Kategorie-Archiv: Gedanken

Das Denken der Gedanken ist gedankenloses denken. Stimmt nicht.

Quantified Self: September 2013

  • 60,5 offene Chrome-Tabs

    Mehr dazu im Github-Repository chromeProcesses. Im Durchschnitt.
    Seit September läuft bei mir im Hintergrund ein kleines Skript, das die Anzahl der Chrome-Tabs notiert. Die Auswertung ergab: Im Durchschnitt habe ich ca. 60,5 Tabs in Chrome geöffnet. Tabs sind so etwas wie To-Do-Listen bei mir.
    Schaut man sich die Punktewolke an, erkennt man, dass es neben kurzfristigen Schwankungen in der Tabanzahl auch überlagernde Berge und Täler gibt.
    Die kurzfristigen Schwankungen sind vermutlich Artikel, die ich mir in einer Surf-Session zum späteren Lesen geöffnet habe und dann langsam abarbeite. Die größeren Unterschiede in der Zahl sind mehr oder minder ähnlich: Artikel, Videos, Links, Texte die ich offen lasse, um sie irgendwann später weiter zu bearbeiten — sei es zu lesen, zu twittern, zu mailen, oder zu bloggen1.
    Die Auswertung habe ich in Python gemacht, das ich dafür erst einmal etwas besser kennen lernen musste.2 Gefällt mir gut!
    Die Python-Skripte sowie alles andere Notwendige (wie das Tab-aufnehmende Shell-Skript) findet ihr in einem frisch eingerichteten Github-Repository: AndiH/QuantifiedSelf.

  • 460 000 Tastenanschläge

    Heatmap 15 000 pro Tag. Das ist eine Taste alle 5 Sekunden.3 Ich schaffe ca. 150 Wörter pro Minute, wenn ich (deutsche) Fließtexte schreibe.4
    Gemessen habe ich das mit Typingstats, einem kleinen Tool aus dem Mac-App-Store, das die Tastaturanschläge aufzeichnet.
    Mit über 40 000 Anschlägen ist die Leertaste, oh Wunder, die am häufigsten von mir getroffene Taste im September. Danach kommt das E (32 000), schließlich schreibe ich meistens deutsch und eher selten türkisch oder portugiesisch. Es folgt Shift, danach: A, S, I, N.
    Letzteres ist interessant: Die Reihenfolge der Buchstaben anhand ihrer Benutzungshäufigkeit im Deutschen ist E, N, I, S, R, A. Insbesondre A und S sind bei mir anders platziert. Deren Position trifft eher auf die Verteilung im Englischen zu — obwohl ich doch einiges in Englisch schreibe halte ich das allerdings für Zufall.
    Tastenanschläge pro Tag im SeptemberDie Anschläge pro Tag lassen erkennen, wann Wochenende ist und ich nicht ganz so viel auf der Tastatur rumhaue, wie sonst. Geschätzt: an einem üblicher Wochentag schreibe ich 2 bis 3 Mal soviel wie am Wochenendtag.
    Auch zu der Auswertung habe ich angefangen, Python-Skripte zu schreiben (→ Repository). Da steht auch, wie ihr die Daten aus Typingstats.app rauskriegt. Ich bin mit den Skripten nicht ganz fertig geworden, daher gibt’s auch ein Google Spreadsheet mit Daten und Graphen.

  • 119 kWh Strom verbraucht

    Stromverbrauch September 2013 Gleicher Wert wie im Juli.5 12 kWh davon allein am Samstag, 7. September. Waschtag.

  • 21 Blogposts geschrieben

    Verteilung: Keine hier, 13 über Serien bei Newshows, 8 über meine Promotion.

  • 291 000 Schritte gelaufen

    Schritte und Stockwerke im September Gemessen mit meinem Fitbit. Leicht mehr als im Juli (1 000 Schritte).
    Allerdings fallen 21 000 Schritte allein auf den 5. September. An dem Tag bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren (beide Strecken insgesamt ca. 70 km)6 und der Fitbit hat irgendwas gemessen, aber keine Schritte. Bereinigt um die 21 000 Schritte legte ich 270 000 Schritte zurück, also 20 000 weniger als im Juli. Der zweitaktivste Tag im September war am 28. — da war ich auf einem Beachvolleyballturnier der Pfadfinder und habe mich tatsächlich bewegt.7
    Die meisten Stockwerke bin ich (abseits der Fahrradtour) am 15. hochgestiegen. Der Tag nach dem Jubiläumsfest der Langerweher Pfadfinder und ich bin vermutlich beim Aufräumen ziemlich häufig auf den Dachboden zum Materiallager gelaufen.
    Durchschnittlich bin ich im September (inkl. Fahrradtour) 9715 Schritte pro Tag gelaufen, ca. 2715 mehr als mein gesetztes Wochentagsdurchschnittsziel. Pro Tag bin ich durchschnittlich 22 Stockwerke hoch gestiegen, ca. 672 Stockwerke insgesamt (inkl. Fahrradtour).
    Mit dem grobpersonalisierten Fitbit-Umrechnungsfaktor bin ich im Monat 216 km gelaufen.
    Die Daten für September habe ich in ein Google Spreadsheet gepackt.

  • 1 254 E-Mails erhalten

    15 Mails weniger als im Juli (1,2%). Lustig, wie konstant das ist.
    892 Mails gingen an meine GMail-Adresse, 213 an die dienstliche, 127 an die Twitter-Adresse. Im Juli waren es anstelle der 892 Google-Mails noch 948, dafür aber nur 167 Dienst-E-Mails. In Prozent: Die (privaten) Mails an meine Google-E-Mail-Adresse sind um 6% zurückgegangen, während ich 28% mehr Physik-E-Mails bekommen habe. Vielleicht habe ich also mehr gearbeitet letzten Monat. Vielleicht.
    Gesendet habe ich im September insgesamt 236 E-Mails: 148 über GMail, 88 vom FZJ. 40% bzw. 16% mehr als beim letzten Messen.

  • 24 Büro-Kaffees getrunken

    Das ist erschreckend wenig!
    Ich war eine Woche lang auf einer Konferenz in Bochum, aber auch bereinigte 24·4/3=32 Kaffees wäre noch erschreckend wenig!

  • 210 Musikstücke gehört

    Verteilung der gehörten Musikstücke Das ist zumindest die Anzahl derer, die auch an last.fm gescrobbelt wurde. I Am Legion, Bloc Party, Avicii sind die Künstler, die ich im September am meisten gehört habe. Kein Album von denen ist mir allerdings sonderlich ans Herz gewachsen.
    Musik höre ich mittlerweile üblicherweise über Rdio. Dort führe ich in Form von Playlisten auch Protokoll darüber, was ich in der Woche höre. Hier sind Playlisten der Kalenderwoche 36 und 38.

  • 270 Tweets abgeschickt

    Knapp 70 mehr als im Juli. Ca. 9 Tweets pro Tag.
    Leider ist die Webseite kaputt, mit der ich letztes Mal die Statistiken angezeigt habe. Für’s nächste Mal habe ich dann ein paar interessante Skripte zur Selbstauswertung parat. Versprochen.

  • 429 Klicks auf meine Twitter-Links

    Am meisten geklickt wurde auf mein animiertes GIF vom Monatsprogress der FAIR-Baustelle (Groß), am zweitmeisten auf ein Bild vom DE-CIX-Knoten, bei dem man einen kleinen Peak sehen konnte, als iOS 7 raus kam.8 Gezählt wurden die Klicks auf die von bit.ly gekürzten Links.

  1. Seit Mitte Oktober wieder. Allerdings: Wer weiß, wie lange noch… []
  2. Vorher konnte ich: print("Hallo Welt") []
  3. Wenn man acht Schlafstunden von den 24 Stunden eines Tags abzieht, dann ist’s sogar eine Taste alle 3,5 Sekunden. []
  4. Ein Wort sind in der Metrik des Aufzeichnungsprogramms fünf hintereinandergetippte Zeichen. []
  5. Aber das ist nicht immer so… Echt jetzt. []
  6. Runkeeper-Tracking: Hinweg, Rückweg []
  7. Zwei Stunden im Sand rumhüpfen macht übrigens ganz schön Muskelkater. []
  8. Bild ist mittlerweile leider nicht mehr da. []

why I moved from Linux to Mac OS X

Ein unaufgeregter Blogpost eines Londoner Systemadministrators, warum er von Linux zu OS X wechselte.
Seine wichtigsten Punkte:

  • Auch wenn Linux und das Unix-basierende Mac OS X nicht direkt verwandt sind, teilen sie doch gleiche Philosophien.1
  • Zum professionellen Einsatz ist Linux hervorragend geeignet.
  • OS X hat besseren Support2, mehr Programme (die zuverlässiger laufen), und sieht besser aus. 7,5% aller Betriebssysteme sind Mac OS X, 1,7% Linux (der Rest ist im wesentlichen Windows).
  • Ja, Apple-Hardware kostet mehr3, aber dafür ist das Betriebssystem günstig.
  • Den normalen PC-Benutzer interessiert Hardware-Aktualisierbarkeit nicht. Insbesondere in Zeiten von SSD braucht man nicht alle 18 Monate einen neuen Computer.4
  • It just works.

Ich kann den Punkten nur zustimmen. Am meisten mit einem bisher Unerwähnten:

Das Betriebssystem, das du wählst, ist deine persönliche Wahl und unterschiedliche Leute haben unterschiedliche Computerbedürfnisse.
The operating system you use is your personal choice and different people have different IT needs.

Für mich ist Windows völlig irrelevant geworden, seit ich einen Mac besitze. Einzig Linux wäre eine Alternative.
OS X hat für mich den besten Kompromiss aus:

  • Linux-artige Kommandozeile, inkl. so gut wie aller Linux-Tools.
    Ich kann mich per SSH mit dem Arbeits-Computer verbinden, oder einfach direkt meine Programme auf OS X schreiben. Ich kann selbst meine Automatisierungs-Skripte pflegen und sogar das ganze Betriebssystem, wenn nötig, via Dateien steuern.
  • Im Wochenend-Modus kann ich trotzdem auf Dinge klicken. Und die sehen dann tatsächlich so aus, wie sie aussehen sollten, und verhalten sich so, wie sie sich verhalten sollten. In GUI-Beziehung ist Linux IMHO am weitesten Weg von OS X5
  • Notfalls kann ich viele Dinge auf unterschiedlichsten Ebenen des Betriebssystems anpassen.
  • Ich bin auf Apples Infrastruktur fixiert. Wenn auch bei weitem nicht so stark wie bei iOS bin ich locked-in, also auf Apple beschränkt.
    Wie gefährlich das Eingeschlossen-Sein auch ist: Alles passt. Betriebssystem, mitgelieferte Software, Hardware.
  • Deswegen: Mac OS X funktioniert auch hervorragend für PC-Beginner (Elternkompatibilität).6

Die fehlende Hardware-Aktualisierbarkeit ist auch völlig unwichtig für mich. Nach vier bis fünf Jahren kann man sich durchaus guten Gewissens einen neuen Computer kaufen. Und ich glaube, mit SSDs wird die Spanne noch größer…

Die einzigen Fragen, die ich in zufälligen Abständen für mich erneut in Bezug auf Linux eruiere, sind:

  1. Sieht Linux (/Ubuntu) gut genug aus und fühlt sich gut genug an, um aus dem Apple-Knast auszubrechen?
  2. Gibt es Hardware, die mit dem Apple-Vergleichsmodell mithalten kann?

Aber bisher bin ich zufrieden.
Und habe hier ganz schön viel Prosa für einen Link-Beitrag geschrieben. Sorry.

→ kier.pe: »why I moved from Linux to Mac OS X«

  1. Linux Torvalds hat Linux ohne eine Zeile Unix-Code geschrieben, aber sich durchaus an Unix-ähnlichen Betriebssystemen orientiert. []
  2. Apple+Drittanbieter []
  3. Wenn auch nicht so viel, wie immer alle behaupten… []
  4. Höchstens: RAM. []
  5. Holt aber auf. []
  6. Bei elterlichen Windowsproblemen könnte ich tatsächlich in manchen Fällen nicht mehr helfen. Da bin ich zu lange weg. []

Andi vs. Die Webcon

cloudheaderErinnert ihr euch noch? Anfang des Jahres habe ich davon berichtet, wie ich nach einer Cloud-Lösung gesucht habe, die in meinen bescheidenen Anforderungen genügt und trotzdem in meinen täglichen Arbeitsablauf passt.
Das ganze war kein schneller Prozess, sondern mündete in fünf Beiträgen in diesem Blog. »Andi vs. Die Cloud« hießen sie.

Menschen des Internets1 fanden meine Recherchen zwar interessant, waren aber zu faul zum lesen2 und fragten mich, ob ich den Cloud-Kram nicht auch bei der Webcon-Konferenz vortragen möchte.
Die Webcon ist eine Ein-Tages-Konferenz in Aachen, bei der Menschen über Dinge aus dem Internet reden. Das hat viel mit Social Media, PR und Marketing zu tun, aber ein paar Sessions sind durchaus auch interessant etwas technischer.

Ich hab noch nie auf so einer Web-Konferenz™ vorgetragen. Also wieso nicht dieses Mal?
Tatsächlich wurde meine Bewerbung als Sprecher der Webcon angenommen — und ich darf gleich zu Beginn der Konferenz um 11:00 den ESET-Saal eröffnen. Ein Mini-Interview darüber gibt’s im Webcon-Blog.

Den Titel meines Talks, »Andi vs. die Cloud — Hippes Speichern in diesem Internet«, milderten wir wegen Rezipientenkonfusion etwas ab. Er heißt jetzt »Cloud-Dienste im Praxiseinsatz«.3
Was wird sonst noch anders sein im Vergleich zu den Blogbeiträgen?
Einiges!
Mein Vortag wird nicht nur ein Update (10 Cloudmonate sind 7 Hundejahre!), sondern auch ein NSA-Remix sein. Schließlich ist das Internet seit Juni nicht mehr das gleiche Internet wie vorher. Sadface.

Kommt ihr vorbei zur Webcon? Zu meiner Session? Ich würde mich freuen, wenn ich nicht ausschließlich dem Beamer vorstellen würde.
Es gibt sogar noch Karten!

Webcon 2013

  1. Twitterer. []
  2. >140 Zeichen… []
  3. Frisch vom Cover einer Computer Bild. []

Neues TV undso

In seinem Blog berichtet Richard Gutjahr darüber, wie die Zukunft des Fernsehens aussehen könnte. Binge-Watching anstelle von GZSZ-Berieselung. Apple statt Sat1.

→ G! gutjahrs blog: »Breaking the utterly bad: Die bevorstehende TV-Revolution«

Für uns coolen Kids vom TV-Block nichts Neues — schließlich schauen wir, am zahnigsten der Zeit wie wir sind, schon seit Jahren Serien wann und wie wir wollen und besitzen gar keinen TV-Anschluss mehr1 — aber trotzdem eine wahre und gute Zusammenfassung über den Status Who Quo unseres Lieblingslinearmedienkonsums.

Und wo wir gerade beim Thema sind:

Drüben, im Newshows-Blog, ist die 2013er Herbst-Serien-Saison mit voller Review-Wucht gestartet. Caro und ich tippen uns die Finger wund und berichten tapfer von jedem noch so schlechten Serienpiloten2.

Außerdem haben wir heute eine neue Podcast-Episode veröffentlicht. Newshows Check-up heißt das Format, mit dem wir die aus zwei Episoden bestehende erste Podcaststaffel nach einem Jahr Pause wiederbeleben wollen, ohne dabei überhaupt von Staffeln zu sprechen sondern einfach und viel langweiliger von der dritten Episode des Newshows Podcasts3.
Die Prämisse: Begrenzte Redezeit, zufällige Serien.
Erst sprechen wir fünf Minuten über zufällig gezogene neue Serien, dann fünf Minuten über zufällig gezogene Lieblingsserienrückkerer — und am Ende geht’s fünf Minuten um irgendwas. In der ersten Episode sind aus diese fünfzehn Minuten magischer weise fünfundzwanzig geworden — vermutlich müssen wir die Fünf-Minuten-Slots etwas erweitern.
Aber davon abgesehen hat Caro und mir dieser Check-up Spaß gemacht.
Und was sagt ihr so?

→ Newshows: »Newshows Check-up – Podcast #3«

  1. ODER? []
  2. Dads! []
  3. Warum eigentlich nicht? Da haben wir gepennt, Caro! []

Quantified Self

  • 290 000 Schritte gelaufen

    Fitbit-Schritte Juli 2013Aufgezeichnet durch meinen Fitbit, dieser überteuerten Schrittzählermodernisierung mit Bluetooth.
    Die genaue Anzahl der gelaufenen Schritte ist 289 352. Also ca. 9300 Schritte pro Tag. Mein reguläres, Arbeitstags-Schritteziel ist 7000. Das trifft’s auch ganz gut. Die Überdurchschnittlichkeit wird erreicht durch die Tage, an denen ich Sport mache (mittwochs, freitags, sonntags) und Wochenenden im Generellen.
    Durch Schritte habe ich im Juli ca. 214 km zurückgelegt. Mein aktivster Tag war mit knapp über 20 000 Schritten der 13. Juli, ein Samstag mit dem zweite Bobby-Car-Rennen in Langerwehe, bei dem ich organisierend involviert war. Zweitaktivster Tag war Freitag, der 5. Juli – der Auftakt eines Pfadfinder-Wochenend-Zeltlagers, bei dem ich viel über den Platz gelaufen bin.
    Laut Fitbit war der 13. Juli ebenfalls der Tag, an dem ich die meisten Stockwerke zurückgelegt habe. Ich zweifele das an, vermutlich wurde das arme Gerät durch die Bobby-Car-erei völlig durcheinander gebracht. Ich bin da niemals 70 Stockwerke hoch gelaufen. Am 19. Juli allerdings half ich Freunden beim Umzug — der Wert von 61 erklommenen Stockwerken klingt sinnvoll.

  • 13 Blogposts geschrieben

    Davon kein Beitrag hier (Buuuh!), drei über neue Serien bei Newshows und zehn über meine Promotion auf doktorandi.andreasherten.de.
    Ah, übrigens, ich blogge über meine Doktorarbeit.

  • 119 kWh Strom verbraucht

    Stromverbrauch Juli 2013Der Wert bezieht sich auf den Stromverbrauch der Wohnung meiner Freundin und mir.
    Der aktivste Tag war Samstag, der 20. Juli. Dort fand alleinig 7,5% des Gesamtmonatsstromverbrauchs statt1. Vermutlich haben wir kontinuierlich gewaschen, getrocknert und im Backofen den Toaster gebügelt.

  • 1269 E-Mails erhalten

    Ohne Spam. Davon gingen 948 Mails an meine Standard-(Google-)E-Mail-Adresse, 167 an meine dienstliche FZJ-Adresse, 120 an die bei Twitter hinterlegte Adresse, der Rest an die weniger frequentierten Accounts.
    Gesendet habe ich 182 E-Mails, 106 privat, 76 dienstlich.

  • 203 Tweets abgeschickt

    Monthly Tweet ActivityDabei poste ich Tweets am häufigsten gegen 10:00, 9:00 oder 16:00. Und freitags. Hier lassen sich sicherlich clevere Vergleiche zu meiner Produktivität auf der Arbeit ziehen. Die häufigsten @Reply-Empfänger waren @Nepomuk (14), @senfi (12) und @navelbrush (8), letzter wegen einer Unterhaltung über den Bot @the_kemen.
    80 der Juli-Tweets waren dabei öffentlich. Pro Tag also etwa 2,5 öffentliche Updates, entsprechend 4 @-Antworten pro Tag.
    Lustigerweise scheinen bei mir im Mittel auf einen tweetaktiven Tag zwei Tage geringerer Tweetaktivität zu folgen.

  • 5 Dinge online bestellt

    Davon vier Sachen bei Amazon (hauptsächlich Elektronik) und eine Bestellung mit kurzen Hosen bei Zalando.

  • 552 Klicks auf meine Twitter-Links

    Wobei nur die durch bit.ly gekürzten Links gezählt sind.
    Spitzenreiter mit 56 Klicks ist der Link zum Jülicher TERENO-Wetterradar auf der Sophienhöhe. Mein Bild zu einem kleinen Jülicher Supercomputer mit 12 TFLOPS ist Platz 2.

  • 40 Kaffees getrunken

    Auf der Arbeit.
    1,7 Kaffee pro Tag. Normal sind 3, außer es ist so heiß wie im Juli. Wenn die Außentemperatur so heiß ist wie der Kaffee selbst, dann schmeckt er nicht.

Ein Spaß, so eine Selbststatistik! Was könnte man noch quantifizieren? Ideen in die Kommentare!

  1. 4% wäre ein arithmetischer Mittelstromverbrauch bei 31 Tagen. []

Trailer (fast) aller TV-Shows kommender Saison Herbst 2013

Changelog: 30.5.2013 — YouTube-Playlist eingefügt. 31.5.2013 — Richtigen Trailer zu Gang Related eingefügt, Clip von Star-Crossed durch Trailer ersetzt. 4.6.2013 — Vernünftige Trailer zu den restlichen The-CW-Serien eingefügt (The Tomorrow People, Reign, The 100).
Vor ein paar Tagen stellten die großen TV-Sender in den USA ihr Programm für den Herbst 20131 vor. Die Upfronts.
Traditionell gibt’s an dieser Stelle eine Liste mit den Trailern aller neuen Shows, geordnet danach, wie sie mir gefallen haben.

40 Trailer sind zusammen gekommen (6 mehr als letztes Jahr), davon 12 von ABC, 9 von FOX, 8 von NBC, 6 von CBS und 5 von The CW. TNT hat auch ein paar neue Sachen vorgestellt, bisher gibt’s aber nur einen Trailer (von der Michael-Bay-Serie) — siehe ganz unten in diesem Beitrag. NBC hat 5 Serien ohne Trailer offen stehen, CBS noch 3.
Eingebettet sind YouTube-Trailer, außer von ABC. Da gibt’s wegen Geoblocking die Trailer von IGN.
Nachtrag: Christoph hat eine YouTube-Playlist der Trailer von dort erstellt — also alle Trailer außer die von ABC.

Highlights und Trends: Ein paar Shows, auf die ich mich jetzt schon freue. Ein paar, von denen ich weiß, dass sie schlimm werden. Und ein riesiges, meh-iges Mittelfeld dazwischen. Einige Science-Fiction-Shows, einige Historien-inspirierte Dramen. Viele neue Comedies wurden bestellt — insbesondere romantische. Eltern sind voll im Trend. Zwei mal darf entführt werden. Sonst die üblichen Polizeidramen, mal mit mehr, mal mit weniger Spin. Anwälte und Ärzte sind allerdings wenig vertreten dieses Jahr — die Trends scheinen im Wesentlich rum zu sein. Auch dieses Jahr gibt’s wieder einige Hollywood-Schauspieler, die sich in die TV-Welt verwirrt haben.

Wollt ihr mehr Beschreibung und Info, klickt entweder den verlinkten Serien-Titel, schaut die Wikipedia-Seite zur 2013–14 United States network television schedule oder die Übersicht von Deadline an.

Natürlich werden Caro und ich die Neustarts auch wieder in bei Newshows begleiten.

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. (ABC) (Wikipedia)


Serie über die etwas menschlichere B-Riege von Superhelden des Marvel-Universums. Von Joss Whedon. Joss Whedon! Das reicht. Nagut: Action sieht gut aus, Schauspieler mag ich, besonders gefallen mir die whedonesquen Comic-Relief-Momente. Mehr Videos der Show.

Almost Human (FOX)


Der von Karl Urban gespielte Polizist schafft es nach zweijähriger Auszeit nur so gerade wieder in den Dienst. Mit den jetzt obligatorischen Robotern an der Seite eines jeden Polizisten hat er allerdings ein Problem. Zumindest bis er einen Maschinenpartner findet, der zu ihm passt.
Sci-Fi-Serie von J.J. Abrams und anderen Fringe-Alumni. Karl Urban, Michael Ealy. Und sieht tatsächlich ganz hervorragend aus.
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  1. Die Saison 2013/2014. []

Arrested Development

Arrested DevelopmentTL;DR: Nach sieben Jahren der Pause ist heute beim Onlineverleih Netflix die vierte Staffel von Arrested Development gestartet. Und ihr solltet sie anschauen — die gesamte Show.

Kennt ihr diese Serien, von denen ihr immer von euren Freunden erzählt bekommt? Von denen ihr immer in diesem Internet lest? Die Erleuchtung in Serienform, das Multikamera-Bernsteinzimmer von Atlantis — und die Charakterentwicklung ist auch noch klasse.

Verpassen

Auch als staatlich anerkannter Serienempfilist geht mir da mal ’ne Show durch. Die Show kann doof klingen — oder ich habe schlichtweg keine Zeit zum Schauen.
Arrested DevelopmentZum Beispiel Mad Men. Bei den Jungs von der Madison Avenue bin ich erst nach Staffel zwei eingestiegen. Den Beginn hatte ich verpasst. Eine Show auf einem Spartensender über das verworrene Leben eines krankhaften Fremdgängers in den 60ern, die systematisch Höhepunkte-arm ist.1 Aber die Restwelt sah das nicht so und irgendwann wurde der Peer Pressure zu groß — alles war in himmlischen Höhen über Set-Design, 60-ies-Feeling und Jon Hamm. Zurecht.
Oder Battlestar Galactica. Muss man wirklich diese vergangenheitsglorifizierte Show von damals™ voller schlechter Spezialeffekte wiederbeleben? Eingestiegen bin ich hier auch erst nach einiger Zeit2. Weil man mich überzeugte, dass die Serie nicht viel gemein hat mit dem Ideengeber aus den 70ern. Und auch hier bin ich froh. BSG war eine großartige, vielschichtige Show, mit spannenden Mysterien und unerwarteten Wendungen. Über das Ende sprechen wir allerdings besser nicht.

Development Arrested

Oder eben Arrested Development.

Die Show war damals™ völlig an mir vorbei gegangen — immerhin lief sie von 2003 bis 2006, da waren amerikanische Serien noch gar nicht so meins.
Irgendwann wurde ich darauf aufmerksam, was für eine Schauspielriege bei Arrested Development mitgemacht hatte: Michael Cera, Jason Bateman, Will Arnett, Portia de Rossi — und mir etwas weniger bekannte Tony Hale und Jeffrey Tambor. Gastdarsteller gibt’s auch: Charlize Theron, Judy Greer, Amy Poehler. Arrested Development war damit auf meiner »Hmmm, das klingt eigentlich interessant«-Liste. Ja, allein wegen des Casts.

ARRESTED DEVELOPMENTDann gab Netflix bekannt, sieben Jahre nach dem Ende der Show eine weitere Staffel zu produzieren.

Also habe ich Arrested Development geschaut.
Und war bereits nach wenigen Folgen lauten Nachbarnzusammenlachens überzeugter AD-Glaubender. Und damit auf Mission, euch ebenfalls auf die bluthe Seite der Macht zu bringen.3
Glaubt mir.
Ihr wollt es auch.
Arrested Development (Cast)

Inhalt

Die Geschichte einer wohlhabenden Familie, die alles verloren hat, und der eine Sohn, der keine Wahl hatte außer sie alle zusammenzuhalten.
Mit diesem Satz beginnt jedenfalls jede Folge. Es geht um die Familie Bluth, die etwas verschwenderisch im Geldsegen der eigenen Firma lebt. Die Bluth Company baut luxuriöse Häuser4. Allerdings wird direkt zum Beginn der Show der Firmenvorsitzende, Familienvater George Bluth Sr., verhaftet. Steuerhinterziehung und anderer, fadenscheiniger Kram. Die Aufgabe, die Firma — und damit die Familie — vor dem finanziellen Untergang zu bewahren, fällt auf den einzig vernünftigen im Bluth-Chaosladen, Michael Bluth. Zumindest nachdem die restlichen Familienmitglieder länglich eingesehen haben, dass sie für den Job zu unorganisiert und ziellos sind.5 Arrested Development begleitet die Bluths dabei, wie sie ihr geldverschlingendes, aber faules, Lebens wieder in alte, geordnete Bahnen zu kriegen versuchen, sich dabei aber regelmäßig selbst sabotieren.

Die Mannigfaltigkeit der Tollheit des Arrested Development

In den folgenden Beschreibungen sind kleine Spoiler leider nicht vermeidbar. Ihr könnt die Show auch nach dem Lesen folgender Zeilen noch genießen. Arrested Development ist keine Show, die langweilig wird, wenn man weiß, wohin die Geschichte geht. Trotzdem: Habe ich euch jetzt schon überzeugt, Arrested Development zu schauen, YAY!, hört ruhig auf zu lesen und kommt wieder, wenn ihr die Show fertig geschaut habt.

Arrested Development ist wegen dreier Dinge so herausragend.

  1. Die Charaktere samt Schauspieler
  2. Die Bescheuertheit der Geschichte
  3. Die Insider-Witze und Running Gags

Arrested Development (New Logo)

1. — Charaktere und Schauspieler

Erlaubt mir die Vorstellung der Bluths6 — zumindest der wichtige, zentrale Teil:
Bluth Family Tree

  • Familienoberhaupt George Senior, die meiste Zeit der Show im Gefängnis oder auf der Flucht. Das hält ihn allerdings nicht davon ab, sein Imperium weiter zu steuern. Manipulation gehört zu seinen stärksten Fähigkeiten. Artikel im Arrested-Development-Wiki.
  • Seine Frau Lucille Bluth, die auf alles und jeden herabschaut. Ist So-gut-wie-Alkoholikerin. AD-Wiki.
  • Der älteste Sohn George Oscar7, AD-Wiki-Artikel. Möchte eigentlich Magier sein, ist dafür aber furchtbar untalentiert. Außerdem leidet er unter dem Erfolg des mittleren Sohns,
  • Michael, der eigentlich die richtigen Intentionen hat, aber häufig dann doch zwischen Fettnäpfchen und provozierten Böswilligkeiten hin und her pendelt. Michael ist die Zentralfigur der Serie. Wiki.
  • Der jüngste Sohn der Familie ist Buster. Lebt bei seiner Mutter, ist Dauerunsicher bei allem was er macht und auch sonst relativ anti-sozial. AD-Wiki.
  • Die Familie hat auch eine Tochter, Lindsay (AD-Wiki). Möchte schauspielen, ist aber darin ähnlich unbegabt wie Gob bei der Magie. Kauft daher ihre teuren und geschmacksverirrten Kleidungsstücke auf Kosten der Familie, also, der Firma. Ist verheiratet mit…
  • Tobias Fünke war mal Psychotherapeut und Psychoanalyst8, ist aber jetzt so angestellt wie seine Frau oder Gob (also nicht). Er scheint latent homosexuell zu sein, ist ein Never-nude und sonst immer auf der Suche nach der neuesten Erleuchtung. AD-Wiki.
  • Die Fünkes haben eine Tochter, Maeby (Wiki), eine Teenagerin, die all das macht, was ihre Eltern ihr verbieten. Auch wenn ihr das eigentlich gar nicht gefällt. Ihr Cousin und…
  • Sohn von Michael ist George Michael. Der zweite Hauptcharakter der Show, wie ich finde. Ein Teen, der nie Teen war. Mit einer Vorliebe für hässliche Hemden. Möchte seinen Vater nicht enttäuschen. Und ist ein bisschen verliebt in seine Cousine. Ist aber sonst eigentlich viel zu gradlinig für die verkorkste Familie. AD-Wiki.

Jeder einzelne Charakter ist so tief und voller Eigenheiten und Kanten geschrieben, jeder wäre vermutlich allein genug Material für den Hauptcharakter einer anderen Standardserie.

Und, nur falls man glauben könnte die Bluths seien schon genug kombinierte Bescheuertheit als Familie, gibt’s noch eine Reihe Neben- und Gastdarsteller — die natürlich auch völlig überzeichnet und crazy geschrieben sind.

Interessant anzusehen sind Jason Bateman (Michael) und Michael Cera (George Michael), denn Arrested Development waren beider Karrierestarts. In der Show sind sie zu sehen, bevor sie Filmstars wurden. Und natürlich sind sie großartig. Eben, wie der ganze Rest; ich werde Schwierigkeiten haben, Portia de Rossi von der verdorbenen Tochter zu trennen. Oder Will Arnett (Gob) je wieder ernst zu nehmen.

Machen wir weiter mit:

2. — Die Geschichte und deren Bescheuertheit

Tobias FünkeDieser Punkt ist natürlich nur ungenau abgrenzbar von der Bescheuertheit der Charaktere, schließlich geht’s zentral um die Bluths9.
Ich hätte vor der Sichtung von Arrested Development nicht gedacht, auf welche Verwirrungen man als Autor kommen kann. Wenn man sich irgend etwas völlig Durchgedrehtes ausdenkt, wie die gerade gesehene Geschichte in Arrested Development weitergehen könnte — es ist ziemlich sicher, dass Mitchell Hurwitz10 etwas wesentlich Bescheuerteres in Petto hat.

Das beginnt mit den Grundlagen der Geschichte. Eine Baufirma, in der es keinen zu geben scheint, der irgendwas Sinnvolles macht. Eine auf vielen Ebenen dysfunktionale Familie, die man dennoch Lieb gewinnt. Der Banana Stand als familientraditionelles Erziehungsmittel. George Michael, der auf seine Cousine steht.

Aber dann gibt’s auch einzelne Handlungsbögen, die großartig sind. George Seniors Aktivität aus dem Knast. Sein Bruder Oscar. Die von Charlize Theron gespielte Geheimagentin in Little Britain. Die blinde Staatsanwältin, die die Bluths vor Gericht zieht. Die Sache mit den Häusern von Saddam Hussein. Das Liebesleben Busters mit der Frau, die zufällig genau so heißt wie seine Mutter. Annyong.

Und Kleinigkeiten, Randerscheinungen, die zeigen, wie liebevoll die Autoren selbst die kleinen Sachen übertreiben. Ein Flughafen-Treppen-Auto als Familienkutsche. Die Lebenslektionen des Einarmigen. Steve Holt! Steve Holt und Gob. Bob Loblaw, dessen Name sich zufällig so anhört wie »Bla Bla Bla«! Gene Parmesan, der eigentliche Meistermagier der Show.
Ich könnte ewig so weitermachen und in Erinnerungen schwelgen.

Kurz: Es gibt wenige Shows, die bei der Wahl der Geschichten so kreativ, neu und eigenartig sind, wie Arrested Development. Dabei allerdings ist AD nie unangemessen albern oder hat unpassende Storyelemente. Wenn auch bescheuert, alles passt.

3. — Insider-Witze und Running Gags

Wenn die vielschichtigen, tiefen und bescheuerten Charaktere (samt toller Schauspieler) und die orginellen und bescheuerten Geschichten noch nicht genug sind: Die Sahnehaube von Arrested Development sind die unzähligen Witze, Anspielungen, Doppeldeutigkeiten, Referenzen, Wortspiele und Running Gags.

Die ganzen Witze sind natürlich wie geschaffen für das Internet und tragen, so denke ich, einen nichtvernachlässigbaren Teil daran, dass Netflix die Show wiederbelebte. Die Zahl derer, die Witze aus Arrested Development kennen, ist höher als die eigentlichen Zuschauerzahlen. Und so geistern auch Jahre nach Absetzung von AD noch immer Anspielungen und Bilder im Netz rum, die die Show in den Köpfen Vieler verweilen lässt.

Bei NPR gibt’s eine umfassende Liste, welcher Witz wann in der Show vorkommt.
Hier sind meine Lieblinge:

  • I’ve made a huge mistake

    Die plötzliche Realisierung, dass das, was man zuvor getan hat, ziemlicher Quatsch ist. Erst von Gob geprägt, später benutzen es dann auch die restlichen Charaktere. Background bei Know Your Meme und im AD-Wiki. Außerdem: Siehe Ende des Blogbeitrags.

  • DEAD DOVE

  • DEAD DOVE Do Not Eat!

    Ein Zaubertrickutensil, das in einer so beschriebenen, braunen Papiertüte im Kühlschrank liegt. Video, Info im AD-Wiki.

  • The Final Countdown

    Der Europe-Song läuft immer, wenn Gob einen Zaubertrick zeigt. Untermalt so wunderbar, wie stark Gob Magier sein möchte — aber nicht kann. AD-Wiki.

  • Chicken Dance

  • The Chicken Dance

    Legendär. Wenn die Familie mal öffentlich (und nicht so subversiv wie sonst) jemanden auslacht, dann macht sie das mit dem Chicken Dance. Der ist eigentlich viel zu albern — und ein bisschen Fremdschämen ist auch involviert — aber doch großartig. Eine Zusammenstellung aller Tänze, und der Artikel im AD-Wiki.

  • Lucille, Lucille II, Loose Seal

    Die Wortspiele sind großartig. Die Familienmutter heißt Lucille. Die Dame in der Wohnung gegenüber, mit der Buster eine Affäre beginnt, heißt auch so — zur Unterscheidung kurzerhand Lucille II. Während Buster im Meer schwimmt, wird er von einem wilden Seelöwen angegriffen. Ein Loose Seal. Seelöwen sind sowieso ein Motiv, das es dauernd gibt in Arrested Development.

  • Mr. F

    Ein Handlungsbogen handelt vom britischen Geheimdienst. Entsprechend stilistisch sind auch die Folgen gedreht. Ein Mr. F kommt vor. Bei der Erwähnung des Namens erklingen immer Stimmen aus dem Off, die ihn in bester 70er-Thriller-Manier dramatisch ausrufen.

  • The Banana Stand

  • Der Banana Stand

    Ein Promenadenstand, bei dem die Bluths tiefgefrorene Bananen verkaufen. Eine jugendliche Vorbereitung auf den ernsten Manager-Alltag. Der Stand brachte es tief in die Popkultur. Besonders wegen George Seniors Aussage, »There’s always money in the Banana Stand«. AD-Wiki-Eintrag.

  • Sonstso

    Ich möchte euch nicht zu sehr langweiligen, deswegen beim Rest nur eine Liste: Das konsequente Nichtverstehen von Spanisch, Gobs bester Freund Franklin, generell Tobias Fünke (Seine Blue-Man-Group-Karriere, die Haartransplantationsschwierigkeiten), Lindsays Kleidung (das SLUT-Shirt!) und ihr Dauerflirten, das »No Touching!« im Gefängnis, Kittys Brüste und »Next on Arrested Development«, das ich nie geguckt hatte, schließlich wollte ich nicht gespoilt werden.

Ihr seht: Man kann wunderbar in Erinnerungen schwelgen und immer wieder über Arrested Development lachen. Es gibt furchtbar viele Anspielungen auf kommende Episoden. Und Witze, die man erst mit der Zeit versteht — oder die gar erst mit der Zeit lustig werden.

Conclusion

Ihr solltet Arrested Development sehen.
Tolle Schauspieler, furchtbar abgedrehte Story, clevere Witze.
Außerdem gehört ihr dann zu den Cool Kids on the Block.

Zum Abschluss noch ein kurzes Remixvideo zu »I’ve made a huge mistake«.

  1. Auch wenn ich das damals natürlich so detailliert nicht wusste… []
  2. In der Pause vor der letzten, finalen Staffel, soweit ich das noch weiß. []
  3. Ihr wisst schon, staatlich anerkannter Serienempfilist und so. []
  4. Bauland ausbauen heißt auf Englisch: Land Development. Der Bauland-Ausbauende ist im Gefängnis – Arrested. Eine Bedeutung des Serientitels. Die Andere bezieht sich auf den Umstand, dass die psychische Entwicklung der Bluths irgendwann stehen geblieben ist… []
  5. Ein Prozess, der in der Serie etwas länger dauert, als hier beschrieben. []
  6. Ein Übersichtsartikel im Arrested-Development-Wiki. Allerdings: Achtung, Spoiler! Einen Stammbaum gibt’s auch hier. []
  7. Abgekürzt G.O.B., Gob. Klingt dann so wie Hiob aus der Bibel. []
  8. Da er Analyst und Therapist gleichzeitig ist, hatte er den genialen Einfall, die beiden Professionen zu einem Namen zu kombinieren: Analrapist. []
  9. Und nicht um, sagen wir, eine Insel. []
  10. Der Showrunner. []

Daft Punk und der Hype

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Eine relativ unbekannte Band tauchte Anfang des Jahres aus ihrem Technokellerversteck auf. Daft Punk, eigentlich zwei Franzosen, seit einem unglücklichen Unfall im Studio allerdings zu Robotern mutiert, wechselten im Januar die Plattenfirma und kündigten an, im Mai ein neues Album rauszubringen.
Am Freitag, 17. Mai, ist es soweit.1 Random Access Memories, das vierte Studio-Album Daft Punks, wird erscheinen.

Und was die Daft-Punk-Maschine gerade herum-promotet, das ist ordentlich.
Ein Marketing-Chef der Plattenfirma sagt dazu:

They want to promote the record as if MTV never existed. They control everything.

Das klappt nur, wenn man a) ein etablierter Künstler ist, auf den die ganze Welt brennt und wenn man b) ein Marketing-Budget in der Größe eines durchschnittlichen europäischen Staatshaushalts hat. Oder so. Jedenfalls: Kohle.
Daft Punk wollten einen klassischeren Ansatz an die Albumwerberei, als er sonst so im Moment verfolgt wird. Sie wollten dicke Plakate, die auf das Wichtigste reduziert sind. Das hippe virale Marketing überspringen sie — schließlich machen das die Fans schon ganz alleine für sie.

Eine Zusammenfassung.

Daft Punk Helmets as of Random Access Memories

Background

Daft Punks letztes richtiges Studioalbum war Human After All 2005. Die Platte mit eher knarzigen Songs, wie The Prime Time of Your Life, oder dem bekannteren Technologic. Nominiert für einen Grammy, aber Charts-mäßig nicht so erfolgreich wie der Vorgänger Discovery von 2001. Auf Human After All folgte 2007 eine Live-Tour, zusammen mit Album, Alive 20072. Der Clou: Jedes Lied ist aus zweien zusammengemixt.
Ende 2010 lieferten Daft Punk, passend, den Soundtrack für Disneys Reboot von Tron, Tron: Legacy, ab. Endlich neuer Stoff, weil Filmmusik zwar atmosphärisch und durchaus bassgeladen, aber halt doch etwas lahm zum tagtäglichen Anhören.

Der Anfang der Promo

Für Random Access Memories3 wechselten sie von Virgin zu Columbia, einem Sony-Label, das ihnen vermutlich das beste Angebot für ihr neues Album machte. Schließlich brauchte ihre Promo-Vision Geld.

Mehr als die Pressemitteilungen gab es zu Random Access Memories das erste Mal am 2. März, als Daft Punk einen 15-Sekunden-Spot in der Werbepause der amerikanischen TV-Show Saturday Night Live (SNL) ausstrahlten. Ziemlich reduziert: Der ikonische Bandschriftzug in glitzernder Textur; zwei halbe Helme, die von außen nach innen wandern. Und im Hintergrund, zum ersten Mal seit sieben Jahren, neue Musik. Ein funkiges Gitarrenstück, gleichzeitig so Daft Punk und so Nicht-Daft-Punk. Cool. Aber… mehr!
Das gab’s drei Wochen später. Wieder in Form eines 15-Sekunden-Clips bei SNL. Wieder arg reduziert, allerdings dieses Mal mit dem Albumtitel und typisch Vocoder-verzerrtem Gesang im Hintergrund. Wie sich langsam herausstellte, ein Ausschnitt von Get Lucky, der ersten Singleauskopplung aus Random Access Memories, gesungen von Pharrell Williams.

Irgendwann zu der Zeit ging auch die Webseite zum Album online, die im Wesentlichen exakt das gleiche zeigte.

Got Lucky

Langsam kam die Maschinerie ins Rollen. Und erreichte schließlich den Höhepunkt am 13. April, als erst auf dem Coachella-Festival4 und dann auch wieder während SNL ein echter kleiner Musik-Video-Clip lief. Eine Minute lang5 sehen wir Daft Punk, Pharrell Williams und Nile Rodgers in Klitzerkostüm zu Get Lucky abfunken. Das einzige, annähernd Musikvideo-eske, was es zu diesem Song je geben soll.6 Und, wieder, ikonisch-reduziert, mit Stil.

Got Moar

Die langsame Einführung der ersten Single — und damit der Anstoß der Promo zum Album — war durch. Ab jetzt ging’s mit genereller Promo weiter.

Random Access Memories konnte im iTunes-Store vorbestellt werden, bevor überhaupt die Namen der Tracks bekannt waren. Die Tracklist bestand aus einer Reihe von Zahlen und den Abspiellängen der Stücke. Erst am 16. April, drei Wochen nach Vorbestellbarkeit des Albums, gab Columbia via eines künstlerischen Vine-Videos (!) die Trackliste bekannt. Natürlich steht seitdem Random Access Memories ganz oben auf den Vorbestellt-Toplisten.

Mitarbeiter

Am 3. April startete ein wichtiger Eckpfeiler der Online-Promo-Kampagne zu Random Access Memories. In der Kurz-Video-Serie The Collaborators gibt’s Porträts von Künstlern, die auf dem Album mitgearbeitet haben. Und, schaut man sich das Tracklisting an, gibt es nur zwei Stücke, die von Bangalter und de Homem-Christo alleine geschrieben sind.
Natürlich arbeitet Daft Punk nicht mit irgendwem zusammen. Beschränkte sich die musikalische Verbeugung vor der Musikgeschichte in den alten Alben noch darauf, klassische Stück zu samplen, holt das Roboter-Duo für Random Access Memories Musikurgesteine direkt mit in den Schaltkreis. Episode eins gibt die Bühne Giorgio Moroder, weiter geht’s mit Todd Edwards, Nile Rodgers, Pharrell Williams, Panda Bear (Animal Collective), Chilly Gonzales, DJ Falcon und Paul Williams (Links gehen jeweils zum Wikipedia-Artikel, für die Videos nehmt die offizielle YouTube-Playlist).
Immer dürfen die Porträtierten von ihrer persönlichen Historie berichten, was ihnen wichtig ist in der Musik, wie sie sie beeinflusst hat und haben. Und dann natürlich, wie die Zusammenarbeit mit Daft Punk war und wie toll alles ist und Daft Punk und sowieso. Promo eben. Aber, trotzdem, toll anzuschauen.

Klassische Reklame

Während der Tag der Albumveröffentlichung näher rückt, erlischt das Non-Disclosure Agreement, das große Zeitungen nach dem Vorhören der Platte unterzeichneten. Neben etlichen Reviews der Platte gibt’s auch immer mehr Interviews — z.B. dieses ausführliche von GQ. Dazu gibt’s sogar ein Fotoshooting, und eins bei Yves Sant Laurent (!): Obsession — immer reduziert, fancy und subtil ironisches.
Auch sonst: Viele Artikel in sämtlichen relevanten Zeitungen und Nachrichtenmagazinen (z.B. hier und Spiegel Online hat etwas ok-es). Daft Punk sind zurück, Jubelei!

Langsam gibt es Listening Partys, bei denen man als Auserwählter in einen Club eingeladen wird, vernehmlich mit dicken Soundsystem. Dann kommen Menschen, verkleidet als Daft Punk, herein, bestückt mit einem schweren Koffer. In einem dramatischen Akt wird der geöffnet und daraus das neue Album gespielt. Auf Lautstärke-Level 11, mindestens.

Währenddessen fahren riesige Promo-LKWs durch Tokio.7

Das Internet

Natürlich gibt’s neben der offiziellen Daft-Punk-Seite noch einen weiteren Part, der den Hype macht. Das Internet (übrigens die beste Version des Internets, seit seiner Erfindung vor 256 Jahren).

Als Hub, wie so häufig, fungieren /r/daftpunk und diverse Tumble-Logs. Bei Letzterem ist besonders Daft House zu erwähnen. Da werden Bilder gesammelt, Infos geteilt — jeder Informationsbrocken protokolliert.

Und Reddit? Reddit ist Reddit.
Die Abonnementzahlen steigen steil an.
Man teilt Anekdoten, Bilder seiner Plattensammlung, Bilder der verrücktesten DP-Gadgets, stellt lebenswichtige Fragen (»Hey, gibt’s noch irgendwo die Fake-Kreditkarten von Discovery«?), teilt und diskutiert Leaks und analysiert sie auf ihre Authentizität. In den letzten Tagen besonders Letzteres.

Außerdem: Hunde, die als Daft Punk verkleidet, Get Lucky tanzen.

Conclusion

Daft Punk fahren eine ganz schön krasse Marketing-Maschinerie mit Random Access Memories auf. Das freut mich, immerhin bin ich großer Daft-Punk-Fan.

Ich freue mich auf’s Album.
Allerdings wird’s sicherlich nicht so großartig, wie der Hype verspricht. Versteht mich nicht falsch, das Album wird großartig — komme was wolle, aber bei soviel Dauerbedaftpunkung? Das legt die Messlatte ganz schön hoch.

Freitag wissen wir mehr.

Technisches

Credit, wem Credit gebührt. Die Schriftart, in der der Seitenname andisblog gesetzt ist, Daft Font von MatreroG. Der Titel dieses Beitrags ist gesetzt in V5 Prophit DOT von Roberto Christen. Die Hintergrundbilder sind meine eigenen – vom Alive-2007-Konzert in Düsseldorf.

  1. Vier Tage vor dem Erscheinen in den USA! []
  2. Von dieser Tour entstammen auch meine Bilder im Hintergrund dieses Beitrags. Zumindest, wenn ihr ihn in der Einzelansicht anschaut. TUT DAS. JETZT. []
  3. Eine Anspielung auf den Arbeitsspeicher-RAM in eurem Computer. []
  4. Einen Tag zuvor. []
  5. Die Kohle! []
  6. Jedenfalls nach meinem Kenntnisstand momentan. []
  7. Geogeblocktes Video. []