Studentennetzwerke – gut oder böse? Teil 1 des Tests

Der Auftakt des andisblog.de Studentennetzwerk-Tests. Runterscrollen für mehr Informationen!
Studenten sind eine beliebte Zielgruppe (beide Links PDF-Dokumente, beide ca. 1MB).
Das stellt man spätestens dann fest, wenn in der Mensa Kostenloszeitungen, darunter so renommierte Blätter wie Die Zeit, oder ‚Studententüten‘, Tüten mit Inhalt, der unterschiedlicher nicht sein könnte – vom Muffin-Fertigbackgemisch bis hin zum Kondom, verteilt werden. Oder wenn man bei der Anschaffung seines nächsten Handyvertrags verwundert ist, den Studententarif wählen zu können.
Es geht darum, Studenten möglichst früh zu binden. Während des Studiums sind sie meist eher finanzschwach und daher vielleicht empfänglicher für alles kostenlose/verbilligte, als sowieso schon für einfache Werbung. Doch, so zumindest die Theorie, ändert sich das schlagartig nach dem Studium. Ob in den Managementetagen großer Unternehmen, ob selbstständig oder einfach nur besserverdienend. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind sie finanzkräftig. Zahlungswillig. Ein Traumkunde also.
In Zeiten der webzweinulligen Resozialisierung dieses Internets und der damit einhergehenden bereitwilligen Annahme aller Social-Connect-Dienste ist es für den findigen (Startup-)Geschäftsmann ein leichtes, eine riesige Adressdatenbank anzulegen, in der oben genannte potenzielle Traumkunden bereitwillig und von selbt ihre Daten einpflegen. Studentennetzwerk nennt man das dann.

„Alles Schwachsinn!“ oder „Paranoider Blödsinn!“ sagst du? Ok, ich formuliere es um.

Nichts steht still, alles verändert sich. So auch das Internet. In Zeiten des buzzwortigen Web 2.0 wird verbunden, wo es nur geht. Blogs zitieren und kommentieren sich gegenseitig, bei Fotosharingdiensten wie flickr wird getaggt, zu Gruppen hinzugefügt, mit Tags versehen und kommentiert, bei YouTube werden Videos bewertet, auch getaggt und ebenso kommentiert. Connecting ist also in. Sowas von. Aber wieso mit so speziellen Sachen wie Videos oder Fotos verbinden, das Ganze kann man doch allgemeiner halten.
Eben.
Als primärflirtlose Weiterentwicklung der frühen Beziehungsportale wie MyFlirt.de könnte man die Dienste bezeichen, die in den letzten zwei Jahren dem digitalen Boden entsprossen. Ob Orkut oder das wohl bekannteste Vorzeigeverzeichnis OpenBC. Allgemein gehalten oder auf Businessaustausch spezialisiert. Alles scheint möglich. Und so war es wohl nur eine Zeit, bis jemand entdeckt, dass die technikaffine, trendsettige Gruppe der Hochschulbesucher unbedingt eines dieser geschlossenen (Achtung: 1.0-Buzzword following!) Communities braucht. Hier werden Interessen eingepflegt, Fotos veröffentlich, kommentiert. Es wird über Lehrveranstaltungen diskutiert und nach gemeinsamen Interessen sortiert. So schnell wie sich das Portal verselbstständigt, so schnell gibt es auch einen Namen dafür:
Studentennetzwerk nennt man das dann.

Auf welcher Seite stehst du? Vertraust du dem symphatischen Digitalstudenten deine Daten an oder meinst du, dass sich dahinter nur ein verkleideter Vorwerkverkäufer mit Aktentasche verbirgt?

Mittlerweile gibt es ja tausende von Studentenportale. Gefühlt zumindest. Aber welches ist wie sicher? Welches Netzwerk bietet mehr Möglichkeiten? Kurz: Welches ist toller?
Diese Fragen versuche ich mich in den kommenden Tagen anzunehmen. Im unglaublichen, nie dagewesenen andisblog.de Studentennetzwerk-Test.
Erwartet viel und bleibt tuned.

10 Gedanken zu „Studentennetzwerke – gut oder böse? Teil 1 des Tests

  1. Gefühlte tausend Studentennetzwerke? Ich kenne drei, wenn man Facebook mitrechnet, wobei das fast das gleiche ist wies StudiVZ und für deutsche eher uninteressant ist.

  2. Ok, ich habe vielleicht etwas übertrieben ;).
    Mit Facebook kenne ich vier.
    Was ich meinte, ist, dass jedes davno eine eigenständige Community ist, die jede ziemlich groß für sich ist. Und jede nimmt seine komplette Aufmerksamkeit in Anspruch. In zwei oder drei der Netzwerke aktiv sein sollte (!) ziemlich schwer sein ;).

  3. Er kommt. Das verspreche ich :).
    Wann – das weiß ich noch nicht so genau. Bin vor meinem Physikpraktikum leider nichtmehr dazu gekommen. Werde es aber probieren zumindest zwischen drin einmal anzufangen :).

  4. Ich suche gerade Studentennetzwerke.Wieviel gibt es.Der Artikel ist etwas unübersichtlich.Es fehlen mir auch die links.Kann mir geholfen werden?

  5. Aus dem Text wollte ich ursprünglich einen wirklichen Test verschiedener Netzwerke machen. Das hat sich dann allerdings aufgrund der Vormachtstellung von StudiVZ auf eine kritische Betrachtung eben dieses Netzes reduziert.
    Generell gibt es zusätzlich zu studivz.net noch studylounge.de und unister.de, die allerdings zu Recht hinter studiVZ.net zurückliegen.

    Eine Übersicht sollte der Artikel allerdings auch nicht bieten. Viel mehr eine Einleitung. Einen Prolog. Sowas.

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