Kategorie-Archiv: Sonstiges

A (relatively easy to understand) primer on elliptic curve cryptography

Eine Erklärung, wie die neue Generation Verschlüsselungsalgorithmen mit elliptischen Kurven funktioniert. Und warum diese ECC besser (geringere Schlüssellänge, bisher noch keine Inversfunktionen gefunden) und schneller ist als Primzahl-basierte RSA-Verschlüsselung, die auch noch mal erklärt wird.

→ CloudFlares Nick Sullivan im Ars-Technica-Blog: »A (relatively easy to understand) primer on elliptic curve cryptography«

why I moved from Linux to Mac OS X

Ein unaufgeregter Blogpost eines Londoner Systemadministrators, warum er von Linux zu OS X wechselte.
Seine wichtigsten Punkte:

  • Auch wenn Linux und das Unix-basierende Mac OS X nicht direkt verwandt sind, teilen sie doch gleiche Philosophien.1
  • Zum professionellen Einsatz ist Linux hervorragend geeignet.
  • OS X hat besseren Support2, mehr Programme (die zuverlässiger laufen), und sieht besser aus. 7,5% aller Betriebssysteme sind Mac OS X, 1,7% Linux (der Rest ist im wesentlichen Windows).
  • Ja, Apple-Hardware kostet mehr3, aber dafür ist das Betriebssystem günstig.
  • Den normalen PC-Benutzer interessiert Hardware-Aktualisierbarkeit nicht. Insbesondere in Zeiten von SSD braucht man nicht alle 18 Monate einen neuen Computer.4
  • It just works.

Ich kann den Punkten nur zustimmen. Am meisten mit einem bisher Unerwähnten:

Das Betriebssystem, das du wählst, ist deine persönliche Wahl und unterschiedliche Leute haben unterschiedliche Computerbedürfnisse.
The operating system you use is your personal choice and different people have different IT needs.

Für mich ist Windows völlig irrelevant geworden, seit ich einen Mac besitze. Einzig Linux wäre eine Alternative.
OS X hat für mich den besten Kompromiss aus:

  • Linux-artige Kommandozeile, inkl. so gut wie aller Linux-Tools.
    Ich kann mich per SSH mit dem Arbeits-Computer verbinden, oder einfach direkt meine Programme auf OS X schreiben. Ich kann selbst meine Automatisierungs-Skripte pflegen und sogar das ganze Betriebssystem, wenn nötig, via Dateien steuern.
  • Im Wochenend-Modus kann ich trotzdem auf Dinge klicken. Und die sehen dann tatsächlich so aus, wie sie aussehen sollten, und verhalten sich so, wie sie sich verhalten sollten. In GUI-Beziehung ist Linux IMHO am weitesten Weg von OS X5
  • Notfalls kann ich viele Dinge auf unterschiedlichsten Ebenen des Betriebssystems anpassen.
  • Ich bin auf Apples Infrastruktur fixiert. Wenn auch bei weitem nicht so stark wie bei iOS bin ich locked-in, also auf Apple beschränkt.
    Wie gefährlich das Eingeschlossen-Sein auch ist: Alles passt. Betriebssystem, mitgelieferte Software, Hardware.
  • Deswegen: Mac OS X funktioniert auch hervorragend für PC-Beginner (Elternkompatibilität).6

Die fehlende Hardware-Aktualisierbarkeit ist auch völlig unwichtig für mich. Nach vier bis fünf Jahren kann man sich durchaus guten Gewissens einen neuen Computer kaufen. Und ich glaube, mit SSDs wird die Spanne noch größer…

Die einzigen Fragen, die ich in zufälligen Abständen für mich erneut in Bezug auf Linux eruiere, sind:

  1. Sieht Linux (/Ubuntu) gut genug aus und fühlt sich gut genug an, um aus dem Apple-Knast auszubrechen?
  2. Gibt es Hardware, die mit dem Apple-Vergleichsmodell mithalten kann?

Aber bisher bin ich zufrieden.
Und habe hier ganz schön viel Prosa für einen Link-Beitrag geschrieben. Sorry.

→ kier.pe: »why I moved from Linux to Mac OS X«

  1. Linux Torvalds hat Linux ohne eine Zeile Unix-Code geschrieben, aber sich durchaus an Unix-ähnlichen Betriebssystemen orientiert. []
  2. Apple+Drittanbieter []
  3. Wenn auch nicht so viel, wie immer alle behaupten… []
  4. Höchstens: RAM. []
  5. Holt aber auf. []
  6. Bei elterlichen Windowsproblemen könnte ich tatsächlich in manchen Fällen nicht mehr helfen. Da bin ich zu lange weg. []

Twitch via VLC

Livestreamer ist ein Python-Programm, das einen Livestream an VLC weiterleitet. Über Command-Line-Interface empfängt es URL und Qualitätswunsch (best) und startet dann einen gewünschten Player (VLC default). Plugins werden mitgeliefert für Twitch, Dailymotion, Livestream.com, YouTube Live…
Cool!

Installieren mit pip install livestreamer.

Livestreamer (Github-Link)

Andi vs. Die Webcon

cloudheaderErinnert ihr euch noch? Anfang des Jahres habe ich davon berichtet, wie ich nach einer Cloud-Lösung gesucht habe, die in meinen bescheidenen Anforderungen genügt und trotzdem in meinen täglichen Arbeitsablauf passt.
Das ganze war kein schneller Prozess, sondern mündete in fünf Beiträgen in diesem Blog. »Andi vs. Die Cloud« hießen sie.

Menschen des Internets1 fanden meine Recherchen zwar interessant, waren aber zu faul zum lesen2 und fragten mich, ob ich den Cloud-Kram nicht auch bei der Webcon-Konferenz vortragen möchte.
Die Webcon ist eine Ein-Tages-Konferenz in Aachen, bei der Menschen über Dinge aus dem Internet reden. Das hat viel mit Social Media, PR und Marketing zu tun, aber ein paar Sessions sind durchaus auch interessant etwas technischer.

Ich hab noch nie auf so einer Web-Konferenz™ vorgetragen. Also wieso nicht dieses Mal?
Tatsächlich wurde meine Bewerbung als Sprecher der Webcon angenommen — und ich darf gleich zu Beginn der Konferenz um 11:00 den ESET-Saal eröffnen. Ein Mini-Interview darüber gibt’s im Webcon-Blog.

Den Titel meines Talks, »Andi vs. die Cloud — Hippes Speichern in diesem Internet«, milderten wir wegen Rezipientenkonfusion etwas ab. Er heißt jetzt »Cloud-Dienste im Praxiseinsatz«.3
Was wird sonst noch anders sein im Vergleich zu den Blogbeiträgen?
Einiges!
Mein Vortag wird nicht nur ein Update (10 Cloudmonate sind 7 Hundejahre!), sondern auch ein NSA-Remix sein. Schließlich ist das Internet seit Juni nicht mehr das gleiche Internet wie vorher. Sadface.

Kommt ihr vorbei zur Webcon? Zu meiner Session? Ich würde mich freuen, wenn ich nicht ausschließlich dem Beamer vorstellen würde.
Es gibt sogar noch Karten!

Webcon 2013

  1. Twitterer. []
  2. >140 Zeichen… []
  3. Frisch vom Cover einer Computer Bild. []

→ Try R (»Try Arrrr«)

Piratenthemiger Code-School-Kurs (ca. eine Stunde), um einen kleinen Einblick in R zu kriegen.

R ist eine Programmiersprache mit passender Softwareumgebung, zugeschneidert auf statistische Datenauswertung. In Open Source. Und mit fiesem Logo und fieser Homepage.

Wir Teilchenphysiker lieben ja unser ROOT. Aber so mächtig das Paket auch ist — die Einstiegsschwelle ist relativ hoch. Vielleicht ist R ja eine Alternative?
Link im Titel.