Instagram-Mirror mit WordPress

Zum Jahreswechsel schrieb Johnny bei Spreeblick ein Plädoyer dafür, den eigenen Online-Content nicht fremden, kommerziellen Diensten anzuvertrauen, sondern wieder auf seinen eigenen Seiten zu veröffentlichen.
Sascha Lobo predigt das schon länger. Und tatsächlich war das der Grund, warum dieses Blog seit einiger Zeit wieder etwas mehr Einträge1 und ein neues Design aufweist.

Eine Idee kollidierte mit etwas Freizeit und — tada! — ich präsentiere:
Andinstagram2
Ein Mirror meiner Instagram-Bilder, auf Basis von WordPress.

Kurze Zeit nach der Veröffentlichung eines Bilds bei Instagram wird es auf meinen eigenen Webspace geladen und im Blog gepostet. Das übernimmt das Plugin Instagrate to WordPress. Zusammen mit einem eigenen CSS ergibt sich dann ein Instagram-artiges Aussehen. Mehr zur Technik und eine Anleitung zum Selberbauen findet ihr auf der Über-Seite von Andinstagram.

Natürlich schützt euch das nicht vor Nutzungsrechtsänderungen von Instagram, wie sie vor ein paar Wochen durchgedrückt werden sollten3. Ihr seid immer noch Nutzer der App und sammelt im Namen Instagrams fleißig bildgegossene Momentanspionagen eures Lebens. Auch wenn es wünschenswert wäre, sich davon zu lösen — das ist nicht mein Ziel gewesen. Unabhängig des Evil-Faktors von Instagram4 gefällt mir die App. Sie ist einfach zu bedienen und hinten dran hängt eine Community, die Spaß macht.
Ich möchte nur ein Backup meiner Bilder haben, falls ich mich irgendwann dazu entscheide, Instagram zu blitzdingsen. Und warum sollte dieses Backup dabei nicht schön aussehen können? Links zu Bildern rumschicken, den Feed abonnieren, das sind positive Nebeneffekte.

Natürlich wäre es cooler, die Instagram-Bilder zu flickr rüberzuschieben. Die App bietet das Feature an, notfalls hilft noch IFTTT5. Aber flickr ist flickr6 — und ich möchte meinen Account da nicht mit verrauschten, verfilterten Snapshot-Aufnahmen in Handyqualität zumüllen.

Also Andinstagram.

Vielleicht gefällt’s ja.
Und wenn ihr’s nachbaut, ich würd‘ mich über einen Hinweis freuen.

  1. Wenn auch nicht viele, nungut. []
  2. Und ich möchte mich für den Namen entschuldigen. Aber ohne zwanghaftes Wortspiel geht es nicht. []
  3. Aber dank des Internet-Mobs™ gestoppt wurden. Yay. []
  4. Der auf der Internetskala nicht wirklich arg hoch ist, finde ich. []
  5. Da gibt’s auch Instagram→Dropbox-Rezepte, falls euch das reicht. []
  6. Der Internetdienst mit größtem Potenzial und geringstem Vertrauen. []

3 Gedanken zu „Instagram-Mirror mit WordPress

  1. Finde ich sehr gut! Meine Instagram- und flickr-Fotos sind zwar nicht so sehenswert, dass ich die irgendwo spiegeln müsste, aber prinzipiell sehe ich das genauso – und sage das ja auch ständig.

    Wie du vielleicht noch weißt, spiele ich ja derzeit mit der Idee eines Linkblogs rum. In der ersten Version war es noch so, dass ich die Links einfach twitterte und die dann in ne WordPress-Installation importiert werden. Davon bin ich aber ganz schnell abgewichen, nachdem Twitter nochmal seine wahren Absichten verdeutlich hat. Stand jetzt habe ich’s so abgeändert, dass die Links per WordPress gepostet werden und dann (z.T. in verschiedener Form) überall hin gecrosspostet werden, also zu Twitter, App.net, Facebook & Tumblr. Ist vielleicht nicht die sauberste Lösung, aber so bleibt man immerhin her über seine eigenen Inhalte.

    1. Ja, sorum klingt das besser, das stimmt. Dafür kannst du dann leider nicht so sehr auf die Infrastruktur eines Dienstes (Twitter / Delicious) zurückgreifen – also Plugins und sowas. Aber ich glaube, das ist ein guter Kompromiss.

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