Archive for the 'Leben im All' Category

Mondbasis 2024

Vor viel zu langer Zeit war das hier ein kleines Astronomiefanblog. In Teilen zumindest.
Und weil früher ja sowieso alles besser war möchte ich das an dieser Stelle renaissancieren.

Heute nämlich hat die NASA beschlossen, eine Weltraumstation auf dem Mond zu bauen. Unglaublich, aber wahr.
Bis 2024 soll wahrscheinlich auf dem Südpol eine Basis errichtet werden, auf der Menschen dann bereits ein halbes Jahr leben können. Man plant dann, den Mars und weiter entfernte Ziele von dort aus anzusteuern.
Bis dahin ist es allerdings noch ein aufwendiger Weg. Die Space Shuttle müssen ersetzt und entsorgt, die ISS fertiggebaut werden und dann Stück für Stück Bauteile auf den Mond transportiert werden. Über konkrete Finanzierungszahlen ist bisher noch nichts nach außen gedrungen, allerdings sind bisher 104 Milliarden Dollar allein für die erste Reise zum Mond eingeplant. Das sollte die Größenordnung in etwa deutlich machen.
Man möchte, und das ganz gegen die eigentliche wir-machen-alles-alleine-und-sowieso-viel-besser-Einstellung der Amerikaner, die Besiedelung mit reichlicher internationaler Hilfe durchführen. Gespräche mit Raumfahrtbehörden werden schon geführt.

Ich finde das alles einfach faszinierend. In 20 Jahren (wird doch sicherlich alles etwas länger dauern) werden da oben, auf dem Ding was nachts so schön leuchtet, Menschen rumlaufen und sogar so etwas wie ‘leben’.
Bleibt nur zu hoffen, dass das kein amerikanischer Käsekuchen wird. Aber die Gabeln stehen ja positiv, es sind schließlich auch genug da.

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Eis auf dem Mars fotografiert

Unser aller Lieblingsmarsorbiter Mars Express hat wiedermal tolle Bilder gemacht, die jetzt veröffentlicht wurden.
Es wurde mit gewohnt genialer Schärfe eine stattliche Menge Wassereis innerhalb eines Kraters direkt auf der Oberfläche fotografiert. Sieht wirklich klasse aus – gibt’s auch in ganz groß (10 MB!).

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Happy Birthday Mond (So’n Käse…)

Vor 36 Jahren sprach Neil Armstrong die Worte “That’s one small step for man, one giant leap for mankind” und beendete damit das gegenseitige Wettrüsten der USA und der UdSSR den Mond als erstes zu erreichen.
Diesen Tag zu Ehren hat Google jetzt seinen Google Maps Service leicht erweitert: moon.google.com zeigt (relativ alte) Aufnahmen vom Mond mit den einzelnen Apollo-Landungsmissionen eingezeichnet. Zum ranzoomen, natürlich. Wer genau hinschaut entdeckt vielleicht Googles geplante Mondbasis. [via heise]
Aber: Mond? Was ist das eigentlich? Hierzu bald mehr!

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Tempel 1s letzter Tag rückt nahe

Ihr erinnert euch an die Kometenbesuchmission der NASA mit dem bezeichnenden Namen “Deep Impact“? Ziel von Deep Impact ist es, nach eingehender Untersuchung des Kometen “Tempel 1″ ein Geschoss mit Namen “Impacter” auf diesen zu Feuern. Ein fussballfeldgroßer Krater auf dem 14 mal 5 Kilometer großen Kometen wird einen Blick ins Innere freigeben, von dem sich die Forscher Aufschlüsse über die Funktionsweise von Kometen, aber auch über die Entstehung des Universums erhoffen.
Seit Januar führt Deep Impacts Reise immer weiter Richtung Tempel 1. Aber nichtmehr lange: Am kommenden Montag, dem 4. Juli wird das 327 Kilogramm schwere Kupfergeschoss auf den Komet gejagt. Um 7:52 wird es dort ankommen.
Deep Impact wird nah an den Kometen heranfliegen, Impacter freisetzen, dann aber einen anderen Kurs einschlagen und sich etwas vom Kometen entfernen. Man möchte verhindern, dass die Kameras Deep Impacts von wahrscheinlich aufwirbelden Staub verdeckt werden, und so das Aufnehmen von Fotos verhindern.
Die Kameras an Deep Impact sind aber nicht die einzigen, die das Geschehen beobachten. Überall auf und über der ganzen Welt werden nicht nur Augen und Aufmerksamkeit gen Himmel gerichtet sein, auch Teleskope werden ihre Linse bzw. Schüssel auf die Stelle richten. Durch eine Verteilung auf alle Kontinente ist so eine lückenlose, von der Erddrehung quasi unabhängige Dokumentation möglich. In Australien, Süd Afrika, Spanien, Chile und den USA, und das sind noch längst nicht alle. Auch die ‘bekannten’ Teleskope werden das Spektakel verfolgen, wie das VLT, Spitzer oder Hubble. Auch ein ‘Exot’ wird sich zu ihnen gesellen: Die NASA hat extra zu diesem Ereignis eine seit elf Monaten stillgelegte Raumsonde reaktiviert. “SWAS” wird von seiner Position im All die Wassermoleküle im Staub des Einschlags analysieren.
Hubble hat Mitte letzten Monats bei kürzlich veröffentlichen Probebeobachtungen einaußergewöhnliches Phänomen festhalten können: Tempel 1 nießt. Könnte man sagen. Genauer: Für kurze Zeit entstand am Kometen eine 2000 Kilometer große Staubwolkeneruption. Von der Sonne erwärmte und danach aufgeplatzte Spalten auf dem Kometen könnten die Ursache dafür sein.
Eine Ahnung wie das vorher aussieht, was Deep Impact beschießen wird, erlangten Froscher, indem sie in 32 Millionen Kilometer Entfernung mit der Bordkamera Deep Impacts aufgenommene Bilder mittels Computerfilter überarbeiteten. Die Technik legte den Blick durch die dichten Staubschleier um den Kometen frei.
Die Mini-CD, die an den Impacter befestigt ist, wird auch wie geplant zerstört werden. Auf ihr hatten 625.000 Menschen per Internetunterschrift erweigt.
Die können bald von sich behaupten, auf einem Kometen eingeschlagen zu sein. Naja, wahrscheinlich wird das andersrum irgendwann mal jeder Mensch behaupten können. Oder auch nicht? Hoffen wir auf den besten Erfolg der Deep Impact Mission.
(Habe ich noch etwas vergessen..?)

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Mehr Planeten als angenommen

Forscher betrachteten mit dem SMA-Teleskop auf Hawaii den Orionnebel. Und stellten fest: Ein großteil der beobachteten Proplyden, also die Gesteinsansammlungen, haben genug Materie um zu Planeten zu verklumpen. Die Konstellation zu ihrem Zentralgestirn hin, könnte sogar Systeme unserem Sonnensystem ähnlich entstehen lassen.
Statistisch würde sich anhand der Anzahl der beobachteten Geröllfelder eine wesentlich größere Menge an Planeten im All herumtummeln, als bisher angenommen.
Und irgendeine Spezies kommt uns am 29. Juni besuchen, zum Krieg der Welten

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