Mondbasis 2024

Vor viel zu langer Zeit war das hier ein kleines Astronomiefanblog. In Teilen zumindest.
Und weil früher ja sowieso alles besser war möchte ich das an dieser Stelle renaissancieren.

Heute nämlich hat die NASA beschlossen, eine Weltraumstation auf dem Mond zu bauen. Unglaublich, aber wahr.
Bis 2024 soll wahrscheinlich auf dem Südpol eine Basis errichtet werden, auf der Menschen dann bereits ein halbes Jahr leben können. Man plant dann, den Mars und weiter entfernte Ziele von dort aus anzusteuern.
Bis dahin ist es allerdings noch ein aufwendiger Weg. Die Space Shuttle müssen ersetzt und entsorgt, die ISS fertiggebaut werden und dann Stück für Stück Bauteile auf den Mond transportiert werden. Über konkrete Finanzierungszahlen ist bisher noch nichts nach außen gedrungen, allerdings sind bisher 104 Milliarden Dollar allein für die erste Reise zum Mond eingeplant. Das sollte die Größenordnung in etwa deutlich machen.
Man möchte, und das ganz gegen die eigentliche wir-machen-alles-alleine-und-sowieso-viel-besser-Einstellung der Amerikaner, die Besiedelung mit reichlicher internationaler Hilfe durchführen. Gespräche mit Raumfahrtbehörden werden schon geführt.

Ich finde das alles einfach faszinierend. In 20 Jahren (wird doch sicherlich alles etwas länger dauern) werden da oben, auf dem Ding was nachts so schön leuchtet, Menschen rumlaufen und sogar so etwas wie ‚leben‘.
Bleibt nur zu hoffen, dass das kein amerikanischer Käsekuchen wird. Aber die Gabeln stehen ja positiv, es sind schließlich auch genug da.

6 Gedanken zu „Mondbasis 2024

  1. Ich will dir ja nicht alle Illusionen nehmen, aber wenn ich mir ansehe, wie oft das NASA-Programm in den letzten 18 Jahren umstrukturiert wurde, würde ich die Zahl 2024 mit Vorsicht behandeln. George Bush Senior wollte zum Beispiel mal bis 2019 Astronauten auf dem Mars haben, eine Raumstation für sechs Mann wäre schon lange fertiggebaut, und die Mariner Mark II Missionen würden das Sonnensystem in allen Winkeln durchsuchen.

    Mein Tipp: Vielleicht haben wir bis 2019 Bodenproben vom Mars, und irgendwann in den späten 2020ern oder frühen 30ern eine bemannte Landung auf dem Mond. Das ist immer noch viel besser als das „faster, cheaper, better“ Programm aus den 90ern, als mal eine Zeitlang gar keine großen Raumsonden mehr gebaut werden sollten (und Mariner Mark II bis auf den Prototyp – nämlich Cassini – gestrichen wurde).

  2. Ja, ich befürchte das auch. Aber wenigstens plant man schonmal mit einer Station. Ob es jetzt 10 oder mehr Jahre länger dauern wird, hey, ich bin doch noch jung ;).

  3. Ich bin zwar nicht mehr ganz so jung, aber wenn die landen, bin ich womöglich schon in Rente und habe Zeit mir die Live-Übertragung anzuschauen 🙂

  4. Von mir aus können die sich ruhig Zeit lassen. Nur wenn ich in Rente gehe, sollten die da oben fertig sein. Damit ich von der niedrigen Gravitation profitieren kann! 🙂

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