Archive for Oktober, 2008

Lieblingsblogsfaststöckchen

Vor zwei Wochen1 hat Bloggerkollege Eay seine Liebe geteilt. In bester Flower-Power-Manier multiplizierte er die Liebe, die man ihm selbst gab mit sieben und ließ sie auch mir zuteil werden.
Welch große Ehre! Mein Blog ist eines seiner Lieblingsblogs! Etwas beruhigt bin ich, dass er mindestens genausoviele Schwierigkeiten hat wie ich selbst, dieses Blog thematisch einzuordnen2.

Auch ich möchte natürlich auch ein wenig Liebe in die Welt hinaustragen — gerade jetzt, wo die pinke Zeit dieses Blogs angefangen hat!

Beginnen möchte ich damit, das Herz direkt wieder an Herrn Eay zurückzugeben. Sein Blog ist eine wunderbare Mischung zwischen Popkulturellem und darüber hinausgehendem Schwachsinn. Bleiben wir in der Popkulturregie: Renés Nerdcore verdient auch ein Lieblingsblogherzchen. Manchmal frage ich mich, ob René über mehrere Hände und Gehirne verfügt, so viel wie er täglich bloggt. Nerdcore ist offiziell nach ISO-4ND1 das einzige Blog, bei dem mich gebloggte Linklisten nicht aufregen – ganz im Gegenteil, dort sind häufig ein paar ganz tolle Sachen drin versteckt.
Einen “kleinen” Bereich der Popkultur deckt /Film ab. Meine Quelle für alle mögliche Filminformation, die man zu 98% nach siebeneinhalb Minuten vergessen hat und von denen man sich übermorgen fragt, wo man das denn noch gleich gelesen hatte. Hat man das überhaupt gelesen? In eine ähnliche Kerbe schlägt das sablog. Es geht ganz um mein Lieblingsthema: Serien. Sascha berichtet von neuen Entwicklungen im US-TV-Business und bewertet Serien3.
Gerne lese ich auch den Wortvogel, das Blog Torsten Dewis. Er schreibt von Anekdoten aus seinem Leben als Filmautor und gibt damit einen sehr interessanten Einblick in die Welt, die hinter dem Endprodukt steht, was wir über die Kiste geflimmert bekommen4.
Einen anderen Nerdfaktor befriedigt Kaal in seinem grossßeweltblog. Er malt Graphen. Und was ist für einen angehenden Physiker wie mich toller als Graphen? Eben. Alltägliche Probleme stellt er auf einem Stück Papier zwischen einer horizontalen5 und einer vertikalen6 Achse dar, immer mit Witz und nahezu exponentiellem Unterhaltungsfaktor. Tanjas Supernova-Blog ist auch immer ein hinleser wert, wenn sie denn nicht gerade ihr Studium beendet und von einer deutschen Großstadt verschluckt wird.

Das waren sieben Blogs. Aber ich könnte weiter machen und weiter machen. Z.B. mit dem Mockingbird, dem Blog von Finja, das interessante Einblicke in Afrika und die Politik dort gibt7. Oder das Blog von Michael, in dem er viel zu selten von Raumfahrt berichtet und alle 0,5 Jahre grandiose Witze macht8. Oder aber …
Nein, ich möchte an dieser Stelle an meine blogrolläquivalente Bloglines Blog-Liste verweisen. Dort befinden sich meine Lieblingsblog, klar – sonst würd ich sie nicht lesen.

Das wichtigste Blog habe ich mir für das Ende aufgehoben: Das physikBlog. Der herausragende Inhalt wird nur durch die Herausragendität der Autoren übertroffen. Glaubt mir9.

xoxo, -Andi

  1. Genauer gesagt, am Tag, der als Tag des MacBooks in die Geschichte der Welt, des Universums und des ganzen Rests, besonders aber dieses Blogs eingehen wird. Aber dazu an anderer Stelle mehr. []
  2. Er erklärt mich aber zum Fußnotenperfektionisten, endlich wird meine penible Fußnotarbeit mal gewürdigt! []
  3. Und dabei bin ich noch nicht mal so häufig gleicher Meinung wie er — aber das macht es doch nur umso interessanter. []
  4. Für Exkrementenfernsehen ist er jedenfalls nicht verantwortlich. Er macht eher das Gegenteil. Wie nennt man das dann? Goldfernsehen? []
  5. Abszisse. []
  6. Ordinate. []
  7. Und natürlich weit mehr als das. []
  8. Und sie löscht… []
  9. Frei nach unserem Webmontag-Aachen-Missionstatement: Selbstreferenzielle Wichtigtuerei. []
Kommentare

In der Angelegenheit BVzWuWdaHl n.e.V.

Da benutzt man einmal bei Twitter ein nicht ganz so ernst gemeintes Wort, und zack, schon gründen Andere einen n.e.V. für solche Sachen. Gut so.

Dear deutsche Sprache,
reduziert sämtlicher Relevanz, bereinigt allen Informationsgehalts möchte ich bestmöglichst eine Extraktion aller Eloquenz vollführen, derer ich mir bei pinkem Hintergrund imstande bin mir anzueignen.

Die Sache mit Dir ist eine Seltsame.
Du bist das Medium der Wahl wenn Bedarf nach Informationsübertrag besteht, zumindest wenn sich die verbale Lokalisation des oder der Übertragenden in dem dir beheimateten Land befindet. Du bist Gebrauchsgegenstand, gleichsam so klar wie auch verwirrend. Ob des Erwerbs von Flora zur Aufheiterung, ob des Schlusses von Verträgen oder ob der Erkundigung des Straßenweges — der Profanität bist Du Diener, Sklave im stillen, bilateralen Einvernehmen zwischen Dir und dem Sprecher Dirs.
Doch besteht die Gefahr, Du wirst miss-erkannt oder gar unterdrückt. Denn Du bist weit mehr als obig Dargelegtes. Du bist Quell der Erfreuung, Du bist nicht nur Träger der Information, nein, Du bist selbst Information. Gedünkt es Deines Nutzers, Deines Halters danach, Dich mit Ruhe und samtigen Handschuhen zu umwerben, so wird sich ebenjener gar zügig vor den Kopf schlagen und in gleichsamer Schnelligkeit feststellen, was er bei der Alltagsbetrachtung von Dir verpasst hat.
Wärest Du eine Farbe, so decktest Du gleichsam das gesamte Spektrum ab und schimmertest in jeder Einzelnen besonders. Du erlaubst es mir, über eine Vielzahl von Zeilen, expandiert über redudante Wortreihungen, verschachtelt und versteckt über Sätze und ihrer Nebenbrüder eine einzige These auszuführen.
Du machst Spaß.
Und du bist fetzig – natürlich.

Andi, im Oktober Zweitausendundneun.

Kommentare

Da bin ich wieder, jetzt in puppy!

“Hä? Was soll dieser Eintrag?” fragst Du Dich? Ganz einfach: Für 5 Tage war die vorherrschende Farbe dieses Blogs pink. Hier gibt’s mehr dazu, inklusive eines Screenshots.
Hallo!
Ich bin Andi. Die Älteren unter euch werden sich noch an mich erinnern. In der Zeit vor Klausuren und Diplomprüfungen, fast also damalsTM, da gab es in diesem Blog das, wofür man Blogs 1869 erfunden hat: Irrelevanten Schwachsinn in hoher Frequenz.
Jetzt habe das wildeste an Prüfungen (zumindest fast) hinter mir.
Und ich verspreche Blog-Besserung.

Womit könnte das besser klappen als mit… PUPPIES!?

PUPPY
cute puppy by .klash

Wie Natalie Portman völlig zurecht feststellt1, sind Puppies nicht nur die ultimative Lösung für die Finanzkrise, nein, Puppies sind derart multifunktional, die kann man einfach für alles einsetzen.

Also, sagt “Hallo” zu Puppy.
Weiterlesen ‘Da bin ich wieder, jetzt in puppy!’

  1. Video nach dem Klickediklick. []
15 Kommentare

Eine kurze Einführung in Internet Memes

Ich weiß, für euch 24/7-Nerds ist das alles alter Stoff. Aber ich habe gehört, da draußen gibt es noch ein paar Unwissende! Wirklich wahr.
Das Internet, ne? Toll ist es. So grün, so pink, so sauer, so demokratisch, so riesengroß, so winzig klein, so blaubeerig und so kaugummi. Oder mit anderen Worten: So bescheuert.
Und diese ganze wunderbare Bescheuertheit spitz sich in einem zu. In Internet Memes.

Unter dieser englischen Fachterminologie verbergen sich all die Dinger, die ihr täglich über E-Mail, Instant Messager und Twitter geschickt bekommt. Über die ihr in Blogs lest. Meist lustige Bilder und Videos, manchmal nicht ganz so lustig, manchmal sogar ziemlich grotesk. Zum echten Internet Meme werden diese Bilder und Videos, wenn sie Kultstatus erreichen, ein Eigenleben entwickeln und von anderen Internetusern geremixt werden. Das Remixen kann aus einfachen Parodien oder aus aufwändigen Erweiterungen, oder sogr aus Wasweißich bestehen – die Internetkreativität kennt schließlich keine Grenzen1.
Als grundlegendstes und legendäres Beispiel seien hier die Chuck Norris Facts angeführt, die erst mit ein paar wenigen Fakten starteten, schnell entdeckt, für gut befunden und erweitert wurden und in allen Ecken des Netz verbreitung fanden – bis Chuck Norris selbst schließlich seine Fakten in einer Talkshow vorlas.

Das richtig tolle an diesen Memes ist, dass sie ungefähr 10,3-mal2 soviel Spaß machen, wenn sein Gegenüber sie bereits kennt. Denn dann funktioniert das gemeinsame Lachen darüber noch besser.

Internet Memes gibt es viele. So richtig viele. Den Numa-Numa-Dance3. Die Leute, die Mentos in Cola-Light werfen. Das Kind, was irgendwas mit Star-Wars macht. Menschen, die sich filmen, während sie vorzugeben, ein Video betreffend eines Trinkgefäßes und zweier Menschen nicht des männlichen Geschlechts zu gucken. Selbst Tom Cruise, der irgendeinen scientologischen Schwachsinn labert, hat es zum Internet Meme geschafft. Eine grafische Timeline hat jemand bei dipity eingestellt.

Aber zwei Memes sind besonders wichtig. Weil besonders toll.

Da wäre zum Einen die Rickroll4. Jemanden zu rickrollen heißt, jemanden einen Link zuzuspielen, der auf eine außergewöhnliche Sache zeigen soll – etwa Paris Hiltons neuestes Meisterwerk oder das unveröffentlichte Video von Kennedys Anschlag auf den Mond. Letztendlich führt der Link aber nur5 zu DEM 80er-Jahre-Musikvideo schlechthin, nämlich zu Ricks AstleysNever Gonna Give You Up“, der sich instantan in die ohrwurmzuständigen Gehörwindungen einbrennt wie überkochende Milch auf der Herdplatte (riecht dabei aber besser). Abstrakter wird dann aus dem Link zum Video ein gerickrollter Hörsaal6 oder ein gerickrolltes Konzert.
Wer TubeYou kennt, weiß, dass wir dort total auf Rickrolls stehen. Fleißige Internetmeinzelmännchen haben z.B. aus Schnipseln von Barack-Obama-Videos ein eigenes “Never Gonna Give You Up” zusammgenschnitten. Und in einem weiteren Video genau mit dieser Version McCain auf einem Parteitag virtuell gerickrollt7.
Am 1. April 2008 hatten die YouTube-Leute jede Menge rickschen Spaß, als sie alle Videos der Startseite auf das Musikvideo von Herrn Astley verlinkten.
Es gibt rickrolltanzende Storm Trooper, rickrollende Muppets und das Video schaffte es sogar in den Podcast von Frau Merkel.

Nicht ganz so cool und rockig, dafür umso gruseliger ist der Dramatic Prairie Dog. Wahlweise auch Dramatic Chipmunk oder Dramatic Hamster.
Man nehme einen Präriehund (wahlweise auch Streifenhörnchen oder Hamster), lasse es sich auf die Kamera zudrehen, zoome dabei heran und unterlege es mit einem dramatischen Sound. Fertig.
Ein bisschen später filmte jemand seine Katze beim Fernsehgucken. Was dabei rauskam? Natürlich die Dramatic Cat. Einen Lemur hat’s ebenfalls erwischt8.
Das Original wurde dann auch geremixt. Es gibt eine Kill-Bill- und eine Funky-Version, außerdem das Darthmatic Chipmunk – ja, es gibt sogar eine Remix-Compilation inkl. Hitler, dramatic Riesenmonster und Schnurrbart!
Außerdem gibt es diesen lustigen Esel, der ebenfalls den Dramatic Prairie Dog mimt.

Ist das Internet nicht einfach wunderbar?

  1. Ob die Internetkreativitätsgrenzen ungefähr so unbekannt sind, wie die des Universums? These. []
  2. Geschätzter Wert. Mein Taschenrechner hat nicht mehr Stellen. []
  3. Der Urvater des Lip Dub – oder fällt jemandem ein älterer Dub ein? Überhaupt: Lip Dub! Das birgt Meme-Stoff für ein ganzes Posting… []
  4. Das Wort “Rickroll” kommt aus den Forenweiten der Community 4chan, die indirekt auch für das tolle Massenrollen von Scientology verantwortlich sind. Bevor man dort das Rickrollen erfand, gab es die Duckroll. Prinzip funktionierte genauso: Ein Link führt in die Irre. Allerdings nicht zu einem Rick-Astley-Video sondern zu Ducks mit Rollen. Derjenige wurde ge-duckroll’d. Als man dann Herrn Rick anstelle der Enten benutzte, hielt man den Namen fast bei. Die Rickroll war erfunden. []
  5. “Nur?” Ach was! “Zum Glück” muss es eigentlich heißen! []
  6. Gerickrollt, gerickrollt, gerickrollt. []
  7. Was tritt der auch vor einer plain Blue-Box-Wand auf?! []
  8. Der Remix ist auch gut. []
Kommentare






3.14159