Es gibt Google Maps, Google Moon mit Käse und jetzt gibt’s auch Google Mars.
Einblendbar sind die Landepositionen diverser Marsroboter, Unterteilungen in Regionen und Stories zu verschiedenen Punkten. Nicht schlecht.
Coming up next: Google Milky Way und Google Universe. Stay tuned.
[via Michaels Weblog]
Archive for the 'Mars' Category
Unser aller Lieblingsmarsorbiter Mars Express hat wiedermal tolle Bilder gemacht, die jetzt veröffentlicht wurden.
Es wurde mit gewohnt genialer Schärfe eine stattliche Menge Wassereis innerhalb eines Kraters direkt auf der Oberfläche fotografiert. Sieht wirklich klasse aus – gibt’s auch in ganz groß (10 MB!).
2009 sollte ein Satellit von der Erde abheben, der sich in der Umlaufbahn des Mars positionieren sollte. Dieser Orbiter sollte über so gut wie keine wissenschaftlichen Instrumente verfügen, er sollte, ganz seinem Namen Mars Telecommunications Orbiter (MTO) nach, als Relaisstation für zukünftige Marssonden dienen.
Erstmals ausprobiert werden sollte ein Infrarotlaser, der, je nach Mars-Erde-Abstand, Daten zwischen 10 und 30 MBit senden kann. Somit hätte bei Marslandemissionen auf platzfressende Hochleistungsantennen verzichtet werden können, es hätte allein eine Verbindung zum relativ nahen MTO aufgebaut werden müssen, der dann die Daten zur Erde verschickt.
Aber nix da.
Wie jetzt bekannt wurde, hat die NASA das Projekt gestoppt. Aus Budgetgründen. Irgendwo hätte man kürzen müssen – man nahm den MTO.
Jetzt hofft man, dass der in zwei Wochen startende Mars Reconnaissance Orbiter die Aufgaben einer Relaisstation weitesgehend übernehmen kann, wenn er seine wissenschaftlichen Tests beendet hat. Zwar verfügt er nicht über die vergleichsweise riesige Bandbreite des MTO, doch besitzt er die bis heute stärkste Sendeeinheit.
Das DLR wird sich zukünftig verstärkt am Europäischen Weltraumexplorationsprogramm Aurora beteiligen. Als zwölftes Land wurde der Beitritt zu Aurora letzte Woche in einer Konferenz der ESA in Paris bestätigt. Zu bereichert Deutschland den Geldpool mit zwei Millionen Euro.
Kernstück von Aurora ist der Bau und die Aussendung eines Marslanders, des ExoMars. Wie der Lander und das restliche Aurora Programm aussehen wird, wird Ende des Jahres auf einer ESA Konferenz in Berlin beschlossen. Mit etwas Glück könnte schon 2011 ExoMars auf dem Mars landen.
Mars: Here we go…
Achja, ich hasse es wenn Internetportale Pressemeldungen 1:1 übernehmen…
Während die ganze Welt noch mit gebannten Augen auf den Start des Space Shuttles Discovery schaut, kündigt sich im Hintergrund schon das nächste größere Ereignis an.
Der für die nächsten vier Jahre letzte Marsorbiter der NASA, der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) wird vorraussichtlich am 10. August mit der neuen Atlas V Rakete ins All geschickt.
Quasi als Antwort auf Mars Express der ESA wird der MRO eine hochauflösende Kamera an Bord haben, die (besser: das) HiRISE. Damit wird es möglich sein, aus dem Mars Orbit heraus Fotos mit einer Auflösung von 20.000 * 40.000 Pixel zu machen (= 800 Megapixel). Das 1,40 Meter lange und 65 Kilogramm schwere Instrument hat damit eine Auflösung von 25 Zentimeter pro Pixel. Allerdings kann nicht die ganze Zeit mit einer derartigen Auflösung fotografiert werden: Die Datenleitung zur Erde hat einfach nicht genug Bandbreite… (Die kommt erst mit Mars Telecommunications Orbiter)
Neben dem dauerhaften Suchen-wir-mal-nach-Wasser-auf-dem-Mars-Ziel, hier hat der MRO die Möglichkeit in eine größere Tiefe, als bisher möglich, in den Boden einzudringen, und Zeigen-wir-es-den-Europäern-nochmal-und-machen-wir-bessere-Bilder-als-die wird der MRO auch nach Landungsmöglichkeiten für die nächsten Raumsonden (z.B. Phoenix und das Mars Science Laboratory) Ausschau halten. Die Sonden werden wesentlich präziser auf dem Roten Planeten landen können.
Der 500 Millionen Dollar teure und mit fast 2200 Kilogramm relativ schwere MRO wird auch auf Suche nach dem verschollenen Beagle 2 Lander des Mars Express gehen.
Im März 2006 wird der MRO am Mars ankommen, und bis zum Oktober in Position gebracht sein, so dass er im November seine Arbeit beginnen kann. Diese Kernmission soll vier Jahre dauern, danach kann der MRO aber noch als Kommunikationsplattform zwischen Marslandern und Erde dienen.
Wird wieder interessant. Und mal schauen ob die Bilder der HRSC von Mars Express noch zu toppen sind.

