» 24. Dezember 2006, 21:26 .
Große Dinge wie der Mauerfall, die Fertigstellung des Ausbaus der A4 und wie Weihnachten veranlassen zu großen Dingen.
Deswegen haben mein Kommilitone André und ich keine Kosten, besonders aber keine Mühen gescheut und die vielleicht schönste, auf jeden Fall aber seltsamste aller Weihnachtsgeschichten eingesprochen.
Das Video, wie auch den Text gibt’s drüben im physikBlog.
Frohe Weihnachten.
» 19. Dezember 2006, 15:20 .
Einer dieser typischen, bitterkalten Herbsttage in Köln 1260. Der Wind fegt durch die Bäume, die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen gehen immer früher am Horizont unter.
Jacop, seines Zeichens professioneller Dieb, streift durch die Straßen der westlichen Großmetrople mit einem Ziel: Er möchte die schmackhaften Äpfel des Erzbischofs Konrad von Hochstaden klauen. Kein leichtes Unterfangen. Sie hängen hoch und sind nur für geübte Kletterer erreichbar. Doch für Jacop kein Hindernis – immerhin nennt man ihn nicht umsonst “den Fuchs”.
Wie der rotschöpfige Jacop da so auf den Ästen des Baumes balanciert und sich Tasche um Tasche mit dem begehrten Gut vollpackt wird er Zeuge etwas Unglaublichens. Er blickt gerade auf die Baustelle, auf der der neue Dom zu Köln gebaut wird, als von den bereits stehenden Mauern eine Person herunterfällt. Eine zweite Personen, groß und stattlich wie der Teufel, scheint ihn gestoßen zu haben. Natürlich passiert, was in so einer Situation passieren muss: Jacop rutscht aus, fällt vom Baum und wird vom Teufel augenscheinlich gesehen. Doch bevor er weglaufen kann macht die zu Boden gefallene Gestalt auf sich aufmerksam. Als Jacop näher heran tritt erkennt er, wer dort liegt: Es ist Gerhard Morart, der Dombaumeister. Er haucht Jacop letzte Worte ins Ohr, bevor er dahinscheidet.
Von allen Seiten kommen Menschen herbeigestürmt, die den bitterlichen Aufprall Gerhards mitbekommen haben. Jacop tut, was er am Besten kann: Er rennt weg.
Das ist der Ausgang von Tod und Teufel, der Geschichte rund um das Mittelalter, die verschiedenen Stände im Gesamten und im Speziellen, die Macht der Kirche und die Jagd nach Dämonen. Natürlich darf auch eine klitze-kleine Liebesgesch Weiterlesen ‘Rezension: Frank Schätzing – Tod und Teufel’
» 19. Dezember 2006, 12:21 .
Wen es einmal brennend interessiert, wie es vor 120 Jahren in den Medien (damals war das nahezu äquivalent zu “Zeitung”) aussah, dem sei “1887” an’s Herz gelegt. Dem Rest auch.
Michael (der von seinem Weblog drüben) bloggt dort ausgewählte Nachrichten des Gunzenhauser Anzeigeblatts mit so toller Sprache und so tollen Satzkombinationen wie diesen:
Die Beschlüsse der Militärkommission sind bisher noch nicht im Bundesrathe besprochen worden, wozu auch keine Veranlassung besteht, da Niemand dieselben für definitiv hält.
Also: Ab, ab!
» 16. Dezember 2006, 00:24 .
Während im Rest der Welt Schnee fällt, man sich halb tot-weihnachtsfeiert und überall ein Jahresrückblick nach Jahresrückblick den medialen Catwalk hoch und runter läuft, möchte ich hier in meiner kleinen Ecke des Internets natürlich auch nicht darauf verzichten.
In dem letzten diesen Jahr, es wird als 2006 in die Geschichte eingehen, gab es ein herausragendes Phänomenexempel der Popmusik. Im Internet kursierte irgendwann ein Song. Von irgendwelchen unbekannten Typen. Er verbreitete sich und kam irgendwann im Radio an. Irgendwann im Fernsehen. Und irgendwann ganz vorne an sämtlichen Charts dieser Welt. Und war irgendwann eingebrannt in sämtlichen Gehörgängen. Bis sie bluteten.
Natürlich geht es hier um Gnarls Barkley – Crazy. Dem ersten Song des auch sonst schön außergewöhnlichen Albums “St. Elsewhere”.
Wegen des großen Erfolgs des Originals, wegen der eingänglichen Melodie oder vielleicht nur wegen “because I can” coverten und covern den Song einige durchaus bekannte Künstler. Manche langweilig, aber manche durchaus interessant.
Und weil die ganzen Coverversionen irgendwann den Status der Übersehbarkeit weit hinter sich ließen, folgt hier meine kleine, sicherlich unvollständige Liste der Gnarls Barkley “Crazy” – Cover:
- Gnarls Barkley – Crazy (Military Version Video)
Die Coverübersicht startet mit zwei Selbstcovern. Hier spielt Gnarls Barkley eine militärische, langsame, trommelfixierte Version des Songs bei Top of the Pops US ein.
- Gnarls Barkley – Crazy (MTV Movie Awards Video)
Wie sich das für einen ordentlichen Auftritt bei einer MTV-Show gehört spielen Gnarls Barkley möglichst furios auf. Hier als Star-Wars-Figuren verkleidet. Inklusive Chewbacca an den Drums.
- Nelly Furtado – Crazy (Video mit Charlotte Church | Video alleine)
Das wohl bekannteste Crazy-Cover ist von Nelly Furtado. Soweit ich das überblicken kann, hat es bei dieser seltsamen Charlotte-Church-Show angefangen.
- The Kooks – Crazy (Video)
Auch die meiner Meinung besten Neuankömmlinge in der Musikszene dieses Jahres, The Kooks, covern den Track. Das Video zeigt sie vor einem Konzert in irgendwelchen Pariser Hinterstraßen. Später haben sie es aber noch einmal für BBCs Radio 1 Live eingesungen.
- Ray LaMontagne – Crazy (Video)
Akustisch-melancholische Version dieses mir bis dato unbekannten englischen Künstlers. Das Video ist eine Eigenanimation eines YouTube-Nutzers.
- The Raconteurs – Crazy (Live Video)
Die Zweitband von Jack White spielt auf einem Konzert auch eine Liveversion von Crazy. Leider aus dem Publikum gefilmt. Ziemlich schlecht.
- Paolo Nutini – Crazy (Video)
Relativ schönes Cover von dem italienisch angehauchten Alternative-Künstler.
- Texas – Crazy (Video)
Auch die britischen Altrockpopper von Texas spielen bei einem Liveauftritt eine Version.
- Bryan Adams – Crazy (Video)
Altrocker Bryan Adams covert auf einem Konzert den Song. Das Video ist leider auch alles andere als gut.
- Billy Idol – Crazy (Video)
Ein weiterer Altrocker versucht sich an dem Song. Leider nur ein 30-Sekunden-Video.
- Jude – Crazy (Mp3)
Zur Promotion seines neuen Albums hat Jude ein Akustikcover eingespielt. Den Song gibt’s auf seiner Homepage frei. Ganz schön hoch…
- of Montreal – Crazy (Video)
Diese mir unbekannten amerikanischen Indiepopper spielen auch eine Liveversion. Ziemlicher Standard. Qualität des Videos nicht so berauschend.
- Mates of State – Like U Crazy / Crazy (Video | Song)
Eine weitere amerikanische Indiepoprockband, die in Mitten ihres eigenen Songs “Like U Crazy” Gnarls Barkley covern. Liveaufnahme.
- Butch Walker – Crazy (Video)
Der Herr Walker ist in Deutschland leider völlig unbekannte (mir auch!), aber was er da covert wirkt recht gut.
Beim erstellen der Liste waren mir das Blog des Slate Magazins und Brigadoon eine Hilfe.
Weitere Coverversionen gerne in die Kommentare, ich nehme sie dann auf.
» 12. Dezember 2006, 11:42 .
12.12.2006, 10:38. Radio.
Band Aid 20 – Do They Know It’s Christmas?
Es ist soweit.