Serie, die dauernd auf Messers Schneide ist. Eine prinzipiell spannende und interessante Story, die unter bescheuerten Twists und überdramatisiert gezeichneten Charakteren leidet. Ich bin mir nicht sicher, ob ich für eine zweite Staffel einschalten werde. Viola Davis ist tatsächlich das schwächste Glied der Serie; deren dramatisches Spiel ist lachhaft. []

Undateable

Nachdem die Show sich in dieser zweiten Staffel gefunden hat, macht sie furchtbar viel Spaß. Eine Sitcom, die aber gar nicht so wirkt. []

Galavant

Ein ganz schönes Wagnis, so eine bescheuerte Show ins Programm aufzunehmen. Ich meine: Mittelalter-Märchen-Musical! Aber mir gefiel’s, weil Dialoge und Lieder voller pointierten Witzen waren. Der Romantik-Touch mag cheesy sein, aber so viel Selbstreferenz in den Geschichten hat Spaß gemacht. []

A to Z

Ein schönes Konzept für eine Serie und Hauptdarstellern, denen ich gerne zuschaue. Aber es hat dann wohl nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Trotzdem, eine Rom-Com, die ich mir gerne bis zum Z angeschaut hätte. []

True Blood

Die Show, die immer noch eins oben drauf legen musste, immer noch ein WTF mehr im petto hatte, ist endlich vorbei. It was fun while it lasted, aber jetzt ist dann auch gut. Bye, Sookie. []

Matador

Die Serie mit der bescheuertsten Prämisse aller Zeiten: Ein Polizist wird als Profi-Fussballer in einen Verein eingeschleust um für die CIA ein Kartell zu untersuchen. Die Show war durchweg übertrieben aber mutierte zu einem unterhaltsamen Undercover-Mystery-Thriller. []

  1. Es fehlen: Banshee, Black Sails, Californication, Chicago Fire, Doctor Who, Episodes, Fargo, Graceland, Masters of Sex, Suits, The Honourable Woman, The Affair, Vikings, White Collar. []
  2. Alicia denkt, ihre Kanzlei will sie los werden, während die Kanzlei denkt, Alicia wolle ihr eigenes Ding machen. Nur, weil die eine Partei nicht mit der anderen redet. Nach all dem, was insbesondere Carrie und Diane und Alicia zusammen durchgemacht haben? Quatsch! []