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Andi erklärt seine Diplomarbeit und nebenbei Teilchenphysik

Achtung! Dieser Beitrag reduziert manchmal auf schmerzvolle Weise, denn er ist auch für Leute gedacht, die keine Ahnung von Physik haben.
Über vier Jahre ist es her, als ich damals hier in Aachen mein Physikstudium startete. We’ve come a long way since. Samt mittelschwerer Prüfungen, schwerer Prüfungen und Prüfungen, von denen ich niemals geglaubt hätte, dass ich sie bestehen würde.
Nachdem ich alle notwenigen Diplomprüfungen im Spätsommer erledigt hatte, fing am 26. Oktober das (vor-)1 letzte Kapitel des Studiums an.
Die Diplomarbeit.

Falls euch die folgende Einleitung nervt, der Erklärteil zu unphysikalisch ist und auch das genaue Thema meiner Arbeit sowas von 1999 ist und ihr lieber direkt zur Adresse meines Diplomblogs springen wollt: Rechts das Inhaltsverzeichnis ist klickbar!

Entscheidungsfindung

Alles begann damit, dass ich mich zwischen so einigem entscheiden musste. Welche Vertiefungsrichtung? Experimentell oder theoretisch? Welches Institut? Welches Forschungsgebiet, welches Experiment, welche Arbeitsgruppe? Welches Thema?

Ein paar der Fragen waren einfach beantwortet.
Auch wenn ich theoretische Physik faszinierend finde – wir sind nie so recht mit einander warm geworen. Ich wollte also experimentell forschen.
Bei der Vertiefungsrichtung habe ich mich für die Elementarteilchen entschieden. Die andere Richtung hier in Aachen, Festkörperphysik, beschäftigt sich mit dem Verhalten von Kristallen und forscht zum Beispiel an Datenspeichern und alles, was irgendwie »Nano« im Namen trägt. Das ist sicherlich auch interessant und hat große praktische Bedeutung, erst recht mit dem vor zwei Jahren nobelpreis-ierten Forschungszentrum Jülich im Rücken. Aber das Grundlegende, das Vordringen in unbekanntes Terrain mit all den in den nächsten Monaten und Jahren zu erwartenden Meilensteinen in der Teilchenphysik hat mich schnell diese Richtung wählen lassen. (Kurzer Exkurs: Teilchenphysik beschäftigt sich mit der Physik auf subatomarer Skala. Ein Atom ist u.a. aus Protonen aufgebaut. Protonen u.a. aus Up- und Down-Quarks. Letztere sind typische Vertreter der Teilchenphysik.)
Weitesgehend wegen persönlicher Präferenzen2 bin ich schließlich im Top-Quark-Bereich einer Arbeitsgruppe am CMS-Experiment hier in Aachen gelandet.

Das Thema

Zum Erklären des Krams, über den ich die Diplomarbeit schreiben werde, möchte ich das Thema mal auseinander pflücken. Et voila…
»Massenbestimmung des Top-Quarks anhand der Zerfallslängen von B-Hadronen im CMS-Experiment«

Teilchenphysik 101

Starten wir ganz simpel, schließlich richtet sich der Beitrag alles andere als an Physiker.


Photo by JohnJobby on flickr.

Ihr kennt das CERN in Genf? Das, wo immer schwarze Löcher und Antimaterie und Sex und so? Lässt man mal den Quatsch außen vor, dann ist das CERN ein Physik-Forschungszentrum in der Schweiz. Das größte der Welt. Mehr als 10.000 Menschen arbeiten entweder direkt vor Ort (ca. ein Drittel) oder an den angeschlossenen Instituten und Universitäten in der Welt verstreut. Dieses Jahr ist dort (endlich) der LHC gestartet.
LHC. Der Large Hadron Collider ist ein Teilchenbeschleuniger. Das heißt: er beschleunigt Teilchen. Das können Elektronen, oder wie im Fall des LHCs Protonen sein. Durch abgefahrene Technik werden die Protonen in einen 27 Kilometer langen Ring eingeschleust und durch noch abgefahrenere Technik (Magnete und so) im Ring angeschubst. Dadurch werden die Protonen immer weiter beschleunigt, bis sie schließlich fast Lichtgeschwindigkeit erreicht haben. Teilchen beschleunigt. Teilchenbeschleuniger. Das ganze macht man jetzt parallel in einem zweiten Ring in die andere Richtung. Beschleunigt auch dieses Proton auf fast Lichtgeschwindigkeit. Irgendwann, wenn alle Kaffeetassen voll und alle Valiums geschluckt sind, dann stellt die Wissenschaftler die Weichen um und lassen diese beiden gegenläufigen Strahlen kollidieren.
Dies geschieht an so genannten Interaction Points. Das ist Englisch. Und heißt Wechselwirkungspunkt. Die beiden Protonen wechselwirken. Sie besitzen so hohe Energien, wie man sie in der Natur eigentlich nicht mehr antrifft. Das führt dazu, dass sie kurzzeitig mit einander verschmelzen. Dabei bilden sie andere, etwas exotischere Teilchen aus die wegen der hohen involvierten Energie auch hohe Massen haben können3.

Eines dieser Teilchen ist das Top-Quark. Quark. Quark. Kann man gar nicht oft genug sagen. Quarks sind nichts aus Science Fiction, Quarks sind real. So wie Protonen, Neutronen und Elektronen eine Stufe kleiner als Atome sind, könnte man sagen, sind Quarks eine Stufe kleiner als Protonen und Neutronen. Quarks sind eine Art der Teilchen, die es gibt, wenn man zu kleineren Längenskalen geht, also die Nanometer der Festkörperphysik (weit) hinter sich lässt. Das Proton besteht aus Up- und Down-Quarks. Das waren auch die ersten Quarks, die man damals gefunden hatte – wegen ihrer vergleichsweise geringen Masse. Mittlerweile ist man da weiter und eines der letzten gefunden Quarks ist das Top-Quark. Das ist äußerst schwer4 und damit eher schwer5 zu produzieren. Mit dem LHC hat man aber erstmals genug Energie zur Verfügung um Top-Quarks mit einer hohen Rate zu erzeugen.
Bei den obigen Interaction Points hat man den unterirdischen Tunnel des LHCs in Höhlen vergrößert und hat Experimente um sie gebaut.

Particles' days out at CERN

Eines dieser Experimente ist das CMS. Der Compact Muon Solenoid ist ein State-of-the-Art-, ach was, ein Statest-of-the-Artest-Experiment das wie eine Zwiebel um das Protonenrohr und den Interaction Point gebaut wurde. Jede Schicht der Zwiebel wurde irgendwo auf der Welt dafür entwickelt, um eine ganz bestimmte Art von Teilchen nachzuweisen. Alles furchtbar komplexe und furchtbar interessante Technik, die es in dieser Expertise noch nie vorher gab6. In Aachen wurden Teile des innteresten Detektors, des sogenannten Trackers, und Teile des äußersten Detektors, der Myonenkammern gebaut.

Wenn sich nun zwei Protonen im Zentrum dieses Experiments treffen, gerade weder Kaffee, noch Kekse oder Pinguine dabei haben, sondern sich dazu entschließen, zu kollidieren, dann ist das so, als würden zwei Autos aufeinander Rasen. Bei der Kollisionen fliegen Autoteile als Splitter nach außen weg7. Die Splitter und Splitter der Splitter werden dann von den einzelnen Zwiebelschalen detektiert, abgespeichert und in ein weltweites Datennetz verteilt.

Einige dieser Splitter sind obige Top-Quarks und ich beschäftigte mit ihnen.

Der Inhalt meiner Diplomarbeit


Adaptiert von einem ähnlichen Bild in der Wikipedia8.
Ohne darauf einzugehen, warum das so ist: Top-Quarks treten meist in Paaren auf und zerfallen sehr fix in ein b-, wie Bottom-Quark9. Dabei wird ein W-Boson ausgesandt, das wiederum in Elektron und Neutrino10 zerfällt. Obiges b-Quark macht fetzige Dinge, die Teilchenphysiker als Hadronisieren beschreiben. Das ist nichts anderes, als dass es sich aus dem umliegenden Energiefeld Partner erzeugt und mit ihnen Bindungen, sogenannte B-Hadronen ausbildet. Das passiert immer wieder, so dass sich ein Strahl voll Hadronen ausbildet, den man Jet nennt.
Wie beim Zerfall radioaktiver Isotope können die letzten Produkte dieser »Zerfallskette«, also Jets, Elektronen und indirekt Neutrinos, durch die Zwiebelschalen von CMS nachgewiesen werden.

Vor zwei Jahren haben sich schlaue Menschen eine Methode ausgedacht, wie man anhand dieser Endprodukte Informationen über das alles startende Top-Quark gewinnen kann. Denn das Top-Quark an sich bleibt für alle direkten Messmethoden unsichtbar und man muss den Prozess sozusagen reverse engineeren, also von hinten aufrollen.
Dazu schaut man sich die Länge an, die B-Hadronen im Mittel brauchen, bis sie zerfallen. Diese Länge hängt direkt mit der Masse des Top-Quarks zusammen, denn hat das Top-Quark eine große Masse, dann gibt diese größere Masse dem B-Hadron mehr Energie mit auf den Weg und es zerfällt über eine längere Strecke (es ist »schneller«); hat es eine kleinere Masse, ist die Zerfallslänge kleiner.
Messe Zerfallslängen, wende etwas Theorie an und schon gibt’s die Masse des Top-Quarks, die dabei losgelöst von bisherigen Ergebnissen sind, die immer eine spezifische Unsicherheit aufgrund der Messmethode hatten.

Und diese neue Technik wende ich auf die Daten von CMS an.

Das klingt doch spannend, oder?
Zwar werde ich nicht die ersten »echten« Daten des LHCs benutzen können, die wir Anfang/Mitte nächsten Jahres erwarten, sondern nur auf den simulierten Daten meine Analyse laufen lassen – aber auch so klingt das Thema interessant.

andiplom – Mein Diplomarbeitsblog

In den letzten zwei Monaten habe ich mich in die eigenwillige Software eingearbeitet, die extra für das Experiment programmiert wurde. Gar nicht so leicht. Aber so langsam habe ich genug wissen, um das Programmieren an der Analyse zu beginnen.

Auf meinen Babyschritten begleite ich mich selbst beim Versuch eines digitalen Diplomtagebuchs. Unter andiplom.posterous.com schicke ich jeden Tag einen kleinen Statusbericht samt Bild ins Universum.
Mal schauen, ob ich das auch die nächsten 220 Tage durchhalte.

Noch Fragen?

  1. Das wohl eigentlich letzte Kapitel ist die Diplomprüfung über die Vertiefungsrichtung meiner Diplomarbeit, die im Anschluss an diese folgt… []
  2. Ich hatte die Leute schon kennengelernt und für nett befunden. []
  3. Einstein hat das mal gesagt. E gleich m mal c-quadrat. Hat zwar nur rudimentär damit zu tun, aber ist letztendlich dann doch der Grund dafür. []
  4. im Sinne von: massiv []
  5. im Sinne von: aufwändig []
  6. Superlative sind übrigens im CERN-Sprachgebrauch ein Muss. Habe das damals bei der Anmeldung unterschreiben müssen. Nein. Scherz. []
  7. Der Vergleich hinkt ein bisschen, denn die Splitter sind im Protonfall kein direkter Teil des Protons gewesen, sondern werden erst durch die vorhandene Energie der Kollision in Splitter umgewandelt… []
  8. Habe semileptonisch in dileptonisch umgewandelt… []
  9. Indirekt gab’s für die Theorie, die das erklärt, letztes Jahr den Nobelpreis… []
  10. Genauer gesagt: Es zerfällt in ein Lepton-Antilepton-Paar, da sind neben Elektronen noch Myonen und Taus. []
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Seminararbeit: Web & Grid

Es geht nicht um Weihnachten, nicht um’s Ende des Jahres, nicht um Mac oder um TV-Serien. Unglaublich. Es geht um mein Studium.
Entgegen meiner eigenen Meinung, die ich fast sieben Semester gehabt habe, muss man als angehender Weltversteher, -veränderer und -herrscher, kurzum: als Physiker doch mal mehr tun als Übungen machen, Prüfungen ablegen und hin- und wieder an Praktika teilnehmen. Man muss bei uns in Aachen nämlich tatsächlich ein Seminar halten.
Bei uns heißt das: 35-minütige Präsentation und max. 20-Seiten-lange Ausarbeitung über ein zugeteiltes Thema.

Mein Thema war “Web & Grid — Wie weltweite Forschungskooperation ermöglicht wird”. Es hatte also eher entfernt etwas mit Physik zu tun. Der Vortrag fand unter dem Seminarthema “Mikroskopie des Universums, von großen und kleinen Teilchenbeschleunigern” statt, in der Elementarteilchenphysik natürlich.
Und eben diese Elementarteilchenphysik ist es auch, die erst das Web hervorgebracht hat und jetzt einen Schritt weiter geht, in dem es mit dem WLCG1 das wahrscheinlich größte Rechnernetz der Welt verbindet.
Im Moment sind ca. 100.000 CPUs bei ca. 100 Petabyte Speichervolumen verfügbar. Tendenz rapide steigend. Ganz schön viel also.

Wer sich für mein Thema undoder meine Ausarbeitung interessiert, et voila: Die Ausarbeitung als PDF und der Vollständigkeit halber auch meine Slides2, die allerdings unerklärt nur beschränkt verständlich sind3. Logisch.

Das Dokument wurde, so wie es sich gehört, mit LaTeX4 gesetzt — Fragen dazu gerne in die Kommentare.

  1. Worldwide LHC Computing Grid []
  2. Ich benutze ja auch nur ungern den Anglizismus, aber für Slides gibt es einfach immer noch keine richtige Übersetzung. []
  3. Außer die letzte Seite. []
  4. LaTeX ist übrigens sehr toll. Erst frustriert es ziemlich, dann ist’s ok und schließlich macht’s unglaublich Spaß.
    Man schreibt und schreibt und schließlich bekommt man ein Dokument raus, was per se erstmal professionell aussieht. Viel falsch machen kann man nicht. Und dann darf man, wie zur Hochzeit der Adventures, immer kleine Quests lösen: Ich hätte gerne unter subsubsection noch zwei Ebenen, von der allerdings nur die oberste nummeriert ist. Kein Problem. Kniffel- und Googlei, aber kein Problem. Und wenn man das geschafft hat, dann macht’s Spaß! []
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rudirockt und Aachener Wissenschaftsnacht 2008

Du nächsten zwei Abende werden ein wenig stressig, hier im Hause andisblog.

Heute Abend steht rudirockt “Herbst 2008″ auf dem Plan. Mein Lieblingskochevent findet mit Teilnehmerrekord (fast bzw. fast über 1500 Menschen und Menschinnen!) statt. Wiedermal wird durch Aachen gegessen und gelaufen. Und geamüsiert.
Christoph und ich haben die Vorspeise erwischt1 und wissen sogar schon, was wir kochen werden2. Unsere Route geht im Zick-Zack-Kurs durch Aachen, von der Mitte nach Westen nach Osten. Aber naja, da müssen wir unsere alten Hoverboards nochmal reaktivieren3.
Dies wird mein erstes rudirockt mit iPhone – ich werde es mir also nicht nehmen lassen, den Abend live zu twittern4. Mit etwas Glück gibt’s auch hier ein Mirror-Posting dazu5.

Morgen, am 14. November ist in Aachen “5 vor 12 – Die Aachener Wissenschaftsnacht”. Eine Art offene Tür am Abend mit Musik und Vorträgen und all sowas. Physikexperimente werden auch gezeigt. Und jemanden der Physikprofessorriege gefiel unser Nichtnewtonsche-Flüssigkeit-Experiment so gut, dass er uns auch zum Experimentvorführen eingeladen hat6.
Also: ab 19:30 könnt ihr das physikBlog bei der Aachener Wissenschaftsnacht auf dem Physik-Jahrmarkt im Karman-Auditorium der RWTH finden. Dort könnt ihr uns anfassen, Fanpost zukommen lassen und zusammen mit uns über Wasser laufen! Mehr dazu gibt’s im passenden Beitrag im physikBlog.
Selbstverständlich werde ich dieses hochwissenschaftliche Ereignis ebenfalls betwittern!

Wer also rein kulinarisch undoder wissenschaftlich auf dem allerneusten Stand bleiben möchte, der liest in den nächsten zwei Tagen meinen Twitteraccount. Noch mehr als sonst, meine ich natürlich.

  1. Völlig zufällig. Natürlich. []
  2. Ja! Toll, nicht? []
  3. Hat jemand mein Zero Point Module gesehen? []
  4. Sorry, Christoph, das heißt du musst alleine kochen. Geht klar, oder? []
  5. Das hat leider nicht geklappt. Ich wollte LiveTwitting benutzen, aber der blöde Bot followed mich nich zurück. Leider fail. []
  6. Und alles aus der Institutskasse bezahlt! []
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Physikherbst

Wer sich gerade wundert, warum es hier so lange so ruhig ist – und auch wer sich nicht wundert, egal: Ich mache gerade Praktikum.

Das heißt: Physikalisches Fortgeschrittenenpraktikum A. Hier an der RWTH.

Für uns Physiker finden solche Praktika an Apparaturen in den Physikinstituten statt. Da misst man etwas total Fetziges (z.B. den Widerstandsverlauf von Tantal knapp über dem Nullpunkt) und darf es dann innerhalb einer Woche zu Papier bringen. Mit wilden Grafiken, möglichst schlüssig hinzugedichteten Fehlerbalken und hübsch prosa-ischem Text. Ganz toll. Natürlich hat man während man das Protokoll tippt noch weitere Versuche, die ebenfalls vorbereitet und anschließend protokolliert werden wollen.
Lange Rede: Ich hab keine Zeit. Für Blog und so.1

Die wenige Zeit, die man sich dann doch mal nimmt, die seht ihr hinten im physikBlog. Denn da ist vor ein paar Tagen unsere CERN-Serie gestartet. Schließlich wollen wir bescheid wissen, wenn am 10. September die Welt in Mini-Schwarzen-Löchern untergeht.

Außerdem gibt’s dort einen Livestream, wo man Praktikumskollege André und mich beim Protokollschreiben beobachten kann. Wenn Mogulus denn mal funktioniert.

Ihr seht: Andi ist völlig physikalisiert. Schrecklich.

  1. Twitter geht immer. []
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Unser physikBlog beim Webmontag

physikBlog? Was ist das eigentlich?”
Gebt es doch zu, das habt ihr euch doch schon immer gefragt!
Wenn nicht, auch egal.
Denn so oder so haben André und ich diese Frage (und natürlich Myriaden anderer) beim letzten Webmontag in Aachen beantwortet und 15 Minuten lang aus dem Nähkästchen geplaudert.

Neben unserem Vortrag gab es eine Demo eines relativ sinnfreien Farbkontrolldings und die Vorstellung eines Live-Shopping-Such-Tools. Hatten zwar alle thematisch etwas mehr mit dem Webmontag zu tun als wir, aber keiner von ihnen hatte ein Live-Experiment dabei und das sehr wichtige Katzenbild in der Präsentation. Klassischer Fall von FAIL.

Mehr (z.B. Downloadmöglichkeiten) und Genaueres gibt’s drüben im physikBlog, darunter auch ein Videomitschnitt und die Präsentations-Slides1, die ich nach dem Klick auch hier eingebunden habe.
Weiterlesen ‘Unser physikBlog beim Webmontag’

  1. Gibt’s dafür einen adäquaten deutschen Begriff? []
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In der Küche von rudirockt – Behind the Scenes

Wer fleißig dieses Blog verfolgt, der weiß, dass ich mit Spaß an der Aachener Version von rudirockt teilnehme.
Fast schon ein Monat ist jetzt das letzte rudirockt-Event her und wie zuvor, habe ich auch dieses mal meine Route wieder mit der Kamera begleitet. Leider fehlt Mitfilmer André und mir aber die Zeit, um die Videos nach unseren außerordentlich hohen Qualitätsanforderungen zu schneiden.
Einen Anfang haben wir allerdings schon gemacht.

Am Tag bevor das eigentliche Event startete und kurz nachdem vom rudirockt-Team die Routen an die Mitmacher verschickt wurden, haben wir die zweieinhalb Jungs in ihrem Büro besucht.

Wir haben ihnen auf gewohnt professionelle Art und Weise ein paar Fragen gestellt, uns die neue Version der rudirockt-Homepage zeigen lassen und sind sogar Zeuge geworden, wie ein neues Event auf die Seite gestellt wurde. Exklusiv, zum ersten mal im deutschen weltweiten universumweiten Fernsehen.
Herausgekommen sind 15 Minuten behind-the-scenes-Material für Interessierte, Liebhaber und interessierte Liebhaber.

Link: Sevenload-Direktküche

Hochgeladen außerdem bei Vimeo, wo ihr euch zusätzlich die original .mkv-Datei1 in hochglanz Auflösung herunterladen könnt.

Und wer herausfindet, was das für eine Tröte ist, die beim Betreten des Raumes laut loströtet, der erhält ein Gratisgetränk auf der nächsten Party von uns. Echt jetzt.

Die restliche rudirockt-Betrachtung in Bewegtbild wird hoffentlich äußerst bald nachgereicht.
Und ich hätte mir kein schöneres Thema für meinen Beitrag mit ID 1000 vorstellen können. Nagut: Ich wollte immerschon über Yetikrabben schreiben.

  1. Abspielbar mit VLC z.B. []
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RSS-Feeds von Dokumenten eines L²P-Lernraums

Dieser Beitrag richtet sich ausschließlich an Studierende und Studierendinne der RWTH Aachen, bzw. anderer Universitäten, die ein ähnliches oder gar gleiches Microsoft-SharePoint-gestütztes E-Learning-Portal wie wir verwenden.

Bei uns heißt es L2P, bedeutet Lehr- und Lernportal und ist unter www.elearning.rwth-aachen.de zu erreichen. In diesem Portal kann ein jedeR Dozierende und Dozierendinnerin einen virtuellen Lernraum anlegen und dort hinter passwortgestützten Toren Neuigkeiten und Dokumente (Skripte, Übungsblätter) und Wikis und bestimmt noch vieles mehr ins Internet stellen1.
Eine ganz nette Sache, relativ usable und sogar ein wenig 2.0.

Jetzt könnte man auf die Idee kommen, seinen PC automatisch überprüfen zu lassen, ob bereits neue Skripte oder Übungsblätter, im Allgemeinen also: ob neue Dokumente veröffentlicht wurden.
Schlaue Menschen haben dafür RSS erfunden, welches die notwendige Grundlage dafür bildet. Und auch L2P hat eine RSS-Unterstützung, allerdings ist die etwas versteckt und trickreich zu bedienen.

Deswegen:
Andi erklärt: RSS-Feeds für Dokumente im RWTH E-Learning-Portal L2P.

Man wähle den Lieblings-L2P-Raum seines Vertrauens. Bei mir ist das “Elementarteilchenphysik I (Vorlesung)”. Und navigiere sogleich zu “Lernmaterialien” -> “Dokumente“.

L2P-Raum

Mit einem Klick auf “Aktionen ” expandiert man das Dropdown-Menü und findet an vierter Stelle einen Link zu seinem RSS-Feed.

L2P-Lernraum

Jetzt ist man auch fast schon fertig. Zumindest bis auf einen kleinen Trick. In diesem Feed, der ja nur eine ‘einfache’ URL darstellt müssen irgendwie seine Anmeldeinformationen eingebunden werden2.
Nach dem Klick auf den “RSS-Feed anzeigen”-Link erhält man eine URL, die bei mir so aussieht (bei euch also ähnlich aussehen sollte):

https://www2.elearning.rwth-aachen.de/ss08/08ss-07331/materials/
_layouts/listfeed.aspx?List=%7B1BA47761%2D9A3B%2D49C4
%2D8905%2D16614AF2F79F%7D

Ganz klassisch bekommen wir jetzt die Anmeldeinformationen diesem Feed hinzugefügt, in dem wir vor das www ein Username:Passwort@ schreiben, also in etwa so:

https://L²P-Benutzername:L²P-Passwort@www2.elearning.rwth-aachen.de/
ss08/08ss-07331/materials/_layouts/listfeed.aspx?List=%7B1BA47761
%2D9A3B%2D49C4%2D8905%2D16614AF2F79F%7D

Das war’s.
Schon könnt ihr die Dokumente eures Lieblingsraums mit eurem Lieblingsfeedreader abrufen.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass der Google Reader momentan noch keine passworgeschützten Feeds unterstütz. Bei Bloglines funktioniert das allerdings ganz wunderbar.

Und jetzt zurück an die angeschlossenen Anstalten.

  1. Die grundlegenden Funktionen sind übrigens in einem ganz hübschen Video erklärt. []
  2. Dozierende und Dozierendinnen wollen schließlich auch an dieser Stelle ihre Dokumente passwortgeschützt haben. Urheberrecht wird immer wichtiger, erzählte uns gestern erst ein Professor… []
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Rudirockt Weihnachtswichteln – Essen, Schenken, Videokonferenzen

Vor über einem Monat, damals also, als die Welt noch in Ordnung war, als sich Fuchs und Robbe noch im Winter zitternd Gute Nacht sagten, damals als noch eine Sieben des Datums letzte Stelle schmückte, um genau zu sein: am 20. Dezember 2007, damals jedenfalls fand eines dieser studentischen Events hier in Aachen statt.
Fleißigen Lesern diese Blogs ist es schon ein Begriff: rudirockt. Für nicht so fleißige Leser gibt es eine Erklärungsfußnote1.

Beim letzten Mal monierte ich noch, dass ich beim Webmontag das rudirockt-Team verpasst hätte. Das hat sich mittlerweile aber geändert. Beim letzten Webmontag durfte ich die drei Jungs kennen lernen. Sie waren sogar so freundlich, mir einen Packen alter Plakate (als Anspielung auf mein liebevolles Entwenden im letzten Video) mitzubringen.
Da erwähnten sie bereits, dass sie vor hätten, eine Weihnachtsversion des rudirockens zu machen.
Wer konnte da ahnen, dass bereits am nächsten Tag eine passende E-Mail in mein Posteingang flattern sollte?

Natürlich: Andi ist dabei.
Und neben mir auch noch eine Reihe weiter Studenten (und Nichtstudenten). Zwar keine 1300 wie beim letzten Mal; es meldeten sich ‘nur’ 120 Menschen an. Studenten tendieren einfach dazu, an und um Feiertage herum nach Hause zu fahren. Tz.
Aber letztendlich war es auch egal, denn die 12 zu treffenden Leute trifft man auch so.

Mein Lieblingskochpartner Christoph und ich bekamen die Vorspeise zugelost. Unser Wunschgericht.
Nach einem griechischem Originalrezept bereiteten wir detailgetreu eine französische Zwiebelsuppe zu. Bei den liebevollen Klängen südperuanischer Fruchtbarkeitsharfen rieben wir jedes Zwiebelstück einzeln mit einer streng geheimen Kräutermischung ein. Kein Aufwand war uns zu groß und so besorgten wir extra zu dieser Gelegenheit einen Satz stilistisch ganz weit oben anzusiedelnder Suppenschüsseln und sechs edle Weingläser.
Ja, Rudi, extra für dich.

Beim weihnachtlich dekorierten gemeinsamen Verzehr mit unseren Gästen wurden wir dann auch unsere Wichtelgeschenke los. Wichtelgeschenke? Ja! Wichteln gehört doch zu Weihnachten wie Sekt zu Silvester. Also gehörte zu dieser Runde rudirockt natürlich auch das Verteilen von Geschenken.
Aber auch das Erhalten von Geschenken; Christoph und ich sollten etwas später ebenfalls bewichtelt werden. Ich darf jetzt voller Stolz einen filigran gearbeiteten Schneebesen mein Eigen nennen. Gut, es ist der Dritte, aber jetzt habe ich wenigstens alle möglichen Größen. Gibt es dafür eigentlich einen Messerblock? Einen Schneeblock?

Bei der Hauptspeise danach wurde unser Gaumen mit zwei verschiedenen Sochten Fleisch (selbst gefangener Hase!) verwöhnt. Außerdem Spätzle und Knödel und …

Stop.

Schaut’s euch doch selber an.
Denn wie schon beim letzten Mal, habe ich den Abend mit der Videokamera begleitet.
Aber dieses Mal ist das Video ganz besonders geworden.

Denn parallel zu unserem rudirockt-Abend hat mein physikMitBlogger André auch seinen Weg auf Speicherkarte gebannt.

Mit Hilfe modernster Trick- und Schnitttechnik dürfen wir euch also jetzt ein außerordentliches Stück der kulinarischen Web-2.0-Videokunst darbieten.
Mit Spannungsbogen und unvorhergesehenen Wendungen. Mit epischen Musikstücken und grandiosem Wortwitz. Mit nervenkitzelndem Drama und Happy End.

Meine Damen und Herren, hier das wohl beste Video des rudirockt Weihnachtsevents. Danke, André, für diese Meisterleistung des Schnitts.

Sevenload-Direktwichtel.2

Und beim nächsten Mal möchte ich auch den Rest des Web-2.0-Aachens bei rudirockt sehen! Dieses Mal waren es ja wenigstens schon mal ein paar mehr…

  1. Bei rudirockt meldet man sich auf der passenden Webseite an und bekommt nach einer Deadline, zwei Tage vor dem eigentlichen Event ein Gericht zugelost; Vor-, Haupt- oder Nachspeise. Am Tag des Geschehens bei uns also am 20.12., bereitet man dann sein Gericht vor und begibt sich schließlich auf den Weg zu seiner ersten Station (wenn man sie denn nicht selber hat), denn neben einem Gericht hat man auch die Personen zugeteilt bekommen, bei denen man die fehlenden Gänge zu sich nimmt. Man ist also ein mal mit seinem Kochpartner zusammen selbst Ausrichter einer Speise und zwei mal mit seinem Kochpartner zusammen Gast bei fremden Leuten. Das bringt neben einer Reihe von delikaten Speisen vor allen Dingen Eines: Spaß. Nach dem eigentlichen Kochevent geht’s natürlich noch zur passenden Party. []
  2. Und wer das überschwingliche Begrüßen des Mondes mit “Hallo Monde” für eine sprachverstörte Albernheit hält, der hat bei der wöchentlichen Kultvideosichtungssession wohl nicht ganz aufgepasst. Der Maulwurf auf dem Mond ist die Lösung. []
11 Kommentare

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