Archive for Dezember, 2009

Andi erklärt seine Diplomarbeit und nebenbei Teilchenphysik

Achtung! Dieser Beitrag reduziert manchmal auf schmerzvolle Weise, denn er ist auch für Leute gedacht, die keine Ahnung von Physik haben.
Über vier Jahre ist es her, als ich damals hier in Aachen mein Physikstudium startete. We’ve come a long way since. Samt mittelschwerer Prüfungen, schwerer Prüfungen und Prüfungen, von denen ich niemals geglaubt hätte, dass ich sie bestehen würde.
Nachdem ich alle notwenigen Diplomprüfungen im Spätsommer erledigt hatte, fing am 26. Oktober das (vor-)1 letzte Kapitel des Studiums an.
Die Diplomarbeit.

Falls euch die folgende Einleitung nervt, der Erklärteil zu unphysikalisch ist und auch das genaue Thema meiner Arbeit sowas von 1999 ist und ihr lieber direkt zur Adresse meines Diplomblogs springen wollt: Rechts das Inhaltsverzeichnis ist klickbar!

Entscheidungsfindung

Alles begann damit, dass ich mich zwischen so einigem entscheiden musste. Welche Vertiefungsrichtung? Experimentell oder theoretisch? Welches Institut? Welches Forschungsgebiet, welches Experiment, welche Arbeitsgruppe? Welches Thema?

Ein paar der Fragen waren einfach beantwortet.
Auch wenn ich theoretische Physik faszinierend finde – wir sind nie so recht mit einander warm geworen. Ich wollte also experimentell forschen.
Bei der Vertiefungsrichtung habe ich mich für die Elementarteilchen entschieden. Die andere Richtung hier in Aachen, Festkörperphysik, beschäftigt sich mit dem Verhalten von Kristallen und forscht zum Beispiel an Datenspeichern und alles, was irgendwie »Nano« im Namen trägt. Das ist sicherlich auch interessant und hat große praktische Bedeutung, erst recht mit dem vor zwei Jahren nobelpreis-ierten Forschungszentrum Jülich im Rücken. Aber das Grundlegende, das Vordringen in unbekanntes Terrain mit all den in den nächsten Monaten und Jahren zu erwartenden Meilensteinen in der Teilchenphysik hat mich schnell diese Richtung wählen lassen. (Kurzer Exkurs: Teilchenphysik beschäftigt sich mit der Physik auf subatomarer Skala. Ein Atom ist u.a. aus Protonen aufgebaut. Protonen u.a. aus Up- und Down-Quarks. Letztere sind typische Vertreter der Teilchenphysik.)
Weitesgehend wegen persönlicher Präferenzen2 bin ich schließlich im Top-Quark-Bereich einer Arbeitsgruppe am CMS-Experiment hier in Aachen gelandet.

Das Thema

Zum Erklären des Krams, über den ich die Diplomarbeit schreiben werde, möchte ich das Thema mal auseinander pflücken. Et voila…
»Massenbestimmung des Top-Quarks anhand der Zerfallslängen von B-Hadronen im CMS-Experiment«

Teilchenphysik 101

Starten wir ganz simpel, schließlich richtet sich der Beitrag alles andere als an Physiker.


Photo by JohnJobby on flickr.

Ihr kennt das CERN in Genf? Das, wo immer schwarze Löcher und Antimaterie und Sex und so? Lässt man mal den Quatsch außen vor, dann ist das CERN ein Physik-Forschungszentrum in der Schweiz. Das größte der Welt. Mehr als 10.000 Menschen arbeiten entweder direkt vor Ort (ca. ein Drittel) oder an den angeschlossenen Instituten und Universitäten in der Welt verstreut. Dieses Jahr ist dort (endlich) der LHC gestartet.
LHC. Der Large Hadron Collider ist ein Teilchenbeschleuniger. Das heißt: er beschleunigt Teilchen. Das können Elektronen, oder wie im Fall des LHCs Protonen sein. Durch abgefahrene Technik werden die Protonen in einen 27 Kilometer langen Ring eingeschleust und durch noch abgefahrenere Technik (Magnete und so) im Ring angeschubst. Dadurch werden die Protonen immer weiter beschleunigt, bis sie schließlich fast Lichtgeschwindigkeit erreicht haben. Teilchen beschleunigt. Teilchenbeschleuniger. Das ganze macht man jetzt parallel in einem zweiten Ring in die andere Richtung. Beschleunigt auch dieses Proton auf fast Lichtgeschwindigkeit. Irgendwann, wenn alle Kaffeetassen voll und alle Valiums geschluckt sind, dann stellt die Wissenschaftler die Weichen um und lassen diese beiden gegenläufigen Strahlen kollidieren.
Dies geschieht an so genannten Interaction Points. Das ist Englisch. Und heißt Wechselwirkungspunkt. Die beiden Protonen wechselwirken. Sie besitzen so hohe Energien, wie man sie in der Natur eigentlich nicht mehr antrifft. Das führt dazu, dass sie kurzzeitig mit einander verschmelzen. Dabei bilden sie andere, etwas exotischere Teilchen aus die wegen der hohen involvierten Energie auch hohe Massen haben können3.

Eines dieser Teilchen ist das Top-Quark. Quark. Quark. Kann man gar nicht oft genug sagen. Quarks sind nichts aus Science Fiction, Quarks sind real. So wie Protonen, Neutronen und Elektronen eine Stufe kleiner als Atome sind, könnte man sagen, sind Quarks eine Stufe kleiner als Protonen und Neutronen. Quarks sind eine Art der Teilchen, die es gibt, wenn man zu kleineren Längenskalen geht, also die Nanometer der Festkörperphysik (weit) hinter sich lässt. Das Proton besteht aus Up- und Down-Quarks. Das waren auch die ersten Quarks, die man damals gefunden hatte – wegen ihrer vergleichsweise geringen Masse. Mittlerweile ist man da weiter und eines der letzten gefunden Quarks ist das Top-Quark. Das ist äußerst schwer4 und damit eher schwer5 zu produzieren. Mit dem LHC hat man aber erstmals genug Energie zur Verfügung um Top-Quarks mit einer hohen Rate zu erzeugen.
Bei den obigen Interaction Points hat man den unterirdischen Tunnel des LHCs in Höhlen vergrößert und hat Experimente um sie gebaut.

Particles' days out at CERN

Eines dieser Experimente ist das CMS. Der Compact Muon Solenoid ist ein State-of-the-Art-, ach was, ein Statest-of-the-Artest-Experiment das wie eine Zwiebel um das Protonenrohr und den Interaction Point gebaut wurde. Jede Schicht der Zwiebel wurde irgendwo auf der Welt dafür entwickelt, um eine ganz bestimmte Art von Teilchen nachzuweisen. Alles furchtbar komplexe und furchtbar interessante Technik, die es in dieser Expertise noch nie vorher gab6. In Aachen wurden Teile des innteresten Detektors, des sogenannten Trackers, und Teile des äußersten Detektors, der Myonenkammern gebaut.

Wenn sich nun zwei Protonen im Zentrum dieses Experiments treffen, gerade weder Kaffee, noch Kekse oder Pinguine dabei haben, sondern sich dazu entschließen, zu kollidieren, dann ist das so, als würden zwei Autos aufeinander Rasen. Bei der Kollisionen fliegen Autoteile als Splitter nach außen weg7. Die Splitter und Splitter der Splitter werden dann von den einzelnen Zwiebelschalen detektiert, abgespeichert und in ein weltweites Datennetz verteilt.

Einige dieser Splitter sind obige Top-Quarks und ich beschäftigte mit ihnen.

Der Inhalt meiner Diplomarbeit


Adaptiert von einem ähnlichen Bild in der Wikipedia8.
Ohne darauf einzugehen, warum das so ist: Top-Quarks treten meist in Paaren auf und zerfallen sehr fix in ein b-, wie Bottom-Quark9. Dabei wird ein W-Boson ausgesandt, das wiederum in Elektron und Neutrino10 zerfällt. Obiges b-Quark macht fetzige Dinge, die Teilchenphysiker als Hadronisieren beschreiben. Das ist nichts anderes, als dass es sich aus dem umliegenden Energiefeld Partner erzeugt und mit ihnen Bindungen, sogenannte B-Hadronen ausbildet. Das passiert immer wieder, so dass sich ein Strahl voll Hadronen ausbildet, den man Jet nennt.
Wie beim Zerfall radioaktiver Isotope können die letzten Produkte dieser »Zerfallskette«, also Jets, Elektronen und indirekt Neutrinos, durch die Zwiebelschalen von CMS nachgewiesen werden.

Vor zwei Jahren haben sich schlaue Menschen eine Methode ausgedacht, wie man anhand dieser Endprodukte Informationen über das alles startende Top-Quark gewinnen kann. Denn das Top-Quark an sich bleibt für alle direkten Messmethoden unsichtbar und man muss den Prozess sozusagen reverse engineeren, also von hinten aufrollen.
Dazu schaut man sich die Länge an, die B-Hadronen im Mittel brauchen, bis sie zerfallen. Diese Länge hängt direkt mit der Masse des Top-Quarks zusammen, denn hat das Top-Quark eine große Masse, dann gibt diese größere Masse dem B-Hadron mehr Energie mit auf den Weg und es zerfällt über eine längere Strecke (es ist »schneller«); hat es eine kleinere Masse, ist die Zerfallslänge kleiner.
Messe Zerfallslängen, wende etwas Theorie an und schon gibt’s die Masse des Top-Quarks, die dabei losgelöst von bisherigen Ergebnissen sind, die immer eine spezifische Unsicherheit aufgrund der Messmethode hatten.

Und diese neue Technik wende ich auf die Daten von CMS an.

Das klingt doch spannend, oder?
Zwar werde ich nicht die ersten »echten« Daten des LHCs benutzen können, die wir Anfang/Mitte nächsten Jahres erwarten, sondern nur auf den simulierten Daten meine Analyse laufen lassen – aber auch so klingt das Thema interessant.

andiplom – Mein Diplomarbeitsblog

In den letzten zwei Monaten habe ich mich in die eigenwillige Software eingearbeitet, die extra für das Experiment programmiert wurde. Gar nicht so leicht. Aber so langsam habe ich genug wissen, um das Programmieren an der Analyse zu beginnen.

Auf meinen Babyschritten begleite ich mich selbst beim Versuch eines digitalen Diplomtagebuchs. Unter andiplom.posterous.com schicke ich jeden Tag einen kleinen Statusbericht samt Bild ins Universum.
Mal schauen, ob ich das auch die nächsten 220 Tage durchhalte.

Noch Fragen?

  1. Das wohl eigentlich letzte Kapitel ist die Diplomprüfung über die Vertiefungsrichtung meiner Diplomarbeit, die im Anschluss an diese folgt… []
  2. Ich hatte die Leute schon kennengelernt und für nett befunden. []
  3. Einstein hat das mal gesagt. E gleich m mal c-quadrat. Hat zwar nur rudimentär damit zu tun, aber ist letztendlich dann doch der Grund dafür. []
  4. im Sinne von: massiv []
  5. im Sinne von: aufwändig []
  6. Superlative sind übrigens im CERN-Sprachgebrauch ein Muss. Habe das damals bei der Anmeldung unterschreiben müssen. Nein. Scherz. []
  7. Der Vergleich hinkt ein bisschen, denn die Splitter sind im Protonfall kein direkter Teil des Protons gewesen, sondern werden erst durch die vorhandene Energie der Kollision in Splitter umgewandelt… []
  8. Habe semileptonisch in dileptonisch umgewandelt… []
  9. Indirekt gab’s für die Theorie, die das erklärt, letztes Jahr den Nobelpreis… []
  10. Genauer gesagt: Es zerfällt in ein Lepton-Antilepton-Paar, da sind neben Elektronen noch Myonen und Taus. []
Kommentare

Serienrundumschlag, Endjahres-Kurzversion

Kennt ihr noch andisblog? Dieses Blog für Dampfmaschinen und Einhornenthaarungscreme?
Dieses Blog jedenfalls leidet gerade mehr denn je1 unter der Keinezeitigkeit seines Autor – dazu aber bald mehr.
Zum Jahresende hin kann ich euch gerade mal eine Kurzversion meiner Meinung der momentanen Serienlandschaft bieten. Reviews zu 23 Serien, twitterized, sozusagen2.

Fangen wir mit Serien an, die ich allesamt äußerst gut finde und das aktuelle Jahr zu einem wirklich guten Serienjahr machen (und das noch nichtmal unbedingt die Neustarts betreffend; viele alte Serien finden zu ihrer alten Stärke zurück).

  • V – Überraschung. Hatte ich damals noch gesagt, dass der Trailer zwar gut aussieht, aber die Serie sicherlich in der Prime-Time auf einem Major-Sender floppt – immerhin ginge es um Aliens und es sei ein Remake? Quatsch! Mir gefällt V hervorragend, auch wenn erst 4 Folgen davon liefen3. Unbedingt weiterverfolgen – großartig!
  • FlashForward – Nimmt leider nach einer starken Pilotepisode immer noch etwas an Qualität ab, gefällt mir aber trotzdem ganz gut. Ich mag die Mythologie und die verwobenen Storyelemente. Leider wirkt manches selbst für eine Serie mit derart seltsamer Prämisse weit hergeholt. Ist wohl nicht der versprochene Lost-Nachfolger, aber trotzdem gut ansehbar.
  • Fringe – Geschichtlich hat sich viel verändert, Fringe ist aber seinem Stil treu geblieben. Mir gefallen immernoch die Folgen am besten, die sich um das »große Mysterium« drehen. Die Zwischenfolgen sind allerdings auch ertragbar. (Ich hatte ja gehofft, dass mit dem Ableben einer Hauptfigur eine weitere Person (z.B. eine Polizistin…) dauerhaft eingeführt wird. Würde dem ganzen ein bisschen Pepp bringen.)
  • Glee – Das ist immer noch diese seltsame Mischung aus tiefgründigem und vielschichtigem High-School-Drama und naiver Musical-Show. Gefällt mir immer noch, besonders wenn Ryan Murphy seine etwas krassere Seite durchblicken lässt und es zum Beispiel eine gesellschaftskritische Folge über Behinderte gibt. I like.
  • Castle – Die Serie um den dauerflirtenden Buchautor Castle gefällt mir auch in seiner zweiten Staffel. Die Rolle ist für Nathan Filion gemacht und zusammen mit Tochter, Mutter und Detektivin könnte es um Kanalisationsreinigungen oder Äquatorialgemüse gehen, es wäre immer noch ein großartiges Stück Serie.
  • The Mentalist – Und auch hier ist alles immer noch toll. Nach der Nähe zu Red John im letzten Staffelfinale überwiegt zu Anfang der zweiten Staffel dann doch das Prozedurale4 viel. Geschmückt gibt es das mit ein paar Liebesgeschichten, die langsam an Fahrt aufnehmen (oder auch nicht…), und das ist auch eigentlich ok – bis dann alles redjohnnige in einer Folge mit einem großen, kinnladenklappende “Wow!” aufgeholt wird.
  • Stargate: Universe – Wirklich und positiv überrascht bin ich von der Serie. Eigentlich hatte ich das Franchise ja schon abgeschrieben. Aber bisher gelingt es dem gleichen Team, das mit Stargate SG-1 und Stargate: Atlantis Millionen Amerikaner in den Schlaf geschaukelt hat, tatsächlich eine ausreichend spannende Science-Fiction-Geschichte zu erzählen. Es gibt zwiespältige Charaktere (allen voran der düstere Hauswissenschaftler), gute und frische Ideen, eine Prämisse, die für eine solide Grundversorgung ausreicht, und einen tatsächlich guten Ausgleich zwischen fortgeführter und episodialer5 Handlung – das ganze in viel dunklerer Form als bisher.
  • House – Dass und wie man eine Serie auch nach sechs Staffeln noch interessant halten kann, zeigt House, den ich auch trotz schwindender Uberquoten in den USA immer noch herausragend finde. Die Geisteskrankgeschichte ist abgeschlossen6, Cuddy auch7, das Teammemory beginnt wieder. So langsam sollte bei aller Housegenialität dann aber doch mal was neues kommen…
  • Californication – Nach einer nichtganzsoguten Staffel zwei ist Californication mit seiner dritten Staffel wieder oben angekommen8. Hank Moody ist wieder dreckiger und stolpert von einer Desasterfalle in die nächste. Jetzt, zum Ende hin, wird es wieder blümchiger. Schade.
  • Dexter – Von der letzten Staffel Dexter war ich nicht so überzeugt. Aber hier, in Staffel vier ist Dexter wieder toll anzusehen. Endlich gibt es wieder einen dexterwürdigen »Gegner«, an dem sich Dexter, seine gestörte Persönlichkeit und er selbst den Schädel die Zähne ausbeißen können. Das und die restlichen tollen Bögen, die so nebenbei laufen, sind wirklich unterhaltend. Dexter ist wieder mein Lieblingsserienmörder. ♥
  • How I Met Your Mother – Barney ist endlich wieder der alte. Endlich. Ted an sich ist ein toller Hauptcharakter, ganz klar, aber die Show lebt mindestens genauso viel von seinen »Sidekicks«. Und Barney in verliebt war einfach langweilig. Jetzt läuft HIMYM wieder so, wie es sein sollte und wie wir es lieb gewonnen haben.
  • The Big Bang Theory – Auch hier ist alles immernoch toll. Die Situation hat sich etwas geändert, aber es passt in den Nerddunst der Physiker-WG hinein. TBBT, so wie HIMYM auch, hat immer mal wieder eine gute und eine schlechte und eine sehr gute Folge – beide bleiben aber selbst bei ihren schlechten Folgen immer noch höchst ansehnlich9.
  • White Collar – Ich glaube, die Serie hatte ich hier noch nicht. Deswegen kurz: Profi-Con-Artist wird von FBI-Agent nach langer Zeit endlich hinter Gitter gesteckt. Kurz bevor er seine Haftstrafe abgesessen hat, bricht er allerdings aus. Nur um von eben jenem FBI-Typen wieder gefangen zu werden. Eins kommt zum anderen und Con-Artist arbeitet mit FBI zusammen um Kunstraub-, Hehlerei- Und Etceterafälle zu lösen. Gefällt mir ganz gut. Ist eine locker leichte Serie, die (Characters Welcome…) von ihren Hauptdarstellern und der Chemie untereinander getragen wird.
  • Cougar Town – Eigentlich überrascht es mich ein wenig, dass mir die Serie gefällt. Aber die Charaktere rund um Courtney Cox sind so wunderbar abgefahren gestrickt10 – da macht selbst so ein Midlife-Thema Spaß anzusehen.
  • Greek – Irgendwie ist Greek ja ähnlich zu Glee. Auf der Oberfläche betrachtet eigentlich eher kitschig – wenn man genauer hinsieht aber interessant. Und an dem Konzept ändert sich auch in der dritten Staffel auf dem griechischen Campus nichts. Übertriebene und nette Geschichten aus dem Alltag amerikanischer Studentenverbindungsbewohnerjugendliche11.
  • 30 Rock – Braucht man eigentlich nicht viel drüber zu sagen, oder? Nachdem Heroes abgesetzt wurde12 und Chuck erst im nächsten Jahr wieder anläuft, ist 30 Rock die einzige, gute Serie auf NBC. Aber was für eine! Tina Fey, Alec Baldwin; großartige, abwechslungsreiche Handlungen die vor Witz, Gesellschaftskritik und Nerdhumor nur so triefen. Großartig. Allein schon für die Witzwiederhol-”Oh, shh, I hear a whale crying”-Szene mit Al Gore.
  • Scrubs – Der Reboot hat gerade angefangen. Die alte Geschichte ist tatsächlich zu Ende erzählt. Und die Idee hinter des Reboots finde ich prinzipiell auch gar nicht so schlecht. Aber was ich bisher gesehen habe, das war mir zuviel J.D. und vor allen Dingen zu viel Dr. Cox. Aber abwarten, vielleicht ist das ja nur der Übergangsmodus…
  • Smallville – Eine Serienleidenschaft, die ich nicht großartig propagiere, ist Smallville. Kitschig und manchmal auch billig ist die Show. Jap. Aber an vielen Stellen finde ich das superheldige Treiben Clark Kents auch hübsch umgesetzt – und seit Lana weg ist, machen auch die Liebesgeschichten um The Blur wieder Spaß. Keine herausragende Serie vom Kaliber Dexter, aber immer ein guter und unterhaltsamer Lückenfüller.
  • The Prisoner – Eigentlich eine Mini-Serie und hat hier nicht großen Platz verdient. Aber was soll’s. Ich kenne das Original nicht, kann also zum Vergleich nicht viel sagen. Aber was ich von The Prisoner gesehen habe (leider habe ich noch nicht alle geschafft) gefällt mir. Schön retro-futuristisch und verstörend. Mehr später.

Und dann gibt es noch ein paar Serien, die ich schauen würde, hätte ich mehr Zeit, und mir daher für die Weihnachtstage (bei denen dieser temporale Zustand hoffentlich eintrifft) aufgespart habe.

  • Bored To Death – Eigentlich ist es immer ein bisschen Fremdschämen beim Schauen der Show. Aber dann ist’s auch wieder furchtbar nett, Jason Schwartzman beim naiven straucheln durch seinen Job und durch sein Leben zuzusehen.
  • The Good Wife – Viel besser ist da diese Show um eine Anwältin, die nach einem Sex-Skandal ihres Politiker-Manns wieder zurück in den Gerichtssaal geht. Hervorragend produziert, tolle Hauptdarstellerin und solider Mix aus Procedural und Serial. Was mich am Schauen hindert ist einfach das Genre. Anwaltsserie. Legal Drama. Dazu brauch ich immer ein bisschen Überwindung…13
  • Community – Die Charakterzusammensetzung und die Witze rechtfertigen eigentlich ein Anschauen. Eigentlich.
  • Eastwick – Hat mir ganz gut gefallen, dieses neuaufgerollte Drama um die drei Kleinstadthexen. Leider sahen das die amerikanischen Zuschauer anders: die Serie ist abgesetzt. Und abgesetzte Serien schaue ich eigentlich nur ungern an (zumindest, wenn sie mich vorher nicht 100% gepackt haben14).
  1. Und ja, es geht immer noch ein bisschen mehr. []
  2. Auch wenn ich hier Twitters 140-Characters-Policy gnadenlos sprenge. []
  3. Die Pilotepisode war zwar nicht ganz so gut wie die von FlashForward, aber FlashForward nahm nach danach ab, V nicht. []
  4. »Case of the week« []
  5. Gibt’s das Wort? Jetzt schon! []
  6. Zumindest scheint es so, man weiß ja nie so recht… []
  7. Zumindest scheint es, bla. []
  8. Manchmal denke ich auch, Californication S03 gelingt das Künststück, besser zu sein, als seine Premierenstaffel. []
  9. Wobei es amüsant zu beobachten ist, wer welche Episode für gut und für nicht gut hält. Man sollte da mal sozialanalytische Studien drüber machen. []
  10. Hier merkt man die Hanschrift von Bill Lawrence. []
  11. Um mal alle erwähnt zu haben… []
  12. wurde es doch nach der ersten Staffel, oder?! []
  13. Hachja, Eli Stone… []
  14. Hachja, Eli Stone… []
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