Archive for the 'Internet' Category

Twitterisdown

Millionen von Menschen wissen nicht, wie sie prokrastinieren sollen: Twitter ist down.

Was das für die Weltwirtschaft, Weltreligionen und die Besenkammer von Herrn Schmitz bedeutet steht in den Kommentaren, die neben Bei- und Mitleidbekundungen derweil gerne auch als Twitterersatz benutzt werden dürfen.

Gib ihm.

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Nachtrag zum Politikposting von desletzt

Ein Artikel wird gerade die Blog- und Twitterszene hoch- und runtergejagt, der genau in die Kerbe sticht, die ich im Artikel von desletzt auch beschrieben habe. Autor Christian Stöcker kleidet die Problematik etwas intensiver in tiefgehendere Worte, als ich.
Bitte lesen.
→ Spiegel Online: »Die Generation C64 schlägt zurück«
Und wenn ihr euch noch mal so richtig schön über Daoben aufregen wollt? Beim Herrn Knüwer gibt’s dazu genug Potenzial.

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Einführung ins Internet und Web 2.0 und sowas für Kinder und Jugendliche

Am Wochenende war Pfingsten. Pfingsten ist traditionell Zeit zum Pfadfinderlagern. Dieses Jahr waren wir mit unserem Stamm auf einem Lager der Großregion Aachen. 2000 Pfadfinder. Ziemlich coole Sache, auch wenn das Motto ziemlich lahm und die großen Veranstaltungen alle Kinderniveau hatten1. Aber egal.

Am Samstag wurde ein Workshop-Tag angeboten. Vorher bin ich in mich gegangen, hab den großen Drachen vertrieben, meine Mitte gesucht, mich drei mal im Kreis gedreht (innerlich!) und auch eine Idee für einen Workshop ausgegraben. Ich wollte über Internet, Web 2.0 und Digitale Identität workshoppen2.
Die Idee fand man bei der Workshop-Verteilungsleitung gut, und man fragte mich, ob ich das denn nicht noch mal für die beiden kleinen Stufen, von 8 bis 13 machen könnte.
Klar kann ich.
Hab ich.

Die erste Präsentation ist für den Workshop für die jüngeren Kinder (<13 Jahre) und soll mehr das Konzept des Internets an sich, tolle Webseiten und Gefahren beim Rumtreiben im Netz beleuchten.
Bei den Fragezeichen ist jeweils Gelgenheit zum Brainstormen, Diskutieren und Hinterfragen.

Die Präsentation für die Jugendliche, also die ältere Version des Workshops, funktioniert nach dem gleichen Schema, geht inhaltlich aber etwas weiter. Es wird grob auf die Funktionsweise des Internets eingegangen, dann gehts um Web 2.0, Blogs, Web-2.0-Dienste, Soziale Netzwerke und schließlich seine Selbstdarstellung in eben jenen Sozialen Netzwerken und welche Gefahren und Chancen sich dort ergeben. Bei den Web-2.0-Diensten habe ich Cobocards mit hinzugetan, da das IMHO interessant für die Zielgruppe Schüler ist; und bei den Sozialen Netzwerken hab ich das regionale 5ZWO mit dazu gepackt, da das Lager schließlich in der Region Aachen stattfand.

Ein Rechtschreibfehler auf Seite 50 von Präsentation #2 wurde bereits gefunden3, es wurde schon in Frage gestellt, ob ebay Web 2.0 ist – und wie es mit der Wikipedia ausschaut (Web 1.0/Web 2.0). Aber ich bleibe bei meiner Einteilung.

Die Folien dürfen gerne benutzt, geremixt, gemashed und gewasweißichauchimmert werden. Würde mich nur über eine kurze Erwähnung und einen Hinweis freuen.

Gerne gebe ich auch die original Keynote-Files heraus. Kurze Nachricht genügt.

Bei meinem Workshop waren dann schließlich 2 mal 5 Mann, die teils weit mehr Ahnung, und teils überhaupt keine Ahnung von der Materie hatten. Blöd. Aber ich glaube, trotzdem haben ein paar etwas mitnehmen können.

  1. Obwohl, wie ihr, liebe bestinformiertesten Leser ja wisst, die Jugendstufen der Pfadfinder bis 21 gehen… []
  2. Habe ich schon vor zwei Jahren ein mal für Pfadfinder getan. Hier ist das Konzept von damals. []
  3. Aber nicht korrigiert. []
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Was gerade mit der Politik und dem Internet schief läuft – oder: Generationswechsel, bitte

Ich entschuldige mich an dieser Stelle bereits für einen äußerst langen, polemischen und semi-strukturierten Text über … Politik! Bitte haltet durch, ich komme am Ende zu einem bahnbrechenden Schluss!
Politik, ne?
Find ich ja unsexy. Blöd. Langweilig. Und sowieso.
Da fehlt mir die Ahnung – das ist mir alles viel zu kompliziert. Außerdem wirkt das immer so fern. Packt man das zusammen, dann wird Politik noch langweiliger, ich habe noch weniger Lust, mich damit zu beschäftigen – und es wird noch langweiliger. Ein Teufelskreis. Das heißt, eher eine Teufelsspirale mit negativer Tendenz.
Aber letztendlich war’s 24 Jahre meines Lebens lang nicht so wild. »Da oben«1 wurde entschieden und man selbst bekam das mit, was man davon verstand (oder eben nicht) und… manches war ok, vieles so naja und einiges nicht so. Aber immer war es doch irgendwie begründet und selbst wenn »nicht so«, dann doch noch nachvollziehbar.

Aber dann ist irgendwo auf der Welt irgendetwas passiert. Der Webstuhl des Schicksals ist umgefallen. Und hat dabei einen Schmetterling in Australien angestoßen, der zusammen mit Asthon Kutcher in China einen Sack Reis gepunk’ed hat. Oder jemand hat alle Groschen, die bisher gefallen waren, wieder aufgehoben und zum Mond, zur Sonne oder zu beidem, jedenfalls möglichst weit weg vom Boden, geschickt.

Anders kann ich mir nicht erklären, mit welcher gesammelten Idiotie da auf einmal am Rad gedreht wird2.
Die folgenden Ereignisse sind nicht ganz chronologisch richtig. Sie sind anhand eines äußerst komplexen Schlüssels geordnet, in den u.a. subjektive Warhnehmung, Zeitdilatation, Loch-Ness-Monster, Übersichtlichkeit, stilistischer Klimaxaufbau und eine seltene, südmalaysische Pfeffersorte einspielen.

Alles fing damit an, dass das schwedische Gericht die Jungs von The Pirate Bay tatsächlich verurteilte. Das ist schließlich ganz objektiv ziemlicher Schwachsinn3, besonders wenn man die ganzen Unzulänglichkeiten während des Verfahrens von der Gegenseite in Betracht zieht. Die Revision ist angekündigt, Verschwörungsrufe schallen besonders laut, scheint doch der zuständige Richter mit der Contentindustrie in einem Boot zu fischen.
Gut, das Ganze ist nicht in Deutschland passiert, interessiert mich also nur in meiner Funktion als dauerhaften Internetbenutzer und (utopischen?) Hoffer auf ein modernes Urberheberrecht und Urheberrechtsverständnis.

Dann spekulieren aber auch in Deutschland ein paar Superhirne darüber, die im Ausland so toll angenommene und angekommene4 Three-Strikes-Regel auch hier einzuführen. Wer diese Regel noch nicht kennt: Wenn man gegen das Urheberrecht verstößt, wird man drei Mal darum gebeten, das sein zu lassen. Danach wird einem der Zugang zum Internet verboten und abgeschaltet. Wirklich wahr! Die Musik- und Filmindustrie, im Internet ja mittlerweile liebevoll Contentmafia genannt, tourt mit dieser Three-Strikes-Regel gerade durch sämtliche Staaten dieser Welt und versucht sie mehr oder minder erfolgreich unterzubringen. Wenn man sich näher mit den Vorschlägen beschäftigt, dann wird es nur noch surealer und bescheuerter – ich möchte das wegen akuter Herzinfarktgefahr an dieser Stelle nicht machen.
Hier haben es die Grünen5 glücklicherweise rechtzeitig geschafft, in einer EU-Regelung eine Three-Strike-Klausel herauszunehmen und das dort beschriebene Grundrecht auf Internet ohne Sternchen zu lassen. Der Vorschlag nach einer deutschen Three-Strikes-Regelung wird also aller Voraussicht nach von dem eu-weiten Gesetz getrumpft.
Trotzdem: Wer auf so eine Idee kommt…!

… der kommt noch auf Einige mehr.
Deutschen Politiker steigern sich auf der Bescheuertheitsskala6 nochmal. Sie fordern eine freiwillige, vom BKA nicht-öffentlich verwaltete Internetzensur der Deutschen Provider ein. Sie wollen den Zugang zu kinderpornogrpahischen Webseiten sperren.
So ein crap! Wer sich diesen Mist besorgen will, der lässt sich doch nicht von einer billigen, provider-DNS-Server-abhängigen Sperre abbringen?! Und selbst das Argument, dass Leute abgeschreckt und abgewehrt werden, die sich »nur mal eben so« oder »zum Einstieg« mit Kinderpornographie beschäftigen, zieht nicht. Denn auch hier: wer sich diesen kranken Schwachsinn ansehen will, kann das auch weiterhin!
Es wird durch diese Zensur eine äußerst gefährliche Technik geschaffen, die beliebig missbraucht werden kann. Erste Rufe, den Zugang zu Webseiten zu zensieren, die Möglichkeit bieten, Raubkopien herunterzuladen, sind bereits zu hören lesen gewesen7.
Eine Zensur des Internets setzt Deutschland, dieses schmucke und so moderne Land, auf eine Stufe zu China, wo ebenfalls der Staatsapparat bestimmt, welche Inhalte der Bürger im Internet anschauen darf. YouTube gehört nicht dazu. Könnt ihr euch das vorstellen? Die wunderbaren Stunden voller Musik, Humor, Kreativität und wasauchnoch, die ihr bereits mit YouTube verbracht habt – einfach, zack, weg?!
Dass eine Zensur explizit laut unseres Grundgesetztes in Deutschland NICHT, und ich wiederhole, vielleicht ist ja gerade ein lauter Zug oder eine brüllen Gewerkschaftsdemo vorbeikommen, NICHT stattfindet, möchte ich gar nicht allzu lange erläutern. Mit der freiwilligen Selbstzensur8 wird zum Brechen des Grundgesetzes aufgerufen. Ziemlich tolle Angelegenheit, oder?
Obwohl ich, der ich den aller größten Großteil meiner großteiligen Freizeit im Internet verbringe, noch NIE, ich wiederhole, ihr wisst schon, der Zug und so, NIE auf eine Kinderpornoseite gestoßen bin, denke ich, dass man etwas gegen Kinderpornographie unternehmen muss – so wie gegen alles Schlechte, Menschenwürdeverletzende! Wenn allein das Geld, der Elan und das geflossene Herzblut dieser ganzen bescheuerten Internetzensurgeschichte dafür eingesetzt würde, die Verursacher ausfindig zu machen, dann wären wir doch schon mal einen Schritt weiter vorne. Wie es scheint sind der Regierung Kinderpornographieseiten ja bekannt – wieso sie also nicht vom Netz nehmen? Das Argument, dass die Rechtslage in ausländischen Gebieten anders aussieht, zählt nicht: Tut sie nämlich nicht. In so gut wie jedem Land dieser unserer Lieblingserde ist Kinderpornographie verboten!

Also nochmal in kurz: Kinderpornographie ist das Allerletzte, schrecklich und muss verfolgt werden. Aber: Internetzensur ist schlecht! Weil: Gegen Grundgesetz (mehrfach sogar), unwirksam9 und eine äußerst gefährliche Technik.
Mehr, detaillierter, beidseitig- und objektiver – und vor allen Dingen fachlicher gibt es eine Argumentediskussion im Wiki gegen Netzzensur.

Dieses Thema hat es immerhin geschafft, dass ich zum esten Mal politisch aktiv wurde und eine Petition unterzeichnet habe10. Bitte tut es mir gleich, auch wenn die für eine Anhörung notwendigen Unterzeichnungen bereits nach vier Tagen erreicht waren. Je mehr, desto besserst.

In einer ersten (gedanklichen) Version dieses Artikel stand hier noch etwas über die Unsinnigkeit des Paintballverbots. Es läuft jemand Amok? Oh, da müssen wir etwas machen: Wie wäre es damit, hm, Paintball zu verbieten?11
Natürlich wird da auf Menschen geschossen. Im Spiel! Mit Farbpatronen! Man kämpft sportlich gegeneinander. Ich denke, wenn man alt genug ist, Farbkügelchen von Patronenhülsen zu unterscheiden, in all seinen moralischen Facetten, dann kann man auch Paintball spielen12. Um sicher zu gehen, legen wir auf dieses Alter noch 12 Jahre drauf und sind bei 18. Paintball ab 18 halte ich für eine kluge Sache.
Aber zum Glück brauche ich das nicht weiter ausformulieren. Weil: Ist ja eh vom Tisch. War wiedermal nur so eine dumme Sache, die man als Politiker eben zwischendurch mal mit seiner Partei herausposaunt. BEVOR man überhaupt festgestellt hat, ob Paintball gefährlich ist13.

All das ist doch bescheuert, oder?
So bescheuert und realitätsfern, wie könnte ich auf etwas anders, als auf eine Verschwörung tippen?!
In einer äußerst geheimen Sitzung des Deutschen Bundestags gemeinsam mit den Illuminaten wurde beschlossen, etwas gegen das Politikdesinteresse der Jugend zu unternehmen. Das muss es sein!
Aus einer Lostrommel wurde schließlich ausgewählt, mit welchen Mitteln das geschehen soll. Gefüllt wurde diese in den letzten 1000 Jahren von ein paar Affen. Oder so ähnlich. Klingt einleuchtend, oder?

Nein, im ernst.
Das kann doch alles nicht sein. Wie können so wichtige Personen so wenig Ahnung von der Materie haben, über die sie herumschwadronieren und -gesetzifizieren?
Es wird Zeit, dass junge Leute an die Macht kommen, für die Internet nicht dieses furchtbar komplizierte und böse Medium ist, mit dem Terroristen und Kinderpornographen Anschläge auf Plattenfirmen in Kinos planen.

Es wird Zeit für einen Generationswechsel.

Ich könnte ja noch so viel mehr anbringen zu den Themen. Aber mein Puls! Und meine Aufmerksamkeitsspanne!

  1. Was ja auch so eine schrecklich abgedroschene Wendung ist… []
  2. Und das Rad ist noch nicht mal rund! Nee! Das Rad hat Ecken, Kanten, eiert und ergibt wahrscheinlich erst im 18-Multidimensionalen einer höheren, außerirdischen Spezies Sinn. Oder Fruchtzwergen. []
  3. Das Internet funktioniert so nicht! Auch Google bietet ein Verzeichnis für Dateien. Aber das würde hier so weit führen… []
  4. NICHT! []
  5. AFAIK. []
  6. Auf der selbst Didi Hallervorden ganz weit unten ist! []
  7. Zu Faul zur Quellenangabe. []
  8. Freiwillig ist übrigens der lachhafteste Term in dieser ganzen Diskussion. Wie kann etwas freiwillig sein, wenn es jemand anders einfordert!? Für die (sinnvolle) FSK gilt übrigens gleiches… []
  9. Wenn nicht sogar gegenteilig wirksam: hat schonmal jemand darüber nachgedacht, dass eine Zensur der KiPo-Seiten dazu führt, dass sich KiPo-»Konsumenten« in geheimere Bereiche zurückziehen und sich so weniger identifizierbar machen? Nur ein noch nicht tiefgehender eruierter Gedanke. []
  10. …und dieses politische Posting veröffentlich habe. Unglaublich. []
  11. Jaja, ich weiß, dieser Teil ist hochgradig übertrieben und stammtischhaft. []
  12. Und sowieso: Schützenverein anyone? []
  13. Bitte jetzt die Hand von der Maus zur Stirn führen. Danke. []
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re:publica ‘09 happened — Von Web 2.0, Twitter, Urheberrecht, Berlin und im wesentlichen ganz viel Anderem

Zwei Monate kein Beitrag im Blog? Andi hatte wiedermal ein Praktikum1 und war direkt im Anschluss in Berlin.

In der letzten Woche fand in Berlin die re:publica ‘09 statt. Im Friedrichstadtpalast und in der Kalkscheune wurde über alles geredet, was mit diesem abgefahrenen Web 2.0 und mit anderen sozialen Medien2 zu tun hat.
Nachdem ich es in den letzten zwei Jahren nicht geschafft hatte, habe ich mich in diesem Jahr zusammen mit physikMitBlogger André, @schneyra, @Nevid und @FrederikWi auf den Weg in die Hauptstadt gemacht.

re:publica '09 - Day 1: WLAN kommt bald!Bevor es unten, nach dem Klick ins Detail geht: Es war sehr toll. Von allerhand Leuten wurde über das geredet, was einen so als webaktiven Nutzer interessiert und betrifft. Qualitativ deckten die Talks und Panels und Diskussionen alles von “langweilig” bis “absolut toll” ab. Aber die zweieinhalb letzterer Kategorie allein rechtfertigten schon das Kommen zur Veranstaltung.
Die Weltpresse3 bewegte primär, dass es kein WLAN gab. Das bewegte uns alle auch, aber bei weitem nicht so wild, wie von der Presse aufgebauscht. Man hätte damit rechnen können (so wie wir, z.B.) und einfach auf EDGE und UMTS vertrauen. Ging auch so sehr gut und war alles andere als wild.
Abgesehen von tollen und nichtsotollen Vorträgen gab es natürlich einen Haufen Leute kennenzulernen und “kennenzulernen”, da man sie ja schließlich online schon lange “kennt”.
Grandios war auch, wie weit Twitter mittlerweile in der Gesellschaft angekommen ist. Konstant konnte man seine Suche nach “rp09” aktualisieren und immer profanes, interessantes und lustiges Neues lesen. Toll.

Die Talks der re:publica ‘09 gibt’s allesamt bei make.tv als Stream, manche lohnen sich tatsächlich auch noch im Nachhinein anzusehen.

Im Detail folgt jetzt im Wesentlichen ein Ausformulieren meiner Tweets zu den Talks: Weiterlesen ‘re:publica ‘09 happened — Von Web 2.0, Twitter, Urheberrecht, Berlin und im wesentlichen ganz viel Anderem’

  1. Dieses mit fetzigen radioaktiven Präparaten und heißen C++-Programmen zur Auswertung von Monte-Carlo-Simulationen. []
  2. Social-Media-Konferenz eben. []
  3. Gefühlt gab es pro Konferenzteilnehmer einen Presseartikel irgendwo da draußen. []
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Gastbebloggt: The A-Team is back with Leverage!

Nachtrag: Den Gastblogeintrag gibt’s weiter unten!
Die Tage bin ich übrigens dem Aufruf des Herrn Mitbloggers Eay gefolgt und habe für sein eayz.net einen Gastbeitrag geschrieben.
Es geht um eine relativ frische amerikanische Serie (“Leverage“), eine relativ alte amerikanische Serie (das A-Team), Chuck Norris und Oscars.
Ein pinkes Zweihorn ist nicht involviert.
Weiterlesen ‘Gastbebloggt: The A-Team is back with Leverage!’

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Fritzen, oder wie man aus einem Speedport eine FRITZ!Box macht (feat. Internetgenialität)

Da isser wieder. Der Tech-Content in andisblog. Super!
Seitdem ich vor ein paar Monaten auf einen Quasi-VDSL-Anschluss1 der Telekom mit dem Namen “Entertain 16plus” umgestiegen bin, hab ich nicht nur einen völlig tollen und überflüssigen Media Receiver2 hier rumstehen; es gab auch einen Router, einen Speedport W 701V dazu3.
Besonders toll sieht das Gerät nicht aus, aber es verrichtet seinen Dienst einigermaßen ok. Zumindest, um simple ins Netz zu kommen. Von UPnP hat der Speedport noch nichts gehört. Dabei sollte er eigentlich, ist er doch ein absolut fetziges Technikgerät des letzten Jahres!

Der Speedport W 701V wird von der Firma AVM für die Telekom gefertigt. AVM kennt keiner, die Fritz-Boxen, die AVM herstellt, schon. Was verbirgt sich unter der Haube des Speedport W 701Vs? Na? Genau! Eine waschechte FRITZ!Box.
Allerdings wurde sie softwareseitig um einige vielen Features beraubt; anstelle der mächtigen FRITZ!Box-Firmware befindet sich im Speedport eine extra Telekom-Firmware, die aufs aller nötigste reduziert ist.

Aber das Internet, ne?
Da gibt es einfach alles. Auch die Möglichkeit, seinen Speedport zu »fritzen«.
Denn da haben ein paar Nerds die Firmware von AVM so angepasst, dass sie aus einem Speedport ein voll funktionstüchtiges AVM-Gerät machen. Nicht nur der Speedport W 701V wird damit zur FRITZ!Box, eine ganze Reihe weiterer von AVM für die Telekom gefertigter Speedport-Geräte ebenso.
Der vorletzte Satz ist so nicht ganz richtig. Denn die Nerds haben die Firmware von AVM nicht direkt angepasst. AVM verbietet nämlich, dass man eine veränderte Version ihrer Firmwares verbreitet. Die Nerds haben einen Workaround gefunden: Sie bieten ein Skript zum Download an, was aus einer AVM- und einer Speedport-Firmware-Image-Datei eine gefritze Firmwareversion ganz automatisch zusammenbastelt. Und dann genauso automatisch auf den Router spielt. Ziemlich genial.

Nach erfolgreichem Fritzen hat man die angepasste FRITZ!Box-Firmware auf dem SpeedportSo genial übrigens, dass ihr nicht nur UPnP nach dem fritzen auf eurem Speedport benutzen könnt. Ihr könnt auch mit einer speziellen Playlist4 und einem einfachen, fähigen Medienplayer wie VLC die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme schauen, da der zur FRITZ!Box gepatchte Speedport den Multicast-Stream durchschleift (so, wie es auch eigentlich sein sollte). Ihr habt die Media-Receiver-Funktionalität auf eurem Rechner.
Außerdem habt ihr, der Genialität wegen, die Möglichkeit, Labor-Firmwares von AVM einzuspielen. Diese Labor-Firmwares haben ein paar Optionen für fortgeschrittene Benutzer, die euch z.B. bei instabilen DSL-Leitungen5 den Rauschabstand manuell verändern lassen. Damit lässt sich eine Leitung stabilisieren.
Ziemlich genial, was?

Aber los Andi, wie funktioniert diese Genialität jetzt?

Im IP-Phone-Forum spielt sich die ganze Fritzerei ab. Dort gibt’s das passende Skript und Anleitungen, wie man vorgehen muss. Ich habe eine Anleitung aus dem Wiki benutzt (war kürzer…).
Spielen wir’s einmal durch — so wie ich’s gemacht habe:

  • Ihr ladet euch von Jpascher aus diesem Thread die aktuelle Skriptversion herunter.
  • Für alles Weitere braucht ihr jetzt Linux – am besten Ubuntu, da dort bereits (fast) alle erforderlichen Pakete installiert sind. Entweder ihr fragt einen Freund6, der mal kurz auf einen Kaffee vorbei kommt, oder ihr ladet euch von den Seiten Ubuntus eine Live-CD herunter. Von Letzterer könnt ihr Linux vollständig starten ohne irgendwelche bleibenden Änderungen auf eurem Rechner zu hinterlassen.
  • Ihr bootet in Linux und entpackt das heruntergeladene Skript.
  • Im Browser navigiert ihr zu eurem Speedport und loggt euch ein. Ihr öffnet die Seite der Firmware, die einen Reboot macht. Das müsst ihr gleich fix machen. Der Speedport sollte übrigens am besten unter der Standard-IP 192.168.2.1 erreichbar sein.
  • Shell mit SkriptIn einer Shell-Box führt ihr »./install-start« aus. Der Masteraufruf des Skripts. Danach fühlt ihr euch so wie Neo, weil plötzlich alles wild über den Bildschirm läuft.
  • Ihr müsste ein paar Mal mit Enter bestätigen. Unter anderem wird’s einmal blau und ihr könnt abseits des vorgegebenen Standards die oben erwähnte experimentelle Labor-Firmware auswählen. Do as you like.
  • Das Skript erstellt die Firmware. Irgendwann werdet ihr aufgefordert, den Speedport neuzustarten. Ihr hattet ja schon das Fenster im Hintergrund offen — tut nun also von euch Verlangtes.
  • Wieder wie bei Neo, allerdings nicht in grün, rasen jetzt Rauten über die Shell-Box. Das heißt soviel wie: “Ich lad mich gerade auf den Speedport und patche ihn, Alter.”
  • Damit auch die letzten Überreste der Telekomfirmware in die ewigen Jagdgründe verschwinden, müsst ihr noch einen Werksreset durchführen. Das hat zwar zur Folge, dass ihr eure Verbindungsdaten und sonstigen Einstellungen noch mal eingeben müsst — aber so ist es nun mal. Nach dem Reset ist die jetzt FRITZ!Box auf der FRITZ!Box-typischen IP 192.168.178.1 erreichbar. Wenn ihr später die erweiterten Einstellungen aktiviert habt, dann könnt ihr diese IP wieder auf die 192.168.2.1 ändern und alles ist so wie vorher.
  • Tada.

Ein kurzer Hinweis noch am Ende: Ich übernehme natürlich keine Verantwortung für irgendwas. Weder für Dummheit, Krieg oder Zahnstein.

  1. »Quasi«, weil es letztendlich doch wohl eine Mischung aus ADSL2+ und VDSL ist, allerdings mit einem VDSL-DSLAM. Wahrscheinlich spielt die Dämpfung des letzten Stückchens bis zum Haus eine Rolle?! []
  2. Mit dem ich wirklich absolut nichts anfangen kann. Noch nicht mal modden kann man den… []
  3. Das selbst ist schon fast eine Geschichte für sich. Mein alter ADSL2+-Router funktionierte nach der Umstellung von 16.000 auf 16plus nicht mehr. Also musste ein neuer her. Beim Vertragsabschluss hatte ich aber gesagt, ich hätte bereits einen funktionablen Router — deswegen erstattete man mir die 50 Euro für einen subventionierten Speedport-Router. Zum Glück konnte ich das aber letztlich rückgängig machen und meinen Speedport-Router aus dem Entertain-Paket auch noch nachher einfordern. Es kostete mich bloß ein paar Besuche beim T-Punkt (um zwischenzeitlich online bleiben zu können, hatte man mir dort angeboten, für ein paar Tage einen einfachen Router zur Probe zu kaufen und ihn während meiner zwei Wochen Rückgabezeit dann zurückzubringen), böse und teure Minuten an der Hotline und zehn- bis dreißigtausend Nerven. Achja: Und 50 Euro. []
  4. Lokaler Mirror. []
  5. Häufig wohl bei 16plus-Leitungen der Fall. []
  6. Danke, André. []
Kommentar

Top Things 2008: Maschinelle Songcharts

Es geht weiter mit meinem kleinen popkulturellen Jahresrückblick.
Heute sind die Charts dran, die last.fm ganz automatisch, Tag für Tag aufzeichnet.
Für jeden Zahlenjunkie1 ist das ein Segen. Man kriegt zu allem möglichen Kram Daten geliefert und kann, wenn man denn will, sogar noch weiter in die Tiefe gehen. Man kann Sachen herausrechnen, Statistiken er- und Vergleiche anstellen. Toll!

Im letzten Jahr gab’s zu den last.fm-Listen auch noch meine iTunes-Charts. Leider habe ich bei meinem kürzlichen Umzug auf den Mac meine iTunes-Mediathek neu erstellt, so dass alle Spielanzahlen verloren gegangen sind.

last.fm: Letzte 12 Monate » Songs:
1. MGMT – Time to Pretend Titel (22)
2. Stars – The Night Starts Here (19)
2. Stars – Barricade (19)
2. Donots – Stop The Clocks (19)
5. Polarkreis 18 – Tourist (17)
5. Coldplay – Violet Hill (17)
5. Stars – Take Me To the Riot (17)
5. Jason Mraz – Make It Mine (Album Version) (17)
9. Polarkreis 18 – The Colour of Snow (16)
10. Polarkreis 18 – 130 / 70 (15)
11. Stars – My Favourite Book (14)
11. Stars – The Ghost of Genova Heights (14)
11. Dúné – 80 Years (14)
14. Polarkreis 18 – Allein Allein (13)
14. Black Kids – I’m Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You (13)
14. Stars – Midnight Coward (13)
14. MGMT – Kids (13)
14. The Wombats – Moving to New York (13)

last.fm: Letzte 12 Monate » Alben:
1. Soulwax – Most Of The Remixes… (159)
2. Stars – In Our Bedroom After the War (154)
3. Polarkreis 18 – The Colour Of Snow (110)
4. Jason Mraz – We Sing. We Dance. We Steal Things. (90)
5. Keane – Perfect Symmetry (86)
6. Snow Patrol – A Hundred Million Suns (85)
6. The Beatles – Love (85)
8. MGMT – Oracular Spectacular (80)
9. Black Kids – Partie Traumatic (67)
10. Band of Horses – Cease to Begin (62)
11. Groove Armada – GA10 (61)
12. PeterLicht – melancholie und gesellschaft (59)
13. Digitalism – Idealism (56)
13. Peter Fox – Stadtaffe (56)
15. Justice – Justice (43)2

last.fm: Letzte 12 Monate » Künstler:
1. Soulwax (166)
2. Stars (160)
3. Polarkreis 18 (137)
4. The Kooks (129)3
5. Keane (121)
6. Justice (97)
7. Snow Patrol (95)
8. Jason Mraz (90)
9. The Beatles (85)
10. MGMT (83)
11. Coldplay (80)
12. Digitalism (77)
13. Panic at the Disco (75)
14. Moby (71)
15. Groove Armada (70)

Was bleibt festzustellen?
Songs: Mit großem Abstand schaffte es im letzten Jahr Maxïmo Parks »Books from Boxes« mit 48 Spielungen (dieses Jahr übrigens: 2) auf den ersten Platz der Songs. Da kann MGMTs »Time To Pretend« nicht mal annähernd mithalten — hatte das doch weniger als die Hälfte an Spielanzahlen. Überhaupt habe ich 2008 weniger gleiche Songs gehört: Die Summe aller Spielanzahlen der Top 15 2007 war 345, 2008 war es 270 — ca. 80%. Es treten sehr viele Songs der Stars auf. Allein 96 Hörungen der 280 gesamten gehen auf ihr Konto (ca. 1/3).
Alben: Machen wir direkt mit den Stars weiter. »In Our Bedroom after the War« steht auf Platz 2, taucht aber in meiner manuellen Alben-Topliste nicht auf? Ja! Mein Fehler! Das Album erschien 2007 und ich hab es um den Jahreswechsel gehört. Und kurze Zeit danach — aber darüber hinaus hab ich es viel zu sehr vergessen. Dabei ist es doch so toll! Ist im manuellen Alben-Beitrag natürlich nachgetragen.
Irgendwie scheine ich in diesem Jahr tatsächlich weniger von last.fm aufgezeichnete Stücke gehört zu haben. Bei den einzelnen Titeln taucht der 2008 Anführer »Time To Pretend« in der Alltime-Statistik erst auf Platz 13 auf.
Das müssen wir ändern, Andi.

  1. z.B. … MICH. []
  2. Auf Platz 16 steht übrigens auch Justice mit der Live-Version ihres Albums: Justice – A Cross The Universe (42). Mit diesen Plays zusammen wäre Justice auf Platz 6 mit Snow Patrol. Aber »A Cross The Universe« ist ja weit mehr als eine einfache Liveversion einer Platte. Daher lohnt sich die Aufspaltung hier auf jeden Fall. []
  3. Sind hier hauptsächlich, weil ich neben dem neuen, auch immer noch das alte Album höre. []
17 Kommentare

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