Archive for Juni, 2007

Daft Punk in der Philipshalle – Legen … dary!

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Kinder, Sie befinden sich in einem rar gesäten illustrierten andisblog.de-Post. Bitte halten Sie einen Moment inne, legen Sie die Erdnüsse beiseite, die Hand aufs Herz und werden Sie sich bewusst, welcher Monumentalität Sie beiwohnen. Danke.

Daft Punk: Final Stage

Alive!

White #3

LED-Background

Light! Give me Light!

LCDs?!

The Masters #2

Wer meinen twitter-Account verfolgt, der könnte in den letzten Tagen zur Überzeugung gekommen sein, ich würde mich auf etwas freuen. Und dem war auch so. Es ging nicht um die anstehenden Klausuren, nein, sondern um Musik.
Denn am Freitag war ich in der Düsseldorfer Philipshalle auf dem Konzert von Daft Punk.

Daft Punk? Kennt ihr. Kennt ihr nicht? Schade.

Die Philipshalle in Düsseldorf sieht von außen ziemlich langweilig aus. Von drinnen auch. Da musste drinnen schon ordentlich die Post abgehen. Inneres und Äußeres. Ihr kennt das ja. Und? Das wurde es auch. Es wurde drinnen so gekracht, da blieb keine Stirn trocken.

Bevor aber Daft Punk das Ruder übernommen hatte, wurde den Massen von einem DJ-Set eingeheizt (Unten: Video!). Pünktlich um 20:00 fingen die Bässe an zu dröhnen, dass T-Shirts, Gehörgänge und Augen anfingen rhythmisch zu schwingen. Sau laut. Aber sau geil. (Und gegen Laut wurden ja lustige kleine Plastikdinger erfunden.) Das DJ-Set wurde von keinen geringeren als Guy-Manuel de Homem-Christo (diesen Namen jetzt 10 mal schnell hintereinander aussprechen! Und … los!) und Thomas Bangalter SebAstian & Kavinsky gespielt. Kennt ihr nicht? Ich bis dato auch nicht.: Das sind die Köpfe hinter den Masken von Daft Punk. Kein Wunder also, dass der Sound ordentlich gefetzt hat (was natürlich rein positiv gemeint ist) (Habe ich gerade gefetzt geschrieben? Gefetzt? Schluck.).
Aber bevor das DJ-Set gespielt wurde und nachdem wir diverse Schlangen trotz überpünktlicher Anreisezeit überwunden hatten traf ich noch total unnerdig jemanden. Nämlich den .dean von pl0g.de — wir hatten uns über das tolle last.fm-Event-Feature zu einem spontanen last.fm-Meetup verabredet. Web goes real und so. War aber sehr lustig. (Besonders mal jemanden zu sehen, der via Handy getwittert und geflickrt hat.)

Kommen wir aber zur Hauptspeise.
Das Konzert.
Pünktlich um 21:00 wurde es dunkel, ging die Musik aus und die Vorhänge auf. Leicht konnte man eine Pyramide erahnen, spätestens dann, wenn ein paar (und dieses “paar” ist noch völlig unironisch gemeint!) Scheinwerfer anfingen zu leuchten (Unten im Video!).
Dann ging’s aber auch schon los und Daft Punk spielten 90 Minuten einen Klassiker nach dem anderen. Around the World. Technologic. Robot Rock. Brainwasher. Television rules the Nation. Alle. Gut, das war garantiert nicht livemusiziert, dafür war das Licht viel zu perfekt auf die Musik abgestimmt. Aber, hey, na und? So eine grandiose Lichtshow, mit ein paar Scheinwerfer, habe ich noch nicht erlebt (Überzeugt euch selbst – in den Videos unten!). Diese LED-Wand im Hintergrund (Sieht man auf den Videos!). Dann die Röhren rechts und links neben der Punk-Pyramide (Videos!). Und dann diese riesigen LCD-Bildschirme auf eben dieser Pyramide (…). Uff. Das war Daft Punk at its best. Ihr Robot-/Technologic-Leitmotiv zur Perfektion getrieben.
Es war stark.
Nach eben jenen 90 Minuten fingen die Roadies sofort an die Bühne abzubauen und wir näherten uns wieder dem Eingang. Immer noch mit dem riesigen Bass in den Knochen. Wow.

Bei flickr (Jaja…) habe ich besten Bilder hochgeladen. In meinem Picasa-Web-Account noch ein paar mehr.
Und ich habe Videos gemacht. Ein langweiliges von dem DJ-Set vor der Show. Eines vom Intro von Daft Punk und eine Zusammenstellung immer kürzer werdender Schnipsel von der Show an sich. Impressionen und so. Zu mehr reichte mein Speicherchip leider nicht. Der Sound überfordert meine Cam natürlich restlos, aber das Licht war auf dem Konzert sowieso viel wichtiger. Deswegen möchte ich euch auch besonders den letzten Clip ans Herz legen!

Daft Punk Philipshalle: Intro

Link: sevenload.com

Daft Punk Philipshalle: Show Impressions

Link: sevenload.com

Und der Preis für die langweiligste Überschrift geht an … Andi!

17 Kommentare

Sammelstöckchen: sabbernde Elektronik

Diese Blogs, ne?
Es haben sich wiedermal Stöckchen im Hause andisblog.de angesammelt. Und bevor sie schlecht werden (bei einem ists schon kurz vor um!), möchte ich sie einmal hier beantworten. In diesem Sammelstöckchenpost.

Θ Von Vreni kommt ein Hund geworfen. Oder so.
Es wird nach dem Ergebnis eines bluewin.ch-tickle.de-”Was für ein Hund sind Sie?”-Lifestyle-Tests gefragt. Lifestyle. Schluck. Nagut.

Kein Zweifel – Sie sind ein gutmütiger und freundlicher Berner Sennhund.
Sie sind bodenständig und loyal. Sie arbeiten immer hart und sind stets bei der Sache, vernachlässigen jedoch niemals Ihre Freunde. Als starker und gleichzeitig freundlicher Hund achten Sie immer auf die Gefühle und Bedürfnisse derer, die um Sie herum leben. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, sind Sie immer für Ihre Freunde da und bieten Ihnen eine Schulter zum Anlehnen. Und Sie reden für Ihr Leben gern. Wenn diese Eigenschaft auch noch mit unerschütterlicher Zuneigung gepaart ist, hat man einen Freund, der von allen respektiert wird und dem alle vertrauen.

Über die charakterliche Aussage mag ich mal nichts sagen (JA, iCH REDE GERN, NA UND!?), allerdings: wenn ich mir einen Hund anschaffen würde, dann wäre es mit Sicherheit keine Stolperfalle, sondern tatsächlich ein Berner Sennenhund. Wenn. Denn auch ich bin ja mehr so der Katzenmensch. (Wir erinnern uns? Es gibt Hundemenschen, Katzenmenschen und den Rest.)

Θ Und von Eay kommt ein Computer geworfen.
Fragen zur persönlichen Computerhistorie. Ich muss mein Langzeitgedächtnis bemühen? Oh. Schluck.
Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?
Auch bei mir war das wohl ein 486er. Mit Turbotaste. Und Commander Keen. Aber das ist auch schon das Einzige, was ich davon weiß. Danach kam dann ein 166er und so weiter. Ging ja rasend schnell damals. Und war so teuer. Aber da gab’s ja auch noch keinen Euro. Naja. Damals…
Deine erste Anwendung, welche Du benutzt hast?
Windows? Commander Keen? Word Perfect? So richtig intensiv dann erst AutoCAD. Damit ich’s Vater erklären konnte.
Dein erstes Spiel?
Hatte ich schon Commander Keen erwähnt?
(Oder zählen an dieser Stelle auch Spielekonsolen? Dann war’s mit Sicherheit Super Mario oder Zelda!)
Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?
Na klar! Dieses dauernde Diskettenwechseln… Nee, ernsthaft, ich hatte Spaß.
Seit wann bist Du online und mit welchem Anbieter?
Das muss so etwa ‘98/’99 gewesen sein. Glaube ich. Via ISDN der Telekom (oder wie hieß die damals?). Dann kamen die diversen Flatrates für … teures Geld. Hachja.

Und diese beiden Stöckchen gehen weiter, an… Niemanden!
Ich bin gerade stöckchensatt.
Wenn ihr unbedingt ein paar der Fragen beantworten wollt: Do it!

Kommentare

Heroes in Comics

Vor kurzem wurde bestätigt, dass RTL 2 ab Herbst diesen Jahres die dann vor einem Jahr in den USA gestartete Serie “Heroes” ausstrahlt (Wieso RTL die Serie auf seinem Zweitsender verheizt? Man weiß es nicht. Eines der ungelösten Rätsel der geheimnisvollen deutschen TV-Landschaft.). Heroes handelt von einer Reihe einfachen Menschen, die auf einmal feststellen, übernatürliche Kräfte zu haben. Soweit so unspektakulär, gabs ja auch schon. The 4400 oder gar X-Men. Aufwändig und hochqualitativ produziert (steht modernen Kinofilmen in nichts hinterher!) ist wohl auch das Mystery-Element mit verantwortlich für die über die komplette Season herausragenden Quoten, die Ausstrahlsender NBC aus der mehrjährigen Versenkung heraus wieder in die Riege erfolgreichen großen TV-Networks der USA heben konnte.
Zu recht. Heroes ist großes Fernsehen.

Wer sich das Warten bis zur Erstausstrahlung im Herbst in Deutschland oder bis zum Start der zweiten Staffel im amerikanischen Fernsehen etwas versüßen will:
NBC bringt wöchentlich eine Graphic Novelle (was ja, zumindest auf Englisch, wesentlich besser klingt als “Comic”) zur Serie heraus. Als PDF kann man kleine Geschichten abseits der großen TV-Story von Heroes bestaunen. Manchmal abgeschlossen, manchmal PDF-übergreifend. Ein Anschauen lohnt sich (und einen RSS-Feed habe ich nicht gefunden…).

Das, und noch viel viel mehr gibt es in dem für Mysteryserien fast obligatorischen Wiki Heroeswiki (klingt aber viel weniger hübsch als lostpedia).
[via Manuel IM]

Kommentare

Diese flickr-Sache…

Dieser anglizismenhaltige Post wird ihnen präsentiert von Wicked Germán!
Wenn ihr in Lieblings- aller Internette unterwegs seid, dann habt ihr es wahrscheinlich sowieso mitbekommen, wenn nicht, kurze Zusammenfassung: flickr hat auf Deutsch umgestellt, soweit, so semigut. Nebenbei dann aber auch Filter eingebaut, die deutsche User gewisse Bilder nicht anzeigen lassen. Zensur pur. Man beruft sich da auf die strengen Gesetze in Deutschland, Stichwort “Forendiskussionen” und “Haftbarkeit”. Die deutsche Community lässt das nicht lange auf sich sitzen und protestiert (übrigens maßgeblich initiiert von Nachbar atomtiger). flickr reagiert, aber ziemlich schlecht und langsam. Jetzt präsentiert man eine “Lösung”.
Die ist aber eigentlich gar keine. Als “moderate” eingestufe Bilder darf man nach Bestätigung sehen, als “restricted” eingestufe allerdings weiterhin nicht.

Ich könnte Romane schreiben. Warum Zensur an sich blöd ist. Warum Zensur ironisch ist, wenn das zum Yahoo!-Konzern gehörende flickr sie macht. Warum ich Geld (flickr-pro-Account) dafür bezahlen sollte, nicht alle Bilder sehen zu können. Warum ich das an sich schade finde. Warum ich das sogar persönlich schade finde von diesem einst sympathischen 2.0-Startup enttäuscht zu werden. Wie schlecht die so wichtige Kommunikation zur Community vorranging. Und wie unergiebig, oberflächlich und inhaltslos sie ist.
Und was das Ganze für schwerwiegende Konsequenzen für den Katzenbildcontent deutscher Blogs hat.
Das aber hat, zumindest bis auf den letzten Punkt Mark auf der b-seite.cc gemacht. Sehr gut und sehr ausführlich. Und sehr auf den Punkt gebracht, was ich in den Romanen auch probiert hätte zu schreiben. (Und die b-seite.cc geht damit direkt auf die Blogroll.)

Nur welche Konsequenzen das für mich hat, das weiß ich noch nicht. Seit Anfang der Geschichte denke ich darüber nach.
Erst einmal hatte ich mich dazu entschieden abzuwarten. Mal schauen, was da noch so passiert. Bilder wollte ich erst einmal keine neuen hochladen. Traf sich ganz gut, immerhin bin ich momentan sowieso etwas … motivlos.
Und jetzt ist also etwas passiert. Man hat eine Lösung bereitgestellt. Eine “Lösung”.
Aber — hallo? Das kann es doch nun wirklich nicht sein. Ein paar Bilder mögen jetzt zwar (mit zusätzlichem Klick) freigeschaltet sein, aber es bleibt dabei: flickr zensiert.

Was also jetzt?
Ich könnte meinen Yahoo-Account, den flickr benutzt, auf einen amerikanischen umstellen und so die Deutschlandzensur umgehen. Resultat: Ok. Aber das ist doch eher ein Workaround. Und ich käme in moralische Fragewindungen, die selbst einen Teufelskreis als berechenbar erscheinen ließen: Möchte ich eine Firma unterstützen, die nicht nur zensiert, sondern auch über derart schlechte Kommunikation verfügt und – um das von oben mal zusammenzufassen – so un-2.0-ig und evil ist?
Ich könnte auch zu einem anderen Fotocommunitydings gehen. Gute Idee eigentlich. Hat nur ein paar Haken. Entweder ein “fresh start”, also von 0 auf 100. Oder die alten Sachen, soweit wie möglich aus meinem flickr-Account übernehmen. Letzteres ist relativ schwierig und aufwändig, wenn denn überhaupt vollständig durchführbar (Kommentare z.B.). Und der “fresh start” stellt auch einen riesigen Informationsverlust dar. Dann gibt es noch ein großes Problem: Trotz aller “issues”, flickr bleibt der beste Fotosharingdienst. Sogar abgesehen von den Community-Features: das einfache Veröffentlichen von Fotos, das Einordnen; alles unter dieser simplen, reduzierten aber voll nutzangepassten Oberfläche — all das macht kein anderer Dienst so gut wie flickr. Sad but true.
Dann bleibt noch eine weiter Möglichkeit: Einfach so wie bisher weiter angemeldet bleiben. Account nicht umstellen. Einfach so tun, als wäre nichts gewesen. Wenn dann mal ein Bild gesperrt ist, mein Gott, dann ist’s halt gesperrt. Davon geht die Welt schon nicht unter. Und die übergeordnete Moral bei der Zensur? Moral wird sowieso völlig überbewertet.
Dann ist aber noch die Frage: Pro-Account oder (Degeneration auf) Free-Account? Bei Pro-Account verhält man sich nicht nur passiv zur Zensur, sondern unterstützt sie in gewisser weise sogar aktiv durch Geld. Free-Account hingegen ließe (AFAIK) alle Bilder, bis auf die letzten 200 auf invisible stellen.

Und? Tor 1, 2 oder 3? Letzte Chance..? Welchen Umschlag nehmen Sie?

Ich weiß es nicht. Ich bin ratlos.
Alles hat seine Vor- und seine Nachteile.
Ich habe mich jetzt erstmal bei ipernity angemeldet. Eigentlich Pro Forma und weil der Dienst am ehesten an flickr heranreicht (was wohl darin begründet ist, dass es eine Copy-Cat ist…). Ob ich den Account dort allerdings benutzen soll?
Ich weiß es nicht.

Ich glaube, Michael hat den (zunehmenden) evil-Faktor in seiner Aufzählung vergessen.

Kommentare

Michael erklärt: Versionsnummern des Internets

Nicht nur ich erkläre manchmal Dinge, auch der Michael macht das.
Und da kommt dann u.a. sowas bei raus:

Web 3.14159 = Social Semantic Web 2.0. Eine runde Sache.

Für euch ist das irrational? Dann lest den Rest bei ihm selbst weiter.
(Erinnert ihr euch noch? Das mit dem Bloggen war doch auch immer das mit dem Verlinken. Und so. Back to the roots. Oder so.)

Kommentare

Buch: Christopher Moore – Die Bibel nach Biff

Ich darf keine Bücher von Moore mehr lesen.

Levi bar Alphäus, den man Biff nennt, lernt Josua in seiner Kindheit kennen. Josua sitzt gerade am Brunnen und hat eine Eidechse im Mund. Er zieht sie zappelnd heraus, Josuas Schwester nimmt sie, schlägt sie bis zur Regungslosigkeit auf den Boden. Dann nimmt Josua sie wieder, steckt sie wieder in den Mund und … die Eidechse zappelt wieder! Dann geht das Spiel wieder von vorne los.
Biff ist begeistert. Der Anfang einer großer, einer ganz großen Freundschaft.
Als Kinder spielen die beiden immer mit einander. Auch als sie den großen Jungs aus der Nachbarschaft begegnen. Die wollen Biff und Josua verprügeln. Aber zum Glück ist gerade zufälligerweise eine Riesenkobra vorhanden, die sich schützend hinter Josua stellt. Es bedarf aber der Überzeugungshilfe von Maria aus Magdala (kurz: Maggie), um die bösen Jungs von einem Petzen a la “Dem Typen gehorchen ja Tiere” vor den Hohepriestern abzuhalten. Die Hilfe Maggies ist wieder so eine Begegnung, die weitreichende Folgen haben wird.
Achja: Josua ist übrigens das Kind Gottes — und der Messias. Das zumindest hat ein vertrottelter Engel seiner Mutter Maria gesagt. Das Blöde ist nur, dass Josua überhaupt keine Ahnung hat, wie man Messias ist. Er weiß allerdings, dass er keusch leben muss. Deswegen schläft auch Maggie, obwohl sie unsterblich in Josua verliebt und Biff nur ihre zweite Wahl ist, mit Biff, der sich tierisch darüber freut, weil er unsterblich in sie verliebt ist, sich aber zum Anfangszeitpunkt des Beischlafs als Josua ausgibt. Ein bisschen verzwickt. Weiterlesen ‘Buch: Christopher Moore – Die Bibel nach Biff’

Kommentare

Luftverschmutzung stoppen mit Kontramusik aus dem Handy

Plan: Immer wenn ich von Halbstarken und Halbstarkinnen akustisch von schrecklicher Musik noch schrecklicher Qualität in Bus, Bahn oder öffentlichem Platz belästigt werde, sind in Zukunft die Luftverschmutzer mit ihren Schallwellen mit Hilfe von Kontramusik in die Flucht zu schlagen.

Zum Anfang werde ich das mit Nick P.s “Ein Stern” probieren. Gut, dass ist für sich selbst schon schrecklich genug, aber da muss man dann halt durch.
Umweltschutz.
Für eine bessere Luft.
Sollte sich das als zu wenig schlimm herausstellen, müssen wohl ältere Klassiker dran glauben. Heino. Herzbuben. Rosenberg. Silbereisen. Im Wesentlichen also die Karl-Moik-Allstars.

(Letztens im Bus tatsächlich ausprobiert. Der hat durch seine Asi-Gelsträhnen über’m Auge vielleicht doof geguckt. Take this, youth!)

Kommentare

Gute Übersetzung – Schlechte Übersetzung

Wird Helga vom Internationalen Sprachenrat in die Hölle geschickt? Dieter zunehmen? Und wo sind die Umlauts mit ihrem Wohnwagen hingefahren? All das, heute in GÜSÜ… räusper
Meine Lieblings-, weil beste Fotosharingcommunity (Beste? – Völlig objektiv empirisch ermittelt! Von mir. Jetzt gerade.) flickr gibt es jetzt auch in Deutsch. Auf der Startseite lässt sich für angemeldete Benutzer zwischen einem Haufen (7!) von Sprachen auswählen, z.B. Französisch, Spanisch, Koreanisch. Besucht man flickr.com als unangemeldeter Benutzer, so wird sogar automatisch die Heimatsprache erkannt und ausgewählt.
Meine Lieblingssozialmusikrevolution last.fm gibt es schon etwas länger auf Deutsch. Darüber hinaus in 11 anderen Sprachen, jeweils mit eigener URL.
Und bei Letzteren ist die Übersetzung meiner Meinung nach wesentlich besser gelungen.

Fangen wir mit dem Schlimmsten an: flickr siezt. Konsequent (immerhin das…) schreibt flickr “Sie”, wenn es den User anspricht. flickr ist eine junge, hippe Web-2.0-Applikation. Und die spricht mich auf einmal (aufgrund der Übersetzung) mit dem relativ spießigen und un-internettigen “Sie” an? Das passt überhaupt nicht. Und ist darüber hinaus noch unpersönlich (jedenfalls unpersönlicher als “Du”). Kundenbindung, Identifikation und so. Gibt’s sicherlich toll klingende Englische Wörter für. last.fm macht das wesentlich eleganter. Hier wird geduzt.
Wo wir schon bei persönlich sind. Etwas, das allerdings nicht die Übersetzung verbock hat, sondern vorher schon da war: Bei flickr heißt es “Your Photos”, “Your Account”, etc. Bei last.fm dafür “My Dashboard”, “My Friends Online”. Your vs. My, 2. Person gegen 1.. Auch da ist last.fm auf der (subtilen) Persönlichkeitsschiene wieder weiter vorne. Aber das nur am Rande.

Dann gibt es dort diese spezifischen seltsamen Übersetzungen bei flickr — zumindest bis auf “post”, das bleibt auch im Deutschen so stehen. Die Creative-Commons-Info “Some Rights Reserved” wird mit “Bestimmte Rechte vorbehalten” übersetzt. Die Übersetzung macht das “Some” zu “Bestimmte”. Soweit eigentlich richtig. Klingt trotzdem seltsam und vor allen Dingen wesentlich unprägnanter. Ich hätte da das vielleicht etwas schwammigere aber kürzere (und dazu wörtlich übersetzte) “manche” benutzt. (Und außerdem benutzen sie “der Blog”. Der! Tz!) Naja, letztlich eigentlich egal.
Viel toller ist auf der Startseite für unangemeldete Benutzer unten das “Einfach Zeug bestellen!”. Zeug! “Stuff” mit “Zeug” zu übersetzen mag vielleicht richtig sein. Aber das benutzt man doch nicht. Zumindest nicht im gleichen Maße und Zusammenhang wie “Stuff” im Englischen.
Der Rest der übersetzen Worte, Wörter und Phrasen wirkt eigentlich ganz solide, wenn auch manchmal langweilig (wieder: im Gegensatz zu last.fm, die zwar einen Haufen Anglizismen benutzen, aber damit besser und kürzer das Treffen, was sie sagen wollen).
Trotzdem schafft es flickr nicht, den im Englischen wenigstens leicht vorhandenen, freundschaftlichen, kumpelhaften Ton zu portieren. Eben der Ton, der für so eine persönliche Community angebracht wäre. last.fm macht das wieder wesentlich besser. Allein schon der “Schwarz sehen”-Link um das Design von rot auf schwarz umzustellen. Aber auch der komplette, eben der gesamte auf der Seite vorhandene Tonfall ist viel besser getroffen.

Zum Glück kann man die Sprache auswählen. Ich werde bei flickr bei Englisch bleiben. Habe mich da aber auch immerhin zwei Jahre dran gewöhnt (das allerdings habe ich versucht bei meiner Bewertung außen vor zu lassen).

Und zum Glück kann man sich als Deutscher wunderbar über alles aufregen ;) .

Kommentare

Seite: 1 2 Älter »





3.14159