Verena vom anderen Teil der Stadt wirft mir (mit einem zurecht etwas harten Unterton) einen dieser zerknüllten Kettenbriefe-2.0 herüber. Es geht um eine Sache, über die ich hier ja eigentlich viel zu selten schreibe. Dabei duftet sie so schön und ist so toll schwarz. Genau: Kaffee. (Oder Kawee, wie der Volksmund sacht)
1. Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst du sie?
Wenn ich als fleißiger Student die Uni besuche, dann meistens so gegen Mittag. Wenn ich arbeiten gehe, dann ist das Kaffeebesorgen eines der ersten Dinge, die ich erledige. Wie auch immer, jedenfalls nicht direkt nach dem Aufstehen. Da greife ich auf (mindestens ebenso klischeeartigen) Orangensaft zurück. Natürlich frisch aus dem Getränkekarton gepresst.
2. Wieviele Tassen trinkst du täglich?
Uni: drei bis vier. Arbeit: fuenf bis sechs, da muss ich ja früher aufstehen. (Jetzt mal Mittelwert gebildet und so.)
3. Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
Seltsame Frage. Koffeinfrei ist doch überhaupt kein Kaffee (Bestellt mal in Köln ein Alt!)! Nein im Ernst: gemahlenen Bohnenkaffee. Weiterlesen ‘Kaffeekettenbrief’
Man kann die Menschen einteilen in Ying und Yang. Und den Rest.
Mehr Erkenntnis? Teil 1!
Meine Schätzingsammlung ist erst einmal komplett. “Die dunkle Seite” ist das letzte fiktionale Buch, was mir noch in ihr fehlte (“Keine Angst” habe ich irgendwann mal als Hörbuch gehört). Gut also, dass im Zuge der Schätzingreveröffentlichungsfront eben jenes Buch zuletzt neu aufgelegt wurde.
Mehmet Üsker, eigentlich friedfertiger Gemüsehändler aus Köln, wird kurz vor dem Jahrtausendwechsel in seiner Wohnung tot aufgefunden. Nicht irgendwie tot. Nein, so richtig tot. Richtig mit Foltern, adrenalinfördernde-Medikamente-geben, Finger abschneiden und … allen möglichen anderen grausamen Dingen. Kommissar Menemenci bekommt den Fall zugeteilt. Schließlich kann er türkisch. Doch er weiß nicht so recht wo er anfangen soll. Hat eigentlich ja auch genug sonst zutun.
Später irgendwo anders in Köln. Vera Gemini ist Ex-Polizistin. Hat eine schwere Zeit mit ihrem Ex-Mann hinter sich. Ist aber mittlerweile glücklich als Privatdetektivin und als allein. Und weil sie durch und durch eine moderne Frau ist und unzähliges High-Tech-Equipment zur Aufklärung ihrer Fälle benutzt, heißt ihre Detektei “DeTechTei” (Tolles Wortspiel, was?). An diesem Tag kommt ein Simon Bathge zu ihr. Er bittet sie, ihm beim Finden eines gewissen Andreas Marmann zu helfen. Wer das ist und was er von ihm will, möchte Bathge allerdings nicht erzählen. Genauso wenig wie er selbst erreichbar ist. Er bezahlt bar und kündigt an, sich später noch einmal zu melden. Ganz schön mysteriös. Aber Vera denkt sich: Kohle ist Kohle – und eigentlich geht sie sich der ganze restliche Kram ja auch nichts an.
Der geneigte Schätzingleser weiß jetzt, was passiert: Weiterlesen ‘Buch: Frank Schätzing – Die dunkle Seite’
Auch wenn das vierte Semester jetzt schon etwas läuft:
Traditionen müssen irgendwann begonnen werden. Und genau wie bei Zukunftändern ist dafür der beste Augenblick jetzt. Ganz schön tiefgründig.
Was ich im ersten Semester startete, im zweiten für den letzten Teil des Semesters fortführte, möchte möchte ich jetzt in eine dritte Runde führen. Und da darf man dann ja nach ISO-6352 von Tradition sprechen.
(Lieber Leser, es folgt ein völlig ich-bezogener Beitrag. Wenn Sie das nicht mögen, können Sie oben rechts das kleine x drücken. Ich bin Ihnen auch nicht böse. Wirklich.)
Tatsächlich. Ich studiere immernoch Physik. Auch nach diesem anstrengenden Semester.
D.h. eigentlich war nur, wiedermal, das Ende des Semesters richtig anstrengend.
Der Anfang des Endes war die Scheinklausur in Theoretischer Physik: Mechanik. Für alle Nichtphysiker: Die Ich-kann-wild-dumm-rumrechnen-Klausur darüber, wie ein Apfel fällt bzw. fallen könnte, wenn man möglichst lange und von hintenrum darüber nachdenkt.
Und genauso wie der Satz vermuten lässt Weiterlesen ‘Studium Reviewed: Drittes Semester’
Vielleicht habt ihr das ja schon einmal beim sonntagabendlichen TV-Zappen mitbekommen – oder es geht euch fernsehabwesenheitsbedingt wie mir und habt es nicht. Egal.
Auf WDR gibt es eine Sendung “poetry slam”, in der es genau um das geht. Poesie slammen. Was das heißt, sagt Tante Wikipedia:
Der Begriff Poetry Slam bzw. Dichterschlacht bezeichnet einen literarischen Vortragswettbewerb. Es geht darum, eigene Texte innerhalb eines Zeitlimits vor Publikum vorzutragen. Bewertet werden sowohl Inhalt als auch Vortragsweise der Texte.
Die Renaissance der Poesielyrik, upgedated. Quasi.
Jedenfalls gibt es im passenden WDR-1LIVE-Webportal, soweit ich das sehe, alle Vortragenden online anzuschauen (Und extra für Michael als embedded-Flash-Videos
). Und das sogar vor der eigentlichen Ausstrahlung.
Da sind wirklich ein paar tolle Vorträge dabei. Allerdings auch einige, die langweilig bis peinlich sind.
Unterhaltend sind sie jedenfalls alle.
Und vor Free-Style-Rappern habe ich ja großen Respekt. Das fällt mir immer wieder auf.
Und wiedermal wurde mein Lieblingssender in seiner Funktion bestätigt. Jap.
Charlie Asher ist sich sicher: Seine gerade frisch geborene Tochter besitzt 11 Finger. Er hat mehrmals gezählt und kommt immer auf 11! Und hat er da eben nicht ein kleines Schwänzchen bei der Geburt gesehen? Jedenfalls Grund genug, deswegen das Krankenhaus zu terrorisieren. Als das auch hinter sich gebracht ist, schickt ihn seine Frau tatsächlich nach Hause. Viel zu fertig sei er, nach der Geburt jetzt. Charlie lässt sich überreden, muss aber nochmal kurz ins Auto. Er kommt wieder und traut seinen Augen nicht. Ein Mann in schimmernden mintgrün steht vor seiner Frau. Die Geräte fangen an zu piepsen. Und kurze Zeit später ist der Mann verschwunden und seine Frau tot. Einfach so. Und wo ist der mintgrüne Mann hin? Keiner hat ihn gesehen. Weder Personal, noch Überwachungskameras.
Seine Frau tot, der Tod in mintgrün und nur Charlie kann ihn sehen. Juchu.
In den folgenden Tagen und Wochen muss Charlie, seines Zeichens übrigens Beta-Männchen wie er im Buche steht, mit dem Verlust seiner Frau (Und wenn es Alpha-Frauen gäbe, dann wäre sie eine gewesen!) zurecht kommen. Garnicht so leicht. Erinnert ihn doch so ziemlich alles zu Hause an sie. Und nicht zuletzt natürlich seine Tochter Sophie. Weiterlesen ‘Buch: Christopher Moore – Ein todsicherer Job’
Bekanntermaßen bin ich serieninteressiert (um das böse j-Wort nicht zu nennen).
Und natürlich schaue ich auch mit ziemlicher Begeisterung Dr. House.
Diese total un-arztige Arztserie. Total seltene und seltsame Krankheiten. Total geistesblitzig kurz vor Ende und Tod doch noch von House entdeckt. Hugh Laurie spielt einfach wunderbar diesen total un-arztigen Misanthrop. Und auch das restliche Team ist spitze – in jeder Hinsicht.
Aber ich möchte nicht zu auschweifend werden…
Die Rheinische Post hat sechs Ärzte gebeten, eine Folge House zu analysieren.
Und ich finde, alle haben ganz gut versagt und schön gezeigt, dass sie völlig in ihrem Job gefangen sind. Ihre Aufgabe war es, den ärztlichen Aspekt von House zu untersuchen. Das haben auch alle gemacht und, unglaublich, aber wahr, die Folge tatsächlich als Fiktion entlarvt. Ja. Unglaublich.
Die meisten der Analysten haben sich dann aber tatsächlich hinreißen lassen, und darüber hinausgehend über die Serie geurteilt. House habe ja tatsächlich keinen Kontakt zu seinen Patienten. Und er kommt mit Turnschuhen und ohne Kittel in die Klinik.
Da kann man nur bitten, dass sie doch bei ihren Leisten bleiben. Und die hoffentlich gut schustern.
(Ich stelle mir das übrigens so vor, als würde unser eins Numb3rs schauen und dabei sein Zahlenhirn nicht abschalten können. Naja. Aber Numb3rs mag ich auch nicht.)