Archive for the 'Skurriles' Category

Die Parabel vom schwimmenden Känguruh

So. Den Titel hätten wir.
Beim Rest erbitte ich eure Unterstützung: Was ist der Inhalt der Parabel? Die Schauplätze? Wer ist involviert? Was ist die Parabel in der Parabel?

Alles in die Kommentare! Das wird andisblog erste DIY-Geschichte, die ich schlussendlich zusammenschreiben werde.

Ich erwarte nichts weniger als großartige Ideen Deutschlands großartigster Kommentatoren.
Kann funktionieren. Muss aber nicht. Ne?

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Jetzt neu: GEZ-Logik

Ihr kennt das ja. Man ist mit dem Fahrrad so gerade noch der Schnecke ausgewichen, hat dabei den Bügersteig mitgenommen und mit dem Lenker einen blauen Fleck ins Knie geschlagen. Und trotzdem hat man ein schlechtes Gewissen.
Immerhin hätte man mit dem Fahrrad ja auch einen Wal überfahren können!

Für diesen Zustand gab es bis dato noch keine beschreibende Theorie. Niemand hat sich ernsthaft mit diesem Phänomen des alltäglichen Lebens auseinandergesetzt.
Aber das ist von heute an vorbei.
Ich, immer ganz vorne beim Forschung und Finden neuer Thorien und Logismen, bin stolz euch diese Kluft, diesen weißen Fleck der Logiklandkarte zu füllen.

Aus geheimen Forschungslaboratorien irgendwo in Köln präsentiere ich: GEZ-Logik!

Die GEZ-Logik beschäftigt sich ausschließlich mit dem “Was könnte”-Prinzip und versucht jede erdenkbare Situation nach diesem Prinzip zu maximieren1.

Hier die neuesten Ergebnisse und Forderungen der GEZ-Logik-Forschungsgruppe.

  • Der Besitz von Schaufeln ist mit Gefängnisstrafe zu bestrafen. Schließlich besteht die Möglichkeit mit einer Schaufel Kopf, Hände, Arme, Füße und Beine abzuschlagen. Außerdem könnte man dem Nachbarn ein gemeines Loch buddeln.
  • Ebenfalls ist der Besitz von Haaren mit Freiheitsstrafe aufzuerlegen. Mit genügender Anzahl Haare lassen sich Menschen und Tiere erwürgen.
  • Für Augen ist eine Gebühr von 12,30 Euro zu entrichten. Man kann damit schließlich Kinofilme ansehen. Und TV.
  • Telefone sind zu verbieten – immerhin besteht die Möglichkeit, 9Live anzurufen.
  • Sterben ist zu unterlassen, man muss Leichenfledderer ja nicht herausfordern!
  • Das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor ist ebenfalls zu verbieten. Schließlich fördert man damit die nächste Ölkrise, Finanz- und Wirtschaftskrise und den nächsten Krieg. Autofahren ist also alles andere als ein Kavaliersdelikt! Es wird die doppelte Todesstrafe vorgeschlage. Mindestens.
  • Das Hören von Musik ist äquivalent zum Raubkopieren selbiger.2
  • Schmetterlingen ist es verboten, in Australien einen Flügelschlag auszuführen. Das könnte zu Orkanen bei uns führen.
  • Sternschnuppen sind in den nächsten fünf Jahren allesamt im Weltraum einzufangen. Pferde könnten auf der Weide davon erschreckt werden, die Wachhunde zum Bellen bringen, was schließlich den Farmer aus seinem Bett fallen lässt, der Hunde samt Pferde beruhigen muss, am nächsten Tag unausgeschlafen ist und morgens auf dem Weg beim Milchholen3 einer Schnecke ausweicht, gegen den Bordstein kommt und schließlich einen Wal überfährt. Und Walüberfahren ist ja strengstens untersagt.
  • Kreise sind verboten. Sie laden förmlich zur Quadratur ein. Und wer erst den Kreis quadrieren will, der ist auch weiß Gott zu Schlimmeren fähig!
  • Bei Besitz eines Geschlechtsteils ist die sog. Toys’r'us-Gebühr zu entrichten. Außerdem der Standardsatz nach §320b an das Hipp-Konsortium.
  • Außerdem schlagen wir dringend vor, eine Gebühr für Computer einzufordern. Immerhin ist es damit möglich, öffentliches Radio und Fernsehen zu konsumieren. Die Gebühr ist, wenn möglich, weltweit einzuziehen.

Ich erbitte weiter Forschungsergebnisse in die Kommentare zu entrichten.

  1. In Absurditätseinheiten, natürlich. []
  2. Gut, das ist jetzt gar nicht mehr so fiktiv… []
  3. Pferdefarmer, er hat keine Kühe. Auf denen ist das Reiten so anstrengend. []
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In der Angelegenheit BVzWuWdaHl n.e.V.

Da benutzt man einmal bei Twitter ein nicht ganz so ernst gemeintes Wort, und zack, schon gründen Andere einen n.e.V. für solche Sachen. Gut so.

Dear deutsche Sprache,
reduziert sämtlicher Relevanz, bereinigt allen Informationsgehalts möchte ich bestmöglichst eine Extraktion aller Eloquenz vollführen, derer ich mir bei pinkem Hintergrund imstande bin mir anzueignen.

Die Sache mit Dir ist eine Seltsame.
Du bist das Medium der Wahl wenn Bedarf nach Informationsübertrag besteht, zumindest wenn sich die verbale Lokalisation des oder der Übertragenden in dem dir beheimateten Land befindet. Du bist Gebrauchsgegenstand, gleichsam so klar wie auch verwirrend. Ob des Erwerbs von Flora zur Aufheiterung, ob des Schlusses von Verträgen oder ob der Erkundigung des Straßenweges — der Profanität bist Du Diener, Sklave im stillen, bilateralen Einvernehmen zwischen Dir und dem Sprecher Dirs.
Doch besteht die Gefahr, Du wirst miss-erkannt oder gar unterdrückt. Denn Du bist weit mehr als obig Dargelegtes. Du bist Quell der Erfreuung, Du bist nicht nur Träger der Information, nein, Du bist selbst Information. Gedünkt es Deines Nutzers, Deines Halters danach, Dich mit Ruhe und samtigen Handschuhen zu umwerben, so wird sich ebenjener gar zügig vor den Kopf schlagen und in gleichsamer Schnelligkeit feststellen, was er bei der Alltagsbetrachtung von Dir verpasst hat.
Wärest Du eine Farbe, so decktest Du gleichsam das gesamte Spektrum ab und schimmertest in jeder Einzelnen besonders. Du erlaubst es mir, über eine Vielzahl von Zeilen, expandiert über redudante Wortreihungen, verschachtelt und versteckt über Sätze und ihrer Nebenbrüder eine einzige These auszuführen.
Du machst Spaß.
Und du bist fetzig – natürlich.

Andi, im Oktober Zweitausendundneun.

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Eine kurze Einführung in Internet Memes

Ich weiß, für euch 24/7-Nerds ist das alles alter Stoff. Aber ich habe gehört, da draußen gibt es noch ein paar Unwissende! Wirklich wahr.
Das Internet, ne? Toll ist es. So grün, so pink, so sauer, so demokratisch, so riesengroß, so winzig klein, so blaubeerig und so kaugummi. Oder mit anderen Worten: So bescheuert.
Und diese ganze wunderbare Bescheuertheit spitz sich in einem zu. In Internet Memes.

Unter dieser englischen Fachterminologie verbergen sich all die Dinger, die ihr täglich über E-Mail, Instant Messager und Twitter geschickt bekommt. Über die ihr in Blogs lest. Meist lustige Bilder und Videos, manchmal nicht ganz so lustig, manchmal sogar ziemlich grotesk. Zum echten Internet Meme werden diese Bilder und Videos, wenn sie Kultstatus erreichen, ein Eigenleben entwickeln und von anderen Internetusern geremixt werden. Das Remixen kann aus einfachen Parodien oder aus aufwändigen Erweiterungen, oder sogr aus Wasweißich bestehen – die Internetkreativität kennt schließlich keine Grenzen1.
Als grundlegendstes und legendäres Beispiel seien hier die Chuck Norris Facts angeführt, die erst mit ein paar wenigen Fakten starteten, schnell entdeckt, für gut befunden und erweitert wurden und in allen Ecken des Netz verbreitung fanden – bis Chuck Norris selbst schließlich seine Fakten in einer Talkshow vorlas.

Das richtig tolle an diesen Memes ist, dass sie ungefähr 10,3-mal2 soviel Spaß machen, wenn sein Gegenüber sie bereits kennt. Denn dann funktioniert das gemeinsame Lachen darüber noch besser.

Internet Memes gibt es viele. So richtig viele. Den Numa-Numa-Dance3. Die Leute, die Mentos in Cola-Light werfen. Das Kind, was irgendwas mit Star-Wars macht. Menschen, die sich filmen, während sie vorzugeben, ein Video betreffend eines Trinkgefäßes und zweier Menschen nicht des männlichen Geschlechts zu gucken. Selbst Tom Cruise, der irgendeinen scientologischen Schwachsinn labert, hat es zum Internet Meme geschafft. Eine grafische Timeline hat jemand bei dipity eingestellt.

Aber zwei Memes sind besonders wichtig. Weil besonders toll.

Da wäre zum Einen die Rickroll4. Jemanden zu rickrollen heißt, jemanden einen Link zuzuspielen, der auf eine außergewöhnliche Sache zeigen soll – etwa Paris Hiltons neuestes Meisterwerk oder das unveröffentlichte Video von Kennedys Anschlag auf den Mond. Letztendlich führt der Link aber nur5 zu DEM 80er-Jahre-Musikvideo schlechthin, nämlich zu Ricks AstleysNever Gonna Give You Up“, der sich instantan in die ohrwurmzuständigen Gehörwindungen einbrennt wie überkochende Milch auf der Herdplatte (riecht dabei aber besser). Abstrakter wird dann aus dem Link zum Video ein gerickrollter Hörsaal6 oder ein gerickrolltes Konzert.
Wer TubeYou kennt, weiß, dass wir dort total auf Rickrolls stehen. Fleißige Internetmeinzelmännchen haben z.B. aus Schnipseln von Barack-Obama-Videos ein eigenes “Never Gonna Give You Up” zusammgenschnitten. Und in einem weiteren Video genau mit dieser Version McCain auf einem Parteitag virtuell gerickrollt7.
Am 1. April 2008 hatten die YouTube-Leute jede Menge rickschen Spaß, als sie alle Videos der Startseite auf das Musikvideo von Herrn Astley verlinkten.
Es gibt rickrolltanzende Storm Trooper, rickrollende Muppets und das Video schaffte es sogar in den Podcast von Frau Merkel.

Nicht ganz so cool und rockig, dafür umso gruseliger ist der Dramatic Prairie Dog. Wahlweise auch Dramatic Chipmunk oder Dramatic Hamster.
Man nehme einen Präriehund (wahlweise auch Streifenhörnchen oder Hamster), lasse es sich auf die Kamera zudrehen, zoome dabei heran und unterlege es mit einem dramatischen Sound. Fertig.
Ein bisschen später filmte jemand seine Katze beim Fernsehgucken. Was dabei rauskam? Natürlich die Dramatic Cat. Einen Lemur hat’s ebenfalls erwischt8.
Das Original wurde dann auch geremixt. Es gibt eine Kill-Bill- und eine Funky-Version, außerdem das Darthmatic Chipmunk – ja, es gibt sogar eine Remix-Compilation inkl. Hitler, dramatic Riesenmonster und Schnurrbart!
Außerdem gibt es diesen lustigen Esel, der ebenfalls den Dramatic Prairie Dog mimt.

Ist das Internet nicht einfach wunderbar?

  1. Ob die Internetkreativitätsgrenzen ungefähr so unbekannt sind, wie die des Universums? These. []
  2. Geschätzter Wert. Mein Taschenrechner hat nicht mehr Stellen. []
  3. Der Urvater des Lip Dub – oder fällt jemandem ein älterer Dub ein? Überhaupt: Lip Dub! Das birgt Meme-Stoff für ein ganzes Posting… []
  4. Das Wort “Rickroll” kommt aus den Forenweiten der Community 4chan, die indirekt auch für das tolle Massenrollen von Scientology verantwortlich sind. Bevor man dort das Rickrollen erfand, gab es die Duckroll. Prinzip funktionierte genauso: Ein Link führt in die Irre. Allerdings nicht zu einem Rick-Astley-Video sondern zu Ducks mit Rollen. Derjenige wurde ge-duckroll’d. Als man dann Herrn Rick anstelle der Enten benutzte, hielt man den Namen fast bei. Die Rickroll war erfunden. []
  5. “Nur?” Ach was! “Zum Glück” muss es eigentlich heißen! []
  6. Gerickrollt, gerickrollt, gerickrollt. []
  7. Was tritt der auch vor einer plain Blue-Box-Wand auf?! []
  8. Der Remix ist auch gut. []
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Musikkritiken als bunte Diagramme

Noch gar nicht so lange her, da hat sich die Blogosphäre an der Darstellung von Songs mit Hilfe von Diagrammen erfreut. Wirklich schöne, witzige und intelligente Graphen und Torten gab es da zu bewundern .
Bei meiner Recherche für die last.fm-Statistiken-Serie lief mehr etwas durch das WLAN-Kabel, das in eine ähnliche Richtung geht. Und mir bis jetzt völlig unbekannt war.
Andrew Kuos Diagrammkritiken und -meinungen.

BildAndrew Kuo ist ein Künstler, der für die New York Times und für sein eigenes Blog schreibt zeichnet. Wenn andere Leute sagen “Besonders das zweite Lied auf der neuen Platte von Dingsdibums hat mir gut gefallen. Das erste war allerdings relativer Mist”, dann malt Andrew Kuo ein farbenfrohes, eckiges Etwas hin, was seine Meinung zu Dingsdibums in Diagrammform repräsentiert.

BildWas dabei heraus kommt ist wirklich grandios. Meistens braucht man einen Augenblick, bis man verstanden hat, was da aufgezeichnet ist. Denn mit den unterschiedlichen Beschriftungen und Verweisen und Farbgebungen muss man sich immer neu zurechtfinden1. Manchmal wird man aber, je länger man auf die Zeichnung schaut, nur noch verwirrter. Dann ist das Restherausfinden fast schon eine Knobelei (und umso interessanter).
Immer aber finde ich die Diagramme bestaunenswert.

Diese beschränken sich nicht nur auf Plattenkritiken, es kommt auch vor, dass er einen Kinofilm, ein komplettes Konzert, oder sogar die letzten fünf Morrissey-Konzerte graphisch darstellt.
Besonders lustig wird es, wenn andere seine Kritiken wiederum mit Diagrammen kritisieren .

Ich finde das wirklich interessant. Schade nur, dass ich einen Großteil der Künstler nicht kenne, ist des Herrn Kuo Musikgeschmack wohl eher im Hip-Hop-Bereich anzusiedeln2.

Unbedingt das Archiv des Blogs anschauen. Denn trotz dem man wenige der Künstler kennt, die Illustration ist dennoch interessant. Auch noch: Die am 11.9.07 erschienen Platten, geordnet nach Geschmack und “Analyzing Conor Oberst “.

  1. Was umso mehr für die Kreativität des Machers spricht []
  2. Und meiner glücklicherweise nicht ;) []
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