Archive for September, 2007

We. Are. Your Friends. Nicht ganz. — Justice im Prime Club

Justice #4: The Hands

Justice #5: The Cross

Justice #3: Reduce to the Max

Justice #2: Crowd in the light

Justice #1: Mixing Console

Wenn ich jemandem den Musikstil von Justice erklären soll, dann benutze ich gerne “Knarzelektro”. Keine andere Band schafft es, so viele Unsounds zu einem melodischem Brei zu schlagen, der vollständig rockbar ist. Das hört man schon auf dem Album wunderbar.

Aber das hörte man gestern beim Konzert von Justice im Prime Club NOCH besser. Die beiden Franzosen spielten in ihrem knapp einstündigen Set die meisten Tracks ihres Albums. D.h. sie spielten sie nicht nur: sie webten sie regelrecht ineinander. Den Anfang machte, ganz wie im Album “Genesis” — wenn auch eine halbe Stunde später als angekündigt. Das Stück konnte man noch ganz gut erkennen. Aber dann ging’s los. Dann wurden mehrere Samples der verschiedensten Stücke von Justice miteinander Verknüpft, die Tonspuren ineinander geschoben, eine Portion Extrabass drunter gemischt. Und ab geht’s. Ganz schön wow.

Ganz im Recordlabelnamen konnte man grandios ‘Ed Bangen (jetzt kann man so einen offensichtlichen Wortwitz noch machen — aber auch nur, damit ich dann später sagen kann “Alt, hab ich schon Nullsieben gebracht”), der Bass wummerte konstant nackennickend. Man konnte, wenn man denn genug Platz hatte.
Denn der Prime Club ist nicht groß. Genau genommen ist er ist alles andere als das. Aber wer konnte ahnen, dass “ausverkauft” synonym zu “überfüllt” ist? Gleichmäßig wie das pulsierende Leuchten des Kreuzes auf der Bühne kamen neue Leute von hinten und füllten jeden Nanometer der feuchten Restluft, drängelten nach vorne und rieben ihre nassen Körper wild durch die Gegend.
Dabei trugen 110% der Männer von ihnen idealer weise zwei Röhrenjeans (anders kann ich mir die hohe Röhrenjeansdichte nicht erklären), hatten emoige Haarprachten im Gesicht hängen und ließen sich etwas später mit Händen vom Publikum durch die Gegend und gegen die Scheinwerfer tragen, dabei den eh schon beschränkten Blick auf die Bühne verdeckend.

Die Musik war toll. Die Stücke ihres Albums zusammengewebt ohne Fehler — und ohne Langeweile. Und dann kurz vor Ende das Immernochfavourite “We Are Your Friends“. Arme hoch und mitgröhlen. Aber der Ort? Viel zu voll. VIEL zu voll. Und dazu Gedränge, Geschweißtropfe von der Decke. Und ganz schön viele ganz schön seltsame Leute.
Justice? Gerne. Prime Club? Nein. Nicht freiwillig.

Zur Nachbearbeitung in Bild und Video:

Rechts seht ihr die Besten der (wenig guten) Bilder über flickr.

Ein kleines Video vom D.A.N.C.E.-Intro (Leider musste ich zwischendrin einem der ewigen Stagediver einen Arm geben. Dafür lohnen sich die letzten 20 Sekunden, da kriegt man trotz der grandiosen Tonqualität einen Eindruck vom Rock.):

Direktgerechtigkeit

Alle ansatzweise nicht verwackelten Bilder gibt’s in meinem Picasa-Account.
Und wäre das nicht genug der medialen Nachbearbeitung, hat Martin mich sogar auf einem Bild bei Einslive gefunden. Ich bin Walter.
Aaaaußerdem haben die Damen von Les Mads vor dem Konzert ein kleines Videointerview mit den Herren von Justice gemacht. Anschauen!

Und, verdammt, ich brauche so ein tolles Justice-/Ed-Banger-T-Shirt

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Sammelstöckchen #2: Gute Nacht Musik

Es ist wieder Stöckchentime bei andisblog. Ihr wisst ja: diese modernisierte, web-2.0-angepasste Version von Kettenbriefen.
Wieder einmal habe ich gewartet und gesammelt, bis ich Lust hatte mich kreativ zu einer Beantwortung folgender zwei Stöckchen in der Lage sah.

Θ Schlafstock

Den Anfang macht Verenas Stöckchen, das mich nach meinen Schlafgewohnheiten befragt.
Das ist mir aber viel zu privat.
Pfff!

Lieblings-Schalfklamotte? T-Shirt, Boxershorts. Briefumschlagseideninnenpapier.

Lieblings-Bettwäsche? Meine tolle, neue (grüne) Mexx-Bettwäsche mit dem Kariert und den Blumen. Und so.

Lieblings-Schlafposition? Parallel zu den beiden längeren Seiten des Betts, Füße unten, Kopf oben (doppelt oben). Anders: Gerade mit Deckenblick.

Hast du ein “Einschlafritual”? Lesen. Und dann so lange wenden bis kross schlaf.

Hast du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.? Ja, so voll das Süße! Tigger in gaaanz groß! Und die Glücksbärchies in allen 37 Regenbogenfarben! NEIN.

Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst? Lesen. Und dann so lange wenden bis schlaf. Notfalls Prozedur wiederholen. Notfalls Musik.

Wie groß ist dein Bett? Grandiose 220 * 140 cm. Mit Kopfteilgestellrahmending kommen da nochmal 40 cm drauf. Das Tolle: Das durch Rausrutschen nach unten hin installierte Kalte Füße findet sogutwie nie statt!

Wie viele Kissen hast du? Eines.

Weiterlesen ‘Sammelstöckchen #2: Gute Nacht Musik’

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Twitterlose Mitteilmelancholie

Ich fühle mich so web-2.0-inversnackt, so unterkommuniziert™ ohne Twitter. (Jawohl, <140 Zeichen!)
Zur Steigerung der Neologismenquote des Blogs.

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