Kategorie-Archiv: Fotos

Ìsland

Im Sommer habe ich meinen Physikdoktor bestanden1. Und weil das ganz schön anstrengend war, bin ich danach nach Island geflogen. Urlaub und so. Ihr kennt das vielleicht.

Dettifoss Panorama

TL;DR: Es war großartig. Ich habe Bilder gemacht.

Island also. Dieses kleine Eisland ganz im Westen Europas. Knapp unter dem Polarkreis und halb auf amerikanischer, halb auf eurasischer Landplatte. Übrigens der Grund für den ganzen wilden Vulkanismus dort. Wir mieteten uns einen Camper (ein Camping-Auto2, wesentlich kleiner als ein Caravan) und fuhren innerhalb von neun Tagen einmal rund um die Insel. Der Camper war ein bisschen umgebaut und hatte eine Matratze im hinteren Bereich. Damit konnten wir schlafen wo wir wollen – praktisch allerdings immer auf einem der vielen Zeltplätze.

Island ist ein ganz hervorragendes Reiseziel, wenn man denn Natur und Landschaft Badestrand oder Großstadt vorzieht. Es gibt große Wasserfälle, hohe Berge, lange Täler, kleine Wasserfälle, schwarze Strände, tauende Gletscher, sprudelnde Wasserfälle, niedliche Fischerdörfe, breite Wasserfälle; einen Haufen Kram zu erkunden3, bei dem man sich nicht satt sehen kann. Wir fuhren gegen den Uhrzeigersinn um die vielen Sehenswürdigkeiten zu Beginn unserer Reise zu haben – aber letztendlich ist das egal. So ging’s zum Beispiel direkt am ersten Tag zum Golden Cirlce, einer komprimierten Ansammlung von Sehenswürdigkeiten in naher Nachbarschaft. Darunter z.B. der Geysir, also, der Geysir, nach dem alle anderen Geysire benannt sind. The Original G.

Die Ringstraße um die Insel, die 1, ist so gut wie überall geteert. Möchte man ein bisschen von der Hauptroute abweichen, dann werden die Straßen zu Kieselrouten, die sich allerdings besser fahren lassen, als man als verwöhnter Autobahnbereiser vermuten würde. Und die ziemlich Spaß machen4. Das Innere des Lands ist off limits, dafür braucht man Allrand-angetriebene Gefährte, die ein bisschen teurer auszuleihen sind. Abgesehen von bei den einschlägigen Sehenswürdigkeiten trifft man auf Island nur sehr selten andere Menschen. Nix los.5

Wegen seiner Abgeschiedenheit ist Island relativ teuer. Abgesehen von Flug und Automiete6 gaben wir fast 40 % unseres Restbudgets für Essen aus (meistens Nudeln mit Gemüse und Soße – wer braucht mehr?!). Einkaufen im Bónus hilft da ein Stück. Wo wir gerade beim Geld sind: Ca. 30 % gaben wir für Ausflüge und Eintritte aus; hier war die geführte Gletscherwanderung der Hauptpunkt. Tanken (15 %) ging einigermaßen, und auch Übernachten war nicht teuerer als anderswo (20 %). -5 % bezahlten wir für Rundungsfehler.7

Neun Tage war ein bisschen knapp bemessen, aber so haben wir noch ein paar Ziele für das nächste Mal übrig. Wir müssen da nämlich unbedingt noch mal hin. Ein ganz großartiges Stück Land. Dann mit 4×4.

Ich habe einen Haufen8 Bilder auf flickr hochgeladen. Schaut sie euch am besten dort an9. Nach dem Klick gibt’s ein best-of-best-of.

Wenn ihr bessere Bilder sehen wollt, die dazu noch detailliert kommentiert sind, dann schaut doch mal drüben bei Martin vorbei. Wie es der Zufall so will war der nämlich auch im Sommer in Island. Und er hat dort Tagebuch geschrieben und viele tolle Bilder mitgebracht. Hier geht’s zu Tag 1.

Iceland-Album bei flickr
Iceland-iPhone-Bilder-Album bei flickr
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  1. Yaaay! []
  2. Einen Renault Kangoo Maxi. []
  3. Und mit meiner brandneuen Kamera zu fotografieren. Wenn man sie richtig eingestellt hat. []
  4. Bis sie es nicht mehr tun, weil man sich wie ein Wäschestück auf einem Waschbrett fühlt. []
  5. Wenn man welche trifft, sind sie allerdings alle furchtbar nett. []
  6. 1300 Euro für den Zeitraum, inklusive eines Haufens Versicherungen. []
  7. Wie in allen nordischen Ländern kann man in Island alles mit Kreditkarte bezahlen (Ausnahme: Ein paar Campingplätze, bei denen man Geld in einen Briefkasten wirft), das machte die Auswertung relativ einfach. []
  8. 140 Stück. []
  9. Nicht erschrecken beim ersten Bild! []

Weihnachtspanoramas

Ihr kennt das ja: Man verreist. Und macht Fotos. Ich mach das auch. Verreisen – und Fotos! Auch wenn die Aktualität meines Flickr-Accounts zu wünschen übrig lässt – wegen anderer Verpflichtungen fehlt mir gerade chronisch die Zeit.
Egal wohin es geht, ich versuche meistens Panoramas zu schießen. In letzter Zeit immer häufiger mit dem iPhone1, aber zum Glück auch meistens mit meiner richtigen Kamera2. Die Bilder letzterer sind immer noch um Welten besser als die mit dem kleinen iPhone-Chip.

Zu Weihnachten habe ich mal alle Panoramas, die ich hier noch unfertig3 rumfliegen hatte, zusammengebaut, retuschiert und farbverbessert, ausgedruckt, auf MDF-Platte4 gezogen, verschenkt und schließlich in der Wohnung aufgehängt.

Viel Arbeit. Aber schöne Bilder sind bei rumgekommen.

Wollt ihr mal sehen?

Die volle Auflösung gibt’s bei Durchklick auf Flickr.

Zermatt
Vor ein paar Jahren in Zermatt gemacht. Vollständige Größe: 61486 x 7562. 460 Megapixel. Bei der Größe darf man in Photoshop nicht mehr in JPEG arbeiten…

Chicago
Chicago. 2012.

Eiffel Tower
Paris. Mit diesem Turm, da.

San Francisco Skyline
Die Skyline San Franciscos von einem alten, ausrangierten Kriegsschiff. Rechts sieht man die Golden-Gate-Brücke, links irgendwo die Transamerica-Pyramide.

Budapest
Budapest. Blick von einer alten Kirche, deren Namen ich nicht mehr kenne.

Agra Fort
Der Eingang zum Fort von Agra in Indien.

Campsite 2014
Unser Pfadfinder-Zelt-Sommerlager dieses Jahr in Ratzeburg bei Lübeck. 360°.

Melt 2014
Vor der Bühne beim Melt-Festival dieses Jahr. Die Bagger machen immer eine hübsche Kulisse.

New Delhi Temple
Ein Tempel in Neu Delhi. Wir waren früh dort und fast die einzigen Besucher.

Campsite 2006
Ein Bild vom Sonnenuntergang über unserem Pfadfinderlager im Sommer 2006. Ich hatte nur noch die relativ schlecht zusammengebaute Gesamtversion und musste die Balken des Turms in der Mitte etwas künstlich nachbauen. Außerdem sind die Farben jetzt schöner.

Melt 2010
Nochmal Melt.

Mountains
Bild von einem Sommerlager in den Bergen 2010. Wir besteigen gerade die Mittagsspitze im Montafon, nach einer kräftezehrenden Zwei-Tages-Tour auf den (schneebedeckten) Sulzfluh.

Balaton
Ungarn. Plattensee. Hat die Kamera selbst zusammengesticht. Bei guten Lichtverhältnissen und wenig Bewegung im Bild geht das erstaunlich gut.

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  1. Das Handy ist schließlich immer dabei, schnell gezückt, einfach geschossen — und liefert ganz solide Ergebnisse. []
  2. Das ist momentan eine SONY NEX-C3 []
  3. In Einzelbildern, aber auch fertigzusammengebaut. []
  4. Lies: Holz. []

Instagram-Mirror mit WordPress

Zum Jahreswechsel schrieb Johnny bei Spreeblick ein Plädoyer dafür, den eigenen Online-Content nicht fremden, kommerziellen Diensten anzuvertrauen, sondern wieder auf seinen eigenen Seiten zu veröffentlichen.
Sascha Lobo predigt das schon länger. Und tatsächlich war das der Grund, warum dieses Blog seit einiger Zeit wieder etwas mehr Einträge1 und ein neues Design aufweist.

Eine Idee kollidierte mit etwas Freizeit und — tada! — ich präsentiere:
Andinstagram2
Ein Mirror meiner Instagram-Bilder, auf Basis von WordPress.

Kurze Zeit nach der Veröffentlichung eines Bilds bei Instagram wird es auf meinen eigenen Webspace geladen und im Blog gepostet. Das übernimmt das Plugin Instagrate to WordPress. Zusammen mit einem eigenen CSS ergibt sich dann ein Instagram-artiges Aussehen. Mehr zur Technik und eine Anleitung zum Selberbauen findet ihr auf der Über-Seite von Andinstagram.

Natürlich schützt euch das nicht vor Nutzungsrechtsänderungen von Instagram, wie sie vor ein paar Wochen durchgedrückt werden sollten3. Ihr seid immer noch Nutzer der App und sammelt im Namen Instagrams fleißig bildgegossene Momentanspionagen eures Lebens. Auch wenn es wünschenswert wäre, sich davon zu lösen — das ist nicht mein Ziel gewesen. Unabhängig des Evil-Faktors von Instagram4 gefällt mir die App. Sie ist einfach zu bedienen und hinten dran hängt eine Community, die Spaß macht.
Ich möchte nur ein Backup meiner Bilder haben, falls ich mich irgendwann dazu entscheide, Instagram zu blitzdingsen. Und warum sollte dieses Backup dabei nicht schön aussehen können? Links zu Bildern rumschicken, den Feed abonnieren, das sind positive Nebeneffekte.

Natürlich wäre es cooler, die Instagram-Bilder zu flickr rüberzuschieben. Die App bietet das Feature an, notfalls hilft noch IFTTT5. Aber flickr ist flickr6 — und ich möchte meinen Account da nicht mit verrauschten, verfilterten Snapshot-Aufnahmen in Handyqualität zumüllen.

Also Andinstagram.

Vielleicht gefällt’s ja.
Und wenn ihr’s nachbaut, ich würd‘ mich über einen Hinweis freuen.

  1. Wenn auch nicht viele, nungut. []
  2. Und ich möchte mich für den Namen entschuldigen. Aber ohne zwanghaftes Wortspiel geht es nicht. []
  3. Aber dank des Internet-Mobs™ gestoppt wurden. Yay. []
  4. Der auf der Internetskala nicht wirklich arg hoch ist, finde ich. []
  5. Da gibt’s auch Instagram→Dropbox-Rezepte, falls euch das reicht. []
  6. Der Internetdienst mit größtem Potenzial und geringstem Vertrauen. []

I would have been ready for the floor … — Hot Chip im Gloria

Ich würde ja gerne über meinen Besuch des Konzerts von Hot Chip im Kölner Gloria erzählen.

Ich könnte dann anfangen, wie bei Regen und Sturm eine Kuh auf den Bahngleisen meine Fahrt von Aachen nach Köln immer noch ein Stückchen mehr verspätete, wie ein Zug nach dem Anderen zum Ausfall gebracht wurde und die Ansagen darüber im Regen untergingen. Wie ich dann mit dem ICE doch noch nur 30 Minuten verspätet in Köln ankam und schließlich das Gloria noch garnicht-so-voll erreichte.

Ich könnte erzählen, wie dann um 21:10 The Letter G ein Live-Sample-Mix auf die Bühne legte und dabei mit den Bassboxen zeitweise kleines Augenflimmern erzeugte (ca. 80% des nach ISO-DAFTPUNK Maximalaugenflimmerns). Wie er hinter seinem MacBook stand und an seinen Reglern drehte, dabei Musik produzierte, die ich mir zu Hause ob ihrer Monotonie niemals anhören würde, die im Gloria an dem Abend zu dem Zeitpunkt allerdings einfach nur rockte. Wie ich dann in geschickten Nebensätzen erwähnt hätte, dass der Buchstabe G seinen Namen wohl daher hätte, weil er zeitweise in eben jener Haltung, die im Profil wie ein „G“ aussieht, rhythmisch hin- und herwaberte.

Ich könnte dann erzählen, wie die Roadies eine satte halbe Stunde immer und immer wieder sämtliche Gitarren, Mikrofone, Keyboards und Wasweißichgeräte getestet haben. Bei den Gitarren jede Seite einzeln liebevoll mit unsichtbaren südvietnamesischem Rosenöl (oder Vergleichbaren) eingerieben haben müssen.

Könnte dann endlich dazu kommen, wie um 22:00 Hot Chip auf die Bühne gekommen wären. Begleitet von grellem Gegenlicht ihr Set mit lauten Trommeln begannen hätten. Um dann kaum verständlich, weil sprachlich viel zu schlecht abgemischt irgendwann zu „Boy from School“ zu kommen. Wie sich dann Stück für Stück der Klang doch noch verbessert hätte, während sie sehr tanzbare Versionen ihrer Lieder pausenlos spielten. Wie lustig nerdig der Mensch am Zentral-Synthie ganz hinten aussah. Und wie gefährlich weit sich der tanzende große Mensch im Publikum von seiner Herde entfernte!

Und wie ich dann nach unterhaltsamen 30 Minuten wieder aus dem Gloria gegangen wäre, weil mein Zug würde fahren müssen.

Ich würde also gerne über meinen Besuch des Konzerts von Hot Chip im Kölner Gloria erzählen.
Tue ich aber nicht. Ich hab schließlich nur 30 Minuten mitbekommen.
Und für meine nächsten Konzertbesuche (Fettes Brot und Digitalism in Köln) werde ich mir frei nehmen. Und mit dem Auto Hubschrauber fliegen. Und die Zeit anhalten. Und einen Notfallfluxkompensator in der Tasche bereit halten. Jawohl.

Stöckchen: 5 Stars mit dem gewissen Etwas

Ihr kennt das ja.
Unter Blogs gibt es diese seltsame Sache, die sich Stöckchen nennt. Kettenbriefe 2.0.
Eigentliich wehre ich mich ja gegen solchen Kram. Albernes Zeug. Eigentlich werde ich dann aber schließlich doch irgendwann schwach. Manchmal zumindest.
Und jetzt ist es wieder manchmal.

Von Vreni bekomme ich das blogosphärbekannte Stöckchen, fünf Promis „mit dem gewissen Etwas und/oder Sexappeal“ auszuwählen.
Schwieriges Stöckchen, das. Habe ich lange gesammelt, bis ich eine Top 5 zusammengestellt hatte, die mir auch am nächsten Tag noch gefiel. Weil in der Stöckchenbeschreibung das Wort Sexappeal fällt, habe ich mich nur auf weibliche Gestalten beschränkt.

Völlig zufällig sind alle meine ausgewählten Damen Schauspieler in Serien. Woher das kommt, ist mir völlig schleierhaft. Nicht.

Platz 5: Jewel Staite
BildDie Dame hat bei Firefly (und dann auch im passenden Kinofilm Serenity) mitgespielt und ist momentan als Ärztin bei Stargate Atlantis im TV. Macht ihren Job sehr gut. Und bloggt auch, oder so.

Platz 4: Jennifer Morrison
BildMuss ich nicht großartig vorstellen oder? „Cameron“ in der grandiosen ArztSerie House. Spielt bald mit in J.-J.-Abrams Star Trek. Was dann einer der vielen, vielen Gründe sein wird, warum dieser Film der erste ist, den ich mir aus diesem Frenchise anschauen werde (Star Trek kann ich normaler weise gar nichts abgewinnen, und das trotz meiner generellen Sci-Fi-Begeisterung). Die Dame schafft es mit erschreckender Dauerhaftigkeit auf sämtlichen Bildern total unhübsch auszusehen. Aber, das muss man ja auch erstmal schaffen, was? Könnte man auch als Leistung verbuchen.

Platz 3: Evangeline Lilly
BildDie wohl schmutzigste Frau in meiner Liste (und das meine ich wörtlich, an was dachtst du denn?) — in Lost, wo sie die weibliche Quasi-Hauptrolle besitzt, läuft sie schließlich immer dreckbeschmiert herum. Sie spielt dort ziemlich toll die ewig zweiseitige Kate. Sawyer oder Jack. Good girl oder bad girl. Ob sie (ebenfalls) irgendwann mal von ihrem Lost-Image loskommen wird, wage ich noch zu bezweifeln…

Platz 2: Kristen Bell
BildDie mit Sicherheit auf sie persönlich zugeschneiderte Rolle (anders kann’s gar nicht sein) der Veronica Mars hat sie leider wieder abgeben müssen (aka: Die so geniale Serie wurde eingestellt), dafür kann man sie in der zweiten Staffel Heroes sehen. Doch auch da werd ich das Gefühl nie los, die zynische, flapsige, aber intelligente Veronica Mars mit Blitzen schießen zu sehen.
Was ich an Kristen Bell toll finde? Wer Veronica Mars (unsynchronisiert!) gesehen hat, wird’s wissen.

Trommelwirbel!

Platz 1: Odette Yustman
BildOde-wer? Dem deutschen Publikum allerhöchstens durch den hervorragenden (und das obwohl nur 75-Minuten langem) Film Cloverfield bekannt, hat sie sich in der US-Serie October Road an die Spitze dieser Liste gespielt. Diese etwas soapig, ok, etwas viel soapig angehauchte Serie handelt von Schriftsteller Nick, der nach einer Buchveröffentlichung zurück in seine Heimatstadt kommt. Frau Yustman spielt seine mehr-oder-weniger Freundin. Und das ziemlich gut (und -aussehend).

Die Liste, von ‚Promis‘, die ich in irgendeiner weise hübsch finde, wäre natürlich wesentlich länger. Aber da „Hübschsein“ quasi schon in Promi impliziert ist, habe ich meine Top 5 noch etwas metaebener gemacht.

Ich werfe dieses Stöckchen weiter an Eay, an André, an Thommy1, an Tanja und, wenn es will, ans physikBlog. Natürlich darf sich auch jeder Andere sehr gerne bedienen.

  1. Du hast ja jetzt, nach deiner letzten schriftlichen Klausur, sicherlich wieder Zeit dein blog zu befüllen, ODER?! []

Es könnte alles so toll sein. Isses auch. — Die Fantastischen Vier in der Kölnarena

Concert Die Fantastischen Vier #13: Hands up!

Concert Die Fantastischen Vier #12: 3/4 at the centre

Concert Die Fantastischen Vier #11: Video-screens

Concert Die Fantastischen Vier #10: Gorillas on the screens

Concert Die Fantastischen Vier #9: Singing

Concert Die Fantastischen Vier #8: Video-screen

Concert Die Fantastischen Vier #7: Orange singing

Concert Die Fantastischen Vier #6: Green backgrounded

Concert Die Fantastischen Vier #5: Kölnarena

Concert Die Fantastischen Vier #4: Blue dusty

Concert Die Fantastischen Vier #3: Feet in red

Concert Die Fantastischen Vier #2: Fantame

Concert Die Fantastischen Vier #1: Red and Stage from Above

Zwei Tage nach dem wilden und vollen Konzert der Beatsteaks, einen Tag nach unserer grandiosen physikBlog-Geburtstagsparty stand dann am Sonntagabend das Konzert der Fantastischen Vier an.

Die Karten für die Veranstaltung entzogen sich leider unserer Bestellfähigkeit. „Bestellen wir morgen, ok?“ „Ja, ok“. Morgen: „Mist, ausverkauft. Wo kriegen wir denn jetzt welche her?“ „Ich such mal im Netz.“ „Hab was. Aber jetzt ist mir zu spät. Mach ich morgen, ok?“. Morgen²: „Mist, ausverkauft.“ Dann haben wir sie uns bei eBay erkauft. Schlappe fünf Euro über Normalpreis. Sitzplätze wären zu dem Zeitpunkt noch frei gewesen, aber, hey, SO alt bin ich dann doch noch nicht. Außerdem: viel zu weit weg.

Aus unseren schlechten Erfahrungen vom Beatsteakskonzert lernten wir, nahmen einen frühen Zug und fanden uns schlappe 1,5 Stunden vor Beginn im fast leeren Innenraum der Kölnarena. Die Wartezeit überbrückten wir souverän mit dem Genuss von Fanta (!), dem Schießen und Sichten von Fotos.
Um 19:45 machte sich dann die Befürchtung wahr, die ich hatte, als wir in die Halle kamen: Miss Platnum ist Vorbandactbespaßung. Mochte ich ja vorher nicht so wirklich. Mag ich, seitdem ich dort noch mehr von ihr hören musste, noch weniger. Obwohl ich zugeben muss, dass ihr ponybedingt stirnloses Gesicht, umgeben von putzfraubekleideten Tänzerinnen, die immerzu Tücher rhyhtmisch in die Luft warfen durchaus unterhaltsam war.

Unser frühes Vor-Ort-sein machte sich bezahlt: Wir standen ca. 10 bis 12 m vor der Bühne (Fühlmeter), ungedrängelt, ohne Ellbogen im Rücken!, als dann das Licht ausging und unter grünem, nebelartigem (so stelle ich mir Biohazard im Allgemeinen vor…) Licht das Fornika Intro ertönte. Leider viel zu lang und leider war der Übergang zur Show danach nicht ganz perfekt. Aber ich glaube, das war dann auch alles, was ich am Konzert aussetzen kann.
Die Fantastischen Vier spielten eine routinierte, aber nicht weniger tolle Show runter. Auch sie garnierten ihre Schlager vom aktuellen Album mit einer Reihe älterer Stücke und sogar einem Medley von Songs ihrer ersten Platte (von der ich keinen einzigen kannte) mit Michi Beck hinter dem MacgeBookten Turntable rockend.
Spätestens, wenn man den Blick von der Aura der Fanastischen Vier erweiterte, herauszoomte, und einmal Technik, also Bühnenaufbau und Licht betrachtete, da wäre sicherlich auch dem letzten Punkrockemokid bewusst geworden, dass die Herren Vier in einer anderen Liga spielen als die Jungs der Beatsteaks.
Gekonnt wurde immer ein anderes Bandmitglied bei seinem Lied gefeatured, bis dann bald wieder ein ‚gemeinsames‘ Lied an die Reihe kam.
Und spätestens als dann bei „Krieger“ eine der Grünlichtquellen vom Anfang heruntergefahren kam, sich um 90 Grad nach vorne hin zum Publikum beugte, auf diese Art eine runde LCD-Fläche preisgab und sich im dampfdifussiertem Blitzlichtgewitter ein monochromer Thomas D. flackernd darin gefangen fand, da wure aus der „wow“-Show eine „woooohow!“-Show. Für den Rest des Abends sollten die sieben LCD-Screens hängen bleiben und den Gesang durch Bilder unter-, nein, übermalen. Darunter so tolle Animationen wie ein rhythmisch bananenessender Gorilla. Zusätzlich gab’s im Hintergrund dazu noch einen riesigen LED-Teppich, der ebenfalls ins Videogeprolle eingebunden war. Von den restlichen Moving-Heads, deren Anzahl gefühlt in die hundert gegangen ist, und den riesigen Flutern muss ich nicht erzählen, ja?

Natürlich gab’s auch von den Fantastischen Vieren das Rockstargesülze (Selbstzitat, yeah): „Wir dachten ja, gestern, in Leipzig, das sei fett gewesen. Aber, Köln, wir sind gerade erst bei der Hälfte der Show, und bereits jetzt ist es schon dermaßen geil!“, aber irgendwie schafften sie die nötige Authentizität zu wahren und mir doch noch so etwas wie Einzigartigkeit zu vermitteln. Spätestens dann, als Herr Smudo wiederholt zur Heliumpartygasflasche griff und mit erhöhter, Comic-Stimme „Viva Colonia“ ansang und, natürlich, stimmten alle Menschen in der Arena ein. Albern. Klischee. Egal.

Überhaupt, die Menschen: Schon lange kam ich mir mit meinen illuminatischen Jahren nicht mehr so jung vor! Ich war ganz klar im unteren Zehntel der Alterspyramidegaußkurve. Aber das war angenehm. Zum Einen war es, wiedermal, durchaus spaßig, Menschen, die ohne weiteres meine Eltern sein könnten, wie Teenies bei Rockkonzerten rumhüpfen und armemitrhythmieren™ zu sehen, und zum Anderen hat das den tollen Nebeneffekt, dass auch im ersten Viertel vor der Bühne kein Gedränge stattfindet. Keine Umkippenden Menschenmassen, die einen mitziehen. Immer Platz um sich herum. Und trotzdem grandiose Stimmung. Toll!

Zur Zugabe passierte dann etwas, das wirklich ein gekonntes Finale des Abends darstellte und die bisherige Steigerung fast exponentiell erhöhte. Vom Großteil (Ok, wenn man bedenkt, dass der Großteil wohl hinter und neben uns stand, dann wohl: von uns) unbemerkt, gleitete in der Mitte der Halle von der Decke eine Traversenkonstruktion an Stahlseilen hinab. Direkt über den Abmischstand. Als die Konstruktion unten war, wurde eine Leiter angelehnt, das Licht darauf gelenkt und von drei Fantastischen Vier gestürmt. Da haben sie einfach mal so eine Bühne in der Mitte der Kölnarena gebaut. Auf der sie dann Troy und andere Reißer hinsangen. Das war schon toll, sich einfach mal um 180 Grad drehen zu müssen. Und dabei zu sehen, wie groß diese Halle ist; wieviele Leute in dieser Halle sind, wieviele Leute da gerade in dieser Halle sich mit einem mitreißen lassen (und wie weit vorne vor der Bühne man selbst steht, hihi).

Ein in allen Punkten tolles Konzert. Tolle Musik, tolle Show; tolle Unterhaltung.
Geil. (Um das einfach mal bei Christian zu klauen).

Wer sich für die Setlist des Abends interessiert, das müsste ca. diese hier sein (ganz unten).

Und, natürlich, die adäquate mediale Nachbereitung: Fotos bei flickr (rechts), bzw. alle im Album bei Picasa; Impressionsvideo folgend.

Link: sevenload-Direktvier

Einen Abend von Essen zu Essen rennen – rudirockt

rudirockt: Our Dessert and Decoration

rudirockt: Our Dessert

Wie nennt man es, wenn ein Haufen zweier-Pärchen (ca. 600 an der Zahl) wild im Regen durch eine mittelgroße (siebenundzwanziggrößte!) Großstadt Deutschlands tingeln, nur um die Verspätung zum nächsten Essen irgendwie noch zu verringern?
rudirockt.
Bei rudirockt meldet man sich zu zweit auf der passenden Internetseite an. Dann wartet man darauf, dass dies bis zur Deadline zwei Tage vor dem Eventabend möglichst viele Leute einem gleich tun. Nach der Todeslinie erfährt man dann auf der Internetseite, ob man für die Vor-, die Haupt-, oder die Nachspeise ausgewählt wurde und bei wem die restlichen beiden Speisen stattfinden. Dann heißt es vorbereiten und am rudirockt-Tag um 19:00 bei der Vorspeise erscheinen. Bei zwei Gastgebern und zwei weiteren Gästen, die man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch nie gesehen hat.
Was das bringt? Einen Abend mit ausgezeichnetem Essen und vor allen Dingen jede Menge Spaß.

Wie schon im letzten Semester haben Christoph und ich auch dieses Mal wieder mitgemacht. Und wieder haben wir die Nachspeise zugeteilt bekommen. Nach kurzem Brainstorm („Mousse au Chocolate!“ „Mousse au Chocolate?“ „Nee…“ „Nee…“ „Hm…“ „Früchtespieße mit Schokoglasur?“ „Ja. Genommen.“) entschieden wir uns für etwas sehr Schokoladiges. Vorbereiten und dann ab, trotz Wind und Wetter durch die halbe Innenstadt. Denn lustiger weise hatten wir Vorspeise bei Verena vom Blog nebenan. Wahrscheinlichkeiten und so. Es gab Broccolisuppe und … Wein. Den Rest kürze ich mal ab: Zur Hauptspeise Pfannenpizzen und viel Redefluß. Und unsere Nachspeise war natürlich klasse. Nur super süß. Und Vanilleeis mit geriebener Chilli ist schon ziemlich cool.
Zu guter Letzt gab es dann auch noch eine Party. Die wurde aufgrund der großen Anmeldezahl von knapp 1300 Leuten irgendwo in die Industriebereiche Aachens ausgegliedert. Bei Sturm und Regen und Fies nicht so prickelnd. Aber es gab Shuttle-Busse („Zoff den Stoff!“). Trotzdem war die Party nur so semi-gut. Die Location war zwar ziemlich stylisch (Eine alte Lagerhalle im 4. Stock). Nur Stimmung kam nicht so recht auf. Aber egal.

Rudirockt ist eine klasse Sache. So klasse, dass der Server bei Anmeldezahlen, die erstmals die 1000er-Grenze durchbrachen, in die Knie ging (siehe u.a. das Blog dazu). Die Jungs dahinter erzählen im easn.de-Interview noch mal, wie es funktioniert und wie sie darauf gekommen sind. Sehr interessant (und ein wenig Balsam für mein interessiertes Haupt, das den Vortrag auf dem Aachener Webmontag verpasst hat…).
Und wer sich nicht vorstellen kann, dass ein running diner Spaß machen kann, der sollte es einfach mal ausprobieren. Für neue Städte werden immer Organisatoren gesucht!

Zur Feier des Abends habe ich unseren mal mit der Kamera begleitet. Fotos gibt’s in meinem Picasa-Account oder nach dem Klick unter dem Video.

Link: sevenload.com
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